• Auf auf durchs Festland von Lombok

    Jul 22–27 in Indonesia ⋅ 🌬 27 °C

    Die Zeit verfliegt so schnell. Da waren sie wieder um, unsere 5 Tage auf einer der Gili Inseln und nun stehen sie nächsten 5 Tage hier unten in Kuta auf Lombok an. Zugegeben: als wir hier ankamen, war ich irgendwie erstmal bedient. Unsere Strandpromenade direkt vor dem Hotel ist total touristisch: alles gepflastert, mit riesigem "Mandalika"- Emblem, und hier sind natürlich wieder Autos und Roller am Start mit ihren manchmal laut gepimpten Motoren. Diese Reize war ich vom Mini-Inselleben gar nicht mehr gewohnt. Zum Glück hat sich das innerhalb der nächsten Tage wieder relativiert und es gab hier auch entspannte Zeiten 😄

    Lombok ist schon auf dem ersten Blick sehr anders als Bali- das war bereits auf der 2stündigen Herfahrt zum Hotel ersichtlich. Unser Fahrer Evan - den Kontakt hatten wir von einmal Kellner auf Gili Travangan bekommen, der hier in Kuta lebt - Evan ist 27 Jahre und er hat mit seinem Vater ein neues "Taxifahrer-Unternehmen" gegründet. Somit werden wir in einem recht neuem Toyota Innova Reborn, der auch mal gar nicht stinkt im Innenraum, über die Insel in den Süden kutschiert. Die Straßen hier sind 1A! Groß, breit, und noch dazu total überschaubar wenig Verkehr! Verrückt.. im Vergleich dazu sind Balis Straßen ..mehr miserabel asphaltierte Feldwege, auf denen ständig Stau ist und mindestens 2 bis 3 Verkehrsteilnehmer gleichzeitig, auf gleicher Höhe in die selbe Richtung wollen, drängelnd und hupend. Das ist hier überhaupt nicht so. Der Verkehr wirkt hier total gesittet, teils wie deutsch genormt. Evan erzählt, dass sie Regierung hier eine andere ist und meint, dass vor allem die Straßen gut sein müssen, damit der Tourismus klappt. Wir fahren hier auf gut ausgebauter Straße sogar mal bis 100km/h, was auf Bali so nicht möglich wäre. Als wir die Hauptstadt Mataram passieren, ist uns erst beim verlassen klar geworden, dass das wohl die Hauptstadt wohl schon gewesen sein muss - es war einfach so gesittet und leer 😄 was uns direkt ins Auge -oder auch ins Ohr- fällt, sind die vielen vielen Moscheen. Der Glaube auf Lombok ist überwiegend muslimisch – deshalb wird Lombok oft auch „die Insel der 1.000 Moscheen“ genannt.
    ( Bali hingegen ist überwiegend hinduistisch, genauer gesagt balinesischer Hinduismus. Dieser ist stark mit lokalen Traditionen, Ahnenverehrung und hinduistischen Göttern verbunden.)
    Und eben weil hier so viele Moscheen sind, hören wir auch mehrfach auf der Fahrt das Gebet durch die Lautsprecher schallen. Das begleitet uns durch die ganze Insel und ich mache immer mal das fenster leicht runter, um es noch deutlicher zu hören - es klingt besonders. Und obwohl eigentlich "nur" 5x täglich zu bestimmten Zeiten gebetet wird, haben die alle recht zeitversetzt gebetet und es schallte irgendwie ständig um uns. 😄 Übrigens hatten wir die Gebete vom Festland Lombok sogar auf Gili Travangan schon gehört - so laut schallt es hier früh 5 uhr am Morgen bereits!

    Wir passieren weiterhin auch viel grüne Serpentine - Lombok ist sehr bergig und bewaldet! Wir bauen einen kleinen Zwischenstopp ein, um Frauen beim traditionellen Wegen zu sehen und es auch selbst mal zu probieren. Als Krönung dürfen wir uns sogar mal in traditionelle Kleidung schmeißen und wir bekommen ein schönes Familienfoto. Schließlich kommen wir in Kuta an und biegen ins "Gate 3" ein - das dritte Tor zur Stadt. Der Promenadenbereich wird sogar extra von security bewacht.
    Unsere Unterkunft hat diesmal noch mehr Hotelvibes. Vorne dran befindet sich gleich ein Restaurant, in welchen wir mit Strandblick Frühstücken werden. Nach dem Check in gehen wir einmal quer durch die große, grüne, gepflegte Anlage - in welcher so viele unserer deutschen Zimmerpflanzen draußen wachsen, und wir haben wieder zwei gepflegte große schöne Pools mit Liegen. Im Zimmer sind zwei ca 2x2m Betten, die wir letztlich als riesige Liegefläche zusammenschieben und Marlo später darauf ethliche Rollen darauf machen wird, ohne die Angst, dass er runterfallen könnte. Am Nachmittag gehen wir zu Fuß in unseren umliegenden Straßen frühes Abendessen und merken, dass wir in 7min fußläufiger Entfernung eine ausgiebige Fressmeile haben - die wir die folgenden Tage auch regelmäßig nutzen werden!

    Abends schlendern wir noch kurz unsere Strandpromenade ab und genießen die Stimmung zum Sonnenuntergang.
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