Skagen - Schiffe gucken statt Kilometer fressen
May 31–Jun 2 in Denmark ⋅ ☁️ 13 °C
Heute gönnen wir ObeliX und uns eine echte Kurzstrecke: Von Frederikshavn nach Skagen sind es gerade einmal knapp 50 Kilometer 😊.
In Skagen erwartet uns eine kleine Premiere: Wir stehen ausnahmsweise auf einem Campingplatz mit schön parzellierten Stellflächen. Eigentlich sind Roger und ich ja eher die klassischen Stellplatzmenschen. Strom, externe Duschen und WCs brauchen wir selten, schliesslich hat ObeliX alles dabei. Trotzdem schadet ein wenig Campingplatz-Luxus zwischendurch nicht – auch wenn wir uns dabei fast ein bisschen wie Fremdgänger fühlen 😉.
Nach einem gemütlichen Spätfrühstück machen wir uns auf den Weg zum Strand. Dort fällt sofort auf, wie viele Schiffe vor der Küste unterwegs sind. Leider kreuzen sie nicht direkt vor unserer Nase, sondern eher am Horizont. Mit dem 5-fach-Zoom lassen sie sich aber immerhin erkennen. Ein Blick auf den Schiffstracker bestätigt den Eindruck: Hier herrscht reger Verkehr. Kein Wunder, denn Skagen liegt dort, wo Nordsee und Ostsee aufeinandertreffen – einer der meistbefahrenen Schifffahrtswege Europas.
Das Wetter zeigt sich heute etwas zurückhaltend. Die Wolken haben klar die Mehrheit, während die Sonne nur gelegentlich zwischen ihnen hervorlugt und kurz «Hallo» sagt, bevor sie sich wieder versteckt. Für einen Strandspaziergang reicht das aber völlig aus.
Schon von Weitem entdecken wir den Skagen Grå Fyr, den wir morgen besuchen wollen. Mit seinen 46 Metern ist er der zweithöchste Leuchtturm Dänemarks und seit 1858 ein wichtiger Orientierungspunkt für die Schifffahrt. Direkt am Strand liegen zudem die Überreste der Skagen Batterie. Die alten Bunker stammen aus der Zeit des Zweiten Weltkriegs und erinnern daran, dass die friedliche Küstenlandschaft einst eine ganz andere Rolle spielte.
Heute bleibt es aber friedlich: Meeresrauschen, frische Seeluft, Schiffe am Horizont und ein gemütlicher Spaziergang. Manchmal braucht es für einen gelungenen Reisetag eben gar nicht mehr als 50 Kilometer. 🚐🌊
Weiteres zu der SKAGEN-BATTERIE:
Die Bunker am Strand hier sind die Überreste einer deutschen Küstenbatterie aus dem Zweiten Weltkrieg. Diese Batterie wurde von der deutschen Marine betrieben und hatte die Aufgabe, den Hafen in Skagen vor einem Angriff zu schützen. Die Batterie war mit vier 12-cm-Küstenkanonen mit einer Reichweite von 10 km ausgerüstet. Die Waffen, die von den dänischen Streitkräften „ausgeliehen“ worden waren, standen bereit für den Einsatz im Juni 1940. Bis zum Herbst 1942 bestanden die Batteriegebäude aus Holzbaracken und die Geschütze wurden in offenen Stellungen mit Betonfundamenten aufgestellt Feuerplattformen. Die ersten massiven Betonbunker mit 2 Meter dicken Wänden und Dächern wurden im September 1942 errichtet. Insgesamt wurden an dieser Stellung 28 Bunker errichtet, darunter 16 mit 2 Meter dicken Wänden und Dächern. Anfang 1944 erhielt die Batterie vier zusätzliche Geschütze desselben Typs wie die alten. Die neuen Geschütze wurden in offenen Stellungen auf Betonfeuerplattformen aufgestellt hinter der Batterie (neben der Fyrvej). Damit sollte sichergestellt werden, dass die Batterie auch nach der Verlegung der alten Geschütze in Betonbunker noch in Richtung Westen feuern konnte. Seit Kriegsende hat das Meer die Küste entlang der Ostküste um 40 Meter abgetragen. Auf der Seite von „Grenen“ – der Landzunge an der Küste – also die erste Reihe von Bunkern, bestehend aus vier Geschützstellungen und die Feuerleitbunker wurden freigespült und sind nun am Strand vollständig zu sehen.Read more










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Obelix lächelt!
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