Jennifer Schönbach

Joined April 2017Living in: Pirna, Deutschland
  • Day8

    2 Flüge, 3 Flughäfen - auf nach Hause

    February 3 in Germany ⋅ ⛅ 1 °C

    Heute ist es soweit: Abreisetag! Und der Name ist Programm, denn es wird so ziemlich den ganzen Tag dauern, bis wir von hier ganz oben wieder in Mitteleuropa bei uns zu Hause sind. Wenn man bedenkt, wie weit das ist, finde ich die Reisezeit von ca. 13 Stunden aber eigentlich völlig okay.

    Gut ausgeschlafen starten wir um 8 Uhr beim Weckerklingeln in den Tag. Gegen 8:45 Uhr betreten wir die Gemeinschaftsküche des Hotels um unser Frühstück einzunehmen. Das läuft hier so: Beim Check-in bucht man sein Frühstück, zahlt 90 NOK (ein absolutes Schnäppchen in Norwegen) und findet dann am nächsten Tag im Kühlschrank der Gemeinschaftsküche eine große, mit der Zimmernummer beschriftete Plastikschale mit 4 Scheiben Brot, Margarine, Wurst und Käse, Marmelade, Ei sowie ein paar für uns untypischen Dingen wie Kaviarcreme oder Makrele in Tomatensoße. Dazu kann man sich Kaffee, Milch und Saft nehmen. Aufgrund des Hotels insgesamt und des günstigen Preises hatten wir nicht viel erwartet und sind somit recht zufrieden mit der Ausbeute.
    Zum satt werden reicht es allemal und Tee haben wir glücklicherweise noch eigenen dabei.

    Nach dem Frühstück räume ich noch das Geschirr von uns sowie von allen anderen, die heute vor uns gefrühstückt haben, in den Geschirrspüler. Offenbar ist das für den Rest der Gäste nicht möglich gewesen...fast wie auf Arbeit!

    Dann heißt es noch schnell Zähne putzen und den Rest zusammenpacken und los zum Bus.
    Der soll um 10:06 Uhr am Amfi-Center fahren und wir hoffen, er tut das auch, schließlich sind aktuell -24 Grad und die Alternativen zum Flughafen zu kommen gehen gegen null. Die Haltestelle ist verweist, aber ein paar Meter weiter sehen wir einen Bus. Sebastian schaut ihn sich näher an und tatsächlich ist es der "Flybussen". Der freundliche Fahrer fährt auch sogleich an unsere Haltestelle vor und schon sitzen wir im Warmen.

    So erreichen wir mit vielen anderen Gästen, die an weiteren Haltestellen zugestiegen sind um 10:30 Uhr das Flughafengebäude. Und wir staunen nicht schlecht: Es gibt kaum Personal, man druckt seinen Gepäckanhänger sowie die Bordkarten selbst am Automaten und gibt dann sein Gepäck auch selbstständig am Förderband auf. Gepäck aufstellen, scannen und dann fährt es davon. Mal wieder ein gutes Beispiel für den Selfservice in Perfektion in Norwegen. Aber es funktioniert trotz der Massen, die gleichzeitig mit uns ankommen, kommt keine Hektik auf und alle schaffen es rechtzeitig durch die Sicherheitskontrolle (hier gibt es dann doch Personal) zu ihren Flügen.

    Etwas später als geplant heben wir dann aus der Traumwinterlandschaft in Kirkenes ab und landen nach gut 2 Stunden um 14:30 Uhr in Oslo. Das hat ja schon mal hervorragend geklappt.
    Wir nehmen den Transit-Ausgang und gönnen uns erstmal ein leckeres Mittagessen mit frischen Burgern in einem der zahlreichen Restaurants im Abflugbereich.
    Die nächsten 2,5 Stunden streifen wir durch den echt riesigen Flughafen und ich schreibe fleißig am Reisebericht.
    Um 17:45 Uhr steht der nächste und letzte Flieger dieser Reise bereit. Es geht zurück nach Berlin.

    Die Landung um 19:30 Uhr ist bedingt durch stärkeren Wind etwas holprig, aber dann ist es geschafft. Wir nehmen unser Gepäck in Empfang, das die weite Reise und das Umladen in Oslo gut überstanden hat und machen uns auf den Weg zur S-Bahn und dann zu unserem Auto. Es springt sofort an und wir düsen durch zeitweises Schneegestöber nach Hause.

