• Pompös in Kars

    September 20 in Turkey ⋅ ☁️ 21 °C

    Der Wecker läutet um sieben Uhr den Tag der Weiterreise ein. Frisch geduscht begeben wir uns an das sehr gut und vielseitig aussehende Frühstücksbuffet. Wir müssen zwar am Ende feststellen, dass der Geschmack nicht ganz das hält was die Präsentation verspricht, aber wir werden auf jeden Fall satt. Pünktlich um neun Uhr besteigen wir einen typisch kitschig beleuchteten Mercedes-Van und lassen uns zurück zum Flughafen fahren. Trotz diverser Sicherheitkontrollen, die abzuarbeiten sind, haben wir noch reichlich Zeit bis zum Abflug. Diese vertreiben wir uns mit der ersten Urlaubskniffelei, die wir heute mit einem leistungsgerechten Unentschieden beenden. Pünktlich heben wir schließlich ab und fliegen gen Osten. Am frühen Nachmittag erreichen wir den sehr überschaubaren Zielflughafen in Kars. Unser Flieger parkt direkt vor dem Eingang ein, so dass wir aussteigen und direkt ins Gebäude marschieren können. Sehr bald dürfen wir unsere Fahrräder und auch das Gepäck in Empfang nehmen, perfekt! Die anderen Fluggäste des aktuell einzigen Flugzeugs vor Ort sind schnell verschwunden, so dass wir uns völlig ungestört und mit reichlich Platz den Rädern und dem Gepäck widmen können. Viertel nach vier ist es, als wir auf unseren bepackten Drahteseln über einen blauen Teppich (wurde der möglicherweise extra für uns ausgerollt?) den Flughafen radelnd verlassen. Nach gerade einmal sechs Kilometern stehen wir mitten in der Altstadt vor dem für die heutige Nacht gebuchten Hotel, das beste Haus am Platz hat Heiko für uns auserkoren. Die Fahrräder bekommen einen sicheren Platz zugewiesen und wir beziehen ein pompöses Zimmer mit Blick auf den Festungshügel der Stadt. Wir halten uns nicht lange im Zimmer auf, sondern werfen uns in das Getümmel der sehr belebten Straßen. Es ist schön, wieder da zu sein, Dinge wiederzuerkennen, sich an die Erlebnisse des letzten Urlaubes zu erinnern. Es fühlt sich wie ein nahtloses Anknüpfen an die vergangene Reise an. Der Versuch, eine Sim-Karte zu erwerben, scheitert am heutigen Abend zwar, aber immerhin wissen nun schon genau, wo wir morgen früh eine bekommen werden. Dafür gelingt es uns aber, Gaskartuschen zu ergattern, womit wir am Sonntag gar nicht gerechnet haben. Bei dezentem Nieselregen und recht frischen Temperaturen spazieren wir noch etwas durch die Straßen, essen Pide und Lahmacun und werfen einen Blick auf den beleuchteten Festungshügel. Mit etwas Schokolade und Kaltgetränken im Gepäck steuern wir schließlich das Hotel an und lassen den Abend ausklingen. Und morgen geht der Urlaub dann so richtig los, die Räder scharren schon mit den Hufen.Read more