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  • Day14

    Talkeetna

    August 11, 2018 in the United States ⋅ ☁️ 12 °C

    Nach einer sehr ruhigen Nacht wachten wir nach über 10 Stunden gut erholt auf dem Parkplatz des Denali Nationalparks auf. 10 Stunden ist momentan unsere durchschnittliche Schlafdauer, wenn wir nicht gerade vom Highway am schlafen gehindert werden.

    Wir wechselten unseren Stellplatz und fuhren auf den Parkplatz für Tagesparker, wo wir erst einmal gemütlich frühstückten und uns fertig machten. Nach dem duschen setzten wir uns noch eine Weile in die Busstation und nutzten das freie WLAN zum Hochladen des gestrigen Berichts sowie zum checken der Mails. Anschließend ging es weiter. Wir fuhren auf dem Park Highway weiter in Richtung Süden. Auf dieser Strecke sollte man noch mehrfach einen freien Blick auf den Denali / Mount McKinley haben. Allerdings war heute keine gute Sicht. Es war stark bewölkt und regnete nahezu den ganzen Tag. So bekamen wir keinen zweiten Blick mehr auf den Berg, der sich uns gestern noch bei blauem Himmel wolkenfrei präsentierte. Man kann halt nicht alles haben.

    Irgendwann bogen wir dann rechts in die Petersville Road, die laut Info auf unserer Alaska Karte aus der Touristeninformation durch eine schöne Landschaft, über Bäche und Schluchten und vorbei an Wasserfällen führen sollte. Die Straße zog dich sehr lang hin, ging irgendwann in eine Schotterpiste über und bot zwar Tine Kette Sumpflandschaft aber nichts von dem sonst in der Karte versprochenen. Die Straße endete für uns irgendwann am Schild "Road closed". Wir waren nicht sicher, ob die Straße tatsächlich gesperrt war oder jemand dort ein zusätzliches Schild entfernt hatte, immerhin kamen uns noch Autos entgegen, probieren wollten wir es dann aber doch nicht. So kehrten wir um zurück zum Parks Highway, von dem wir kurze Zeit später in Richtung Talkeetna abbogen. Auf der Straße nach Talkeetna entdeckten wir am Straßenrand einen jungen Elch, der gerade am fressen war. Er ließ sich problemlos fotografieren, schaute an und an mal hoch, fraß aber völlig unbeeindruckt weiter.

    Talkeetna war ein Ort, in dem richtig viele Menschen auf den Straßen waren. Es gab zahlreiche Restaurants und Cafés sowie etliche Souvenirshops und Eventanbieter. Wer auf Action im Urlaub aus ist, findet bei hier angebotenen Aktionen von Angeln, Mountainbiken, Wandern, Wildwasserrafting, Kanutouren bis hin zu Flügen mit Gletscherlandung oder ATV-Touren sicher was passendes. Neben diesen ganzen Angeboten ist der Ort- wie eigentlich die ganze Region - für den dort möglichen Blick auf die Alaska Tante bekannt. Wir gesagt aber nur bei guter Sicht...

    Der öffentliche Campingplatz in Talkeetna selbst war leider nur für die Zeltnutzung bestimmt. Wohnmobile sind dort verboten. So machten wir uns weiter auf die Suche nach einem geeigneten Stellplatz für die kommende Nacht. An einigen privaten Campingplätzen fuhren wir vorbei, da diese direkt an der Straße lagen und uns die so laute Nacht am Highway noch zu gut in Erinnerung war. Als wir wieder auf dem Parks Highway waren, entdeckten wir nach einigen wenigen Meilen einen öffentlichen Campingplatz, der im Gegensatz zu den bisherigen sehr gut besucht war. Wir bekamen aber noch einen Platz und entrichteten die für öffentliche Campingplätze recht hohe Gebühr von 25 $. An der Gebührenstation am Eingang hing ein rotes Schild, das über Bärenbesuche in jüngsterVergangenheit informierte und alle Nutzer aufforderte, dich entsprechend vorsichtig zu verhalten. Schräg gegenüber von uns stand ein riesiges Wohnmobil mit davor aufgebautem Zelt, bewohnt von zwei Erwachsenen und mindestens zehn Kindern. Die Kinder rannten trotz Bärenwarnung im Regen bei etwa 10 Grad Celsius allein bis spät abends über den Platz in kurzen Hosen, T-Shirt und Schlappen und spielten am Wasser und in den Büschen. Die kommen wohl von hier... 😊

