• Claudia
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Kurs Südost

April 2016 - open end Leggi altro
  • Es geht bergauf...

    16 settembre 2020, Grecia ⋅ ⛅ 20 °C

    Der gestern bereits begonnene Anstieg soll heute vollendet werden. Langsam aber sicher geht es Höhenmeter für Höhenmeter nach oben. Es fahren kaum Autos, dafür scheint es in der Nähe eine größere Baustelle zu geben. In beide Fahrtrichtungen sind in sehr regelmäßigen Abständen LKW unterwegs und wirbeln Staub auf. Nach den Eindrücken der Überschwemmung vom gestrigen Tag offenbaren sich heute anders geartete unschöne Anklicke: Leider ist ein großer Teil der Bäume an den Hängen Waldbränden zum Opfer gefallen. Mit zunehmender Höhe nimmt auch das Geräusch von Glocken zu, ein sicheres Indiz für kraxelnde Ziegen in den Berghängen. In etwas mehr als 900 m Höhe erreichen wir den Gipfel und freuen uns einmal mehr über die Aussicht. Sehr gerne hätten wir hier oben irgendwo unser Zelt aufgeschlagen, doch dafür reichen unsere Wasservorräte nicht. Wer schlecht plant, muss also wieder runter vom Berg...!Leggi altro

  • Und wieder zelten mit Meerblick

    16 settembre 2020, Grecia ⋅ ☀️ 23 °C

    Wir rollen die mühsam erarbeiteten Höhenmeter wieder hinunter, LKW-Verkehr gibt es inzwischen keinen mehr, lediglich einige Ziegen nehmen Kenntnis von uns. Zwischendurch darf die Drohne noch einen Flug durch die Landschaft unternehmen, während es ansonsten recht flott abwärts geht. Im Verlauf des Tages gelingt es dann auch, eine Wasserquelle ausfindig zu machen, so dass wir wieder autark unterwegs sind. Wir erreichen schließlich eine unbefestigte Küstenstraße, die Aussicht ist fantastisch. Etwas schwieriger gestaltet sich hingegen die Schlafplatzsuche am heutigen Tag. Es beginnt bereits zu dämmern, als Heiko dann aber doch ein ebenes Fleckchen oberhalb der Straße mit Meerblick entdeckt.Leggi altro

  • Campingplatz in Vlachia

    17 settembre 2020, Grecia ⋅ ☁️ 24 °C

    Nach dem Genuss unserer morgendlichen Delikatesse aus Müsli und Wasser räumen wir das Nachtlager und starten bei weiterhin hochsommerlichen Temperaturen die heutige Etappe. Die Landschaft um uns herum präsentiert sich extrem imposant, steil emporragende Felsen auf der linken und spektakuläre Küste auf der rechten Seite. Alle paar Meter (oder auch mal jeden halben Meter...) halten wir an, um zu staunen und Bilder zu machen. Auch die Drohne wird für einen ausgiebigen Flug aus dem Koffer gelassen. Nicht zum ersten Mal fragen wir uns, ob dies wohl der schönste Abschnitt unserer Reise sein könnte..., zumindest rangiert er sehr weit oben. Nachdem wir irgendwann die wahnsinnige Strecke von 7 (!) km absolviert haben, stehen wir vor dem Tor zu einem Campingplatz und beschließen zu bleiben. Angesichts des Wirbelsturms "Ianos", der gerade über Westgriechenland tobt und laut einem Einheimischen morgen auch dieses Gebiet streifen soll, verzichten wir auf das Aufstellen unseres Zeltes am Meer. Statt dessen beziehen wir ein Zimmer in einem etwas höher gelegenen Haus, das zum Campingplatz gehört. Sicher ist sicher. Leider haben wir kaum noch essbare Vorräte und einkaufen oder gar essen gehen kann man in dieser Gegend auch nicht. So nutzen wir das spärliche, bzw. einzige Angebot der Campingplatz-Rezeption: Toast mit Käse, Schinken, Tomaten und Mayonnaise, dazu schenkt die freundliche Griechin uns zwei Gurken. Tatsächlich bekommen wir sogar noch einen Kaffee, serviert von einem ziemlich kauzigen Wirt eines kleinen Kantina-Wagens am Strand. Insgesamt ist der Campingplatz sehr verlassen, außer zwei Athenern scheinen wir die einzigen Gäste in dieser schönen Bucht zu sein. Wir gehen kurz baden, im Anschluss widmet dich die eine ihrem Buch, der andere spaziert in den nächsten Ort und findet erfreulicherweise doch noch einen kleinen Supermarkt. Mit fünf Spalten Kniffel beenden wir den Tag.Leggi altro

  • Warten auf "Ianos"

    18 settembre 2020, Grecia ⋅ ☀️ 26 °C

    Wir bleiben einen weiteren Tag in unserer Unterkunft, um den Sturm hier "auszusitzen". Der Himmel ist inzwischen dramatisch bewölkt, das Meer deutlich bewegter als gestern. Wir verbringen den Tag mit Kniffeln, Lesen, Fotografieren, Rezeptions-Toast..., so ein Faulenzertag kann doch auch ganz nett sein. Inzwischen sind wir außer den Campingplatzbetreibern auch wirklich allein, die Athener sind abgereist und selbst die kleine Strand-Kantina hat heute ihre Schotten dicht. So plätschert unser Tag dahin und am Ende warten wir vergeblich auf den Sturm, der scheinbar nur um uns herum sein Unwesen getrieben hat. Glück gehabt!Leggi altro

