Mission completed
July 16, 2025 in Turkey ⋅ ☀️ 24 °C
Wie üblich stehen wir mit der Sonne auf, lassen uns aber ziemlich viel Zeit und sitzen erst um halb neun im Radsattel. Es ist ein wunderschöner Morgen. Die Sonne scheint, die Luft ist nach reichlich nächtlichem Regen sehr gut und die Temperaturen sind zu dieser Tageszeit noch sehr angenehm. Am Wegesrand blühen Wiesenblumen in den unterschiedlichsten Farben, flauschige Hummeln tummeln sich in leuchtend-pinken Disteln. Die letzten Höhenmeter dieses Urlaubes sind schnell bezwungen, dann rollen wir geradewegs ans Ziel. Über zwanzig Kilometer erstreckt sich die sanfte Abfahrt in die Stadt Kars. Hier steuern wir in der Hoffnung, große Kartons zu ergattern, zuallererst ein Fahrradgeschäft an. Der Ladenbesitzer bejaht die Frage nach Kartons zu unserer Freude sofort und lädt uns auch direkt zum Kaffee an. Er hatte zunächst angenommen, dass wir auch die Verpackung der Räder durch ihn wünschen, dieses Missverständnis lässt sich aber aufklären. Wir verabreden, dass wir zu unserem Hotel fahren und in etwa zwei Stunden zurückkommen und die Kartons abholen. Zu unserer Unterkunft ist es nicht mehr weit, etwas versteckt liegt das Hotel Katerina Sarayı, ein historisches Gebäude aus der russischen Besatzungszeit von Kars, am Fuße des Festungsberges direkt am Flussufer. Was das Radeln angeht, heißt es jetzt und hier: Mission completed! Wir werden sehr freundlich empfangen, beziehen unser Zimmer, welches von rotem Samt und goldenen Verzierungen dominiert wird, und unterziehen uns einer gründlichen Dusche. Frisch und sauber spazieren wir zurück zum Fahrradgeschäft, um die Kartons abzuholen, unterwegs können wir auch noch das für die Verpackung nötige Klebeband und eine Tüte Kabelbinder ergattern. Zurück am Hotel sind wir etwas besorgt, da wieder dunkle Wolken am Himmel zu sehen sind und ein schützender Unterstand oder ähnliches auf dem Hotelgelände nicht zu sehen ist. Das Personal des Hotels hat aber sofort eine Lösung parat. In einer Mischung aus Vorratsraum und Personalküche in einem Nebengebäude wird Platz geschaffen, damit Heiko hier trocken und in Ruhe die Fahrräder flugttauglich verpacken kann. Am frühen Abend ist die lästige Pflicht erledigt und die Abreise so weit es geht vorbereitet. Das gibt uns die Möglichkeit, den morgigen Tag zum Sightseeing zu nutzen. Der heutige Tag klingt mit einem eher mäßigen Essen im Laden einer Kebab-Restaurantkette, etwas Straßenmusik auf dem Rückweg zum Hotel sowie Schokolade und Tee im Zimmer aus.Read more