    Wir kochten Nudeln mit Tomatensoße und machten es uns mit der Heizung, unseren Bildern vom Denali Nationalpark bei aufs Dach prasselndem Regen gemütlich, bevor es ins Bett ging.
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  • Day13

    Denali Nationalpark

    August 10, 2018 in the United States ⋅ ☁️ 12 °C

    Um 6.30 Uhr klingelte unser Wecker. Wir hatten extrem schlecht geschlafen. Im Gegensatz zu den letzten Nächten, wo wir bei absoluter Stille im Wald oder an Seen standen, war auf diesem Campingplatz eine Geräuschkulisse wie auf der Autobahn. Wir waren froh, dass wir nur eine und nicht gleich zwei Übernachtungen gebucht hatten. Angesehen von der Lautstärke war der Platz zwar gepflegt aber sehr eng. Das beworbene "Free Wifi" war eine einmalige, halbstündige Internetnutzung - vorausgesetzt, man hat bei dem Telefonanbieter einen Account oder legt ihn dort an. Für 45 $ je Übernachtung kein wiederholungsbedürftiges Ereignis.

    Wir frühstückten, nutzen die Ver- und Entsorgung und machten uns auf den Weg zum Denali Bus Stop. Es war schönes Wetter, wenn auch etwas kühl mit nur 3 Grad Celsius. Unser Bus kam pünktlich und wir bekamen unsere Wunschplätze vorne direkt hinter dem Fahrer mit Fenster. Der Himmel war blau, die Wetterprognose gut und so starteten wir mit Wayne, unserem Busfahrer, in die Natur. Was ne war ein erfahrener Fahrer und er bot und an, ein wenig über den Park zu erzählen vorausgesetzt, alle wären still wenn er redete. Das war prima, da hinter und im Bus eine achtköpfige japanische Famile saß, deren Mutter so fürchterlich quiekend viel redete. Als Wayne also allgemeines über den Park berichtete war Stille im Bus, die auch anhielt, weil die gesamte Familie bei Waynes Erzählungen eingeschlafen war.

    Wir waren noch nicht weit im Park, da sichteten wir das erste Tier. Es war ein kleiner Fuchs und der Bus hielt, sodass wir ihm eine Weile zusehen konnten. Weiter ging es mit allgemeinen Verhaltenshinweisen bei Wildtierkontakt tiefer in den Nationalpark hinein. Die Busfahrt ist so geplant, dass der Bus ohne Erzählungen seine Stecke abfährt, an festgelegten Haltestellen 10 Minuten Pause macht, wo die Fahrgäste den Bus auch verlassen dürfen und bei Tiersichtungen auf freier Strecke darf der Bus zwar anhalten aber niemanden aussteigen lassen. Wayne gab uns Informationen zum Park, erzählte Wissenswertes zu den Tieren, die wir sahen, machte zahlreiche Fotostopps und erzählte Geschichten über verunglückte Personen, Tierbegegnungen, einem Flugzeugabsturz usw. Es war eine tolle Fahrt bei der wir außer den Fuchs noch Rentiere, Greifvögel, Bären und eine Ziege zu sehen bekamen. Mit dem jungen Ziegenbock fieberten wir gemeinsam mit Wayne mit. Er hatte sich von seinen Artgenossen getrennt und rannte quer über die freie Fläche über einige Hügel und war dabei gut sichtbar. Wayne berichtete, dass er sich geradewegs auf das Tal zubewegt, wo die Wölfe ihr Revier haben. Die Chance, dass die Ziege die Überquerung überleben würde, schätze er als sehr gering ein. Wir beobachteten den kleinen Kerl also weiter, hielten gemeinsam die Luft an, wenn er gerade einmal nicht sichtbar hinter Büschen verschwunden war und freuten uns, wenn er irgendwo unbeschadet wieder auftauchte. Zudem hielten wir Ausschau nach den Wölfen. Das waren einige Minuten absoluter Spannung und letztlich hatte der kleine Ziegenbock riesiges Glück und konnte nach der Durchquerung des Tals seinen Weg ohne Verfolger weiter fortsetzen. Derartige Wege sollte er sich allerdings nicht öfter aussuchen 😀