  • Die Suche nach dem Zeltplatz

    19 settembre 2020, Grecia ⋅ 🌧 22 °C

    Wir frühstücken, wie soll es anders sein, Rezeptions-Toast. Obwohl der Himmel noch recht düster aussieht und Regen nicht auszuschließen ist, fällt gegen Mittag die Entscheidung unseren Aufbruch. Laut Wetter-App ist der Sturm an uns vorbeigezogen, die Aussichten klingen wieder deutlich freundlicher. Unser Weg führt uns zunächst abermals an der Küstenstraße entlang. Der Weg ist von Nadelbäumen gesäumt, so dass überall der Geruch von Harz in der Luft liegt. Quasi ohne Autoverkehr radeln wir durch diese phänomenale Landschaft, ein Genuss! Im Örtchen Pili füllen wir unsere Nahrungsvorräte auf, bald darauf gönnen wir uns eine Pause an einem Rastplatz mit frischem Obst und Joghurt. Ebenfalls auf dem Rastplatz steht ein bemanntes Feuerwehrauto, einer der Feuerwehrmänner spricht uns interessiert an und berichtet, dass er sechs Jahre in Deutschland gelebt hat. Nach augiebiger Pause radeln wir fortan nicht auf der Straße weiter, sondern nehmen den Abzweig auf einen unbefestigten Weg. Der Schotterweg führt uns durch ein Waldgebiet und schließlich wieder auf die Straße, welche an sehr schön anzusehenden Baumwollfeldern entlangführt. Im weiteren Verlauf erweist sich die Suche nach einem Schlafplatz als gar nicht so einfach. Heiko hat bereits vergeblich diverse Feldränder, Böschungen etc. inspiziert, als er schließlich einen Platz unterhalb der Straße auf einem "Acker" entdeckt. Inzwischen ist es bereits dunkel, was das Aufstellen des Zeltes nicht unbedingt leichter macht. Angesichts der Dunkelheit und dem Bestreben, nicht auf uns aufmerksam zu machen, bleibt die Küche heute kalt, das Abendessen besteht aus einer Tüte Cips. In regelmäßigen Abständen sind Schüsse zu hören, dazu aus verschiedenen Richtungen Hundegebell, unheimlich...!Leggi altro

  • Verdiente Aussicht

    20 settembre 2020, Grecia ⋅ ☀️ 18 °C

    Unser "Ackerplatz" war am gestrigen Abend Anlass dafür, ausnahmsweise mal einen Wecker zu stellen. So räumen wir also in aller Frühe unser Lager, um uns nach wenigen Kilometern in einem Olivenhain zum Frühstück niederzulassen. Wir testen erstmals das typisch griechische "Sweet Trahana", der Brei weckt allerdings keine Begeisterungsstürme in uns. Auf asphaltierter Straße überwinden wir einen kleinen Berg, die Abfahrt endet in einer Schlucht. Eine Brücke lädt Heiko zu Spielereien mit der Drohne ein, anschließend ist es allerdings mit dem Spaß vorbei. Auf einem Schotter- oder besser Geröllweg geht es brutal steil bergauf, Stück für Stück schieben wir unter größter Anstrengung und an jeder Kehre und Kurve auf mildere Steigung hoffend unsere bepackten Räder nach oben. Wir können von Glück sagen, dass das Wetter auf unserer Seite ist und bei mäßiger Bewölkung die Sonne heute nicht so brennt. Fast am höchsten Punkt angekommen erwartet uns ein Bergdorf mit einem einladenden Pausenplatz und einer Wasserquelle, perfekt! Wir bleiben eine ganze Weile und stärken uns mit Obst und Joghurt. Heiko plaudert mit einer französisch sprechenden Griechin, die mal in Kanada gelebt hat, Claudia verfolgt im Live-Ticker das Spiel von Holstein Kiel gegen Paderborn. Zu unserer Freude geht es nun auf Asphalt weiter und bald erreichen wir auch tatsächlich den höchsten Punkt. Es ist 16 Uhr, als wir einen wunderbaren Platz für die Nacht finden. Auf einem Hügel am Rande eines Stoppelfeldes haben wir eine grandiose Rundumsicht auf Berge, Meer und nördliche Sporaden. Nach entspanntem Zeitvertreib mit Drohne, Buch etc. zaubert Heiko ein köstliches Abendessen aus frischem Gemüse, Thunfisch und griechischen Nudeln. Es geht definitiv schlechter...Leggi altro

  • Camping Rovies

    21 settembre 2020, Grecia ⋅ ☀️ 23 °C

    Schon vor dem Frühstück lässt Heiko die Drohne über unseren schönen Lagerplatz kreisen. Bei Tee und Kaffee genießen wir dann die tolle Aussicht und freuen uns darüber, wie gut wir es haben. Während wir noch vor dem Zelt sitzen, kommt plötzlich eine Herde Schafe mähend und bimmelnd auf uns zu, auch ihr Hirte ist nicht weit. Er winkt, wirft uns ein paar (scheinbar) freundliche Worte zu und zieht mit seinen Tieren weiter. Wieder auf den Rädern führt unser Weg zunächst entspannt bergab und es dauert nicht lange, bis wir die heutige Etappe zugunsten einer kleinen Wanderung unterbrechen. Etwas versteckt abseits der Straße schließen wir die Fahrräder an und begeben uns auf einen "ökotouristischen Lehrpfad", wie ihn der Reiseführer nennt. Der Pfad führt uns durch eine Schlucht und schließlich zu den Wasserfällen von Drimona. Wir sind froh, diesen Abstecher gemacht zu haben, wunderschön ist es hier und wirkt fast ein wenig mystisch. Wir halten uns ziemlich lange am Wasserfall auf, bevor wir weiterradeln, der Rest der Etappe ist aber auch schnell erzählt. Fast ausschließlich bergab geht es in flottem Tempo nach Rovies. Hier nutzen wir die Gelegenheit zum Einkaufen und nehmen dann die letzten Kilometer bis zum Campingplatz, der etwas nördlich des Dorfes liegt, in Angriff. Wir checken ein und haben freie Platzwahl auf dem sehr nett und gepflegt wirkenden Platz. Kurze Zeit später steht unser Zelt ganz idyllisch unter einem Olivenbaum mit dem Meer direkt vor der Nase, herrlich! Es ist nicht viel los, lediglich einige sehr niedliche, aber auch ziemlich aufdringliche Katzen leisten uns an diesem Abend Gesellschaft.Leggi altro

