• Sigi und Thomas on Tour
  • Sigi und Thomas on Tour

32 Tage Schweden & Norwegen.

Der längste Urlaub ever.
Sigi und Thomas auf Tour
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  • Resans start
    4 september 2024

    Umbau, Vorbereitungen und Abfahrt

    4 september 2024, Tyskland ⋅ ☁️ 25 °C

    Mittwochabend. Es geht los. Die Vorbereitungen waren intensiv.
    Um eine Solaranlage, eine Rückfahrkamera und ein Boxen- & Aufbewahrungssystem zu installieren, mussten wir fast den halben Wagen demontieren. Der Zusammenbau hat dann gut funktioniert, es sind nur wenige Schrauben übriggeblieben.Läs mer

  • Erste Nacht in Reiskirchen

    4–5 sep. 2024, Tyskland ⋅ ☁️ 19 °C

    Nicht wie geplant wird die erste Nacht romantisch und ruhig an der Schiffenburg verbracht sondern erlebnisreich auf dem Autohof Reiskirchen. Wir waren spät dran und hätten von der Burg eh nicht mehr viel mitbekommen. Und der Biergarten war bereits geschlossen.
    Also zwischen REWE, Aldi, DM, romänischen und polnischen Lastwagenfahrern verbringen wir eine unruhige Nacht, da es ein kontinuierliches Gehen und Kommen von Trucks gab. Um Mitternacht kamen einige FedEx Lastzüge überfallmäßig auf den Hof und tauschten lautstark Trailers, Container und Auflieger aus und machten sich nach ca. 30 min. rudelartig, wie sie gekommen waren wieder vom Acker. Eine ideale Begleitunterhaltung beim Gutenachtbier. Morgens waren dann alle Trucks verschwunden.
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  • Die Kasseler Berge

    5 september 2024, Tyskland ⋅ ☀️ 23 °C

    Das Reise-Blog-Schreiben hat was.
    Der Beifahrer ist beschäftigt und abgelenkt. Das dient der Ruhe und Entspannung im Cockpit.
    Die Kasseler Berge mit einem untermotorisiertem Camper: Das völlig neue Fahrgefühl.
    Anstatt mit 170 geschmeidig und genußvoll wie gewöhnlich durch die zahlreichen langgestreckten Kurven gleiten, wird der Motor im 4. Gang auf den Steigungen auf der rumpeligen rechten Flickenteppichspur gequält. Warum man auf dem Bild keine Laster sieht?
    Die drängeln hinter uns.
    Aber es ist sehr wenig Verkehr und wir kommen gut und zügig durch.
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  • Über Begabungen und Talente

    5 september 2024, Tyskland ⋅ 🌬 23 °C

    Nach einem kurzen Abstecher nach Elmshorn geht es direkt zur Fähre nach Kiel. Die Fähre liegt direkt im Zentrum von Kiel. Ein völlig chaotischer Innenstadt-Verkehr kostet uns fast die komplette Sicherheit von 90 min. Waren wohl die letzten, die auf die Fähre fuhren. Schnell brachten wir die Taschen in die Kabine und suchten den kürzesten Weg auf das Deck. Wir wollten die Ausfahrt und die Skyline von Kiel ja nicht verpassen.
    Jetzt zum Talent: Wir suchten Ewigkeiten in den endlosen Gängen nach einem Ausgang zum Deck. Fanden ihn dann schlussendlich, öffneten die Tür und standen direkt vor der einzigen einladenden Deckbar des Schiffes. Der in der Sonne glänzende, Wassertropfen abperlende Zapfhahn war einfach unwiderstehlich. Die nächsten Handlungsabfolgen waren klar. Das Ablegemanöver, die Skyline von Kiel, der Sonnenuntergang und die Ausfahrt aus der Kieler Förde in Kombination mit einem Bier und einem Campari-Spritz waren einfach unvergesslich.
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  • Murjek, Lappland am Polarkreis

    7–11 sep. 2024, Sverige ⋅ ☀️ 20 °C

    Haben nach genau 3 Tagen, 2.360 km Straße und 600 km See unser erstes Etappenziel, das Ferienhaus von unseren Freunden, Uli und Anja, erreicht.