    Neben den Tieren war natürlich die Landschaft im Nationalpark der absolute Wahnsinn. Aufgrund des guten Wetters hatten wir - was wohl sehr selten der Fall ist - das Glück, den Mount McKinley, der seit wenigen Jahren Denali heißt, komplett wolkenfrei sehen zu können. Ein wirklich beeindruckender Anblick. Zum Glück waren wir auch mit der richtigen Ausrüstung unterwegs. Ich hatte beide Spiegelreflexkameras dabei, auf einer das 24-105 mm Objektiv, auf der anderen das 70-200 mm mit 1,4x Konverter. Da ich damit aber ziemlich beladen war, habe ich wenige Fotos mit dem Handy machen können. Ich reiche nach meiner Rückkehr dazu noch Bilder aus der Kamera nach 😀

    Nach 8 Stunden, die sehr schnell vergingen, kamen wir wieder am Busdepot an. Wir waren ziemlich platt, wollten aber die freie Strecke der Denali Parc Road noch einmal fahren. Auf unserem Weg standen plötzlich jede Menge Autos und aufgeregte Menschen auf der Straße. Der Grund war ein riesiger Elch, der direkt am Wegesrand stand und fraß. Ein irres Gefühl, wenn man dem in recht geringer Entfernung gegenüber steht und einem klar wird, dass kein Zaun ihn aufhalten würde, würde er sich auf einen zu bewegen. Dieser Elch aber nahm wie Fotografen lediglich kurz zur Kenntnis und fraß ungestört weiter.

    Wir hatten inzwischen auch Hunger, fuhren zum Ende der öffentlich befahrbaren Straße und machten uns auf dem dort gelegenen Parkplatz schnell Kartoffelpüree und Spiegelei. Nach dem Essen stellten wir fest, dass es bereits spät war und in unmittelbarer Nähe kein öffentlicher Campingplatz war. Hier waren am Vorabend bereits am frühen Abend alle Plätze ausgebucht und zudem schließen die Plätze hier relativ früh. Wir überlegten, wo wir nun übernachten sollten. Wir erinnerten uns, dass auf dem Parkplatz der Busstation "overnight parking and Camping" verboten war, als wir an einem weiteren Parkplatz vorbei kamen, wo Schilder standen "only overnight parking" und "overnight camping forbitten" stand. Nachdem wir alle Interpretationsmöglichkeiten durchgespielt hatten, beschlossen wir uns dort zwischen die anderen parkenden Fahrzeuge zu stellen und direkt ins Bett zu gehen. Der Parkplatz ist wohl für Wanderer und Radfahrer gedacht, die im Park übernachten. Außer uns standen noch weitere drei Wohnmobile dort, die ebenfalls bemüht waren, einem unvewohnten Eindruck zu machen. Wir gingen ins Bett und schliefen direkt tief und fest. Was für ein toller und aufregender Tag! 😊

    Ich kann den Park nur jedem empfehlen, der hier zufällig einmal in der Nähe ist. Die Bustour war auch gut, unbedingt Plätze hinter dem Fahrer für die Hinfahrt und auf der anderen Seite für die Rückfahrt wählen. Zudem gibt's in der Busstation freies WLAN.
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  • Day12

    Fahrt zum Denali Nationalpark

    August 9, 2018 in the United States ⋅ ☀️ 10 °C

    Am Campingplatz Rosehip starteten wir unsere Fahrt in Richtung Denali Nationalpark. Wir mussten zunächst wieder bis nach Fairbanks zurückfahren, um den richtigen Highway in Richtung Anchorage zu nehmen. Wir fuhren also ab Fairbanks auf dem George Parcs Highway und je weiter wir kamen, desto schöner wurde die Landschaft. Wir fuhren bei guter Sicht und hatten eine schöne Landschaft mit der Alaska Range im Hintergrund.

