• 13 HR - Inseln der Kvarner Bucht

    June 1, 2025 in Croatia ⋅ ☀️ 22 °C

    Weil ich nicht über die küstennahen Inseln Pag-Rab-Krk hoppen kann (Fähren noch selten in der Vorsaison und die Katamarane nehmen nur "vielleicht" Räder mit), entscheide ich mich für die Überfahrt von Zadar direkt nach Mali Lošinj/Cres.
    Wenn ich vom Schiff hinter Zadar die fetten Berge, die sich bis Rijeka ziehen, anschaue, bereue ich diese Entscheidung keine Sekunde - war dann auch mal gut jetzt. So kann ich mich auf die Alpüberquerung freuen!

    Nach 2½-stündiger Überfahrt mit Zwischenstopps radele ich mit dem gemäßigten Auf und Ab gleichmal 5km am Campingplatz vorbei. Da umkehren nicht in Frage kommt, lande ich doch nochmal wild auf einem Bolzplatz des Dorfes Ćunski. Das macht man ja nicht, also nehme ich Kontakt mit einer Familie auf, es entwickelt sich ein nettes Gespräch bis sie dann endlich Fragen, wo ich eigentlich die Nacht verbringe... Mit Dorfsegen fühlt es sich besser an! Nachts fallen die Temperaturen auf 19°, krasser Wechsel!

    Eine Stunde zu Fußweg und du findest hier auf Lošinj absolut einsame Buchten, der Weg ist kaum mehr erkennbar, hier wächst deutlich mehr Buschwerk, als ich es von unseren Cres-Familienurlauben in Erinnerung habe.
    Die Pfade begeht man besser mit einem Stöckchen vor'm Gesicht herumfuchtelnd, wegen der vielen Spinnenfäden über den Weg!
    Schön gefaulenzt nur noch bis Jerezine (Rapoća-Camp) und am nächsten Morgen über die Brücke Osor. Dort hatten schon Römer die Insel künstlich entzweit für kürzere Strecken.

    Bootstour-Erinnerungen mit Fam. Hahn werden wach und mein Ziel auf Cres ist der autofreie Zeltplatz Zdovice bei Valun. Dorthin geht es megasteil abwärts und die Überraschung ist: der Platz ist seit 5 Jahren Pleite. 😮‍💨
    Die verwilderten Terrassen laden noch immer ein, hier muss ich jedoch vorsichtig sein, Gäste und Anwohner des schnuckeligen Dorfes mit hochpreisigen Pensionen nicht auf mich aufmerksam zu machen.
    Das Zelt im Dunkeln (natürlich ohne Stirnlampe!) aufzubauen klappt prima, oft genug geübt!

    Nach der Überfahrt auf das östliche Festland Istriens werden aus den ländlichen Küsten- und Bergdörfern zunehmend Schickivororte der Großindustriestadt Rijeka. Noch ein letztes mal im Meer baden und ab nach Norden, Richtung slowenischen Grenze.
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