Satellite
  • Day42

    Auf dem Weg nach Buenos Aires

    December 12, 2017 in Argentina ⋅ ⛅ 7 °C

    Am Morgen nahmen wir um 9 Uhr den Bus nach Buenos Aires. Die südamerikanische Unpünktlichkeit kam uns hierbei zugute, denn wir gingen von einer Abfahrtszeit um 9:30 Uhr aus.
    Pünktlich um zehn nach neun kamen wir an, glücklicherweise am richtigen Busterminal, denn so genau war der Abfahrtsort auf unserem Ticket nicht verzeichnet. Es hätte auch einer der übrigen vier Terminals der Stadt sein können.
    Nach Besteigen des Busses ging die 24-stündige Busfahrt los. Unterwegs wurden wir mit Zuckercreme gefüllten Doppelkeksen, Fruchtnektarlimonade und Instantkaffee, in den scheinbar jedes Mal ein Zuckerfass gefallen war, versorgt.
    Es ging die Anden hinauf, wir schlängelten uns Serpentinenstraßen entlang und kamen an die Grenzstation, die scheinbar im Niemandsland zwischen Chile und Argentinien errichtet wurden, an. Nach dem Ausstieg aus dem Bus und dem Einreihen am Grenzschalter erhielten wir nach einiger Wartezeit unseren Stempel in den Reisepass.
    Da, ebenso wie nach Chile, die Einfuhr sämtlicher (frischer) Lebensmittel verboten ist, wurde das große Gepäck aus dem Frachtraum durchleuchtet. Das Handgepäck sollten wir aus dem Bus nach draußen bringen. Auch hier reihten wir uns wieder ein und warteten, was denn wohl passieren möge. So genau schienen das aber auch die spanisch sprechenden Mitreisenden nicht zu wissen.
    Nach einer Weile lief eine Frau die Reihe entlang und durchsuchte jedes Gepäckstück einzeln nach verbotenen Dingen wie Äpfeln oder Käse. Kurz bevor sie uns erreichte, war die Kontrolle beendet. Völlig verwirrt durften wir den Bus wieder bestiegen und die Fahrt ging weiter.
    Die raue Felslandschaft ging es wieder hinab und Buenos Aires entgegen. Am Abend wurde Lasagne mit Hackfleisch serviert, die wir im Sinne der Völkerverständigung an unsere Vordermänner verschenkten.
    Das vierte Bild im Anhang zeigt das, was uns übrig blieb (in der gelben Schale links oben ist natürlich süßer Pudding).
    Die einsetzende Abenddämmerung mit scheinbar glühendem Horizont läutete den Abend ein und nach mehr oder weniger erholsamem Schlaf kamen wir am Morgen gegen 9 Uhr am Busbahnhof an.
    Read more