    Am Abend erreichten wir den Nationalpark und kauften uns für den folgenden Tag Tickets für eine achtstündige Fahrt durch den Nationalpark. Die ersten Meilen in das Nationalparks kann man mit dem PKW selbst fahren. Die weiteren etwa 70 Meilen sind nur mit dem Bus, wandernd oder mit dem Rad zu erreichen. Für den kommenden Tag war das beste Wetter der Woche angesagt.

    Nachdem wir die Busrundfahrt gebucht hatten, machten wir uns auf die Suche nach einem Campingplatz. Das gestaltete sich etwas schwierig, da alle zum Denali Nationalpark gehörenden Campingplätze bereits ausgebucht waren. In der näheren Umgebung gibt es noch weitere private Campingplätze, von denen uns auch einer empfohlen wurde. Diesen erreicht mir relativ zügig und erhielten auch gerade noch so einen Stellplatz. Der Platz war zwar nicht sonderlich schön aber immerhin in der Nähe des Nationalparks, so dass wir nicht mehr so weit fahren mussten. Wir machen uns Essen, Salat mit Hähnchen, und gingen alsbald schlafen, um für den folgenden Tagen Nationalpark fit zu sein. Das war ein toller Plan, der ging leider nicht auf... Der Stellplatz war direkt an einem Highway an einer an einer Stelle gelegen, wo der Highway den Berg hinauf führt. Auf dieser Straße fahren die ganze Nacht hinweg Trucks und PKWs und man hört die Motoren der Autos kämpfen. Schallschutz gibt es keinen und so war es ein Höllenkrach die ganze Nacht.
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  • Day12

    Besuch bei Santa Claus und Fairbanks

    August 9, 2018 in the United States ⋅ ⛅ 13 °C

    Wir starteten am Birch Lake wieder einmal bei Regen. Je länger wir fuhren desto besser wurde auch heute das Wetter und so stiegen wir in North Pole am Haus von Santa Claus im Sonnenschein aus. Im Haus des Weihnachtsmanns gibt es allerhand Weihnachtsdeko zu erwerben. Zudem war der Herr des Hauses anwesend und empfang Besucherinnen und Besucher jeden Alters (und Gewichts)... Alle, die Santa einmal näher kommen wollten für ein Foto oder ein kurzes Gespräch, wurden von ihm aufgefordert, sich auf seinen Schoß zu setzen.

    Neben dem Haus war - wie sollte es auch anders sein - der Stall der Rentiere, die fotografiert und sogar gestreichelt werden konnten.

    Nach diesem Besuch in North Pole fuhren wir weiter ins nahegelegene Fairbanks. Hier steuerten wir wie gewohnt zunächst die Touristeninformation an, die uns wieder freies WLAN und eine kostenlose und schöne Ausstellung über Alaska bot. Mit erneut neuen Broschüren für unsere Ziele der kommenden Tage verließen wir die Touristeninformation, als es erneut zu regnen begann. Wir beschlossen kurzerhand, aus dem Stadtrundgang eine Stadtrundfahrt zu machen und hierbei bei Wendy's einzukehren, einem Burgerladen, in dem wir einen Burger mit Pommes und einen mittleren Softdrink bestellten. Der mittlere Softdrink war knapp 1 Liter Sprite mit extrem viel Eis... ich habe nach der Hälfte aufgeben müssen.

    Nachdem wir nun mit vollem Magen Wendy's verlassen hatten, kam sie Sonne durch und wir fuhren zum Pioneer Parc. Dieser Park zeigt alte Häuser, Maschinen, Flugzeuge, einen alten Eisenbahnwagon sowie einen alten Raddampfer. In den Häusern waren kleine Geschäfte und Künstler untergebracht. Außerdem fuhr eine Bahn durch den Park. Der Eintritt in den sehr gepflegten und sehenswerten Park war kostenlos. Lediglich für einige Ausstellungen war ein geringer Eintrittspreis fällig, wenn man die jeweilige Ausstellung besuchen wollte.