  • Pausentag

    22 settembre 2020, Grecia ⋅ ⛅ 22 °C

    Das Zelt bleibt heute stehen, wir buchen eine weitere Nacht auf diesem schönen Platz. Der Tag plätschert so dahin, wir faulenzen, lesen, baden, spielen mit Katzen, lassen es uns gut gehen. Am Abend schnappen wir uns dann aber doch nochmal die Räder und fahren nach Rovies. Hier essen wir eine mittelgute Pizza und schaffen es anschließende noch rechtzeitig zum Sonnenuntergang an den Strand...Leggi altro

  • End of Euböa

    23 settembre 2020, Grecia ⋅ ☀️ 23 °C

    Wir verlassen den Campingplatz und radeln auf der welligen Küstenstraße gen Norden. Schneller als erwartet erreichen wir den Ort Agiókambos, unser letztes Ziel auf Euböa. Wir haben noch etwas Zeit, die Heiko für eine Plauderei mit einer einzelnen Radreisenden und Claudia für ihr Buch nutzt. Am frühen Nachmittag schippern wir dann mit der Fähre in einer guten halben Stunde nach Glífa ans Festland. Tschüß Euböa, schön war's!Leggi altro

  • Olivenhain Bergpanorama

    23 settembre 2020, Grecia ⋅ ☁️ 25 °C

    In Glýfa angekommen steuern wir als erstes einen Supermarkt an, um unserer Proviant aufzufüllen. Auch mit reichlich Wasservorrat statten wir uns aus, bevor es weitergeht. Der Weg führt uns durch leicht welliges Terrain, wir kommen gut voran. Ab 17 Uhr beginnt wie üblich die Inspektion der Wegesränder mit dem Ziel, vor Einbruch der Dunkelheit das Nachtlager gefunden und eingerichtet zu haben. Die Wahl fällt erneut auf einen Olivenhain, heute mal ohne Meerblick, dafür aber mit Bergpanorama. Auch hübsch!Leggi altro

  • Der beschwerliche Weg nach Volos

    24 settembre 2020, Grecia ⋅ 🌙 25 °C

    Während der Frühstücksvorbereitungen bewegen sich vierbeinige Besucher auf unser Zelt zu. Drei recht große Hunde nähern sich und flößen uns zunächst ziemlichen Respekt ein. Schnell erweist sich aber jede Sorge als grundlos, es handelt sich bei den Hunden um sehr freundliche Exemplare. Sie leisten uns den ganzen Morgen Gesellschaft, auch wenn wir nicht das von ihnen wahrscheinlich erwartete Futter zu bieten haben. Erst als wir gerüstet an der Straße stehen, trennen sich unsere Wege. Wir radeln in die eine, die Hunde trotten gemeinsam in die andere Richtung. Wir kommen zügig voran, es sind fast keine Steigungen zu bewältigen, die Gegend ist vor allem durch Landwirtschaft und Kleinindustrie geprägt. Sollte es sogar möglich sein, noch heute um 14:30 in Volos die letzte Fähre auf die Sporaden zu erwischen? Dem Anflug dieser Idee wird jedoch ein jähes Ende gesetzt. Wir stehen plötzlich unerwartet vor einer Straßensperre. Wie so oft ist Heiko der Meinung, dass Straßensperren nicht (zwingend) für Fahrradfahrer gelten, passiert das Flatterband und will der Sache auf den Grund gehen. Es stellt sich heraus, dass die einen Fluss querende Brücke eingestürzt ist, augenscheinlich hat es hier vor nicht allzu langer Zeit eine Überschwemmung gegeben. Heiko inspiziert die Gegend und ist optimistisch, dass wir es auch ohne Brücke auf die andere Seite schaffen. Wie sagt er immer so schön: "Wir haben ja Abenteuer gebucht." Die Räder werden also abgepackt und halb geschoben, halb getragen an den Fluss befördert. Dieser führt aktuell nicht besonders viel Wasser, so dass wir an dieser Stelle noch problemlos auf die andere Uferseite gelangen. Leider findet sich aber im ersten Anlauf kein Weg zurück an die Straße, durch die tiefschlammige, zugewucherte Böschung ist beim besten Willen kein Durchkommen. Wir treten den Rückzug an und sind mit den Rädern bereits wieder auf der anderen Flussseite, um wohl oder übel den ziemlich weiten Umweg in Kauf zu nehmen, als wir doch noch eine Möglichkeit entdecken, die zumindest einen Versuch wert ist. Wir rumpeln mit unseren Fahrrädern ein ganzes Stück durch den groben Kies und Schotter des Flussbettes und erreichen schließlich eine Stelle, an der es möglich scheint, uns und unser Equipment über eine Abbruchkante auf ein Olivenfeld zu schleppen. Das Vorhaben gelingt tatsächlich, oben angekommen sehen wir reichlich zerschreddert aus und brauchen vor allem eines: PAUSE! Während wir uns mit Chips und Keksen stärken, donnern mehrere Kampfflugzeuge bedrohlich laut über unsere Köpfe hinweg. Kurz geht es noch quer durch den Olivenhain, dann gelangen wir endlich an die Straße und dürfen unser kleines Abenteuer als beendet betrachten. Ohne weitere Vorkomnisse radeln wir in die Hafenstadt Volos. Wir steuern zunächst orientierend den Hafen an, denn von hier aus soll es morgen auf die nördlichen Sporaden gehen. Direkt gegenüber des Fährhafens lacht uns das recht luxuriös wirkende Hotel Aegli an. Wir fackeln nicht lang und checken ein, unsere Räder übernachten indes schon auf dem bewachten Hafengelände. Unser Luxushotel hält nicht ganz das, was es verspricht, das Zimmer wirkt auf uns eher wie eine Zelle. Es ist sehr dunkel, das Fenster zeigt zum engen Innenhof...! Aber was soll's, es ist ja nur für eine Nacht und alles andere ist absolut in Ordnung im Hotel Aegli. Wir unternehmen noch einen kleinen Spaziergang durch die im Reiseführer angepriesene Fußgängerzone und entlang der Uferpromenade und kehren zum Abendessen in einem Restaurant mit Meerblick ein, bevor wir in unserer Zelle die Nachtruhe einläuten.Leggi altro