    Als wir um 23 Uhr in unseren Hof einbiegen, bin ich froh wieder da zu sein - eine erlebnisreiche Woche geht zu Ende und damit auch unsere letzte große Reise zu zweit. :-)
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  • Explore, what other travelers do in:
  • Day7

    Kirkenes - Traumlandschaft bei -22 Grad

    February 2 in Norway ⋅ ☁️ -22 °C

    Die Fahrt im Bus zum Schneehotel führt uns durch die eiskalte, schneebedeckte Landschaft der Gemeinde Kirkenes. Die Sonne taucht die Umgebung in einzigartiges Licht und das Thermometer zeigt nun außerhalb des Stadtkerns -22 Grad an. Für uns Mitteleuropäer wahrlich ungewohnte Temperaturen, trotz Thermounterwäsche und Lagenlook deluxe. :-)

    Das Schneehotel selbst ist schön und besonders, wir sind uns jedoch sofort einig, dass man es eigentlich nicht bräuchte. Man übernachtet bei ca. -4 Grad in Schneezimmern, künstlerisch verziert und nur mit einem Bett ausgestattet in einem sehr warmen Schlafsack. Toiletten, Duschen, eine Lounge sowie ein Restaurant befinden sich im Versorgingsgebäude nebenan. Ein bisschen erinnert es an einen der besseren Campingplätze, die wir letzten Mai besucht haben. Alles in allem sicher ein Erlebnis, aber für uns im Verhältnis zum Aufwand (das Hotel muss jedes Jahr neu gebaut werden und Eis wird über den Sommer extra konserviert), nicht unbedingt nötig.

    Viel besser gefallen uns die 20 Hütten der Anlage. Sie sind aus Holz, total eingeschneit und wirken super gemütlich.

    Nachdem wir im Schneehotel noch ein heißes Rentierwürstchen und einen warmen Beerensaft bekommen haben, geht es endlich zu den Tieren. Denn auf dem Gelände leben immerhin noch 69 Huskys und 4 Rentiere.
    Einige der Hunde sind gerade unterwegs - es werden natürlich auch Hundeschlittenfahrten angeboten (leider für mich nicht mehr empfehlenswert im 6. Monat). Die anderen aber sind an oder in ihren Hütten und freuen sich über ein paar Streicheleinheiten. Ich habe etwas Mitleid, weil sie hier draußen sind, aber wahrscheinlich sind sie 100x besser an die Kälte angepasst als alle Menschen zusammen. Und in ihren Hütten haben sie zumindest Stroh und sind windgeschützt.

    Weiter geht es zu den Rentieren oder besser gesagt zu dem Rentier, denn heute zeigt sich nur eines der vier am Zaun. Dieses ist aber sehr fotogen und lässt sich gerne mit Moos und Flechten füttern. Herrliche Tiere!

    Um 11:30 Uhr geht es zurück in die Stadt und für uns ins Hotel. Check-in ist aber erst ab 13 Uhr und so lassen wir die Taschen einfach im etwas verlassen wirkenden Hotel stehen und gehen in dem gegenüberliegenden Einkaufszentrum auf Nahrungssuche. Es ist das wohl kleinste Amfi-Center, was wir bisher gesehen haben und es gibt nur ein Bistro. Egal, besser als nichts und nach Baguette und Pommes sind zumindest die Mägen voll. Ich bekomme plötzlich Heißhunger auf Obst, aber nichts zu machen. Bei -22 Grad ist der Supermarkt mit ca. 2 km zu weit weg. Also checken wir im Hotel ein und freuen uns auf eine Mittagsruhe.

    Der Check-in verläuft etwas holprig, da der chinesische Inhaber recht gebrochen Englisch spricht und seine Mühe hat. Als wir dann unser zugeteiltes Zimmer betreten, staunen wir nicht schlecht: Nur 1 Bett, 1 Einzelbett. Ich muss lachen und beneide kurzzeitig die Gäste, die in einem der anderen beiden Hotels in Kirkenes ein Zimmer bekommen haben- im Thon- oder Scandic-Hotel (beides große Ketten) wäre das sicher nicht passiert, aber beide waren bei unserer Buchung vor einem Monat schon ausgebucht. Sebastian reklamiert an der Rezeption das Zimmer und kommt bald mit einem neuen Schlüssel wieder. Hurra, zwei Betten, ein Bad, eine Heizung, was will man mehr? Heimelig ist zwar anders, aber für eine Nacht völlig okay und das wichtigste: Kein Seegang. Obwohl der immer noch präsent ist, bei mir schwankt auch heute noch alles ein bisschen. Wohl eine normale Nachwehe nach einer Woche Schiff.