    Nach dem Parkbesuch fuhren wir im Walmart Superstore einkaufen, der Wohnmobilen auf seinem Parkplatz eine kostenlose Übernachtung gestattet und seinen Kunden freies WLAN bietet. Der Parkplatz war allerdings nicht sonderlich schön, sodass wir in der Umgebung nach öffentlichen Campingplätzen suchten und etwas außerhalb von Fairbanks fündig wurden. Die Stellplätze in Fairbanks waren alle direkt hinter der Landebahn des Flughafens oder gerade von einem Volksfest belegt. So fuhren wir noch etwa 45 Minuten zum Rosehip Campground, wo wir einen schönen Stellplatz im Wald bekamen, am vorbei fließenden Fluss noch ein paar Fotos machten und schließlich Abendessen zubereiteten.

    Wir kochten Chili mit etwas Reis. Seitdem wir zum Kochen den Rauchmelder deinstallieren, klappt das mit dem kochen auch wunderbar und ohne den ganzen Campingplatz zu stören... Die Chilischote, die wir vorher bei Walmart gekauft hatten, hatte bei der Kassiererin schon zu Irritationen geführt. Sie hatte noch nie nur eine einzige Chilischote verkauft. Da die milden Schoten bereits ausverkauft waren, musste wir zu den schärferen greifen... und die war wirklich scharf... und eine hat vollkommen ausgereicht. Den Rest des gekochten Chilis haben wir eingefroren. So können wir in den nächsten Tagen noch einmal davon essen. so ging ein schöner und ereignisreicher Tag im Wald von Rosehip Campground zu Ende.
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  • Day10

    Delta Junction und Birch Lake

    August 7, 2018 in the United States ⋅ ⛅ 13 °C

    Wir starteten im Nieselregen am Moon Lake hinter Tok. Wir fuhren zunächst nach Delta Junction, einem kleinen Ort an der Kreuzung von Richardson Highway und Alaska Highway. Von Delta Junction aus ging es - nachdem wir bei der Buffalo Service Tankstelle für 5 $ Abwasser loswerden und Frischwasser auffüllen konnten - weiter auf dem Richardson Highway. Wir beabsichtigten, uns irgendwo zwischen Delta Junction und Fairbanks einen schönen Stellplatz am See zu suchen und den Nachmittag dort zu verbringen, weil das Wetter etwas besser wurde. Auf unserem Weg entdeckten wir erneut eine Elchkuh, diesmal direkt am Straßenrand mit Nachwuchs. Leider war ein Anhalten dort in der Kurve auf dem Highway wieder nicht möglich. Wir haben einfach wenig Glück, was unsere Begegnungen mit der Tierwelt angeht oder wir sind im wichtigen Moment einfach unvorbereitet. Aber wir haben ja noch 3 Wochen in Alaska und im Yukon und können daran arbeiten 😀

    Unseren Stellplatz am See fanden wir recht schnell und er war noch schöner als wir ihn uns gewünscht hatten. Wir suchten uns den schönsten Stellplatz am Birch Lake und saßen gemütlich in der Sonne während eine Mutter mit ihren zwei Söhnen angelte. Wir machten Timelapse-Aufnahmen von den über den See ziehenden Wolken und suchten Feuerholz, um am Abend unsere Feuertonne befeuern und grillen zu können. Holz fanden wir recht schnell an den Feuerstellen, leider war das aber nicht vor Regen geschützt gelagert worden. So hatten wir einige Mühe, unser Feuer in Gang zu bekommen. Als es dann endlich brannte, grillten wir unsere Folienkartoffeln und Steaks und aßen am Feuer am Seeufer. Nach dem Essen würde es plötzlich kühler, es zog ein starker Wind auf und es begann zu regnen. Zeit das Feuer zu löschen und im Camper noch einen Kaffee zu trinken bevor es dann und Bett ging.
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  • Day9

    Von Chicken nach Tok und zum Moon Lake

    August 6, 2018 in the United States ⋅ ☁️ 15 °C

    Gestern starteten wir in Chicken und fuhren weiter auf dem Taylor Highway. Die Strecke war landschaftlich sehr schön. Wir erreichten recht schnell nachdem wir auf den Alaska Highway bogen Tok, eine Kleinstadt, die komplett am Highway entlang ihre Geschäfte hat, die Privatgrundstücke dagegen waren abseits des Highways relativ verstreut zu sehen.

