• neuneinhalber
June 2025

Piwi`s erste Motorradtour

Erste Motorradtour meines Motorradreise-Padawans Alexander (ehrenhalber wurde sein Bike als Reisefoto gewählt 😁) Read more
  • Trip start
    June 5, 2025

    Seehamer See nach Murau - Tag 1

    Jun 5–6 in Germany ⋅ ☁️ 16 °C

    Mein langjähriger Arbeitskollege und Freund Alexander Piwonka (genannt Piwi) ließ es sich nicht nehmen, im hohen Alter (O.K. 10 Jahre jünger wie ich) noch den Motorradführerschein zu machen und sich dann - was klar war - einen kleinen Wetzhobel zu kaufen (BMW F900 XR).
    Solcherart gerüstet sollte es am Morgen des 05. Juni 2025 losgehen, wobei vorab, aus wettertechnischen Erwägungen heraus, bereits die Ostalpen ausgesucht wurden.

    Nun ergab es sich am Abfahrtstag allerdings, dass in Fürstenfeldbruck (Piwi`s Wohnort) Dauerregen angesagt war, was den Start der Reise auf 13:00 Uhr verzögerte. Ein kleines Bonmot ist sicherlich auch die Tatsache, dass es bei seiner Anfahrt bis Weyarn regnete, am Treffpunkt Seehamer See - nur 7 km weiter - wie auch bei mir zuhause alles trocken war! Anfängerpech vielleicht? So blieb es auch dann bis Österreich/Hallein, wobei uns ein Stau bei Rohrdorf bereits auf eine Umleitung zwang.

    In Hallein kurz aufgetankt, es blieb bewölkt aber trocken, ging`s „calimotomäßig“ (eine App für Motoradfahrer) über das Lammertal beim Tennengebirge nach Ramsau (Dachstein) und anschließend über den wunderschönen Sölkpass nach Murau in der Steiermark. Und das alles fast trocken mit wenigen Tropfen vom Himmel! Somit der beste Einstieg für meinem Motorrad-Padawan!

    Die bereits kurz vorher gebuchte Unterkunft, das „JUFA Hotel Murau“ (4558+MH Murau, Österreich) entpuppte sich als Hotel, welches vorwiegend von Jugendgruppen genutzt wird (man sollte sich halt vorher informieren, was JUFA bedeutet). Es handelt sich hier nämlich um eine gemeinnützige Privatstiftung, welche Unterkünfte, vorwiegend für junge Menschen, für günstige Preise anbietet. So wurde uns zuerst auch ein ungemachtes Jugendzimmer angeboten, welches nicht im Ansatz den Bildern auf Booking.com entsprach. Das Zweite war allerdings voll in Ordnung und der Preis war „heiß“. Auch das Frühstück war reichhaltig mit guter Auswahl (nur der Kaffee war eher ein Muckefuck). Insgesamt eine Empfehlung,

    Was noch bei der Anfahrt etwas seltsam war, war, dass Google uns über den Schloßberg, welcher gesperrt ist, zur Herberge lotste. Aber als alter Pfadfinder….

    Die Auswahl der Pizzeria „Platzhirsch“ in der Ortsmitte entpuppte sich als Glücksgriff. Mega Pizzen, gutes Bier und alles zentral am Marktplatz. Zum Schluss hätte nur noch gefehlt, dass wir mit unserem Ober Blutsbrüderschaft schließen (how!).
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  • Murau nach Sistiana - Tag 2

    Jun 6–7 in Italy ⋅ ☀️ 27 °C

    Bei Kaiserwetter und extrem wenig Verkehr ging`s am Freitag gleich über den Grattinger Sattel und immer abseits vom Schuß in Richtung Südosten bis zur italienischen Grenze nach Raibl bzw. Cave de Predil, einem aufgelassenen Bergbauort. Die Bergbauruinen dort sind schon fast ein wenig gruselig und würden eine gute Kulisse für einen dystopischen Endzeitfilm hergeben. Dort werden auch Führungen angeboten, was man wirklich mal machen sollte.
    Das dort befindliche Lokal „La Locanda del Minatore“ (CHRC+R8 Raibl, Udine, Italien) entpuppte sich aber als urtypische Bar/Pizzeria und es war echt eine Schande, dass wir vom Frühstück noch satt waren.

    Gut in der Zeit entschlossen wir uns den Versuch zu wagen, ans Meer zu fahren. Über den Passo de Predil, welcher auch von - für mich - durchgeknallten Wohnwagenfahrern benutzt wird, ging es flott weiter über Bovec nach Livek. Und dann kam er, der slowenische Wald! Kurve an Kurve, Baum an Baum, superenge Straßen und keine Menschenseele - so was ist man hier nicht gewohnt! Fahrerisch eher mittel, da man ständig wachsam sein muss (denn auf einmal kommt die slowenische Rentnerin mit ihrem Fiat Panda ums Eck) endete das dann erst kurz vor Nova Gorica. Bei einer nachfolgenden kleinen Pause in Branik entschieden wir uns dann es gut sein zu lassen und fuhren in knapp 25 Minuten, in bereits mediterraner Landschaft (u.a. Wein), runter ans Meer nach Italien. Sistiana, wie alle Orte hier auch mit einem slowenischen Namen versehen („Sesljan“), entpuppte sich als typischer italienischer Ort mit regem Verkehr, welcher in unserem Hotel - dem „alla Dolina“ - leider auch nachts zu hören war. Somit kann ich dieses, obwohl sonst alles passte, keinem empfehlen, welcher etwa Ruhe beim Schlafen bevorzugt.
    Über einen kleinen Fußweg konnten wir uns später zur kleinen Bucht mit Hafen arbeiten und scheiterten kläglich auf der Suche nach den in Google angezeigten Bars und Restaurants. Sollte man dort Baden wollen, wären auf jeden Fall entsprechende Schuhe angezeigt, denn die Küste ist eher wie in Kroatien, also steinig.