  • Erster Kontakt mit Einheimischen

    8 september 2024, Sverige ⋅ ☀️ 22 °C
  • Fahrt ins Abisko Naturreservat

    11–12 sep. 2024, Sverige ⋅ ☁️ 15 °C

    Nach vier Nächten im Ferienhaus in Murjek fahren wir 290 km weiter ins Abisko Naturreservat an die Grenze zu Norwegen.
    Um weiter in den Norden zu kommen, fahren wir ca. 60 km auf einer Schotterpiste.
    Ca. 80 Minuten sind wir ganz unter uns und begegnen kein anderes Auto und sehen weder Häuser, Zäune oder Spuren von Zivilisation, außer den Telegrafenmasten, die parallel zur Piste verlaufen.
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  • Kiruna mit Überraschungen

    11 september 2024, Sverige ⋅ ⛅ 15 °C

    Der Sinn und einzige Zweck dieser Stadt ist der Eisenerzabbau. Dummerweise liegt die Stadt genau über den restlichen Eisenerzvorkommen und muss daher weichen.
    Sie wird 5 km weiter neu erschaffen.
    Das Anschauen dieser neuen Stadt war aber nur Beifang. Bevor wir in das erhebliche teurere Norwegen eindringen, wollten wir günstig Betriebsmittel bunkern (Trinkwasser, Diesel, Bier und Wein). Es gibt hier den einzigen Systembolaget der Region. Alkoholische Getränke kann man in Schweden nur in diesen Läden erwerben. Der Laden befand sich in einer Shopping-Mall und hat uns ins Staunen versetzt. Mittlere deutsche Supermarktgröße nur mit alkoholischen Getränken - ein Traum des Wein- und Biersommeliers. Gewaltige Auswahl an Bier, Wein und Spirituosen.
    Und endlich Mal ein Laden, der das Bier würdig und respektvoll präsentiert und dem Gerstenstaft die Aufmerksamkeit zukommen lässt, die es verdient. Ich habe noch nie so viele Biermarken in einem Laden gesehen. Und das in der Pampa nördlich vom Polarkreis.
    Wir vergaßen daraufhin das Diesel bunkern, das wir an der letzten einsamen Zapfsäule vor der norwegischen Grenze an einem kleinen Supermarkt nachholten.
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  • Abisko Naturreservat

    11–13 sep. 2024, Sverige ⋅ ☀️ 12 °C

    Atemberaubende Landschaften im Abisko Naturreservat.
    Wir sind jetzt weiter im Norden und die Landschaft wird karger. Schon Tundra?
    Wir übernachten auf einem abgelegenen Platz am See zusammen mit 3 weiteren Campern.Läs mer

  • Über die Grenze nach Narvik

    13–14 sep. 2024, Norge ⋅ ⛅ 13 °C

    Wir wollten von Abisko aus einen gemütlichen Campingplatz bei Narvik ansteuern und dort 2 Tage verbringen. Die schöne Lage am Fjord und dass es eine Busverbindung ins Zentrum von Narvik gibt, waren die Beweggründe.
    Naja, es war auch der einzige im Großraum Narvik. Kurz vor der Abfahrt zum Campingplatz wies ein Schild darauf hin, dass der Platz geschlossen ist. Es ist der 2. Platz, den wir ansteuern, der bereits im September geschlossen hat.
    Also ab in die Stadt und dort ein Plätzchen suchen. In fast jeder Stadt gibt es für Wohnwagen und Wohnmobile einen Stellplatz. Zumeist grausame und ungemütliche Ansammlungen von Wohnmobilen auf Asphaltplätzen. Die meisten kennen sicherlich den Wohnmobilstellplatz beim Europapark- Stadion in Freiburg.
    Wir googlen und werden fündig. Das Basiscamp des Skigebietes von Narvik bietet Wohnmobilen einen Platz an. Inkl. Dusche, Toiletten, Landstrom, Entsorgungsmöglichkeiten und Küchen, die man nutzen kann, für 25€.
    Mit sensationellem Blick über die Stadt und den Fjord.
    Und als Extra genießen wir nun zum 3.mal hintereinander Polarlichter und Narvik bei Nacht.
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  • Wohnmobile, das Hobby der Norweger

