Making Mommy's dream come true🌠✨🌌 👧🤸‍♀️Evelin und MamaMichéle🙋👩‍🌾 Erst sieben Tage unterwegs in Thailand 🇹🇭 Bangkok und Insel Koh Samet Und im Anschluss Ein siebenwöchiger Roadtrip 🏞️🚐🌄🚘🗻 🌅 Unterwegs quer durch Neuseeland 🇳🇿🌎
  • Day49

    Redwoods und Meer

    January 4, 2019 in New Zealand ⋅ ☀️ 24 °C

    Aufwachen etwas früher gegen halb sieben, die sonne scheint und brutzelt.

    Evelin spielt mit Kids, ich bereite Frühstück vor und genießen m in Ruhe mein Kaffee. Entscheide mich baden zu gehen und wir beide eröffnen das Schwimmen gegen 9 Uhr.

    Halb 11 geht die Reise etwas weiter. Nur 10 Minuten entfernt ist der Wald der "Redwoods"

    Spaziergang für 4,5 Kilometer durch den Wald und Evelin läuft alles ohne Tragen tapfer mit.

    Wir belohnen uns mit unserem Lieblingsessen bei Subways

    Fahrt Richtung Meer zur coromandel. Ich wusste noch nicht so richtig wo wir heute bleiben und bin einfach erstmal losgefahren.

    Hatte gerne auf dem hinweg an Wasserfällen gehalten, aber auf dem Parkplatz zur Weiterfahrt entschieden, da Evelin gerade so schön geschlafen hat und sich das anbietet Strecke zu machen, wenn man es sowieso vor hat.

    Fast 2 Stunden unterwegs bei purem Sonnenschein. Und da ist es endlich wieder: der Meeeeeer!

    Straße mit Maut ein paar Runden im Kreisverkehr und bin verunsichert welche Route wir jetzt nehmen

    Waihi Beach: der Strand ist mit hell- und dunkelgrau gecheckten und vor allem glitzernden stand und Muscheln!
    Evelin fängt eifrig an zu sammeln, während ich nochmal unsere Badesachen hole.

    Tasse geht kaputt, Flut kommt so schnell das ich es in 10 Minuten nicht mitbekomme und werde von einer welle überrascht, die unsere Handtücher und ein paar Sachen mit Salzwasser durchtränkt und auch wegspült. Doller Wind der den Sand in die Augen peitscht. Wir flüchten auf den Spieplatz. Evelin klettert im Baum während unsere Wäsche dort trocknet.
    Es ist 18 Uhr
    Ich noch immer ahnungslos wo wir heute bleiben. Ich belese mich nochmal über Campingverstöße und das Resultat ist dass wir wieder weiterziehen.

    Nochmal 45 Minuten fahren. Sehr Serpentinig, was mich an die Südinsel erinnert. Coromandel.

    Campingplatz im Wald, Schotterweg lang wieder über Fluss.
    Unschöne Erinnerung an letzten Wald und alleine dort gewesen, hoffe das es heute nicht so ist. Ethliche Camper

    Abendbrot unterm Geäst,

    Endlich mal seit letztem Jahr das Geschirr mal wieder spülen, auch wenn nur mit kaltem Wasser

    Weg zu Glühwürmchen. Grsuelig

    Plumpsklo stinkt widerlich und ich trage den Geruch selbst beim Ei schlafen noch in der Nase.

    Schwindelerregend hohe und breite Bäume,
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  • Day48

    Das lebende Maoridorf: Whakarewarewa

    January 3, 2019 in New Zealand ⋅ ⛅ 23 °C

    Direkt nach dem erwachen Evelin's erste Worte heute: "Mama sieh mal, das ist ganz gefährlich! Das Auto uns gegenüber wackelt von ganz alleine obwohl es steht! Die wachen bestimmt gleich auf und erschrecken sich deshalb ganz dolle!"
    Ach Evelin, wenn du wüsstest was Erwachsene Pärchen so treiben 😄😁

    Evelin freut sich heute mal nicht nur auf ihre Spielgefährtin Katharina, sondern tatsächlich auch aufs Tagesvorhaben: den Besuch vom Maori-Dorf. Diesem fiebert sie sehr entgegen, da wir so ziemlich von Anfang an der Reise, bereits auf der Südinsel, immer wieder mit Bildern oder auch Videos und Informationen über die Ureinwohner konfrontiert wurden. Evelin findet den Namen "Maori" schon so mystisch und geheimnisvoll interessant, und weckt ihre Neugier.

    Alsbald nach unserem Picknick-Frühstück unter dem Sonne-Wolken-gemischten Himmel, hatte ich diesmal das Glück das die andere Familie ihren 7wöchigen Neuseeland-ReiseUrlaub noch vor unserem Start vorsetzen will, und ich bin mal nicht die böse die die Kinder trennen muss. Zum Abschied bekommen wir von Katharina sogar die Adressdaten auf einem Zettel in die Hand gedrückt, sie möchte Evelin als Brieffreundin haben - wie süß!

    Und so starten wir kurz nach deren Abreise auch und fahren die 15 Minuten in die Stadt zum Maori-Dorf. Auf dem Parkplatz angekommen merken wir beim Aussteigen sofort, dass es nach Schwefel riecht und wir sehen vor uns auch bereits das Dorf, sehr touristisch aufgezogen, und es qualmt überall aus den heißen Quellen. Pünktlich 11 Uhr begann dann auch unsere Rundführung mit einem lustigem Gruppenführer, welcher selbst zu den hier lebenden 25 Familien mit insgesamt rund 80 Köpfen gehört. Wir bekamen in der nächsten Stunde Einblicke wie hier belebt wird und die Bewohner des Dorfes die vulkanische Aktivität der Umgebung zum Leben integrieren: Ultraschnelles Kochen von Nudeln, Reis, Gemüse und Eiern im siedenen Wasser, Dampfgaren von verschiedenem Fleisch oder auch Backen, oder eben, um sich zu waschen im warmen Wasser in Freiluft-Bädern. Gerne hätte ich vielmehr verstanden von dem was erzählt wurde, allerdings ist es eben nicht ganz so einfach der englischen Sprache zu folgen, währenddessen Evelin neugierig nachfragt was der Mann gerade hier und da alles erzählt.

    Es stinkt teilweise wirklich sehr, mit etwas Glück treibt uns der Wind hin und wieder sogar passend eine ordentliche Dampfwolke ins Gesicht. Wir gehen vorbei an natürlich siedenden klaren Gewässern, vielfarbigen Gesteinen Dank unterschiedlicher Mineralien, entdecken drei große Geysire, und der größte speiht sogar während unserer Führung 30 Meter das Wasser hoch in die Luft. Überall zieren die Maori-Holzfiguren das Dorf. Insgesamt bin ich froh, dass das Wetter zwar heute sehr warm wieder ist, allerdings der Himmel ziemlich bewölkt ist, und uns das - bei all der Hitze aus dem Boden und dem Gestank in der Luft - die Tour so denke ich wesentlich angenehmer macht. Der krönenende Abschluss ist dann 12:30 Uhr schließlich eine Vorführung von Maori-Tanz, Musik und Gesang. Wir sitzen direkt mittig in der ersten Reihe - ob das so eine gute Idee ist mit der ängstlichen Evelin? Am Ende hat sie sich super geschlagen. Ein super Ohröffner für Evelin war es, dass die Show mit einem Bläser-Klang durch die Riesen-Muschel begann. Evelin stierte und gierte sehr nach dieser tollen großen Muschel: "Kann man die mitnehmen?" 😄🐚

    Die nächste halbe Stunde machten uns die etwa 10 Darsteller tolle Musik, mit eigener Rhythmik: mit Trampeln, sich auf die nackte Brust Schlagen, mit kleinen an ein Seil gebundenen und schwingenden Bällchen, einer akkutischen Gitarre, Stöckern und natürlich tollem Chorgesang, oder auch Schreien und verschiedenen Geräuschen. Recht unheimlich dabei ist das Augen-Aufzerren oder auch Rollen, das Zähne-Fletschen und Zunge-Rausstrecken - was Evelin etwas verschreckt. Dennoch schaut sie von der Show und der Musik gepackt bis zum Schluss ganz gespannt zu und applaudiert mit. Sie möchte im Anschluss sogar unbedingt auch wie die anderen Zuschauer ein Bild machen mit der hübschen Maori-Dame und natürlich: dieser großen Muschel! Wir müssen für diesen Schnappschuss sogar extra Papa's geschenkte Kamera noch zücken.👌😅

    Im Anschluss an die gelungene Tour und Show, probieren wir zum Mittagessen ein im Maori-Stil im geothermischen Ofen gegartes und gebackenes Blätterteigbrot aus, welches gefüllt ist mit verschiedenen Fleisch, Mais und Kartoffeln im Gemisch, und Evelin schmeckt es sogar.