    Wir schalten den Fernseher ein und empfangen ein einziges Programm - es läuft norwegischer Wintersport. Super zum Eindösen in eine ausgedehnte Mittagsruhe.

    Um 18:30 Uhr machen wir uns auf den Weg in das gegenüberliegende Surf&Turf Restaurant. Ich bestelle als erstes einen O-Saft - das kommt frischem Obst am nächsten - und dann genießen wir Pasta mit Lachs und Gemüse. Ein schöner letzter Urlaubsabend hier oben kurz vor der russischen Grenze.

    Den Rest des abends verbringen wir erst unter einer heißen Dusche (allerdings zu meinem Leidwesen ohne Fön, da werde ich morgen lustig aussehen) und dann gemütlich im Bett bei norwegischen Quiz-Sendungen und weiterem Samstagabendprogramm. Man versteht erstaunlich viel, der Norwegischkurs war nicht umsonst, auch wenn es am selbst sprechen noch hapert.

    Am Ende des Abends fallen wir in einen tiefen Schlaf.
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  • Day7

    Seekrank im hohem Norden & am Ziel

    February 2 in Norway ⋅ ⛅ -21 °C

    Der letzte Abend und die letzte Nacht an Bord der MS Finnmarken verlangen uns dann nochmal einiges ab - leider nicht im positiven Sinne.

    Schon den Nachmittag über bemerken wir, dass die See hier ganz oben immer unruhiger wird und wir ordentlich in alle Richtungen schaukeln. Mein angedachter Besuch im Fitnessraum und das Duschen müssen erstmal warten. Sebastian duscht schnell in einem der Häfen, in denen wir kurz halten, dann schwanken wir weiter. Um 17:30 Uhr raffen wir uns dennoch auf und gehen zum letzten Daily Review des Expeditionsteams. Der ist wie immer witzig und lenkt ein bisschen ab. Im Anschluss gibt es noch einen kleinen Film zum Pomorenhandel (Handel zwischen Norwegern in der Finnmark und Russen) und dann schaffe ich es schnell unter die Dusche. Nun ist es 19:30 Uhr, also noch eine Stunde bis zum Abendessen und wir beschließen die Kabine nochmal für eine Runde UNO zu verlassen. Ich fühle mich nach wie vor unwohl, auch der Tee will nicht so richtig helfen.

    Als wir dann kurz vor halb neun unsere Sachen auf die Kabine bringen wollen, schwankt das Boot immer noch unaufhörlich und ich beschließe eine meiner Notfall-Reisetabletten zu nehmen. Leider zu spät...keine fünf Minuten später umarme ich das erste Mal die Kloschüssel. Sebastian sieht langsam auch etwas grün im Gesicht aus und es kommt wie es kommen musste - in den nächsten Stunden wechseln wir uns im Bad ab. Das Dinner cancel ich telefonisch an der Rezeption und man bringt uns noch ein paar Tüten für den Fall, dass beide gleichzeitig die Toilette benötigen. Ich fühle mich Elend und habe das Gefühl mein Magen wird nie leer. Zu dieser Zeit wünsche ich mir nichts sehnlicher als von diesem Kahn runter zu kommen. Aber das dauert noch bis morgen früh um 9 Uhr. Unvorstellbar lange in diesem Augenblick!

    Irgendwann sind die Mägen dann doch leer und wir erschöpft, sodass wir uns auf den Betten einkugeln und sehnlichst den nächsten Hafen erwarten. Den erreichen wir mit fast 1 Stunde Verspätung - offenbar ist der Seegang auch der Geschwindigkeit ein Hindernis - und ich werfe sofort nach Ankunft noch eine Reisetablette ein und hoffe, dass diese wirkt, bis wir wieder los schwanken.

    Zudem müssen wir jetzt in Windeseile unsere Koffer packen und rausstellen. Wir sammeln die letzten Kräfte und schaffen es tatsächlich innerhalb der nächsten halben Stunde die Koffer abzugeben und uns bettfertig zu machen. Dann heißt es wieder hinlegen, schwanken und dem tosenden Meer lauschen. Ab und zu schlafen wir für ein paar Minuten ein, nur um von der nächsten großen, krachenden Welle wieder geweckt zu werden. Erst gegen 3:30 Uhr, als wir Vardø erreichen und quasi um die Kurve des Kontinents fahren, wird es etwas ruhiger. Wir schlafen ein und erwachen um 7 Uhr stark gerädert vom Wecker.

    Es nützt nichts - um 8 Uhr ist Check-out. Es schwankt noch immer, zwar nicht mehr so sehr, aber nach Frühstück ist uns erst gegen 8:30 Uhr als wir langsam in den Fjord Richtung Kirkenes einfahren.