    14–15 sep. 2024, Norge ⋅ ☁️ 10 °C

    Es ist unglaublich, wie viele Wohnmobile hier herumfahren.
    Es sind aber fast nur norwegische Wohnmobile. Deutsche, schwedische oder holländische Camper sieht man nur noch sehr selten, sind aber leicht an der Größe bzw. Kleinheit zu erkennen. Ein riesiges 'Schiff' zu fahren, scheint verpflichtend und hier ein sozialer Status zu sein. Anbei ein Bild mit unserem Tiny-Camper auf dem Stadtparkplatz für Wohnmobile in Narvik, wo wir nun doch die 2. Nacht verbrachten.
    Wir besuchten das Kriegsmuseum, das über die Zeit von 1940 bis 1945 in Narvik informierte. Unglaublich, was hier alles passiert war und wie Narvik am WW2, wie man es hier nennt, beteiligt war.
    Ein wirklich beeindruckendes Museum.
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  • Über Senja zu den Nordlafoten

    15–17 sep. 2024, Norge ⋅ ⛅ 13 °C

    Es gibt zwei Arten von Fahrten mit dem Wohnmobil: Das Genussfahren bei kurzen Tagesstrecken ohne Zeitdruck und das 'Strecke' machen.
    Seit 5 Tagen sind wir bei bestem Wetter und meistens strahlend blauem Himmel im Genuss-Modus.
    So wie gestern bei unserem 200 km Törn von Narvik über die Insel Senja zum Fischerdörfchen Gryllefjord, das auch zugleich unseren nördlichsten Punkt unserer Reise darstellt.
    Die Insel Senja hat uns beeindruckt: Tolle Landschaften, einsame Gegenden, wenig Tourismus und viele Wanderwege, die sich an Steilküsten und Bachläufen entlangschlängeln.
    Von Gryllefjord aus setzten wir mit einer Fähre zu dem nördlichsten Zipfel der Lafoten über, wo wir zwei Tage auf dem Campingplatz der kleinen Gemeinde Bleik direkt am Strand verbringen.
    Wären die Temperaturen höher, könnte man vom Karibikflair sprechen.
    Apropos Temperaturen: Das Wetter verschlechterte sich heute abrupt und soll sich auch nicht bessern.
    Sprich, nach 2 weiteren Genussfahrten über die Lafoten und dem Saltfjellt Nationalpark werden wir zwei Tage über ca. 1.100 km 'Strecke' machen, um hoffentlich in Südnorwegen besseres Wetter erleben zu können.
    Und sicherlich unnötig zu erzählen, dass wir wieder Polarlichter sahen. Diesmal aber wolkenverhangen.
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  • Wetterbedingte Planänderung

    17 september 2024, Norge ⋅ ☁️ 11 °C

    Die Wettervorhersage verschlechtert sich zunehmend. Aus dem starken Wind wird Sturm und zum Regen kommen niedrige hängende Wolken und tieffliegende Nebelschwaden hinzu.
    Wir verzichten auf die Fahrt über die ganzen Lofoten zur Südwestspitze nach Moskenes und fahren direkt von Bleik über die Insel Andøya zum Fährhafen Lødingen, von wo wir aus nach Bognes übersetzen.
    Weiter am Tysfjorden vorbei zum Saltfjellet Naturpark, wo wir uns spontan einen gemütlichen, einsamen und abgelegenen freien Platz für die Nacht gesucht haben.
    Auf der Insel Andøya wählen wir eine ruhige, kaum befahrene Küstenstraße auf der Westseite, die sich teilweise an einer Steilküste entlangschlängelt.
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  • Fahrt durch den Saltfjellet Naturpark

    18 september 2024, Norge ⋅ ☁️ 12 °C

    Bei tiefhängenden Wolken, Schauern und starkem Wind fahren wir durch den Saltfjellet Naturpark, der für seine Gletscher, Wasserfälle und kleinen Fjorden bekannt ist.
    Wir fahren auf urigen und schmalen Straßen und durch bis über 7 Kilometer lange, dunkle und enge Tunnel.
    Dreimal setzen wir Fähren über einen Fjord über.
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  • Billig billig rangekommen

    18 september 2024, Norge ⋅ ☁️ 13 °C

    Hinter einem Supermarkt in Mo I Rana zahlen wir an der zum Supermarkt gehörenden Tankstelle nur 1,57 € pro Liter Diesel.
    Im Supermarkt zahlen wir für einen Liter Bier über 6€. Also fast das vierfache.
    Ist das gerecht und gerechtfertigt?
    Die Spritpreise in Norwegen schwanken stark um bis zu 30% pro Liter von Tankstelle zu Tankstelle.
    In Schweden tankten wir einmal für 1,39€ pro Liter. Das Verhältnis zum Bierpreis ist viel günstiger.