    Danach unternehmen wir auf eigene Faust noch ein paar Spazier-Routen durch die Umgebung des Dorfes, natürlich vorbei an vielen Dampfenden, Siedenden, Blubberndem, Speihendem, Buntem, Schwarzen, Grauen, Stinkendem.. Gestein, Gewässer oder auch Schlamm, und ich trage Evelin eine ganze Zeit lang auf den Schultern und dem Rücken bergauf und -ab durch die "Botanik" - hier ist es eben die geothermische Landschaft.

    Gegen 15 Uhr sind wir dann endlich wieder am Auto, ich bin echt knülle vom vielen Stehen und Laufen und Evi-Tragen. Nach gemeinsamen spontanen Entschluss fahren wir nach kurzer Pause nochmal in die Stadt "Rotorua", schließlich ist der Tag noch recht jung. Wir begeben uns in Strandnähe, hier gibt's schließlich auch einen großen See "Rotouria". Hier haben wir natürlich wieder einen Spielplatz besucht. Wie schön, dass dieser direkt an einem Rosengarten gelegen ist und außerdem ein einzelner riesengroßer Baum mit einem großen und breiten Blätterdach dort platziert ist. Das ist für mich natürlich ideal zum darunter legen und chillen. Danach spazieren wir nochmal über den Hügel hier im sehr gehegten und gepflegten "Queenspark" bis zum Ufer des Sees. Auch hier sind überall Warnungsschilder vor der Geothermik ausgeschildert, sodass ich mich nicht gerade wohl sicher fühle und auch gar nicht weiß ob dieser große hier überhaupt ein Badesee ist ? Es stinkt hier und da mal mehr mal weniger nach Schwefel, es sieht verschiedenartig bunt aus: im Gebüsch oder Gestrüpp, mit irgendwelchen kleinen Gewässern - Pfützen oder Tümpelchen. Und so sammeln wir für heute noch mehr Schritte, obwohl ich doch eigentlich so knülle war und noch immer bin.

    Für heute bin ich zu kraftlos und faul um weiterzureisen, ich entscheide mich dazu auf den selben tollen Campingplatz zu fahren am "Boysen Bay" in 15 Minuten Entfernung, hier ist's schließlich echt toll mit Badesee, Sandstrand, Riesenspielplatz, Enten und Gänsen und schönster Aussicht auf die grüne hügelige Landschaft.

    Während Evelin diesmal ganz eigenständig deutsche Spielgefährten im Alter von 3 und 9 Jahren gefunden hat - und ja, sie Spielen super miteinander trotz Altersunterschied - bastel ich wieder unser Zelt ans Heck vom Auto ran und bereite außerdem das Abendbrot vor inklusive Salat, natürlich gerne wieder als Picknick serviert. Nachdem wir dann gemeinsam Abendbrot gegessen hatten - für Evelin gab es diesmal etwas ausgefallen auf Wunsch auch ein Brot mit Erdnussbutter - drehen die Kids bis abends halb 10 nochmal richtig auf und rennen ihre Runden und jagen sich als Drache und Ritter und Beschützer durch die Gegend. Wo nimmt dieses Kind nur all die Kraft her ? Ich wollte heute eigentlich mal eher schlafen, allerdings ringe ich mich dann nochmal raus aus dem Bett und unterhalte mich schließlich doch nochmal mit den Eltern jeweils: Die einen sind schon seit 10 Jahren nach Australien ausgewandert und machen auf der Nordinsel gerade für Zwei Wochen Urlaub, der kleine Noah wächst sogar dreisprachig auf: Mama spricht deutsch mit ihm, Papa spanisch und der Kindergarten lehrt die englische Sprache - ich bin beeindruckt und finde es toll! .. während widerrum der ältere Junge mit seiner Familie grad am Auswandern nach Neuseeland ist. Der Papa spricht seit der Geburt mit den zwei Söhnen Englisch, im Moment sind sie gerade 9 Tage in Neuseeland, beginnen mit etwas Urlaub, und sie begeben sich alsbald runter zur Südinsel in die Stadt "Nelson" zum Hauskauf. Während der Papa hier bereits einst lebte, hat die Mama blind in Deutschland alles aufgegeben und ist nun zum ersten Mal in Neuseeland - und wandert samt Familie gleich aus. Vor allem die Kinder sind darüber sehr begeistert, denn das Schulsystem hier ist ein ganz anderes, allen voran viel stressfreier und einfacher, der große Sohn im Alter von 14 Jahren switched mal eben um von 14 Unterrichtsfächern aus der bayrischen Abiturrichtlinie auf gerade mal 7 Fächer, inklusive Deutsch und Sport - das ist mal ein Unterschied!

    Nachdem ich mal wieder um einige Familienbekanntschaften reicher geworden bin und Evelin nun endlich auch knülle ist, auch wenn sie es nicht zugibt und stattdessen nur flucht und meckert, weil sie mit den Kindern erst morgen wieder spielen darf und die ja sowieso wieder wegreisen. Tja, sie hat das "Reisen" schon ziemlich gut verinnerlicht mittlerweile. So fallen wir beide ziemlich kaputt nun endlich in Camperbette.
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  • Day47

    Naturwellnessprogramm bei "Waiotapu"

    January 2, 2019 in New Zealand ⋅ ⛅ 24 °C

    Heute wachen wir auf mit Sonnenschein pur und doller Hitze bereits früh am Morgen. Also lassen wir den Tag entspannt im Bett beginnen und machen erstmal eine Videotelefonie - eine Telefonkonferenz zu viert mit Papa, Onkel Celli und Ari und auch Tine. Nach langem Rumgedöse bereiten wir unser Frühstück zu und auch Teddy bekommt ein Salat von uns, aus Materialien der Natur zusammengerührt.

    Danach spazieren wir runter zum Flussufer - schließlich ist hier nicht nur eine Angel- sondern auch eine Badestelle. Das Wasser ist toll temperiert um die 23 Grad, glasklar, und damit super zum Schwimmen geeignet. Einige Kinder machen es uns auch vor und springen sogar direkt ist diese eine tiefere Stelle, tauchen und schwimmen. Wir schlendern nur mit den Füßen im Wasser rum und laufen auf den vielen Stein-Wasser-Stegen. Am Ufer sind außerdem Evelins geliebten Riesen-Kletter-Bäume gelegen und sie hangelt zusammen mit Teddy darin rum, während ich echt den Anblick und das Gefühl genieße, denn ich habe noch nie so einen türkisblauen bis smaragdgrünen Fluss gesehen, mit so klarem, toll warmen Wasser, mit schönem okkarfarbenen Naturgestein unter den Füßen und palmenartige Bäume, die am Hang auf der anderen Flussseite steil-schräg wachsen, ja und das ganze bei strahlendblauem Himmel und Sonnenschein pur mit Hitze. Und das ganze am einem 2. Januar, das werde ich wohl in der Regel nicht oft erleben zu dieser Jahreszeit 😁😅

    Nach diesem Genussmorgen packen wir zusammen und fahren noch einmal in die Stadt Taupo: einkaufen, tanken, unseren Trinkwasserkanister Auffüllen, das Auto etwas säubern und endlich mal einen Briefkasten für unsere Postkarten aufsuchen - jaja, Michéle.. Es ist ja nicht so, dass wir schon seit 6 Wochen unterwegs sind und in 2 Wochen die Rückreise antreten, und wir mittlerweile vermutlich zusammen mit den Postkarten ankommen werden 😅 Hauptsache spät als nie. 🤭😅🙈

    Nachdem wir alles erledigt haben, halten wir schließlich wie versprochen noch im Park, in dem wir gestern schon beim Vorbeifahren einen super tollen Spielplatz erspähten. Evelin hat mittlerweile auch schon Mittagshunger und natürlich bin ich mir nicht zu fein dafür, hier auf dem Parkplatz vor dem Park mit ethlichem Besucher-Zuschauern Evelin's Wunsch-Essen zuzubereiten: Fisch mit Erbsen 😄 Und das Essen wir dann auch zusammen, neben dem Camper auf der Bordsteinkante sitzend, noch dazu Geschirrsparsam direkt aus der Bratpfanne 😄 Ich mache mir keine Platte was die anderen wohl jetzt denken und genieße einfach die Freiheit genau das machen zu können, wonach uns gerade ist. 😌😍👌