    Das Frühstück schmeckt dann doch und ich habe das Gefühl mein Körper saugt alle Nährstoffe nur so in sich auf. Deutlich wacher gehen wir schließlich um 9:20 Uhr von Bord- wir sind da!
    Ich freue mich und bin sehr froh, dass wir heute Mittag nicht wieder an Bord gehen, sondern die letzte Nacht in einem festen Hotelbett verbringen werden.

    Die Reise war schön, keine Frage, aber diese Nacht muss ich erstmal verarbeiten. ;-)

    Kirkenes begrüßt uns mit einem tollen Sonnenaufgang bei -20 Grad - auf zum Schneehotel, unserem gebuchten Ausflug für heute.
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  • Day6

    Nordlichter vom Feinsten & Honnigsvåg

    February 1 in Norway ⋅ 🌙 -4 °C

    Der Abend nach der Abfahrt gestern in Tromsø versprach noch sehr erlebnisreich zu werden.
    Als wir um 20:30 Uhr zu unserem Tisch zum Abendmenü gehen, ertönt schon eine erste Nordlicht-Durchsage. Wir entscheiden uns aber gemeinsam mit unseren weitaus verrückteren Tischnachbarn (die schon mal mehrere Stunden mit Profikamera-Ausrüstung an Deck verharren) sitzen zu bleiben, denn die Prognosen für den späteren Abend ab 22 Uhr sind sehr vielversprechend.

    Also genießen wir erstmal unser Menü aus Selleriesuppe, Seibling und ein Dessert. Wäre ja schade um das leckere Essen gewesen.

    Dann geht es zum After-Dinner-Tee und einer Runde UNO auf Deck 7 in eine Sitzgruppe. Wir verfolgen die Nordlichtprognose in der App und haben gerade beschlossen in 10 Minuten raus zu gehen, als die Tür vom Außenpool aufschwingt und eine ziemlich beleibte Dame in nasser Badekleidung hereinläuft und laut schreit: "The Northern Lights are spectacular!"
    Wir finden vor allem den Auftritt "spectacular" und müssen ordentlich schmunzeln, sehen aber gleichzeitig zu in die Jacken und an Deck zu kommen.

    Und dann ist er da: Der magische Moment! Wir sehen weiße, grüne und violette Nordlichter, mal statisch mal tanzend - es ist wie im Film und doch live so viel beeindruckender. Sebastian versucht noch eine Zeit lang mit dem Handy ein Bild zu machen...ein erfolgloses Unterfangen und auch irgendwie nicht wichtig. Das muss man einfach gesehen haben.
    Ich kann verstehen, dass die Leute früher dachten, es wären böse Geister, die am Himmel ihr Unwesen treiben. So unwirklich erscheint das Phänomen am Himmel. Wir sind glücklich, dieses Spektakel erleben zu dürfen und genießen die Lichter bis sie nach etwa 45 Minuten wieder schwächer werden.

    Mit diesen tollen Eindrücken gehen wir kurz nach Mitternacht zu Bett.

    Am nächsten Vormittag erreichen wir dann Honnigsvåg und eine Vielzahl der Gäste verlässt das Schiff mit Bussen Richtung Nordkapp. Da wir ja erst im letzten Mai dort waren, können wir uns diesen Ausflug sparen und gehen einfach so von Bord. Es ist nicht besonders kalt (-5 Grad), aber sehr windig. Wir laufen ein Stück und kaufen in einem Supermarkt ein paar Kleinigkeiten ein. Hier oben fährt man standesgemäß mit dem Schlitten zum einkaufen - cool!

    Zum Mittagessen geht es zurück aufs Schiff. Aber wir lassen heute das Dessertbuffet aus und besuchen an Land im Anschluss noch ein tolles von einem Franzosen geführtes Café, wo wir Tee und Zimtteilchen genießen.

    Dann ist vor allem Sebastian, der sich eine Erkältung eingefangen hat, nach Mittagsschlaf und somit geht's wieder an Bord. Mir liegt das Mittagessen irgendwie heute schwer im Magen...noch ahne ich nicht, wie schwer.
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  • Day5

    Liebe auf den 1. Schritt - Tromsø

    January 31 in Norway ⋅ 🌙 -11 °C

    Den neuen Tag starten wir auf Grund des längeren Abends gestern etwas später und gemächlich. Der Wecker klingelt erst um 8:30 Uhr und wir genießen um kurz nach 9 Uhr erstmal in Ruhe das Frühstücksbuffet.