  • Ankunft auf Alonnisos

    25 settembre 2020, Grecia ⋅ ☀️ 26 °C

    Was für ein Luxus: Heiko wählt die Ziffer 0 an unserem Zimmertelefon, bittet um Frühstück und wenige Minuten später werden zwei große Papiertüten und die von uns gewünschten Heißgetränke geliefert. Das Essen im Speisesaal ist angesichts der derzeitigen Corona-Lage nicht vorgesehen. Wir plündern unsere Tüten und stärken uns, anschließend packen wir unsere sieben Sachen und checken aus. Zu unserer Freude stehen unsere Fahrräder noch dort, wo wir sie gestern abgestellt haben und darauf warten, beladen zu werden. Um halb drei besteigen wir den "Flying Dolphin", eine Hochgeschwindigkeitsfähre, die uns in drei Stunden auf die Insel Alonnisos bringen wird. Die Fahrt ist zwar zwei Stunden kürzer als mit der normalen Fähre, dafür allerdings auch deutlich unangenehmer. Eng und sehr laut ist es, zudem bekommt man leider von der Fahrt durch die schöne Inselwelt so gut wir nichts mit. Lediglich durch die extrem schmutzigen, kleinen Fenster ist es möglich, etwas von der Umgebung zu erahnen. So freuen wir uns sehr, als wir im Hafen von Patitiri auf Alonnisos ankommen und wieder frische Luft atmen können. Sofort geht es wieder steil bergauf für uns, als wir die Richtung zum Campingplatz einschlagen. Die Enttäuschung ist groß, als wir dann bei Ankunft am selbigen vor verschlossenem Tor stehen. Ist die Idee von ein paar entspannten Inseltagen auf einem netten Platz am Meer also geplatzt? Wohl oder übel rollen wir den Berg wieder runter zum Hafen, um auf der anderen Seite wieder hinauf zu fahren. Aber auch hier bleiben wir erfolglos, von den im Internet angepriesenen günstigen Zimmern können wir leider keines ergattern. "End of season" heißt es oder eine Nacht ist zu wenig. Okay, also erneut abwärts zurück nach Patitiri. Inzwischen ist es schon recht spät und eine Lösung muss her. Wir fragen in einem Hotel direkt am Hafen an und dürfen hier für 60 Euro pro Nacht einchecken. Es läuft also nicht ganz so, wie wir uns das vorgestellt haben, aber immerhin haben wir einen Balkon mit Meerblick. Morgen planen wir, was wir aus der Situation machen, für heute ist Feierabend.Leggi altro

  • 1. Insel-Pausentag

    26 settembre 2020, Grecia ⋅ ⛅ 25 °C

    Bei Obst und Joghurt zum Frühstück beschließen wir, unser Zimmer noch für eine weitere Nacht zu buchen und voraussichtlich mit der morgigen Fähre weiterzuziehen. Den heutigen Tag verbringen wir zur Abwechslung mal auf unterschiedliche Art und Weise. Heiko unternimmt eine Wanderung über die Insel und übt sich u.a. als Naturfotograf und -filmer, ist Greifvögeln und Echsen auf der Spur. Claudia macht sich indes einen ruhigen in Patitiri , die Zeit wird für Wäsche waschen und sehr viel Lesen am hotelnahen Strand genutzt. Am Abend gehen wir (dann wieder gemeinsam) essen, wobei die Wahl des Restaurants sich leider als der berühmte "Griff ins Klo" herausstellt. Das Personal ist zwar sehr nett, das Essen aber fast ungenießbar, schade...! Zurück im Hotel brüten wir zum Abschluss des Tages dann noch über der weiteren Reiseplanung. Es fällt die Entscheidung, dass wir die morgige Fähre nicht nehmen, sondern unseren Aufenthalt auf der Insel um zwei weitere Tage zu verlängern.Leggi altro

  • 2. Insel-Pausentag

    27 settembre 2020, Grecia ⋅ ☀️ 23 °C

    Der heutige Tag beginnt mit einem opulenteren Frühstück als sonst nebst Kerzen, Musik und einer kleinen Bescherung. Es ist Claudias Geburtstag. Nach dem Frühstück machen wir uns im Ort auf die Suche nach einem Bootsverleih, um die Idee einer wasserseitigen Inselerkundung in die Tat umzusetzen. Schnell ist ein Verleiher gefunden und etwas Proviant eingepackt. Wir werden noch in die Handhabung des kleinen Motorbootes eingewiesen, dann dürfen wir das Hafenbecken verlassen. Wir haben viel Spaß mit unserem kleinen Flitzer und freuen uns über die neue Perspektive. Nach kurzer küstennaher Eingewöhnung steuern wir die unbewohnte Insel Persitera an. In einer herrlichen kleinen Bucht mit kristallklarem Wasser werfen wir den Anker und verlassen das Boot. Wir baden, schwimmen zur Insel, fotografieren, filmen und freuen uns an diesem schönen Fleckchen Erde. An der Küste Peristeras entlang cruisen wir weiter, ankern in einer weiteren Bucht, um ein weiteres Mal ins Wasser zu hüpfen und unsere mitgebrachten Leckereien zu verspeisen. Man kann es wahrlich schlechter haben...! Die Fahrt führt uns noch an einem alten Schiffswrack vorbei, dann wird es auch schon Zeit, Kurs auf den Heimathafen zu nehmen. Überraschend plötzlich ist es schon Nachmittag, die letzten Stunden sind wie im Flug vergangen (obwohl wir doch mit einem Boot unterwegs sind...). Für den Rückweg wählen wir die Küste von Alonnisos und können noch einige wunderschöne Eindrücke sammeln. Gegen 17 Uhr endet unser Ausflug im Hafenbecken von Patitiri, er hat sich mehr als gelohnt! Auch heute gehen wir auswärts essen, zu unserer Freude und Erleichterung erwischen wir ein besseres Restaurant als gestern.Leggi altro