    Während Evelin noch ihre Spiel-und Klettereinheit genießt, fülle ich noch fix am Trinkwasserspender unseren Kanister auf. Da passen etwa 10 Liter rein. Ich habe das Wasser mühsälig im Bogen von einem Zu-Mund-Wasserstrahl reinfallen lassen, während einige andere schauten und verständnisvoll warteten. Erst als der Kanister nach bestimmt 3 Minuten sogut wie voll war, verwies man mich auf den Wasserhahn auf Fußhöhe auf der anderen Seite dieses Pfahls. 🤣😅 Ja gut, in 7 weiteren Sekunden war der Kanister endlich voll und wir sind startklar für die Weiterreise. 😇

    Wir fahren weiter zu ein paar Wasserfällen, den "Huka-Falls". Eine absolute Touristenattraktion, viele Menschen sind hier und wirklich spektakulär sind sie für uns nicht. Uns reizt es dann doch mehr die abgelegenen Wasserfälle in Mitten der Natur zu erklettern und zu beklimmen. Es sollte dann heute mal doch noch spannender werden, und so folgen wir für etwa 30 Minuten dem geothermischen Highway, bis wir schließlich an eine Stelle gelangen namens "Hot'n'Cold", die mir meine Travelapp "Campermate" entpfiehlt 😍

    Es ist tatsächlich nur eine "Stelle", hier sammeln sich wenige Autos am Straßenrand, denn viel Platz hier mitten in der unscheinbaren Waldpampa ist hier nicht. Aber gut, dann sind wir hier eben das 10. Auto und wir laufen zusammen zu der "Stelle" 😁 Ja und was sehen wir da? Einen Platz im Wasser, genaugenommen ist es ein Fluss und ein winziges Bächlein, welche zusammenfließen und in der Mitte sitzen etwa 20 Erwachsene im Wasser und ein paar Kindern spielen mit Matsch am Wasserrand, verteilt auf der etwa 10 Meter breiten Stelle. Das besondere hierbei ist, dass der breite Fluss mit Gletscherwasser bereichert und somit natürlich eisekalt ist. Dem entgegen entstand entsprechend der geothermischen Landschaft "Waiotapu" der zufließende kleine Bach aus dem Erdinneren und ist - wirklich - kochend heiß! Und je nach dem wie heiß, warm oder doch etwas frischer man es haben möchte, platziert man sich eben mehr rechts oder mehr links an besagter Stelle im Wasser. Ja, und genau das machen nun auch Evelin und ich, obwohl Evelin lieber im kühleren Part rumtümmelt - ja man bedenke die 30 Grad sommerliche Außentemperatur🤭 Einige Besucher schmieren ein paar Körper- oder sogar auch Gesichtspartien mit dem Matsch am Wasserrand ein und sitzen da wie Matsch-Mumien im Wellnessbereich. Das ganze soll antrocknen und als natürliche Hautmaske mit all den vielen Mineralien einwirken. Natürlich matscht auch Evi in der schlammigen Erde rum, besult erst sich und schließlich auch mich damit, und ist nach meiner Erklärung warum die anderen Menschen das so machen, ganz überzeugt von der wertvollen Wirkung dieser natürlichen Maske 🤭👌Und so vergehen tolle 2 Stunden mit bestem natürlichen Wellnessprogramm für uns im heiß-kaltem Gewässer.

    Danach fahren wir weiter und visieren den heutigen Campingplatz an. Auf dem Weg dorthin halten wir noch an einem ausgeschildertem "Mud Pool" - eine Fläche wie ein Teich voll mit heißem, bis zu mehreren Metern hoch blubberndem Schlamm. Ich war ganz fasziniert von diesem Anblick, das laute Blubbern rundherum, das noch lautere Platschen von größeren "Matschausbrüchen" und überall dampft und stinkt es nach Schwefel 😬🤢😷 Und was macht Evi? Ihr Fokus liegt auf dem Sammeln von kleinen Steinchen und ich verstehe gar nicht, warum Sie nicht genauso fasziniert ist wie ich, die das zum ersten Mal so sieht 😅 Aber so ist das eben mit Kindern, eigene Persönlichkeit, eigene Welt und eigene Gedanken, die eben Steinchen sammeln grad toller finden 😅

    Schließlich reisen wir weiter zum Tagesziel und landen auf einem tollem Campingplatz samt Spielplatz und Badesee. Hier treffen wir auf Familie aus Deutschland, die seit einer Woche von insgesamt sieben hier durch Neuseland reist. Sie haben eine neunjährige Tochter namens Katharina und beide Mädels sind ganz froh aufeinander zu treffen und den Rest des Abends zusammen spielen zu können.

    Wir verbringen die Zeit noch am Strand, ich genieße das stille Wasser vor uns, sehe mir die Farben der Natur an und genieße die Aussicht.😌 Danke, für diesen ereignisreichen Tag mit lauter neuen Eindrücken ❤️
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  • Day46

    Unser Neujahrstag inder Vulkanlandschaft

    January 1, 2019 in New Zealand ⋅ ⛅ 17 °C

    "Happy new year!" - das ist doch toll, wenn man von der Camping-Nachbarin so begrüßt wird, am ersten Tag des Jahres, bei Sonnenschein am purblauem Himmel und warmen bis heißen Temperaturen. Wach geworden sind wir heute dank einem lautstark schnarchenden Zeltendem uns gegenüber, und so grinste ich in Gedenken an manch Onkel gleich am frühen Morgen. Während Evelin sich bereits zum Spielplatz in unmittelbarer Nähe begibt, bereite ich unser Frühstück vor. Zusammen essen wir dann wie so oft unseren Haferbrei mit Joghurt und Obst und wir brutzeln nebenbei in der Sonne. Danach wird wie immer das Geschirr gespült, und ich nutze darüber hinaus das warme Wasser dazu, diesmal eigenhändig - und hingegen zur Campingwaschmaschine dafür gewiss sauber - etwas Wäsche zu waschen.😅 In Gedanken bin ich nebenbei bei Freunden und Familie in Deutschland, die allmählich ihrem Countdown ins neue Jahr entgegen fiebern - ja okay, das ist wirklich etwas komisch, dieser Zeit-, Datums-, und jetzt sogar Jahresunterschied 😅 Währenddessen ich wasche, hüpft Evi in der prallen Sonne wild auf dem Trampolin rum, und ich feuere sie dabei an aus dem Waschraum, der nur 10 Meter Luftlinie mit Blickkontakt von mir entfernt ist.

    Gegen halb elf machen wir uns dann auf den Weg. Heute soll es nochmal etwas Strecke zurück auf dem vulkanischen Highway gehen, in den Tongari-Nationalpark, um dem Vulkan so richtig Nahe zu kommen. Und so gelangten wir schließlich nach 30 Minuten Fahrt erneut in die karge Wüste der Umgebung, mit den schneebedeckten Vulkanen, deren Spitzen heute allerdings von den Wolken verdeckt werden. Nach 6 Kilometer durch einen Schotterweg, in welchen in eingebogen bin, steigen wir schließlich am Parkplatz aus, von dem aus man den stundenlangen mühseligen Aufstieg starten kann. Es ist genau niemand hier auf dem Parkplatz, hier stehen ein paar Autos, es ist heiß, die Sonne platzt, es ist still- hier zirpen nicht mal ein paar Grillen. Und dann bekommen wir von Papa einen Videoanruf, denn jetzt feiert Deutschland pünktlich um 12 Uhr unserer neuseeländischen Zeit ins neue Jahr hinein. Ach wie komisch 😅 Wir schicken liebe Neujahrsgrüße aus der wenig belebten Landschaft hier am Vulkan stehend zu euch rüber 🎉😁

    Und schließlich laufen wir den legendären Weg auch entlang, also die ersten 700 Meter - nur fürs Feeling quasi 😅
    Danach gehen wir noch eine Spazier-Runde zu einem nahegelegenen Wasserfall, und genießen die Abkühlung mit den Füßen im eisigen Flusswasser, bei dem ich mir erst nicht sicher war, ob das welche Temperatur das jetzt wohl hat.

    Ja und danach? So richtig wusste ich nicht was wir heute noch machen, schließlich habe ich mich sogar etwas gestresst, da ich wusste wie wenig Schlaf Evelin aufgrund der Silvester-Nacht hatte und sie dringend Schlummern sollte, damit sie ich die total garstige und übermüdete Revanche von ihr abbekomme. Somit entschied ich mich, wieder an unsere Badestelle am "Lake Taupo" zu fahren, um dort unseren ersten Tag im Jahr in der Sonne brutzelnd bei über 30 Grad rumzudösen, denn auch ich war knülle vom wenigen Schlaf.