    Der nächste Landgang steht um 14:15 Uhr an, dann werden wir Tromsø erreichen. Bis dahin heißt es entspannen auf dem Panoramadeck und gegen 13 Uhr dann mit gefühlt allen anderen Gästen Mittagessen.

    Gut gestärkt gehen wir schließlich gegen 14:30 Uhr- pünktlich zum Sonnenuntergang heute - an Land.

    Es gibt so Städte, da setzt man einen Fuß hinein und fühlt sich gleich wohl. Tromsø gehört definitiv dazu! Der Hafen ist umrundet von schneebedeckten Bergen und sobald man den Terminal verlässt, betritt man eine niedliche Innenstadt mit vielen alten, kleinen Holzhäusern, Geschäften und Pubs.

    Wir schlendern los, zuerst Richtung Dom. Eine Kirche völlig aus Holz gebaut - innen wie außen - und der Eintritt kostet nur 20 NOK pro Person. Wirklich sehenswert und in unserem Fall auch hörenswert, da gerade eine Konzertprobe am Flügel stattfindet.

    Anschließend geht es weiter durch die Stadt zur Mack-Brauerei. Eine Besichtigung machen wir nicht, aber wir schauen uns ausgiebig im Shop um und nehmen auch zwei hausgebraute Biere als Mitbringsel mit. Für mich gibt es ja zur Zeit keines - in manchen Momenten echt schade, aber natürlich auch okay. ;-)

    Als nächstes laufen wir durch die Stadt und machen uns auf Richtung Eismeerkathedrale auf der anderen Seite des Ufers. Google sagt ca. 1,6 km zu Fuß, also eigentlich kein Problem, aber die große Brücke, die zum Ziel führt, erscheint sehr weit weg. Kurz überlegen wir einen der zahlreichen Busse zu nehmen, entschließen uns dann aber doch zu laufen.

    Der Weg über die recht steile und lange Brücke wäre eigentlich auch recht schön, wäre nicht gerade Feierabendverkehr. Die Abgasbelastung auf der Brücke ist dementsprechend hoch und ich bin froh als wir es nach ca. 20 Minuten zur Kathedrale geschafft haben. Als touristisches Highlight bekannt, berappen wir hier 50 NOK pro Person und schauen uns das von außen imposante Gebäude von innen an. Das Innere ist eher schlicht in überwiegend weiß gehalten und ich persönlich finde die Holzkirche von vorhin deutlich schöner.

    Nach einer Weile verlassen wir die Kirche wieder und gehen ein paar Meter zur Bushaltestelle. Dank einer App können wir ohne Bargeld (welches wir natürlich nicht haben) ein Ticket kaufen und den nächsten Bus zurück ins Zentrum nehmen.

    Wir schlendern noch an schönen Eisskulputuren vorbei und entdecken dann in einem der kleinen Holzhäuser eine Lindex-Filiale. Da müssen wir natürlich schauen, ob wir noch ein paar hübsche skandinavische Babykleider finden. Und wir haben Glück: Es ist Sale und wir erstehen einige sehr niedliche Schnäppchen für unseren heiß erwarteten Wonneproppen. :-)

    Nun machen wir uns langsam auf den Weg Richtung Hafen. Wir legen um 18:30 Uhr ab und wollen die restliche Zeit noch in einem Café bei einer heißen Schokolade genießen.
    Gesagt, getan!

    Tromsø wird uns in schöner Erinnerung bleiben!
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  • Day4

    Stippvisite Lofoten & nachts auf Deck 8

    January 30 in Norway ⋅ 🌙 -1 °C

    Heute ist Ausflugs- und Anlegetechnisch mit Abstand der vollste Tag. Das Expeditionsteam hat fast an jedem Hafen Ausflüge zu betreuen und zusätzlich gibt es noch Vorträge und Aktionen wie die Polarkreistaufe heute Vormittag.

    Aber bevor wir an der nächsten Aktion teilnehmen, halten wir erstmal gegen 22 Uhr in Svolvaer - ein bisschen Lofoten-Luft schnuppern. Natürlich ist es dunkel und der Halt mit nur knapp 60 Minuten denkbar kurz, aber für einen Gang in die Bakke-Gallerie und eine kurze Hafenrunde reicht es. Von dem Künstler Bakke stammen zahlreiche lustige Bilder auf den Hurtigrutenschiffen und so ist es schön deren Entstehungsort einmal zu sehen. Der Künstler selbst ist leider am 1. Januar diesen Jahres verstorben.