  • 3. Insel-Pausentag

    28 settembre 2020, Grecia ⋅ ☀️ 24 °C

    Heute Vormittag lassen wir es gemütlich angehen. Es ist schon fast Mittag, als wir unser Hotel verlassen. Unser heutiges Ziel ist die alte Chóra, der ursprüngliche Inselhauptort. Neben der steil ansteigenden Asphaltstraße führen auch mehrere alte Eselspfade hinauf in den Ort, einem solchen folgen wir. Überall auf dem Pfad und am Wegesrand raschelt es, verursacht werden die Gräusche von zahlreichen kleinen Echsen, die hier unterwegs sind. 0ben angekommen bietet sich eine tolle Aussicht, aber auch von dem idyllischen Bergdörfchen selbst sind wir sehr angetan. Unser Reiseführer bescheinigt dem Ort, der für Autos nicht befahrbar ist, den Charakter eines Freilichtmuseums und das können wir bestätigen. Wir streifen durch die engen, verwinkelten Gassen mit den vielen Treppen, unterbrochen nur von einem plötzlich einsetzendem kurzen, aber heftigen Regenschauer. Wir kehren schließlich noch im Café Hayiáti ein, wo wir bei köstlichem Kaffee nebst Baklava und Galaktoboúreko auf der Terrasse einen herrlichen Berg- und Meerblick genießen. Vor unserem Abstieg setzt erneut recht starker Regen, diesmal begleitet von Gewitter, ein. Gemeinsam mit zwei Feuerwehrmännern sitzen wir den Regen unter einem großen Vordach aus. Nachdem wir im Dorf schon mehr Katzen als Menschen getroffen haben, gesellt sich hier noch ein besonders anhängliches Exemplar zu uns und verbringt die Zeit schnurrend auf Heikos Schoß. Bald ist es wieder trocken und wir machen uns auf den Rückweg. Auch hier begegnen uns immer wieder Katzen, eine Mutter mit vier noch sehr kleinen Jungen begleitet uns sogar ein Stück des Weges. Mit Einbruch der Dunkelheit erreichen wir Patitiri und unser Hotel, wo wir uns statt einem griechischen Tavernenessen am heutigen Abend mal mit einem Salat aus eigenem Bestand begnügen.Leggi altro

  • Hotel Jason

    29 settembre 2020, Grecia ⋅ ☀️ 24 °C

    Die Zeit der Pausentage ist vorbei, heute soll die Reise weitergehen. Bei Obst und Joghurt zum Frühstück schmieden wir den Plan für die weitere Route, schwanken dabei zwischen Meer und Bergen. Besuchen wir mit Skopelos noch eine weitere Insel und steuern danach den Pílion an oder schwenken wir ins Landesinnere, um die Metéora-Klöster zu besuchen? Die Wahl fällt schließlich auf Kalambaka und die Meteora-Klöster. Wir verpacken also unsere sieben Sachen wieder fahrradtauglich, checken aus unserem Hotel aus und nutzen die Zeit bis zur Abfahrt der Fähre für ein zweites Frühstück in einem Café am Hafen mit Pancakes und Croissant. Die Überfährt ans Festland verbringen wir deutlich angenehmer als bei der Anreise, haben wir doch diesmal der normalen Fähre den Vorzug vor dem Flying Dolphin gegeben. Bei sonnigem Wetter sitzen wir an Deck, sehen Alonnisos immer kleiner werden und schaukeln in etwa fünf Stunden durch die schöne Inselwelt zurück nach Volos. Angesichts der späten Stunde lohnt es nicht, noch heute aus der Stadt zu radeln. Wir nehmen also wieder ein Zimmer, das wir schon von Alonnisos aus reserviert haben. Das Hotel Jason, das in direkter Nachbarschaft zum Hotel Aegli von unserem letzten Besuch liegt, ist etwas einfacher und entsprechend günstiger, gefällt uns aber insgesamt besser. Sogar die Fahrräder dürfen wir innerhalb des Hotels parken, so dass sie nicht wieder die Nacht auf dem Hafengelände verbringen müssen. Nachdem wir unser Zimmer bezogen haben, machen wir noch einen Spaziergang an der Promenade entlang und durch den Ort, wo mächtig Trubel ist. Die Bars und Lokale sind gut besucht, auf den Straßen herrscht reges Treiben. Von den eigentlich auch hier in Griechenland vorgesehenen Corona-Abständen ist hier und heute nichts zu erkennen. Wir gönnen uns Falafel und Burger, sind anschließend so satt, dass wir uns kaum noch bewegen mögen...Leggi altro

  • Es geht idyllischer...