    Leider hatte Evelin tatsächlich nur 10 Minuten im Auto geschlafen, und war nach diesem Powernap wieder total munter und fit - bereit zum Baden! Diesmal war diese Stelle wirklich sehr belebt mit Einheimischen, die ihre Urlaubstage am See verbringen. Alle badeten hier, und so taten wir das diesmal auch, und verbrachten hier wieder gute zwei Stunden.

    Danach fuhren wir weiter am See entlang. Eigentlich hatte ich dabei keinen Stopp in der Stadt "Taupo" eingeplant. Allerdings war die Strandpromenade so einladend, dass ich anhalten musste. Und so sind wir auch hier nochmals baden gegangen, diesmal mit Sandstrand unter uns, und viel Aktion vor uns - vor allem die Parasailer flogen wirklich sehr weit oben vom Boot gezogen durch die Lüfte. An der Promenade entlang gibt es ethliche Restaurants und so gibt's dort für uns schließlich auch noch Abendbrot: Evelin's Wahl fällt auf Pizza 🍕 Das fängt ja super an mit den Vorsätzen im neuem Jahr 😄 Aber wir sind schließlich im Urlaub! ..wenn auch schon seit geschlagenen 6 Wochen😅

    Bis zum von mir anvisierten Campingplatz sind es nun nochmal 45 Minuten, aber glücklicher Weise hält mit Travelbudy-Line Evelin immer Ausschau und entdeckt einen kostenlosen Campingplatz an der Straße und am Flussufer gelegen. Hier halten wir natürlich, und sind diese Nacht zwischen vielen Campern in belebter Gegend. Evelin wuselt kurz nach Ankunft bereits wieder im Gebüsch rum, während ich unser Zelt wieder ans Heck tüftle. Und trotz dem wenigen Schlaf, sind wir auch heute erst wie gewohnt 21:30 Uhr ins Bett gekommen, und haben viel gesehen und eine schöne dösige Zeit gehabt hier in der Gegend vom "Lake Taupo" in Neuseeland, am ersten Tag des neuen Jahres.
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  • Day45

    Sommerliches Silvester am Lake Taupo

    December 31, 2018 in New Zealand ⋅ ⛅ 23 °C

    Zum 31.12. 2018 - am Silvestertag, wachen wir auf mit einem Wolkenhimmel.Gestern Abend hatte ich das Heck-Zelt noch angebaut, das hat trotz recht dollem Wind gehalten - zum Glück. Kurz nach dem Frühstück fahren wir schon los, so gegen 9 Uhr. Den letzten Abend in diesem Jahr hier in Neuseeland wollte ich gerne am größten See, dem "Lake Taupo", verbringen. Dafür lagen dann ca. 1,5 Fahrt vor uns. Die Landschaft und das Fahren waren nicht mega spektakulär, dachte ich mir so. Die Strecke war eine recht gut ausgebaute geradlinige Schnellstraße, die immer wieder in Städte hinein- und wieder raus führt, und viele verschiedengroße, grasgrünbewachsene Hügel, einige Kühe und Schafe sind zu sehen - ja okay es ist schön, aber ich bin eben verwöhnt von der südländischen impulsantern Landschaft. 😅 So richtig damit befasst, wann hier welche Attraktion kommt, habe ich mich nicht, umso mehr staunten wir als die Landschaft schlagartig sehr kahl wurde. Wie ich im Nachhinein gelesen habe sind wir dort gerade in die "Wüste" eingefahren, hier im Vulkanland. Und damit erklärt sich auch dieser riesige Berg mit weißer Spitze, der nicht nur aussieht wie ein Vulkan, sondern auch einer ist 😅 Und so fahren wir gegen 11 Uhr in den Tongari-Nationalpark ein. Mittlerweile hat sich das Wetter übrigens ab den Vulkanen schlagartig geändert in Sommer, Sonne und 30 Grad.☀️☀️☀️👌Da ich noch nicht ganz weiß was ich hier mit 'nem fünfjährigen Kind so machen kann oder wo wir außerdem am besten heute Campen, geht's natürlich erstmal zur "i-Site", um mich zu informieren. Außerdem hat Evi Hunger, und so bereichern wir uns mit allem notwendigen in der Stadt. Danach steht für mich fest: heute geht's einfach nur an den Strand zum chillen. Und das taten wir auch bis fast 18 Uhr, nachdem wir eingecheckt haben auf dem bisher teuersten Campingplatz für 40 NZ$ die Nacht - puh. Nachdem wir umzingelt von einigen badenden, kajakfahrenden Einheimischen ordentlich Sonne getankt hatten und Evi nach einem Meckeranfall spontan ein Nickerchen eingelegt hatte, gings zurück zum Zeltplatz. Zu Essen gab es heute Brokkoli mit Nudeln, und ein Kiwi-Joghurt als Nachtisch. Das konnte ich alles super vorbereiten, da Evelin unter vielen anderen Kids am Spielplatz samt Trampolin gut beschäftigt war. Danach ging es gegen 20 Uhr unter die Dusche, diese war zwar groß und geräumig, allerdings ließ hier die Stärke des Wasserstrahls und die Warm-Kalt-Einstellung sehr zu wünschen übrig. Nachdem wir uns halb erfrohren und teils fast verbrannt nun endlich sauber bekommen hatten, waren wir startklar um sauber ins neue Jahr zu kommen und die Silvesterparty zu feiern. Ein Glück waren nahe am Ufer ein paar Jugendliche, die ein größeres Zeltlager aufgebaut hatten und sauften und ordentliche Mukke machten. Somit kam wenigstens etwas Party-Feeling bei uns auf. Gegen halb zehn starteten auch einige in nah und fern ein paar Silverraketen, Fontainen und römische Riesen-Lichter und Evelin freute sich darüber sogar! So staunten lauschten wir aus unserer offenen Heckklappe heraus und naschten dabei unseren Party-Snack: Mandeln und Möhren. Heute verabschiedet sich das Jahr nochmal großartig, über uns hatten wir nicht nur einen sehr bunten Sonnenuntergang, mittlerweile hatten wir einen gaaaanz klaren Sternenhimmel, samt Milchstraße und ethlichen kleingesprenkelten Sternen⭐✨🌌

    Falls wir einschlafen sollten - der Wecker ist gestellt auf 23:55 Uhr 😁 Trotz großer Müdigkeit waren wir dann tatsächlich bis 23:45 Uhr wach😅 .. und den Wecker und die Videotelefonieanrufe aus der Heimat zum Mitfeiern habe ich natürlich nicht gehört 🙈. Na ein Glück schreien die Jugendlichen den Countdown laut mit und bekommen mit damit doch noch bei der 6 wach 😅 Ich rüttel schnell Evelin wach und rufe die Verwandtschaft an, die bereits zusammengesammelt zum Mitfeiern zur Mittagszeit in Deutschland um 12 Uhr auf meinen Rückruf wartet und fix mitfeiert 😄😄👌 In der Ferne sahen wir drei kleine Raketen in Luft - Hey🎉 Einige Camping - Gäste versammeln sich bereits am Ufer vom See, doch zu sehen gab es tatsächlich - nichts 😅 Gegen 0:30 Uhr verirrten sich dann doch noch 10 einzelne Raketen vor uns am Himmel 🙈 Hello 2019 - wir gehören mit zu den ersten, die im neuen Jahr bereits gestartet sind😁👌
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    Roland Ristow

    Wir wünschen Euch noch eine schöne Reise,gaaanz viel Glück und Gesundheit dieses Jahr und kommt gesund wieder !😘😘😘

    12/31/18Reply
    Margrit Anding

    Wenn auch verspätet, so wünschen wir euch ein gutes, glückliches und gesundes neues Jahr. Hab Euch LIEB