    Der Teil von Svolvaer, den wir im Anschluss an die Gallerie noch sehen, ist äußerst hübsch. Es vermischen sich alte Holzhäuschen mit modernen, aber unaufdringlichen Bauten mit viel Glas. Ein Ort (sowie sicher die gesamten Lofoten) der zu einem längeren Besuch bei Tageslicht einlädt, wenn wir es in Zukunft mal wieder hier hoch schaffen.

    Kurz nach dem Ablegen steht dann die nächste Aktion an. Es gibt Trollkjærne (Trollpunsch) an Deck 8 sowie, wer mag, kurze Zeit später Fischsuppe. Wir reihen uns beim Punsch ein - den gibt es auch alkoholfrei für mich - und staunen über den würzigen, aber erfreulich leckeren Geschmack. Im Becher ist zwar nicht so viel drin, aber dafür gehört uns der Becher jetzt, man kaufte ihn mit. Um zwei schöne Emaille-Becher als Andenken reicher warten wir nun auf den sog. Trollfjord, ein besonderes enger Fjord, den wir zwar wegen Lawinengefahr nicht befahren können, der aber vom Kapitän beim passieren angestrahlt werden soll. Und so warten wir...und warten...und warten. Leider ohne Erfolg.

    Obwohl das nicht ganz stimmt, denn heute während der Zeit auf Deck 8 tauchen auch die ersten zarten Nordlichter am Himmel auf. Zwar heute eher als weiße Schimmer aber trotzdem beeindruckend und vielleicht der Vorgeschmack auf mehr in den nächsten Tagen.
    Den Trollfjord sehen wir nicht mehr, irgendwie müssen wir ihn dann drinnen beim Aufwärmen nach gut 1 Stunde in der Kälte verpasst haben.
    Gegen 0 Uhr steuern wir die Kabine an und verpassen so auch die stärkeren Nordlichter gegen 00:30 Uhr, wie uns unsere Tischnachbarn am nächsten Tag berichten. Aber halb so wild, wir haben ja noch etwas Zeit und die Prognosen stehen gut!
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  • Day4

    Farben, Touristenspielchen und Winde

    January 30 in Norway ⋅ 🌬 -4 °C

    Der 4. Tag auf See beginnt früh um 6:45 Uhr mit der Durchsage, dass wir in ca. 20 Min. den Polarkreis überqueren. Wir entschließen uns fürs liegen bleiben und gegen das Ausschau halten nach der beleuchteten Weltkugel an Land, die diese Grenze markiert. Schließlich haben wir schon mal den Polarkreis überquert, was zumindest mit dem Wohnmobil reichlich unspektakulär war.

    Mit Schlaf ist es dann irgendwie trotzdem vorbei uns so sind wir schon um 7:45 Uhr beim Frühstück anzutreffen und gegen 9 Uhr ergattern wir einen 1. Reihe Platz auf dem Panoramadeck und erleben einen grandiosen Sonnenaufgang hinter den Bergen. Das Farbenspiel am Himmel ist wunderschön und etwas besonderes vor dieser Kulisse.

    Um 10:15 Uhr wagen wir uns dann nach draußen an Deck, um der Polarkreiszeremonie beizuwohnen. Als ich mitbekomme, was da passiert, ist auch gleich klar, dass es beim beobachten bleibt und zumindest ich nicht teilnehmen werde. Nach und nach lassen sich die Gäste vom als Troll verkleideten Magnus sowie vom Schiffskapitän eine Kelle Eiswasser in den Nacken und damit in die Kleidung schütten. Die sog. "Polarkreistaufe" ist das, klärt mich Sebastian auf. Naja...man muss ja nicht alles mitmachen. Aber die Schreie der Täuflinge sind schon amüsant und auch Magnus und der Kapitän haben sichtlich Spaß. Es sei ihnen gegönnt.

    Dann ist bald schon wieder Mittagessen, denn um 12:30 Uhr erreichen wir Bodø - unser nächster Landgang. Also reihen wir uns um 11:30 Uhr in die Schlange vor dem Restaurant ein...war klar, dass heute alle früh essen wollen.

    Als wir kurz nach halb eins Land betreten, wird uns klar, dass der Wetterbericht kein Witz war und in Bodø neben Sonne wirklich starker Wind pfeift. Von diesem getrieben laufen wir ins Zentrum und verbringen die nächste Stunde im Shoppingcenter. Ohne Wind, dafür mit schönen Designläden. Für unser Töchterchen erstehen wir ein hübsches Kapuzenhandtuch und ein paar Schnuffeltücher. Für uns selbst kommt ein norwegisches Kinderbuch in den Rucksack- zum Üben und weiteren Lernen der Sprache vielleicht nicht die dümmste Idee.
    Dann geht es noch kurz in den Supermarkt und schließlich doch noch mal raus in den Wind - ein Café suchen. Wir werden fündig und genehmigen uns noch ein paar ruhige Minuten bei Zimtteilchen, Tee und heißer Schokolade.