    30 settembre 2020, Grecia ⋅ ⛅ 25 °C

    Auch im Hotel Jason wird das Frühstück nach Anruf in der Rezeption ins Zimmer geliefert, hier jedoch nicht in Papiertüten. Statt dessen wird uns ein Tablett mit Saft, Kuchen, frischen Brot, Toast, Kaffee und Tee übergeben, über welches wir uns auf dem Balkon hermachen. Satt und zufrieden checken wir aus und starten in die erste Radeletappe nach dem Inselleben. Kaum raus raus aus der Stadt dürfen wir auch direkt die ersten 400 Höhenmeter bewältigen. Uns erwartet eine tolle Landschaft, die an Hochgebirge erinnert. Selbst nach der folgenden Abfahrt ändert sich kaum etwas an diesem alpinen Eindruck. Wir fahren an einem See entlang, treffen unterwegs mal wieder eine Schildkröte, eine recht große Schlange und jede Menge hübsche braune Kühe. Sehr passend liegen einfach so am Straßenrand plötzlich eine rote und eine gelbe Paprika sowie zwei Auberginen - das Abendessen ist gesichert!
    Nach etwa 50 gefahrenen Kilometern gelangen wir auf eine Hauptstraße mit deutlich mehr Verkehr. Ebenso wenig idyllisch ist unser heutiges Nachtlager, welches wir nahe dieser Straße am Feldrand aufschlagen. Naja, immerhin gibt's ein leckeres Abendessen mit frischem Fundgemüse.
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  • Immer geradeaus...

    2 ottobre 2020, Grecia ⋅ ☀️ 13 °C

    Einigermaßen zeitig räumen wir unser Lager am Feldrand und sitzen um 9:15 wieder auf den Rädern. Wir befinden und bereits kurz vor den Toren des größeren Ortes Lárissa, die es nun zu durchqueren gilt. Jedes mal wieder ist es nervig, sich durch den Stadtverkehr zu wuseln (zumindest für den weiblichen Teil unserer kleinen Reisegruppe), aber immerhin können wir hier auch die notwendigen Einkäufe tätigen. Zum weiteren Etappenverlauf lässt sich gar nicht mehr viel sagen außer: Immer geradeaus! Tatsächlich führt unser Weg bis zum Ziel entglang der Hauptstraße bzw. parallel zu dieser auf einer sogenannten "Service Road". Unterwegs treffen wir ein Radlerpaar, die gerade aus Kalambaka kommen. Wir wechseln ein paar Worte, dann gehr es weiter: Immer geradeaus..., bis kurz vor Tríkala. Durch die Stadt fahren wollen wir am heutigen Tag nicht mehr, also lassen wir uns mal wieder auf einem Feld vor einem großen Busch nieder. Nach etwas Faulenzerei, Futterei und sechs Spalten Kniffel beginnt es zu dämmern und wir stellen unser Zelt für die Nachtruhe auf.Leggi altro

  • Camping Kastráki

    2 ottobre 2020, Grecia ⋅ ☀️ 23 °C

    Auch heute starten wir unsere Tour parallel zur Hauptstraße, auf einer Schotterpiste geht es weiter Richtung Kalambáka. Bereits kurz nach der Abfahrt ist jedoch vor einem recht heruntergekommenen, kleinen Haus ein großer, gar nicht so freundlich wirkender Hund angekettet, der auch sofort lautstark bellend und knurrend auf sich aufmerksam macht. Heiko fährt in der Annahme, dass die Kette den Hund auf Abstand hält, langsam an dem Tier vorbei. Es zeigt sich aber das die Kette länger ist als gedacht und das es keine Möglichkeit gibt, so auszuweichen, dass man unerreichbar ist. Nun gut, Heiko ist vorbei, Claudia nicht - was tun? Claudia fährt zurück, um bei der nächstmöglichen Gelegenheit auf die parallel laufende Hauptstraße zu schwenken. Schließlich verzögert sich dann auch noch das Wiedertreffen, da Heiko inzwischen einen Platten hatte und zu allem Überfluss auch noch der Schotterweg endete. Er musste also erneut an dem Hund vorbei, was mit etwas Austricksen gut funktioniert hat. Unter einer Brücke treffen wir uns irgandwann wieder, wie romantisch...!
    Der Rest der Etappe ähnelt der gestrigen: Leicht ansteigend geht es immer geradeaus. Vorbei an Baumwollfeldern und Olivenhainen sind die Metéora-Felsen schon sehr früh auszumachen, Kilometer für Kilometer bauen sie sich größer vor uns auf. Wir radeln durch Kalambáka und erreichen schließlich unseren Zielort Kastráki, wo wir auf dem Campingplatz Vráchos einchecken. Felsen schon lange zu sehen. Kaum das Zelt aufgebaut und geduscht rüsten wir uns für die erste Wanderung durch diese eindrucksvolle Landschaft. Wir sind fasziniert von diesen imposanten, steil emporragenden Felsen, auf denen hoch oben die Metéora-Klöster thronen. Wunderschöne und glücklicherweise schattige Wanderwege führen uns hinauf auf die Felsen und vor das erste Kloster. Der Ausblick auf diese einzigartige Szenerie ist fantastisch, wir sind mehr als beeindruckt. Das Kloster selbst sehen wir nur von außen, da wir nach Ende der Öffnungszeiten vor Ort sind. Auf dem Rückweg unserer Wanderrunde freuen wir uns über das Abendlicht und machen eine ausgedehnte Pause auf einer Wiese am Fuße einer Felskette, wo wir noch Gesellschaft von einer Ziegenherde nebst Hirten und seinen freundlichen Hunden bekommen. Mit vielen wunderschönen bis spektakulären Eindrücken kehren wir nach Einbruch der Dunkelheit zum Campingplatz zurück. Am offenen Grill lassen wir uns zum Abschluss des Tages in einer Taverne ein leckeres Abendessen brutzeln.
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  • Metéora-Wanderung