    In Tok besuchten wir als erstes die Touristeninformation. Leider ist die in Tok ohne freies Internet. Dafür aber begrüßte uns eine sehr nette und witzige Frau, die uns all unsere Frage beantwortete, uns mit neuen Prospekten ausstattete und uns den Weg zum einzigen Supermarkt der ganzen Region erklärte. Er war direkt gegenüber, wie auch die Bank und die Tankstelle und so wie die Dame feststellte, war er der beste Supermarkt der Stadt...

    Wir nutzten sie Chance uns Bargeld zu besorgen, gingen einkaufen, tankten und wuschen unseren Camper, der es seit dem Top of the World Highway dringend nötig hatte. Da saß vielleicht ein Dreck drauf... Wir haben ganze 6 Dollar in die Selbstwaschanlage gesteckt nur um ihn halbwegs sauber zu bekommen...

    Da Tok selbst nicht großartig interessant erschien und wir auf unserer Reise voraussichtlich noch einmal dort vorbei kommen werden, fuhren wir weiter grob in Richtung Fairbanks. Einige Kilometer hinter Tok befand sich ein öffentlicher Campingplatz an einem See, dem Moon Lake. Die Frau der Touristeninformation hatte uns den empfohlen, hier sollte man gute Chancen haben, Tiere in den Abendstunden am See zu beobachten und zu fotografieren. Der Stellplatz war wirklich sehr schön, leider begann es zu regnen als wir dort eintrafen, sodass wir den ganzen Abend nicht mehr draußen sitzen mochten. Zudem sind die Temperaturen stark gesunken je weiter wir Richtung Norden kamen. Waren es vor einigen Tagen in Whitehorse noch um die 30 Grad, so sind es tagsüber hier in Alaska noch ca 12 Grad. Nachts kühlt es sich dann entsprechend noch weiter ab. So kam es, dass wir es uns nun gestern Abend bei Regen im Camper mit Heizung, Kaffee und Decken gemütlich machten und unsere neuen Prospekte studierten, während wahrscheinlich draußen am See Elch, Rentier und Bär gemeinsam im See badeten.
    Auch meine Wärmflasche kam gestern Abend erstmals zum Einsatz und ich bin froh, dass ich die dabei habe auch wenn der ein oder andere mich deshalb schon belächelt hat. Es gibt nichts Schöneres als durchgefroren rein zu kommen und in ein vorgewärmtes Bett krabbeln zu können.
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  • Day8

    Top of the World Highway nach Chicken

    August 5, 2018 in the United States ⋅ ☁️ 17 °C

    Heute sind wir früher aufgestanden, um noch einmal nach Dawson überzusetzen und die Ver- und Entsorgungstation zu nutzen und anschließend ein letztes Mal in der Touristeninformation den Wetterbericht abzurufen. Das Wetter sollte in den kommenden Tagen rund um Dawson sehr regnerisch und kühl bleiben, der beste Tag war noch der heutige. Wir warteten noch ein wenig ab bis der Nebel, der noch in den Bergen hing, sich so langsam aufgelöst hatte und starteten unsere heutige Etappe von Dawson über den Top of the World Highway.

    Der Highway verläuft auf einem Gebirgskamm und ist größtenteils eine unbefestigte Schotterstraße mit stellenweise vielen tiefen Schlaglöchern und einige km weit ist die Straße so schlammig, dass das Auto darauf ins rutschen kamen. Anfangs fuhren wir immer mal wieder durch Nebel hindurch, je weiter wir uns von Dawson entfernten desto klarer und weiter wurde aber die Sicht. Kein Vergleich zu dem Nebel gestern und es war definitiv die richtige Entscheidung gewesen, den Top of the World Highway nicht im dichtesten Nebel zu befahren. 👍🏻

    Nach einiger Zeit tauchte vor uns auf einem der Berge wie aus dem Nichts die Grenzstation auf. Ein sehr netter Officer unterhielt sich mit uns und forderte uns auf mit hinein zu kommen, wo wir unsere Fingerabdrücke speichern und ein Foto von uns machen lassen mussten. Die dafür eigentlich fällige Gebühr in Höhe von 6 US Dollar wurde uns dann noch erlassen, weil wir keine US Dollar dabei hatten und dort oben die Kartenzahlung nicht möglich war.