    Um 15:00 Uhr legen wir wieder ab, die Zeit verging wie im Flug.

    Die nächsten Stunden versprechen schaukelig zu werden, es geht übers offene Meer Richtung Lofoten. Aber mittlerweile sollten wir ja abgehärtet sein.

    Erstmal heißt es: Sport frei, ab in den Fitnessraum, wo wir mit einigen anderen etwas für unser Wohlbefinden (und ich vor allem gegen die Rückenschmerzen) tun.
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  • Day3

    Elche - es gibt sie wirklich!

    January 29, Norwegian Sea ⋅ ⛅ -3 °C

    Unser 3. Tag auf der Finnmarken startet früh um 7 Uhr mit dem klingeln des Weckers. Um 6 Uhr haben wir in Trondheim fest gemacht und um 8:45 Uhr startet unsere Wandertour. Also Müdigkeit abschütteln und rein in die Klamotten, das Frühstück wartet.

    Punkt 8:45 Uhr startet unser Minibus und bringt uns in Trondheims Wälder. Nach knapp 15 Minuten Fahrt geht es los. Ein Winterwonderland mit ca. 50 cm Schnee und gerader aufregender Sonne erwartet uns. Ein Paradies für eine Waldwanderumg im Winter.
    Unsere Gruppe zählt 7 Personen plus Magnus, unseren Guide. Eine Gruppe von 4 arabisch-stämmigen Frauen ist völlig fasziniert von der Winterlandschaft...ich möchte mal wissen, wie viele Fotos sie heute gemacht haben.
    Aber auch wir sind begeistert, das wandern fällt bei der Landschaft auch im tieferen Schnee leicht und macht richtig Spaß. Die Luft ist klar und man kann mal so richtig durchatmen - herrlich!
    Als wäre das nicht schon alles schön genug geschieht es plötzlich und völlig unerwartet. Nach gut 45 Minuten Wanderung kreuzt quer vor uns ein Elch unseren Weg. WOW! Damit hätte wohl nicht mal Magnus gerechnet, hat er vorher noch erzählt wie wenig Elche es um Trondheim gibt. Wir sind fasziniert und schauen ihm ehrfürchtig hinterher. Etwa 20 m von uns entfernt hat er sich im Dickicht platziert und beäugt uns wahrscheinlich skeptisch. Die Bilder von ihm sind wahre Suchbilder, so gut ist seine Tarnung im braun-grünen Wald. Was für ein Erlebnis!

    Dieses Ereignis ist nicht mehr zu toppen, aber der Rest der Wanderung ist trotzdem toll und Magnus führt uns schließlich zu einem fantastischen Aussichtspunkt - "Olavssprenget" - von dem aus wir einen super Ausblick über den sonnigen Trondheimsfjord haben. Einmalig!

    Danach geht es langsam zurück bis wir schließlich nach insgesamt 2,5 Stunden wieder den Minibus erreichen. Magnus musste die drei arabischen Damen (alles Ingenieurinnen, wie sich herausstellte) zum Schluss ganz schön antreiben, denn um 12 Uhr legen wir ab und zu spät kommen ist nicht drin. Aber alles gut, 11:50 Uhr betreten wir das Schiff.

    Wir genießen die Ausfahrt aus Trondheims Hafen am Buk und anschließend das Mittagsbuffet. Danach ist erstmal Pause angesagt. Ein Mittagsschlaf und ein paar ruhige Stunden nach dem ereignisreichen Vormittag tun gut.

    Am Nachmittag rappeln wir uns auf und suchen uns eine gemütliche Ecke zum Spielen und nach dem täglichen Review (mit unserem Elchereignis natürlich :-)) kehren wir noch auf dem Panoramadeck ein und ich gönne mir eine heiße Schokolade bei nun wieder stärkerem Seegang (man gewöhnt sich an alles).