    1/2/19Reply
     
  • Day44

    Tschüss Luxus-zurück ins Camperleben

    December 30, 2018 in New Zealand ⋅ ☁️ 19 °C

    Das Auto wackelt und wir werden gegen 8 Uhr heute wachgerüttelt - hui, was für ein wind 8, und das obwohl wir hier doch eigentlich windgeschützt stehen auf dem Grundstück. Es ist leider bewölkt, trotzdem ist die Aussicht auf die bergige Stadt Wellington echt schön und wir beobachten Mal wieder die startenden und landenden Flugzeuge in der Nähe. Evi freut sich schon wieder aufs spielen mit den Kids im Haus und wartet unruhig auf das Klopfen am Auto von Emily - das war das gestern ausgemachte Zeichen, dass im Haus alle wach sind und wir rein kommen können. Um die Zeit etwas bis dahin rumzukriegen, nutzen wir das WLAN, welches glücklicher Weise bis zu uns raus ans Auto reicht, und videotelefonieren als erstes mit Tante Sandra, die ja heute - also in Deutschland der 29.12. Geburtstag hat. So haben wir erneut die Gelegenheit samt Papa und mit Omas und Opas gleichzeitig mal auszutauschen, und Evi freut sich auf die Rückkehr nach Deutschland um dort endlich alle wiederzusehen. Auch die brandenburgerische Verwandtschaft wird danach nochmal kontaktiert. Auch dort sitzen wieder alle beisammen und Opa Mario versucht uns mit Live-Plätzchen-Esserei neidisch zu machen. Ein Glück habe ich mir von allen bis zu unserer Rückkehr ein paar Plätzchen reserviert und gewünscht, denn darauf möchte ich tatsächlich nicht wieder ein ganzes Jahr bis zur nächsten Weihnacht verzichten 😄

    Leider hat es bis 9 Uhr noch immer nicht am Fenster geklopft, doch unsere Blasen sind voll und wir brauchen dringend eine Toilette, sodass wir uns zum Haus begeben. Und siehe da, es sind schon längst alle wach, sogar der Frühstückstisch ist bereits für sieben Personen - also auch für uns - auf der Terrasse gedeckt. Ich bedanke mich natürlich gleich mal wieder für die liebe unausgesprochene Einladung und so gibt es das leckerste und luxuriöseste Frühstück für uns der ganzen Reise - samt frischen, mal nicht türkischen Kaffee, also diesmal exklusive Kaffeekrümel 😅, frisch aufgebackenen Brötchen, getoasteten Toast, Nutella und sogar frischen Lachs - wir sind im Frühstückshimmel 🤩😄 Und so sitzen und quatschen wir dort ewig, genau genommen bis das Mittag eigentlich schon wieder ansteht, während die Kinder friedlich zusammen spielen. Die Eltern haben hier ist der Spielzeug-Bibliothek einige Sachen geliehen, sogar große Puppenhäuser, die alle Kinder und so auch Evi glücklich machen. Doof nur dass die besagten Häuser der Weihnachtsmann gebracht hat und Evi sich natürlich beschwert warum sie nur so wenig und kleines bekommen hat 🤦

    Naja.. und weil die Zeit schon so gut und schnell verging, sind wir auch noch zum Mittagessen eingeladen worden🙈 es gibt wahlweise Reis mit Hähnchen und Möhren als Risotto zusammengerührt oder Glasnudeln mit kleingeschnippelt Gemüse-Vielerei. Und es gab sogar noch Eis zum Nachtisch mit einer Auswahl von vier Sorten.

    Statt, dankbar und überglücklich, und natürlich mit schwerem Herzen vor allem bei Evelin, machten wir uns dann wirklich sehr spät - gegen 15:30 Uhr - los. Mein Ziel war ein Campingplatz in ca. Zwei Stunden Fahrtentfernung, natürlich wieder direkt am Strand. Und dann hieß es erstmal wieder im richtigen Camperleben wieder anzukommen, nur diesmal eben auf der Nordinsel Neuseelands 😅

    Wir fahren also Richtung Auckland nordwärts an der Westküste entlang - auf einer richtigen Autobahn, wie ich es von der Südinsel tatsächlich noch nicht kenne. Aber auch hier gilt es sich an die Geschwindkeitsbegrenzung von 100 km/h zu halten. Untwegs halte ich noch zum tanken, ansonsten schläft Evelin fast die ganze Zeit und ist danach die liebste Tochter überhaupt - so ausgeschlafen zus ein ist eben wirklich sehr hilfreich oftmals.😄 Sie musste auch echt dringend Schlaf nachholen. Die Strecke wechselte von einer zweispurigen Fahrbahn bis wieder einspurig, durch mehrere größere Städte. Eine Strecke dieser "Kürze" - mit so viel Zivilisation - gab es auf der Südinsel definitiv nicht.🙈 Auch die Landschaft ist sehr eintönig im Vergleich und "deutschlandnormal". Der Unterschied ist eben, dass es hier viele Campingplätze am Meer und hier und da Palmen gibt.

    Und so kommen wir schließlich auf dem Campingplatz an, er ist sehr belebt auch mit heimischen Neuseelandern, vor allem Omis und Opis ü60, die hier über die Feiertage im Urlaub sind und gemütlich zusammen Campen. Wir parken direkt am Fluss, gegenüber sind ethliche Gänse, und wir kommen erstmal gemütlich an. Später am Abend gegen 20 Uhr fahren wir nochmal die zwei Kilometer vor bis zum Strand und genießen dort einen
    Sonnenuntergang auf dem Meer - allein zu zweit am tollem Sandstrand - natürlich mit Muscheln sammeln. 🐚🌅
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    Roland Ristow

    Wow ,was für ein Bild !👌

    1/5/19Reply
    Christian Bauersfeld

    Einfach klasse 😍

    1/7/19Reply
     
  • Day43

    Da aus- und hier einquartiert

    December 29, 2018 in New Zealand ⋅ ☁️ 17 °C

    In einer Wohnung aufzuwachen ist tatsächlich sehr ungewohnt. Wir haben uns so pudelwohl auf unseren Matratze hier bei Janine zuhause gefühlt, dass wir glatt weg ganze 10 Stunden!!! durchgeschlafen haben! Nach dem ersten schnellen Blick auf die Uhr war es nämlich schon halb zehn 🙈 Ich hatte tatsächlich nicht damit gerechnet so einen erholsamen Schlaf zu haben, schließlich ist ja hier noch ein 15monate kleines Baby mit an Board - und über uns eins recht lautstark trampelnde Familie mit einer zweijährigen Tochter. Umso größer die Freude so viel und gut geschlafen zu haben und ich fühle mich auch endlich mal wieder total fit! Sehr groß ist die Wohnung nicht, treffen beim um die Ecke gehen zur Toilette auch schon die wache Janine mit ihrem Gabriel an. Nach dem Anziehen sind wir beide in der Küche und ich beginne das Gespräch mit der Nachfrage zum Tagesplan, denn heute wollten wir zusammen auf einen Obstmarkt hier in Wellington gehen. Doch dann antwortet Janine plötzlich für mich sehr unerwartet, dass wir heute lieber getrennte Wege gehen. In ruhigem Ton und zitterdem Stimmchen erklärte mir in englischer Sprache - damit Evelin es nicht versteht - den Grund für diese Entscheidung: nachdem sie mir gestern geschildert hatte wo sie nicht schon überall gelebt hatte in der Welt, und dass sie jetzt hier seit nichtmal zwei Jahren alleine, und nun auch noch alleinerziehend ohne jegliche Freunde und Familie lebt, hatte ich ihr entgegnet dass ich das so nicht könnte, und ich wirklich froh und dankbar bin, so viele Freunde und Familie in meinem Leben in unmittelbarer Nähe zu haben. Sie hat dies irgendwie sehr negativ aufgefasst.. und brach dann vor mir in Tränen aus.. mit weiterer Erklärung, dass die Couchsurfer wie wir deshalb einem hohen Stellenwert für sie haben und sie denen ein Gefühl von Zuhause vermitteln möchte. Zu mir findet sie jedoch keinen Draht, weil ich so in meiner heimischen "Blase" nur leben würde.. naja. Evelin hing mir unterdessen die ganze Zeit am Bein und wollte unbedingt wissen warum Janine weint und da Janine ja extra Englisch redete damit Evi es nicht versteht wusste ich nicht was ich ihr entgegnen sollte.. vor mir ne heulende Janine, mit dem quängeligen Gabriel im Arm, an meinem Bein die drängelnde Evi.. was für ein Spektakel 🤦

    Ich entschuldigte mich dafür, sie in irgendeiner Weise gekränkt zu haben und natürlich wollte ich dann auch recht schnell ihr Zuhause wieder verlassen. Beim zweiten Blick auf die Uhr stellte ich fest, dass es gerade mal halb 8 war (!?) und der Tag fing mir jetzt doch viel zu früh, vor allem so unerwartet viel zu dramatisch, an. Dennoch bat sie uns ein Frühstück und eine weitere Übernachtung an.. aber wenn ich mich nun nicht mehr wohl fühle, dann lehne ich dankend ab. Somit sammelte ich nun mal nicht ganz so optimale Erfahrung bei Couchsurfing - aber schlimmer geht immer. 🙈

    Ja was machen wir denn so früh am Morgen in Wellington zum Samstag? Mit Wolken am Himmel und einem ordentlichen Wind, der uns fast orkanartig um die Ohren pfeift.
    Einkaufen! Hier gibt es nämlich wieder einen günstigen "Pak'nSave" - Supermarkt, und unser Camper ist fast restlos leer an Lebensmitteln. Der Einkauf umfasste knapp 50 NZ$, Evelin freute sich hier heute einiges selbst abkassieren zu können.

