Hoch fahren, um runter zu gucken
May 26 in Romania ⋅ ☀️ 18 °C
Es gibt zwei Optionen für diesen Tag: Kultur in Alba Iulia [Karslburg] oder Natur am Lac Balea. Ihr dürft einmal raten, wofür sich die Kulturbanausen entscheiden 🤣
Heute strahlt die Sonne von einem tiefblauen Himmel. Da müssen wir nicht lange überlegen: Wir fahren die Transfăgărasan von Norden, bis sie gesperrt ist, und nehmen die Seilbahn zum Balea-See. Eine gnadenlos gute Entscheidung!
Es ist schlichtweg herrlich am Lac Balea. Dort oben auf gut 2.000 Metern liegt noch jede Menge Schnee, der See ist noch zugefroren und wir bekommen eine Idee, warum die Transfăgărășan hier noch nicht befahrbar ist: Die Straße liegt an einigen Stellen mannshoch unter Schnee begraben. Um die Straße tatsächlich spätestens am 01. Juli freigeben zu können, sind sie mit schwerem Gerät dabei, die Transfăgărășan freizuräumen.
Der Blick ins Tal über die Serpentinen ist schon beeindruckend. Und wir teilen ihn gerade mal mit ein, zwei Dutzend weiterer Touristen. Eigentlich ganz schön, dass die Straße noch gesperrt ist 😁
Wir lassen uns von der Seilbahn wieder zur unteren Station bringen und fahren Richtung Carța [Kerz], als am Straßenrand ein junger Bär auftaucht. Kommen wir also doch noch zu unserer Braubärensichtung. Das freut uns. Aber ...
In Rumänien gibt es dabei ein großes Aber, denn die Tiere werden immer wieder von (einheimischen wie fremden) Touristen gefüttert. Und mal abgesehen davon, dass Pizza, Kekse und Salami den Bären nicht gerade gut bekommen, erzieht es die Tiere zum Betteln.
Sie verlieren die Scheu vor den Menschen, kommen näher und näher in der Hoffnung auf Fressen ... und wenn dann aus dem süßen Teddybären das wilde Raubtier wird, das so ein Bär nun einmal ist, dann, ja dann ist das Gejammer groß. And the loser is: der Bär.
Baby Bär hier hat das schon ganz gut raus, kommt ums Auto herum und schaut mich aus treuen Augen herzerweichend an. Ich will gar nicht wissen, wie oft er damit Futter- Erfolg hat.
Wir fragen uns, wo Mama Bär steckt. Die Antwort bekommen wir ein paar hundert Meter weiter. Da trottet sie gemächlich die Straße entlang. Und kommt nach Futter bettelnd auch so nah, dass Dirk mal kurz Gas gibt und das Fenster schließt.
Ja, wir freuen uns, wenn wir Wildlife sehen. Aber stimmt das hier noch? So ein richtig gutes Gefühl hinterlässt diese Bärenbegegnung bei uns nicht 🤔Read more
















Traveler
Süßes kleines Kerlchen
Traveler
Uahahaaaa! Also Bären muss man mögen! Endlich!!!
Traveler
Krass!