    Auch so kann Norwegen-Urlaub sein!
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  • Day2

    Von Land- und Seegängen

    January 28 in Norway ⋅ 🌨 0 °C

    Unser zweiter Tag an Bord geht gemächlich weiter. Nach einer guten Stunde Ruhe auf dem Panoramadeck und einem für mich mangels Hunger etwas kleinerem Mittagessen um kurz nach halb 12, gehen wir um 12:30 Uhr in Ålesund an Land und erkunden zu Fuß das Städtchen.
    Zunächst bei Schneegestöber, kurze Zeit später bei Sonnenschein schlendern wir durch die Straßen und hinaus zu einem kleinen Leuchtturm. Um uns herum die Berge, die in dem kühlen Sonnenlicht mal wieder wahnsinnig schön aussehen.

    Gegen 14:00 Uhr machen wir dann noch einen kleinen Einkauf und dann geht es bald wieder an Bord - 15 Uhr legen wir ab.

    Nachdem wir unsere in Ålesund erstandenen Zimtteilchen verdrückt und auf dem Panoramadeck einige Postkarten geschrieben haben, schauen wir uns einen Film über die Nordlichter an. Hoffentlich kommen wir auch noch in den Genuss dieses Naturschauspiels! Frühestens ab Tromsø stehen die Chancen besser.

    Um 17:30 Uhr nehmen wir noch am "Daily Review" des Expeditionsteams teil. Sehr lustig präsentieren die Guides Jan und Peter die vergangenen Höhepunkte des Tages und geben einen Ausblick auf morgen.
    Wir haben uns für morgen schon entschieden und uns für den "forest hike" in Trondheim angemeldet. 2,5 Stunden durch Trondheims winterliche Wälder - wir freuen uns drauf!

    Nach dem Review bleiben uns noch knapp 2,5 Stunden bis zum Abendessen. Für 20:30 Uhr sind wir eingeteilt und zumindest heute zieht sich die Zeit wie Kaugummi...dazu kommt ab ca. 19:30 Uhr auch noch starker Seegang und die Laune sinkt kurzzeitig gen null. Ich bin müde, habe Hunger und weiß gleichzeitig nicht, ob mein Magen bei diesem Geschwenke doch lieber nüchtern bleibt.
    Aber es nützt nix, regelmäßig essen muss sein in meinem Zustand und so sind wir um halb neun im Restaurant. Mein Platz ist lustig dekoriert mit bunten Schildchen, die wohl für meine Allergien und die Besonderheiten während der Schwangerschaft stehen. Die Laune wird besser und das Essen ist gut verträglich - Erleichterung. Sebastian bekommt vorweg Stockfisch-Carpaccio (wohl recht neutral) und ich einen Salat. Als Hauptgang gibt es Lamm mit Wurzelgemüse und Kartoffeln (leider esse ich nicht gern Lamm und lasse einiges übrig) und zum Dessert ein leckeres Eis mit lokalen Äpfeln. Wir sind satt und zufrieden und wagen um kurz nach 22 Uhr noch eine kurze Runde im Schneesturm um den Hafen von Kristiansund.

    Tag 3 kann kommen!
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  • Day2

    God morgen Norge!

    January 28 in Norway ⋅ ⛅ -5 °C

    Der erste Morgen an Bord beginnt zumindest in einer Hinsicht so wie der erste Abend endete: Schwankend. :-)

    Wir befinden uns ein ganzes Stück vor der Küste und die Wellen treffen seitlich aufs Schiff, wie man gegen 8:30 Uhr, als es langsam hell wird, erkennen kann.
    Egal, da wir ganz gut geschlafen haben, sind wir recht fit und wagen eine schwankende Dusche. Es gibt für alles ein erstes Mal!

    Um 9:00 Uhr stehen wir frisch gestriegelt im Frühstücksraum, der erstaunlich voll ist. Da es von 7-10 Uhr Frühstück gibt, dachten wir, die ältere Generation wäre schon durch. Aber vielleicht haben sie gehofft, der Seegang lässt noch etwas nach.
    Wir finden aber noch einen Platz und entern das Buffet, welches keine Wünsche offen lässt (abgesehen von der Teeauswahl vielleicht).
    Als wir mit den gefüllten Tellern den Tisch erreichen, sieht Sebastian neben mir plötzlich nicht mehr so frisch aus. Das Schaukeln in Verbindung mit den Essensgerüchen bekommt ihm leider doch nicht so gut und er verabschiedet sich aufs Zimmer. Da geht es ihm zum Glück schnell besser und ich kann mein Frühstück vor wunderbarer Bergkulisse genießen. Von frischen Brötchen über traditionelles Knäckebrot bis zu Haferbrei (den teste ich morgen) und frisch vor den Augen zubereiteten Pancakes gibt es wirklich alles. Nach einer knappen Stunde bin ich gut gestärkt und gespannt auf den weiteren Tag.
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