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  • Day33

    Wanderung von Duhatao nach Chepu

    April 18 in Chile ⋅ ☀️ 11 °C

    Am Donnerstag wanderte ich mit zwei Deutschen und zwei Chilen von Duhatao nach Chepu. Man kommt nur mit einem Auto zum Startpunkt und muss den Weg kennen, da es keinerlei Beschilderung gibt. Auf der 6 Stunden Wanderung begegneten wir außer wunderschönen kleinen bis sehr großen Vögeln niemand anderem.

    Zuerst ging es durch den valdivianischen Urwald ca. 500 Höhenmeter bergauf. Der valdivianische Urwald ist eine beeindruckende Mischung aus Wald und Urwald. Es regnet hier so viel, dass auf den Baumstämmen noch andere Pflanzen und die unterschiedlichsten Moose wachsen. Zudem gibt es es aber ab März auch viele Pilze. Immer wieder gaben die dicht da stehenden Bäume den Blick auf die Küste frei und ich hätte ewig auf das rauschende Meer schauen können. Der Wanderweg ist übrigens eigentlich garkein richtiger Wanderweg, sondern wird vor allem von Tieren genutzt. Leider sahen wir heute keine Pudus - die kleinste Hirschart der Welt.

    An der Küste angekommen machten wir erstmal Pause und kochten frischen Kaffee und aßen Bananen. Im Sommer, also bis Anfang März, gibt es ganz in der Nähe Pinguine und an der Küste schwimmen Wale entlang. Definitiv einer von vielen Gründen nochmal nach Chiloé zu reisen.

    Der Spaziergang am Stand entlang, führte uns an riesigen Felsformationen und wunderschönen Dünen vorbei. Während des letzten Abschnitts am Fluss entlang kreuzte sich unser Weg immer wieder mit Kuhweiden und wir sahen auch wilde Pferde.

    Ich bin wirklich froh, dass ich mich für diese geführte Wanderung entschieden habe. Ich habe nicht nur zwei sehr sympathische Chilenen kennengelernt, sondern bin auch so durch total unberührte Natur gelaufen. Wie ich später im Hostal erfuhr waren die öffentlichen Wanderwege sehr einfach und fast komplett mit Holzbohlen ausgelegt.
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