• Zisterzienser in Rumänien

    May 26 in Romania ⋅ ☀️ 25 °C

    Ja, richtig gelesen: Die Zisterzienser waren in Rumänien. Genauer gesagt in Cârța [Kerz]. Keine sonderlich ruhmreiche Geschichte, aber immerhin stehen hier die Ruinen des östlichsten Zisterzienserklosters (und des einzigen in Rumänien).

    Es ist nur ein kurzer Abstecher auf dem Rückweg nach Sibiu und den nehmen wir gerne mit. An der Ruine in Cârța hängt ein Schild - ganz typisch für Rumänien: Bitte anrufen, wenn ihr die Ruine besichtigen wollt.

    Die Rumänen lieben es, angerufen zu werden. Bitte anrufen, kurz bevor ihr an der Unterkunft ankommt. Bitte anrufen, kurz bevor ihr den Mietwagen zurückgebt. Bitte, bitte anrufen!

    Also wählen wir die Nummer, erklären, dass wir gerne die Ruine besichtigen möchten und fünf Minuten später kommt eine Frau angelaufen, die uns das Tor aufschließt und den Eintritt kassiert.

    Die Ruine selbst ist zwar schnell besichtigt, weil nicht mehr allzu viel übrig ist. Aber es ist ganz interessant, sich das nal anzuschauen, und wir finden die Geschichte der Zisterzienser ohnehin spannend. Skurril ist allerdings, dass der hintere Teil der Klosterkirche heute als evangelische Kirche genutzt wird. Und dass im ehemaligen Kirchenschiff heute Gräber zu finden sind ... Mal ganz davon abgesehen, dass die Namen auf den Grabsteinen ziemlich deutsch klingen. Siebenbürger Sachsen.

    Der Abstecher hat sich definitiv gelohnt!
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