    Die letzten beiden Fotos zeigt uns beim Tanken in der Hochebene zwischen 2 Fjorden. Sehr abgelegen und einsam. Trotzdem günstig.
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  • Fahrt in den Süden

    18–19 sep. 2024, Norge ⋅ ☁️ 14 °C

    Obwohl das Wetter im Saltfjellet Naturpark nicht das beste war, haben wir die Eindrücke der Landschaft sehr genossen.
    Es war schön und entspannt, die schroffen Berge mit ihren Steilküsten, Fjorden, den Farben der See und den braun- und orangetönen des beginnenden Herbstes zu erleben.
    Die schmale Straße, die sich an den Formen der Berge und deren Höhen und dem Küstenverlauf windet, war bequem zu fahren, zumal es Mal wieder kaum Verkehr gab.

    Nachdem wir das Naturreservat verließen, fuhren wir ca. 80 km zur größeren Stadt Mo I Rana, wo wir tankten und durch die die Schnellstraße in den Süden verläuft.
    Wir machen noch 2 Stunden (ca. 150 km) Strecke und finden an einem Schotterweg neben der Straße nach einer einspurigen teils aus Holz gebauten Hängebrücke einen abgelegenen Platz für die Nacht. Zusammen mit zwei anderen Camper verbringen wir diese unmittelbar überhalb einer Stromschnelle eines Flusses.
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  • Hasenrennen und Winterfahrplan

    18 september 2024, Norge ⋅ ☁️ 14 °C

    Norwegen muss sich einer teuren Herausforderung stellen: Die Hauptverkehrswege laufen in Nord- Südrichtung, die Fjorde in Ost- Westrichtung.
    Sprich; es muss viel in Brücken, Tunnel und Fähren investiert werden.
    Umso weiter man an die Küste kommt, umso mehr übernehmen Fähren diese Aufgabe.
    Da wir auf einer Nebenstrecke nahe der Küstenlinie unterwegs sind, überqueren wir die Fjords meistens mit Fähren.
    Während der Reisevorbereitung erfuhren wir, dass die Fähren im Dauereinsatz sind und man zügig vorankommt.
    Das ist auch richtig, gültig für die Hauptsaison. Das Verkehrsaufkommen spricht da eine eindeutige Sprache. Wird z.B. die Strecke von Moskenes nach Bodo im Sommer im 24 Stunden Dauerbetrieb betrieben, fahren ab dem 15.9. nur noch zwei Fähren am Tag.
    Ahnungslos, ohne dieses Wissens, starteten wir fröhlich und gemütlich unsere Fahrt durch den Saltfjellet. Als wir an der ersten Fähre ankommen, stehen dort bereits ein paar Autos und Camper. Wir stellen unseren dazu und warten. Als längere Zeit nichts passiert watschel ich zum Servicehäuschen und sah mir den übersichtlichen spärlich bedruckten Fahrplan mit der überraschenden Überschrift ‚Winterfahrplan‘ an. Nur noch vier Fähren am Tag.
    Gut; Glück gehabt: Die nächste geht in einer Stunde. Aber was ist mit den nächsten Fähren, die, um ans Ziel zu kommen, zwangsläufig genommen werden müssen.
    Das Internet gibt schnell und eindeutig Auskunft und informiert uns darüber, dass die nächste Fähre eine Stunde, nachdem wir am Zielhafen ankommen werden, ablegt.
    40 Kilometer, das sollte reichen. Google sagt aber, dass wir für die Strecke 45 Minuten brauchen werden. Eine genauere Studie der Strecke ergibt, dass diese kurvig und voller Serpentinen ist. Es geht rauf und runter. Es ist eine Nebenstrecke, also im schlechten Zustand und zumeist sehr eng. Lösung: Hackengas geben und alles aus der Maschine rausholen. Mit meiner von Flensburg attestierten Verkehrszeichenleseschwäche kommt ein weiterer Vorteil hinzu.
    Also, die Fähre legt an, die Haube geht auf und die ersten beiden PKWs, die wir bald am nächsten Fähranleger wieder sehen werden, verlassen fluchtartig die Fähre. Dann sind wir dran und versuchen es den PKWs so gut wie es geht, nachzumachen.
    Die Fahrt wird in noch nie benutzten Drehzahlbereichen angegangen. Hinter uns sieht es recht übersichtlich aus. Ein VW-Camper hält mit, die anderen sind erkennbar und fallen leicht ab. Kurz aufkommende Gedanken, dass das absichtlich inszeniert sein könnte, um die Ertragssituation eines Blitzer zu optimieren, lösen sich schnell wieder auf. Sie könnten das Ziel gefährden; man muss Prioritäten setzen. Da ich hochkonzentriert fahren muss, kümmere ich mich nicht weiter um aufkommende Gedanken und um das Geschehen hinter uns. Wir durchfahren ein paar kleine Gemeinden.
    Ich schaue das erste mal wieder in den Rückspiegel, als wir auf die Wartespur der Fähre einfahren.
    Es ist unglaublich. In der selben Reihenfolge, in der wir die Fähre vor ca. 40 Minuten verlassen haben, fahren alle, im Wesentlichen Camper, innerhalb von 10 Sekunden auf diese Spur. Das besondere daran ist, dass das letzte Fahrzeug ein schwerer großer Betonmischer ist (siehe Bild).
    Wir der das so schnell geschafft hat, ist mir ein absolutes Rätsel.
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  • Fahrt in den Süden (Teil2)