    Dann fuhren wir erstmal etwas weiter zu einer WLAN - Telefonbox, die von meinem neuseeländischen Telefonanbieter "Spark" in meinem Paket mit angeboten werden. So können wir uns mit Papa über diesen Schreck am Morgen erstmal etwas austauschen. Beim Einkauf habe ich uns heute ein paar Eier gegönnt, weil ich Appetit auf Rührei hatte. So setzte ich mich, mitten in der Stadt, mich in das Hinterabteil unseres Vans, baute mein Gaskocherkontrukt auf und rührte mir mein Rührei 😁😄 Nachdem wir dann mit frischen Brot und Humusaufstrichen ausgiebig gefrühstückt hatten, waren wir auch startklar und gestärkt für mein mittlerweile auserkorenes Tagesvorhaben, einem Besuch im "Te Papa"- Musuem: ganze 6 Etagen! Von meinem letzten ausländischen Großstadt-Museumsbesuch in London vor 2 Jahren war ich nachhaltig beeindruckt und nun in großer Erwartung! Leider habe ich gleich zu Beginn von einem anderen Besucherin zu erfahren bekommen, dass der schönste Austellungsbereich über das Thema der Meerestiere für ein ganzes Jahr geschlossen ist. Bei diesem war auch ein vier Meter langer konservierter Riesenkalmar - eine Oktopusart der Tiefsee - die zu bestaunen gewesen wäre. Das wäre für Evelin und auch mich eine echtes Highlight gewesen, ach wie schade.. und so sehen wir uns dennoch die Austellungen an über die Themen Neuseeland, Maori, und Kunst.

    Nach ganzen drei Stunden Aufenthalt in dem Museum machten wir uns auf dem Weg wieder zum Auto. Einen Halt auf dem Spielplatz am Hafen, den wir beim Hinweg bereits entdeckt hatten, hatte ich Evi versprochen, inklusive Eis dazu. Und danach war ich dann wieder dran mit einem Programmpunkt: den botanischen Garten Wellington's zu besuchen. Auf dem kurzen Weg durch die Stadt dorthin ist Evi erstmal eingeschlafen. Ich parke in einer ruhigen Ecke einer Wohngegend direkt in der Nähe, und lasse Evi im Auto etwas schlummern mit offenen Fenstern, währenddessen ich mich in die Sonne chille. So ein kleines Päus'chen am Nachmittag tut auch mal gut. Nach etwa 20 Minuten erwacht Evi, wie so oft erstmal total zerknietscht mit garstiger Laune, aber sie fängt sich ja zum Glück nach kurzer Zeit und ist dann wieder total freundlichen und lieb. In einem kleinen Vorgarten am Hang gelegen, sammelt Evi kurz darauf schon wieder die ersten Dinge und äußert: Hunger. Hunger auf Fisch.🐟 Ja,.. somit bereite ich daraufhin bei Sonnenschein, vor den Wohnhäusern, im Campervan natürlich ihr Lieblingsessen mit Erbsen zu, und wir futtern dann vor dem botanischen Garten auf dem Gehweg zusammen dieses kleine Dinner 😅 Gegen 17 Uhr sind wir dann startklar und laufen los, natürlich gibt es auch hier einen Spielplatz, auf dem wir wieder halten.

    Auch dieser ist echt groß und schön, und hat vor allem eine super grüne Aussicht auf die vor uns gelegenen Hügel und den paar Wohnhäusern dazwischen. Meine Ohren erlauschen wieder deutschsprachige Mädchen, und ich spiele natürlich schnell wieder Vermittler: tadaaa: Evi hat Kinder fürs gemeinsame rumtoben auf dem Spielplatz gefunden 😁 Und so treffe ich auf die insgesamt fünfköpfige Familie aus Hannover mit Emily(5), Isabell(3) und Anika(8Monate) und den Eltern Olga und Daniel. Zusammen steht die Überlegung im Raum, hierher auszuwandern! Darüber unterhielten wir uns schließlich noch den ganzen Abend. Denn wir waren um 20 Uhr noch immer auf dem Spielplatz, und eine Ahnung wo wir heute schon wieder Campen wollen hier in Stadtnähe hatte ich noch nicht. Und so äußerte ich zu Evi:"Ich weiß dass das eigentlich nicht erlaubt ist, aber Mama entscheidet heute auf diesem Parkplatz zu bleiben und gut. Ich hab keine Lust heute noch weitersuchen und zu reisen, und spät ist es außerdem." .. daraufhin boten uns Olga und Daniel an, mit zu ihrem gemieteten Haus zu fahren und auf deren Parkplatz auf dem Grundstück wenigstens sicher zu nächtigten. Wuhuuu, was haben wir mal wieder für ein Glück. Nach ca. 15 Minuten Fahrt stadtauswärts waren wir schon da, und wurden sogar noch zum Abendessen eingeladen mit kleinem Wraps, Brötchen und Salat, und tollen Aufstrichen und Belag, der so nicht in meinen Mini-Camper-Kühlschrank passt.😅 Bis halb Elf spielten die Kinder schließlich, und dann gingen wir alle total müde ins Bette. Danke für so viel spontene Gastfreundschaft ihr lieben, bis morgen früh!



    Spielplatz Evi schläft ein Fahrt zum botanischen Garten. Essen machen gegen 17 Uhr auch dort Spielplatz. Deutsche Treffen Überlegungen auszuwandern mit drei Kindern Reisetipp
    Ich bleib heute hier in Stadt dann Angebot bei denen zu Parken ist sicher. Einladung zum Abendbrot evelin spielt bis abends um 22 Uhr
    Schon wieder so spät

    Einschlafen wieder vor funkelnden Skyline von Wellington.
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  • Day42

    Hey du Nordinsel Neuseelands ☀️

    December 28, 2018 in New Zealand ⋅ 🌙 18 °C

    .. und so fahren wir mit dem Auto von der Fähre und landen direkt im Stadtverkehr. Im GROẞstadtverkehr 🙈 - okay, das ist also eine andere Liga hier im Linksverkehr Auto zu fahren, das kenne ich so von der Südinsel noch nicht. Aber solange ich nicht groß drüber nachdenke und einfach mache, geht es eigentlich 😄 Und: hier strahlt und prahlt die Sonne wie verrückt! Obwohl die Stadt eigentlich für die Windigkeit berühmtberüchtigt ist, ist es heute sogut wie windstill und es ist später am Tag nicht ein Wölkchen am Himmel. So ein tolles Wetter hatten wir in Neuseeland wohl noch nie! #jippi

    Als wir das erste mal das Auto verlassen müssen wir direkt unsere Sommerklamotten anziehen und uns vor allem mit Sonnenschutz eincremen! Mit knurrendem Magen düsen wir auch gleich zu Subways durch 😅 Denn ehe ich mich hier zurecht finde und was anderes adequates zu Essen finde ist viel Zeit ins Land gegangen. Obwohl heute wieder Fisch im Angebot ist, hab ich dass Gefühl dass Evelin, dass Evelin immer was anderes zu mekkern hat. Mal schmeckt die Soße nicht, mal das Fleisch nicht, mal das Brot nicht.. am Ende ist sie doch immer alles auf weil's so schmeckt🙈 Bei dem tollen Wetter ist es eeecht cool, wie wir zweie hier am anderen Ende der Welt durch die Großstadt cruisen. 😁👩‍👧😎 Und so machen wir uns nun auf den Weg zu unserer Couchsurfing-Unterkunft: wir bleiben für ein paar Tage bei Janine und ihrem 15 Monate alten Sohn Gebriel. Auf dem Weg dorthin halten wir allerdings erstmal bei einem Aussichtspunkt mit einem Rundumblick über die ganze Stadt. Was für ein Getümmel! Menschen, Schiffe in mehreren Buchten, der Blick aufs weite Meer🤩ein Flughafen bei dem im 15-Minutentakt ein Flugzeug startet oder landet.. hier gibt's viel zu sehen. Auch diese Stadt ist sooo hügelig und kurvenreich, und eeeecht sehr schön anzusehen! Und wenn wir einmal soweit oben sind, bleiben wir hier einfach in der Nähe, denn es ist gar nicht weit von hier bis zur Unterkunft und haben sogar von der Wohnung eine wahnsinns schöne Aussicht! Die beiden erwarten uns bereits und chillen gerade in der Hängematte. Nach kurzer Begrüßung gibt's sogar zwei Geschenke noch für Evelin, die eingepackt unterm Weihnachtsbaum liegen: ein paar Sticker und eine Katzenpuppe! Evi ist überglücklich, vor allem auch weil Janine sogar deutlich sprechen kann, da sie u.a. auch bei uns im Lande mal lebte, neben den Bahamas, Florida, Schweiz .. und hier :) Und: seit mehr als einem Monat schlafen wir heute mal wieder in einer Wohnung, was ein Luxus! Zwar nur auf Matratze auf dem Boden, aber immerhin. Den weiteren Bearbeitung Tag gestalten wir so, dass wir zusammen an einen nahegelegenen Strand fahren und dort für knapp zwei Stunden die Sonne genießen☀️👌 Zurück in der Wohnung machen wir zusammen Burger zum Abendbrot, Evelin und ich gönnen uns eine wohltuende Dusche und fallen nach einer Videotelefonie mit Papa - der ersten von der Nordinsel aus - direkt ins Bette, mit einer wunderbaren Aussicht auf die funkelnden Stadtlichter zwischendurch den Buchten und dem Blick auf das weite Meeeeeer...