    3 ottobre 2020, Grecia ⋅ ☀️ 22 °C

    Der Morgen beginnt mit einem opulenten Frühstück, der ortsansässige Bäcker hatte Sesamkringel, Schokocroissants und Erdbeerjoghurt im Angebot. Um 10 Uhr sind wir startklar für unsere heutige Wanderung, mit reichlich Proviant im Gepäck stiefeln wir los. Auch heute sind wir wieder restlos begeistert von den wunderschönen Wanderwegen, fühlen uns bisweilen entführt in einen Märchenwald. Moosbewachsene Bäume und Felsen, am Wegesrand kleine lilafarbene Blumen, waldiger Duft, herrlich...! Angesichts der Tatsache, dass wir in der Nebensaison und unter Corona-Bedingungen unterwegs sind, treffen wir kaum andere Menschen. Immer wieder eröffnen sich wunderbare Ausblicke auf diese phänomenale Landschaft mit ihren bizarren Felsformationen. Auf unserer heutigen Runde wollen wir auch eines der Klöster von innen besichtigen. Gegen 16 Uhr erreichen wir über eine Holzbrücke Ágios Stéfanos, das älteste noch erhaltene Kloster. Wir besichtigen kurz das Museum und die Kirche, wo vor allem die sehr aufwändigen Holzschnitzereien beeindrucken. Von der gepflegten Außenanlage aus lassen wir noch die Aussicht auf uns wirken, bevor wir dem Kloster wieder den Rücken kehren. Auf einem abermals herrlichen Wanderweg marschieren wir steil abwärts durch die Felslandschaft. Wir sind uns einig, dass man auch problemlos eine ganze Woche hier verbringen könnte, um alle Ecken und Wege zu erkunden. Immer wieder legen wir kurze oder auch längere Pausen ein, auch heute ist es bei unserer Ankunft am Zelt bereits dunkel. Hier ist, platt und reizüberflutet wir wir sind, nicht mehr viel los mit uns. Gute Nacht!Leggi altro

  • Es wird wieder bergig...

    4 ottobre 2020, Grecia ⋅ ☁️ 26 °C

    Wir lassen den Tag gemächlich angehen, frühstücken ausgiebig, nutzen noch einmal den Luxus einer Dusche, Heiko flickt nach dem kürzlich erlittenen Platten seinen Ersatzschlauch. Um halb zwölf verlassen wir den Campingplatz und nehmen nach einem Einkauf in Kastráki direkt die ersten Höhenmeter in Angriff. Beim Blick zurück erhaschen wir noch letzte Blicke auf die Metéora-Felsen und stellen fest: Es war eine gute Entscheidung, hierher gefahren zu sein. Durch die Berge, entlang des längsten griechischen Flusses, dem Aliakmonas, und dem Polyfytos-Stausee wollen wir uns nun in den kommenden Tagen den Weg nach Thessaloniki bahnen. Wir rollen auf kleinen, nur sehr spärlich befahrenen Straßen dahin und schon bald freuen wir uns über einen wunderbaren Pausenplatz, der neben Tisch und Bänken auch eine Wasserquelle zu bieten hat. Ein paar Stunden und Kilometer später finden wir einen Schlafplatz an einem Feldrand oberhalb der Straße, der nicht nur von der Bodenbeschaffenheit und von der Lage selbst perfekt geeignet ist, sondern auch eine schöne Aussicht auf die umgebende Landschaft bietet. Auf den benachbarten Feldern sind zwar noch zwei Trecker unterwegs, man scheint von uns aber keine Notiz zu nehmen. Die Küche bleibt heute kalt, wir essen die Reste von unserem Frühstücksbrot, dazu gefüllte Weinblätter und Oliven. Lecker!Leggi altro

  • Nah am Abgrund

    5 ottobre 2020, Grecia ⋅ ⛅ 29 °C

    Nach der üblichen Morgenroutine dürfen wir heute mit einer Abfahrt in die Etappe starten. Unser Weg führt oberhalb des Flusses Aliakmonas entlang. An einem schönen Aussichtspunkt mit Tisch und Bänken machen wir Rast, futtern unsere unterwegs erworbenen Pizza- und Kuchenstücke mit Blick auf Fluss und Felsen mit Burg oder Kloster, nennen wir es einfach mal "Mini-Metéora". Ganz nebenbei zieht noch ein Hirte mit seinen Kühen vorbei. Wir fahren nicht weit, dafür aber auf und ab, bis wir einen herrlichen Platz zum Zelten finden. Aus einem Plateau oberhalb des Tals, durch welches der Aliakmonas in den Stausee Polyfytos fließt, stellen wir unser Zelt auf. Für Claudias Empfinden ist die Position etwas zu nah am steilen Abgrund, aber zu dieser Seite befindet sich ja Heikos Ausgang. Mal sehen, ob er morgen früh noch da ist...Leggi altro

  • Hotel Kastro

    6 ottobre 2020, Grecia ⋅ ☁️ 27 °C

    Es ist sehr beruhigend, dass Heiko sich am Morgen noch im Zelt und nicht zwischen den Hühnern des Bauernhofes am Fuße des Abgrundes befindet. Wir reisen also zu zweit weiter. Angesichts von Dusch- und Pausenbedürftigkeit beschließen wir während des Frühstücks, nur ca. 20 km bis zum Ort Servia zu fahren, um dort ein Zimmer zu nehmen. Das Tal und den Stausee linker sowie Felsen und Berge rechter Hand radeln wir auf einer sehr gut ausgebauten, breiten Asphaltstraße unseres Weges. Schon das eine oder andere Mal haben wir uns darüber gewundert, dass es in dieser Gegend so perfekte Straßen gibt, obwohl kaum Autos darauf unterwegs sind. Das Hotel Kastro in Servia mit seinem Fliegenpilz-Arrangement im Vorgarten ist schnell gefunden, wir werden sehr nett empfangen. Uns erwartet ein großes Zimmer mit ebenso großem Balkon und vor allem - eine Dusche. Den Nachmittag verbringen wir mit Dingen, die ansonsten etwas kurz kommen: Wäsche waschen, Notizen pflegen, faulenzen, studieren und so weiter. Heiko erledigt im Ort einen Einkauf für das heutige Abendessen, es gibt ein 3-Gänge-Menü, und lädt auch direkt Proviant für die nächsten Tage ein. Und wenn wir schon mal ein Zimmer mit WLAN bewohnen, nutzen wir dieses auch uns gönnen uns zum Abschluss des Tages den Tatort vom letzten Sonntag.Leggi altro