    Die Suche nach Speis und Trank führte uns weiter südwärts in das Areal des „Sistiana Wellness Resorts“ sowie den „Avolare - Appartmenti“. Beides, am Reisbrett entworfen, versprühte einen eher kalten Charme. Preise ab 400 € pro Nacht spiegelten sich auch in den wenigen Touristen dort wider. Echt abgefahren war, dass sämtliche Parkmöglichkeiten in die Steilküste, inkl. Aufzüge und direktem Zugang zur Wohneinheit, „eingebaut“ waren, d.h. man sieht kein Fahrzeug!
    Nun denn, nachdem wir die Grenze dieser Anlage verlassen hatten (bewachte Schranke!), wurden wir endlich fündig und konnten unseren Hunger in der „Grand Osteria Tre Noci“ stillen.
    Nach einem kleinen Absacker im „Why Not“ war Bettruhe - soweit möglich - angesagt.
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  • Sistiana nach Arnig - Tag 3

    Jun 7–8 in Austria ⋅ 🌧 18 °C

    Langsam war es angezeigt, wieder die Heimreise anzutreten, und so führte uns die App am Samstag wieder in das friaulische, und dort noch hügelige, Hinterland. Der „Monte San Michele“ erwies sich hier als schöner Aussichtspunkt (welchen wir allerdings nicht nutzten).
    Die Strecke über Udine war dann ganz O.K., gibt aber kein Fleißbildchen dafür.

    Hinter Paludea führte uns das Navi dann in die Berge an der „Grotte di Pradis“ (sollte man mal ansehen! 6VWP+8V Clauzetto, Pordenone, Italien) vorbei. Dort ist der Wald schon fast als „verwunschen“ zu beschreiben, da fehlen nur noch Feen und Einhörner. Für PKWs größer als eine Schuhschachtel aber schon eine Herausforderung.
    Bei einem kleinen Boxenstopp in Meduno holte uns dann der Regen, welcher sich in den Bergen schon angekündigt hatte, ein. Somit Regenklamotten an und zurück auf die Autobahn. Irgendwie waren die Navis aber auch schon etwas erschöpft und so mussten wir u.a. an einer Furt wenden und auch sonst war alles sehr „wild“ in der Routenführung (siehe Bild).

    Irgendwann, bei Sonnenschein und 28 Grad C. (und das mit Regenklamotten), erreichten wir dann doch Tolmezzo, wo es über den Plöckenpass und Geilbergsattel letztendlich in Richtung Tagesziel (Matrei) ging. Lienz war, wie üblich, eine Katastrophe. Zusätzlich zu dem üblichen Stau kam eine Prozession von Jungbauern auf ihren Traktoren dazu.
    Nachdem a la´ Trapattoni die Flasche auch langsam leer war, entschlossen wir uns schon hier eine Unterkunft zu suchen, was sich als sehr schwierig herausstellte. Entweder teuer oder schlecht - super Auswahl sage ich mal. Aber mit dem Glück der Tüchtigen konnten wir in Arnig, welches in einem kleinen Seitental gelegen ist, ein Zimmer im „Braugasthof Glocknerblick“ ergattern. Kein Schnäppchen, wie es sich aber herausstellte, eine Unterkunft mit 1*! Da passte alles, sogar der Glocknerblick war inkludiert. Da störte uns auch der einsetzenden Regen nicht mehr.
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  • Bad Tölz

    June 8 in Germany ⋅ 🌬 18 °C

    Bei etwas Nieselregen ging`s am nächsten Tag dann weiter in Richtung Felbertauern welcher uns, die dunklen Wolken kündigten es bereits an, mit Starkregen und Sturmböen erwartete. Gott sei Dank war der Verkehr überschaubar und ein wenig Vordrängeln konnten wir uns auch.
    Nach dem Tunnel besserte sich das Wetter wieder und somit war die größte Hürde überwunden. Fast - sag ich mal. Wenn man nämlich ab Mittersill den Achenpass, als kürzeste Route, eingibt führt einem das Navi, über den Pass Thurn, nach Kitzbühel, wo immer Stau ist - absoluter Bullshit! Die Route über das Pinzgau ist nur 2 km länger und schöner und man spart sich die Autobahn. Nun gut, man lernt nie aus!!!

    Letztendlich trennten wir uns in Bad Tölz, wobei ich bei Sonnenschein und Wind trocken zu Hause ankam, Piwi allerdings wieder dem Regen ausgesetzt war 😂

    Fazit: Schee war`s, auch wenn man nicht verhehlen sollte, dass Motorradfahren in Bayern und Tirol mittlerweile eher „semi“ zu bewerten ist, da einfach zu viel Verkehr auf den Straßen unterwegs ist. Somit bietet sich hier einfach mal eine Autobahnetappe an, außer, man hat hier auch Stau, was ja nicht ausgeschlossen ist.

    Piwi entpuppte sich letztendlich als Motorradfahrertalent - das muss gesagt sein!!!

    Letztendlich war an diesem Tag aber kein Fotowetter!
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    Trip end
    June 8, 2025