    Hey du Nordinsel Neuseelands', ich bin gespannt was du zu bieten hast!
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    Anke Sendler

    Guten Morgen ihr zwei Weltenbummler na für euch läuft die Zeit bei euch ist fast schon Jahreswechsel ich hoffe ihr feiert mit netten Menschen zusammen.eure Reise ist sehr interessant ich hätte gerne die großen Fische gesehen leider war kein Bild dabei ,aber egal wir werden ja irgendwann Bilder sehen .die Landschaft ist traumhaft schön.ich wünsche euch einen guten Rutsch ins neue Jahr.ganz liebe Grüße Tante Anke 😃

    12/31/18Reply
    Uwe Noack

    Hallo Ihr Zwei ... Ihr seid ja schon ins Neue Jahr gesprungen ... von uns Beiden alles Gute für 2019 und eine ebenso schöne "Rest-Reise" ... Oma Antje & Opa Uwe

    12/31/18Reply
     
  • Day42

    Bye bye du wunderschöne Südinsel

    December 28, 2018 in New Zealand ⋅ ☀️ 20 °C

    Hey du wunderschöner Tag. Wenn ich schon vorzeitig früh um 5:30 Uhr wach bin, nutze ich die Gelegenheit unserer Übernachtung am Meer, ziehe mich fix an und gehe vor ans Ufer, um im Stillen und ganz alleine den Sonnenaufgang auf dem Wasser zu genießen. Zwar sind da ein paar Wolken am Horizont, aber diese bereichern ja doch immer die Farbenvielfalt am Himmel in solchen Momenten. Und so ist es auch, gaaaaaaaaaaanz golden und wirklich groß steigt sie langsam auf die Sonne und heißt mich damit zum ersten und auch gleichzeitig letzten mal hier auf der Südinsel Neuseelands' Willkommen in diesem Tag. 🌅👋

    Natürlich bin ich platt und müde, aber das wäre ich auch sowieso mit 'ner halben Stunde mehr Schlaf. Ich gehe zurück zum Auto und wecke Evelin sachte. Sie setzt sich im Schlafanzug auf den Kindersitz vor, ich kuschel sie mit der Decke ein und wir schmeißen ein Märchen an. Um 6:22 Uhr startet unser Auto, ich winke dem Mann von gestern, und wir fahren die letzten 22 km hier auf der Südinsel nach Picton zur Fährstation - ja, ich bin etwas wehmütig drauf. Überpünktlich kommen wir an. Ich nutze die noch übrigen 15 Minuten bis zum Check-In um das Auto aufzuräumen, damit wir chick auf der Nordinsel ankommen, Evelin wird noch angezogen und schon ists soweit, wir fahren auf die Fähre auf, und Evelin glaubt gar nicht daran, dass wir wirklich auf einem Schiff sind, so groß wie das ist.

    Nun heißt es für die nächsten vier Stunden - auf auf bei schönstem Wetter quer durch die "Marlborough Sounds" aufs Meer hinaus rüber auf die Nordinsel Neuseelands' mit der "Bluebridge Ferry". Während Evelin in der Kids-Lounge in Gesellschaft anderer müden Kinder zwei Filme schaut, genieße ich die Aussicht auf dem Deck ein wenig. Kurz vor zwölf Uhr kehren wir schließlich in den Hafen von Neuseelands' Hauptstadt Wellington ein: Hallöööcheen!! 🙌☀️😇
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    Roland Ristow

    Wow,eine wunderschöne Gegend,Ihr seid zu beneiden...😘😘😘

    12/28/18Reply
    Familie Krey

    Ihr hattet aber herrliches Wetter bei der Überfahrt 😍 wir konnten damals vor lauter Regen gar nichts sehen 🙈

    12/30/18Reply
     
  • Day41

    Kia Ora Kaikora!

    December 27, 2018, South Pacific Ocean ⋅ ⛅ 15 °C

    Heute war der Wecker wieder auf 5:30 Uhr gestellt, damit ich einen eventuellen Sonnenaufgang auf dem Meer nicht verpasse. Er klingelte auch pünktlich, aber er bekam mich nicht so recht wach - und so verpasste ich dieses Spektakel leider Gottes. Denn gegen kurz nach 7 Uhr wachten wir mit schönstem Sonnenschein unter blauen Himmel auf. Juhuuu! Wie passend für unser heutiges Vorhaben - Wahle sichten an der Küste "Kaikora's"! Und so lautet unser Tagesmotto in der Ureinwohnersprache der Maori's: Hallo du kleines Städtchen: "Kia Ora - Kaikora!"

    Gleich früh schauen wir den ersten Surfern beim Wellenreiten zu und Evelin fiebert mit. Es ist wirklich so ein schönes chilliges aufstehen, wenn das Meer so glitzert, die Wellen rauschen, bei schönstem Sonnenschein und Schneebergen im hinter uns. Da kommt man gar nicht wirklich auf die Idee, dass man gerade den geselligen Abend in Verwandtschaft in Deutschland zum zweiten Weihnachtsfeiertag verpasst.. aber Dank Videotelefonie können wir auch an diesem etwas teilhaben ☺️
    Außerdem gibt es noch eine unschöne Nachricht via Facebook von der Arbeit, sodass ich gleich im Anschluss noch vor dem Frühstück ein Telefonat mit einer - nun ehemaligen - Arbeitskollegin führe.. es bleibt also spannend wie es in Deutschland arbeitstechnisch dann weitergeht. 🤷 Aber ändern kann ich von hier aus eh nichts, das hat Zeit bis zur Rückkehr, und solange genieße ich meinen Urlaub 😁

    Danach gibt's wie so oft zum Frühstück unser geliebtes Hafermüsli mit Apfel und Quark, ein Käffchen dazu für mich im Sonnenschein,.. danach putzen wir die Zähne vor schönster Naturkulisse aus dem offenem Campervan-Heck herausspuckend.. und düsen gegen halb 11 auch schon los nach Kaikora. Es bleibt also genug Zeit, um eine weitere WLAN-Videotelefonie mit Papa zu machen, die Stadt und deren Strand etwas abzuspazieren, und vor allem selbst schonmal gespannt aufs Meer zu starren, um vllt von hier aus schon die ersten Meerestiere zu entdecken? Und tatsächlich sehen wir Delfine, die in der Ferne von links nach rechts vorbeischwimmen und ein Paar sogar riesenhoch in die Luft springen. 🐬 Wir entdecken außerdem ein aus Stöckern gebautes Haus passend für Evelin direkt am Strand, auf dem Weg dorthin einen mit Wünschen bestückten Weihnachtsbaum - dieser für Neuseeland typische blüht sogar pünktlich zu Weihnachten in roter Pracht, und wir wollten eigentlich zu einem Spielplatz gehen. Auf dem Weg dahin bin ich mit Evelin im Arm diesmal erfolgreich durch einen knietiefen Fluss stolziert, leider haben wir den Spielplatz nicht gefunden 🤷

