• Moray

    January 8, 2025 in Peru ⋅ ☁️ 16 °C

    Moral ist meine absolute Lieblingsanlage der Inka. Bereits bei meinem ersten Besuch vor 8 Jahren hat die mich absolut in den Bann gezogen. Diese Wirkung hat sie auch beim zweiten Mal nicht verloren. Auch Edith war sofort fasziniert. Es ist schwer den Zauber dieser Anlage zu vermitteln, da er sich über Fotos kaum vermitteln lässt…
    Zwei Einschnitte in einer Bergkette werden über terrassierte Senken (derzeit verwildert und nicht rekonstruiert) in das Tal gezogen, wo sie in zwei kreisförmigen Senken enden. Dies ist die äußere banale Beschreibung. In Wirklichkeit zeigt sich hier die meisterhafte Kunst der Inkabaumeister im Umgang mit Topographie und Geometrie. Die Terrassen sind meisterhaft kreisförmig und symmetrisch in das ursprüngliche Gelände eingefügt . Hierüber wurden Tausende von Kubikmeter Gestein bewegt. Dies war nur möglich, da die Inka durch ihre intelligente Techniken der Landwirtschaft eine ausreichende Versorgung an Lebensmitteln produzieren konnten, um 2.000 bis 3.000 Menschen zu ernähren, die dort arbeiteten.
    Die Ausformung des Geländes führt dazu, dass die Energie der Berge gesammelt und bis in die neu geschaffenen Fokuspunkte im Tal geführt wurden.
    Das klingt vielleicht etwas ‚esotherisch‘ - aber ich habe diese Wirkung bereits beim ersten Mal dort gespürt. Das gleiche Gefühl hatte ich auch heute wieder.
    Die Patscha Mama, die Göttin der ‚Mutter Erde‘ wird in den beiden kreisförmigen Fokuspunkten zelebriert. Genaues Wissen ist nur rudimentär vorhanden, da die Inkas keine Schrift hatten, um dies zu überliefern. Weiterhin haben die Spanier durch ihre Eroberung (Kriege sowie in noch schlimmeren Maße Seuchen) dafür gesorgt, dass von 20 Inkas nur 1 überlebt hat. Da ging sehr viel Wissen verloren.
    Wir haben vor Ort beobachtet, wie die Einheimischen voller Stolz und im Feiertagsgewand die Anlage besuchen, um zu bewundern, was ihre Vorfahren damals geschaffen haben.
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