  • Irgendwo in den Bergen

    7 ottobre 2020, Grecia ⋅ ☁️ 24 °C

    Als scheinbar einzige Gäste genießen wir unser Frühstück im im Speisesaal des Hotels, in welchem ein Teilbereich eher wie ein privates Wohnzimmer auf uns wirkt. Wir überlegen, ob die Betreiber dieses offensichtlichen Familienbetriebes hier möglicherweise auch wohnen. Der Verdacht erhärtet sich, als zwei kleine Mädchen in den Saal mit integrierter Küchenzeile spaziert kommen und sich ihre Schulbrotdosen füllen lassen. Insgesamt bestätigt sich auf jeden Fall unser Ersteindruck von gestern, dass es sich hier um eine sehr nette Herberge mit sympathischen Gastgebern handelt. Die heutige Etappe hält wieder so einige zu bewältigende Höhenmeter für uns bereit. Zunächst geht es oberhalb des Polyfytos-Stausees entlang, eine kleine Kirche mit Sitzgelegenheit und Wasserquelle dient unterwegs als willkommener Pausenplatz. Auf der weiteren Fahrt fällt Heiko ein recht großer Vogel auf, den er bei einem Blick durch das Teleobjektiv als Pelikan identifiziert. Wir erreichen schließlich das Ende des Stausees, dürfen bis zur Staumauer bergab rollen, um nach einigen Fotos und Drohnenflügen auf der anderen Seite direkt wieder hinaufzufahren.
    Hier kommen uns bald zwei Gespanne entgegen, die wir in dieser Form noch nicht gesehen haben. Eis handelt sich um ein französisches Paar auf E-Bikes, beide sind mit Anhänger unterwegs, wobei in einem zwei kleine Kinder sitzen. Die Fahrräder sind mit riesigen, wild verkabelten Solarpaneldächern ausgestattet, was dieses Gespann wirklich kurios aussehen lässt. Es werden ein paar Worte gewechselt, bevor wir in entgegengesetzten Richtungen unsere jeweilige Fahrt fortsetzen. 874 Höhenmeter sind heute insgesamt erklommen, als wir uns mit an einem wunderschönen Platz mit Blick auf Schlucht und Aliakmonas für die Nacht niederlassen. Mal wieder genießen wir die Aussicht, in der Ferne rauscht ein Wasserfall und die eine oder andere Ziege meckert und bimmelt.
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  • Wir werden immer besser...

    8 ottobre 2020, Grecia ⋅ ⛅ 17 °C

    Am Morgen ist dieser Ort nicht weniger reizvoll als bei der gestrigen Ankunft, entsprechend lassen wir es seeehr gelassen angehen. Der Vormittag plätschert dahin, ein vorbeispazierender Grieche schenkt uns die Hälfte seiner Maronen, die er offensichtlich gesammelt hat. Nach einer kurzen Google-Befragung wirft Heiko den Gaskocher an und 15 Minuten später lassen wir uns die warmen Esskastanien schmecken. Wir ziehen kurz in Betracht, einfach den Tag und eine weitere Nacht hier zu verweilen. Nach kurzem Abwägen bauen wir dann aber doch das Zelt ab, um als Ziel für heute die letzten Höhenmeter dieser Berglandschaft in Angriff zu nehmen, bevor es wieder bergab in die Ebene geht.
    Gegen 14 Uhr machen wir uns auf den Weg, der uns u.a. durch zwei kleine Dörfer führt. In letzterem pausieren wir und knabbern Chips, werden dabei von diversen kleinen und großen Katzen umringt und geradezu belagert. Die extrem niedlichen Tiere sind quasi überall - auf dem Tisch, halb in der Chipstüte, auf den Fahrradtaschen...! Mit Erreichen des nächsten kleines Ortes sind wir schließlich am höchsten Punkt angelangt. Ab jetzt heißt es, abwärts rollen bis sich ein geeigneter Platz zum Zelten anbietet. Tatsächlich lässt eine entsprechende Gelegenheit nicht lange auf sich warten, Heiko inspiziert eine Wiese oberhalb der Straße und stellt begeistert fest: "Genial! Wir werden immer besser!" Wir laden die Räder ab, lassen uns nieder und freuen uns über eine traumhafte Aussicht auf die Schlucht und den Aliakmonas, der sich durch selbige schlängelt. Wir machen Fotos aus allen Perspektiven, kniffeln und lesen, essen wie so häufig in diesem Urlaub Weinblätter und Bohnen. Nach Einbruch der Dunkelheit werden sind wir kurz verunsichert, als ein Auto die Straße verlässt und den Hügel hinauf auf uns zusteuert. Auf halber Strecke kommt das Fahrzeug aber zum Stehen, verlässt den Hügel und fährt von dannen. Später jedoch, wahrscheinlich nach einem Hinweis, kommt abermals ein Auto den Hügel hinauf und diesmal hält der Pickup, in welchem vermutlich der Besitzer des angrenzenden Feldes sitzt, erst unmittelbar vor unserem Zelt an. Jede Sorge erweist sich als unbegründet, der Fahrer fragt lediglich, ob alle okay ist und als er hört, dass wir harmlose Touristen sind, verabschiedet er sich freundlich wieder.
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