    Mittlerweile war es dann auch so langsam Zeit Richtung Tour-Station zu gehen. Vorher haben wir allerdings noch Mittag gegessen - dieses mal eine "Kinderportion" fish and chips, die uns beide satt machte. Fastfood das schmeckt, allerdings bin ich in meinem Fetthaushalt für die nächste Woche quasi jetzt schon abgesichert, so fertig war das Essen😄😅

    Und um 13:15 Uhr war dann Check-In Zeit für unsere Tour. Der Mann vom Schalter sagt uns gute Sichtungschancen vorraus bei diesem tollem Wetter - und die Sonne strahlte noch immer fleißig über uns am blauen Himmel 😁👌🙌

    Eine halbe Stunde später begann unser Trip vorerst mit einer kleinen Videoeinweisung zu Sicherheitsvorkehrungen im Gemeinschaftsraum. Nach etwa 10 Minuten englischem Geplabber werden wir alle - unsere Gruppe umfasst etwa 30 Leute - zum Bus gebeten. Nach weiteren 5 Minuten Fahrt steigen wir in unser Speedboot ein und bekommen erneut eine Ansage, die diesmal zur Erklärung der Kotztüten dient, für seekranke Leute. So richtig weiß ich gar nicht ob ich oder auch Evelin damit Probleme hab oder nicht. Aber dieser Ritt über den Ozean wird es uns schon aufzeigen was Sache ist. Wir bekommen auch glatt versichert dass immer irgendjemand Probleme hat mit dem Wellengang auf See. Allerdings sind wir tatsächlich schnell gewesen!! Mit ganzen 80 km/h düsten wir für eine viertel Stunde raus aufs Meer. Das Wasser spritze locker 5 Meter an den Fenstern hoch, kurze Sprünge durchs Wasser mit dem Boot verschaffen uns immer mal ein Kribbeln im Bauch und die ersten Seekrankheits-Opfer zeigen sich. Das Boardtam ist wirklich sehr bemüht sich um diese zu kümmern. Mit einem Bildschirm und Vortrag über den Wahl und weitere Seetiere versucht man den Fokus der Leute vom Wellengang abzulenken - mehr oder weniger erfolgreich. Evelin jedenfalls findet es sehr spannend und schaut gespannt hin. Auch ich habe keine Probleme und finde es total fetzig so übers Meer zu heizen. In solchen Momenten denke ich gerne an meine Jungs, die das sicher auch ganz geil finden würde - oder Schlöli und Béla?😁 Und dann war es soweit, das Boot stoppt, wir dürfen raus an die Rehling und nach dem Wahl Ausschau halten. Alle sind ganz still und schauen das Meer ab - wo wird er wohl auftauchen? Die Crew weiß die Zeiten wann dieser Wahl namens Takiki? Aufsteigen wird, denn er kommt ca. jeder Stunde zum Sauerstoff tanken an die Wasseroberfläche. Während wir warten, sichten wir - unerwartet und nicht selbstverständlich - bereits andere tolle Tiere - allerdings die aus der Luft! Mehrere Albatrosse fliegen an unserem Boot entlang, im Abstand von vllt 5 Metern! Sie sind soo groß - mit der Flügelspannweite von bis zu fast vier Metern insgesamt - und sie düsen unmittelbar an der Wasseroberfläche entlang. Diese zu sehen so nahe ist auch ein tolles Erlebnis für uns alle und alle stauen schon jetzt. Doch dann nach kurzem Warten tauchte er dann vor uns auf: gerade mal ein Zehntel des ca. 18 Meter langen Wahls schaute aus dem Wasser - das war quasi so viel wie unser Boot lang war, eine etwas beängstigende Tatsache Irgendwie. Er verweilte dort zum Luftholen für ca.10 Minuten, bis er mit schwingender Wahlflosse wieder abtauchte. Was für ein Spektakel! ..vor allem für die Fotografen an Board, die die ganze Zeit eher durch die Linse starrten, als das Tier in echt zu betrachten. Evelin und ich freuen uns einen echten Wahl in 20 Meter Entfernung gesehen zu haben.

    Und nun dachte ich die Tour wäre vorbei. Allerdings gab es auch die Möglichkeit noch Orka's zu sehen - Killerwahle in schwarz-weiß, die so groß werden können wir ein Bus, mit einer bis zu zwei Meter hohen Rückenflosse. Und auch jetzt hatten wir wieder Glück! Ein Mitpassagier sichtete eine Flosse in der Ferne und das boot fuhr schnurstraks in diese Richtung dorthin. Und zack - alle Mann wieder raus aufs Deck zum Gucken. Und tatsächlich: erst schwamm die Flosse in der Ferne kurz seitwärts an uns einmal vorbei, und dann kam sie plötzlich direkt auf uns zuugeschwommen - da wurde mir schon etwas komisch - und das Boot ändert kurz die Position. Der Wahl taucht ab, .. und kommt in 5 Meter Entfernung direkt vor unserem Sichtfeld nochmal aus dem Wasser in voller Pracht!! Ich war platt, Evelin genauso und ich war so froh dass sie im rechten Moment hingesehen hat! 😁🙌🐳 Und nach kurzem Warten - wirklich alle Passagiere sind still, man hört nur die Wellen ans Boot plätschern, und alle suchen die Wassersoberfläche nach einer schwarzen Flosse ab - und plötzlich Aufregung: wir sehen ein Okra-Paar aus dem Wasser nebeneinander an uns wieder ganz nah vorbei schwimmen. Und auch diesmal kommen sie deutlich aus dem Wasser hoch geschwommen und Evelin ist sooo happy drei Orkas gesehen zu haben!!!

    Was für eine gelungene Tour! Das waren mir die 210 NZ$ für uns beide absolut Wert!! Danke!! Heute waren wir mal die Glückspilze 😁👌

    Nun steht uns wieder die fast zweistündige Rückfahrt zum Campingplatz Nähe Picton bevor. Eigentlich bin ich total knülle.. vor allem der letzte Ritt im Speedboot ging dann doch nicht ganz spurlos an meinem Magen vorbei und mir war etwas flau zumute. Lieber hätte ich jetzt mal geschlafen, aber was soll's. 🤷 Evelin war hingegen sehr wach, und sie freute sich auf ein noch ausstehendes Date: unsere von ihr nicht vergessene Einladung zum Fischen gehen! Na ob das um die Uhrzeit noch was wird? Und dann kamen wir endlich am Campingplatz an. Auch der Mann, der uns das Angebot zum Fischen gehen machte ist da. Aber ich bin so knülle.. nach kurzen zwei Minuten Verschnaufpause fuhr er mit seinem Jeep an uns vorbei, mit an Board sein 13jähriger Enkelsohn Jacob, Evi war happy, wir bekamen das Angebot jetzt gleich hinterher zu fahren und Mitzuangeln, und so knülle wie ich war übte ich mich glatt im "Ja-Sagen" und zack weiter ging's - zum Glück nur für 5 Minuten Fahrt an eine tolle Angelstelle zwischen Fluss und Meer. Vor Ort waren auch viele andere Angler bereits fleißig am Schaffen. Und nach nicht mal fünf Minuten hatten wir bereits den ersten Fisch an der Leine. Evelin durfte sogar mitrauskurbeln! 🎣 Und so sahen wir mit zusammengekniffenen Augen und verzerrten Gesichtern auch gleich zu, wie dieser mit einem schnellem Kopfabsägen und weiterzappeln schnell von Jakob getötet - und noch schneller ausgenommen wurde. Innerhalb der nächsten Stunde fingen die Kerle insgesamt sieben kleine und einen größeren Fisch. Auch das war heute sehr spannend und ein Erlebnis für uns!😁🎏 Zurück am Campingplatz wurde der Fisch fix geräuchert im Campinggrill und ich durfte nun den frischesten Fisch meines kosten. Hmmmmm Lecker! Zusammen mit einem frischen selbstgemachten Salat ist das ein superpassendes Abendbrot zu unserem glorreichen Tag von heute!😁👌
    Noch dazu bekam ich einen weiteren verzehrfertigen Fisch für morgen dazu geschenkt. Man hab ich es gut!

    Aber nun schnell ins Bett. Halb sieben früh müssen wir schließlich ab zur Fähre nach "Picton". Dann heißt es leider 'ByeBye du tolle Südinsel Neuseelands' - ich bin tatsächlich sehr wehmütig. Es fühlt sich irgendwie schon wie ein Stück Heimreise an. Die Zeit vergeht so schnell.. aber drüben warten weitere Abendteuer, nette Menschen und auch eine wunderschöne Landschaft auf uns. Nordinsel - wir freuen uns auf dich 😇
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    Roland Ristow

    ...doch welche gesichtet ...👌😎

    12/27/18Reply