    Wir hatten zuvor schon Sorge, wir könnten eventuell einem Teil unserer Lebensmittel abgeben müssen oder ähnliches aber gefragt wurden wir lediglich nach Waffen, unserer gewünschten Aufenthaltsdauer und ob wir zu zweit reisen oder sich weitere Personen im Fahrzeug befänden. In der Grenzstation selbst hingen viele Aufkleber und Wappen. Unter ihnen auch ein niedersächsisches Polizeiwappen und ein Aufkleber von The Sunnyside, die einen empfehlenswerten Reisekanal auf You Tube betreiben.

    So überquerten wir nun also die Grenze in die USA 🇺🇸, genauer gesagt nach Alaska. Jetzt ist es hier noch einmal eine Stunde früher als schon im Yukon. Direkt hinter der Grenze war ein kleiner Parkplatz, der uns auf einem unserer letzten Campingplätze von anderen Reisenden empfohlen worden war. Hier sollte es eine Rentierherde geben, die gut zu beobachten wäre. Das auf dem Parkplatz aufgestellte Schild bestätigte dies. Rentiere haben wir aber keine gesehen. Es regnete gerade recht stark und so machten wir Mittagspause.

    Nach einiger Zeit ging es weiter auf dem Highway über diverse Berge mit Blick in zahlreiche Täler. An einer Bucht hielten wir an, um die Landschaft zu fotografieren, als wir eine Elchkuh beim Baden im Wasser entdeckten. Wir wechselten sofort die Objektive und versuchten unser Glück, auch wenn sie sehr weit entfernt war. Selbst bei einer Brennweite von 600 mm war sie nur recht klein abgebildet. Mal schauen, was die Bearbeitung noch ermöglicht...

    Dann erreichten wir Chicken🐔, einen kleinen und total verrückten Ort mitten im Nichts von Alaska. Wir buchten eine Übernachtung auf dem örtlichen Stellplatz und schauten uns mit unseren Kameras um. In Chicken wohnen nur einige sehr wenige Menschen. Es gibt vier alte Läden, einen Einkaufsmarkt, einen Shop für Alkohol, einen Saloon, in dem unzählige Cappies an der Decke hängen, und ein Cafe. Daneben befindet sich ein kostenloser Wohnmobilstellplatz und das war schon das eigentliche Chicken. Gegenüber dieser vier Läden ist unser Stellplatz. Er wurde deutlich später für die Durchreisenden angelegt, denen auch ein Souvenirshop und eine Snackbar geboten wird. Hinter dem Shop steht eine alte Dredge, für deren Erkundung man Tickets für eine geführte Tour buchen kann.

    Nach unserem kleinen Stadtrundgang machten wir uns Spaghetti Carbonara - für was anderes hatten wir such keine Lebensmittel mehr, die hatten wir aus Angst vorm Grenzbeamten in Dawson alle aufgegessen - und sicherten nach dem Essen unsere Fotos und Videos. Außerdem müssten wir noch Scherben entsorgen... nsch dem uns der Silver Trail bereits ein Glad gekostet hätte, forderte der Top of the World Highway nun die Kaffeekanne aus Glas. Ich werde nie verstehen, warum man ein Wohnmobil mit Geschirr aus Glas und Porzellan austattet, erst recht nicht beim Befahren derartiger Strecken. Aber Scherben sollen ja Glück bringen und so lange ich noch irgendwie an Kaffee komme... 😎

    Nun geht es früh zu Bett, denn der Tag war lang und die Fahrt relativ anstrengend. Morgen geht es weiter nach Tok.
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