    19–21 sep. 2024, Norge ⋅ ⛅ 12 °C

    Heute heißt es Kilometer abspulen. Wir fahren über Trondheim ca. 640 km nach Andalsnes zu den touristischen Hotspots der großen Fjorde (Greirangerfjord, Trollstigen etc.).
    Für die 650 km benötigen wir ca. 11 Stunden.

    1. Zum Verkehr:
    Obwohl es sich um die Hauptverbindung von Nordnorwegen nach Mittelnorwegen handelt, fahren wir ausschließlich auf einer einfachen Landstraße. Zwischendurch gibt es gut ausgebaute Straßen mit einem breiten Seitenstreifen. Meistens liegt die Geschwindigkeitsbegrenzung bei 80 gelegentlich bei 90. In Gemeinden gilt 40 oder 50.
    Aber es läuft, da es kaum Verkehr gibt und die Norweger zügig fahren und meistens 10 km/h draufpacken. Geschwindigkeitsüberwachungen, die immer vorher angekündigt werden und auch auf Google-Maps zu sehen sind, gibt es nur extrem selten. Also keine Gefahr.
    Das Fahren ist angenehm und entspannend.

    2. Trondheim:
    Große Industriestadt, die sich verkehrstechnisch in den großen Katastrophen Europas einreihen kann. Viel Verkehr, Großbaustellen, Staus und viel Stop & Go. Hektik und Unruhe ersetzt die vorherige entspannte Phase im Cockpit.
    Als wir Trondheim verlassen, fahren wir erstmal auf einer neuen Autobahn mit 110 (120 im Verkehrsfluss) und landen überraschenderweise wieder auf einer Landstraße. Und das wundert mich, weil es sich um die Strecke zwischen den großen Städten Oslo und Trondheim handelt. Da erwartet man doch eine Autobahn, oder? Wir fahren durch Ortschaften auf engen Straßen und durch kurvige Abschnitte.
    Aber wieder kaum bis gar kein Verkehr. Es war kein Feiertag, sondern ein normaler Werktag. Ein Lastwagen, der sich so gut wie gar nicht an die gültige Geschwindigkeit hält, zieht uns fast zwei Stunden in den Süden. Die ersten 3 Bilder sind auf der Strecke zwischen Trondheim und Donbas ca. 200 km südlich vom Trondheim entstanden.

    3. Landschaft:
    Bis kurz vor Donbas folgt die Straße einen Flusslauf, bevor es auf eine Hochebene geht, die wunderschön ist. Sie ist zwar karg und ohne Bäume aber die vielen Seen und Berge sind beeindruckend. Wir biegen nach Westen Richtung der großen Fjorde ab und fahren noch lange bei bestem Wetter durch diese Landschaft, bevor es durch eine Schlucht mit Wasserfällen bergab nach Andalsnes geht, wo uns ein toller fast leerer Campingplatz erwartet.
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