• Mozambique

    September 13, 2022 in Mozambique ⋅ ☁️ 23 °C

    In Europa lösten im 16. Jahrhundert die Entdeckungsreisen der Afrikaforscher einen regelrechten Wettlauf um den schwarzen Kontinent aus.
    Mit unglaublicher Raffgier und Brutalität machten sich mehrere Nationen auf, riesige Gebiete, die sie zum Teil noch nicht einmal von der Landkarte kannten, zu beschlagnahmen.
    Die Portugiesen machten sich Mozambique zu eigen.
    Doch trotz seiner kolonialen Vergangenheit findet man heute hier fast ausschließlich schwarze Afrikaner.
    Von den Portugiesen sind nur noch schätzungsweise 30.000 geblieben, die heute vor allem in Maputo und Beira leben.
    Aus der jahrhundertelangen Vermischung der Portugiesen mit den schwarzen Afrikanern entstanden die Mulatten ( Mischlinge), die auch einen erheblichen Anteil der Bevölkerung ausmachen.
    Die meisten Mozambikaner wohnen entweder entlang der Küsten, wo die Fischgründe des Indischen Ozeans ihr Überleben sichern, oder in den wenigen großen Städten. Das Hinterland dagegen ist zum Teil extrem dünn besiedelt.
    Die Amtssprache ist immer noch Portugiesisch, nur wenige beherrschen ein paar Brocken Englisch.
    Mozambique besitzt eine rund 2.800 km lange Küste entlang des Indischen Ozeans.
    Endlose weiße Strände, türkisblaues, klares Wasser und die vorgelagerten Archipele gehören zu den Höhepunkten des Landes.
    Maputo, das auch Perle des Indischen Ozeans genannt wird, ist die Hauptstadt Mozambiques. Mit 1,1 Mio. Einwohnern ist sie die größte Stadt des Landes. Wir lesen im Reiseführer: Am Tag besticht der Ort durch seine spektakuläre Architektur – bei Nacht durch die pulsierenden Bars. Somit ist sein Ruf, das „Rio Afrikas“ zu sein, durchaus gerechtfertigt: beeindruckend schön und übelgefährlich zugleich.
    Uns zeigt sich beim Durchfahren leider nur die hässliche Seite von Maputo.
    Der Trip durch die Stadt ist alles andere als angenehm.
    Es herrscht unglaublich dichter Verkehr, es ist dreckig, und überall am Straßenrand liegen Tonnen von Müll. Dazwischen liegen oder stehen Leute, die die seltsamsten Dinge zum Verkauf anbieten: von Autoreifen und Besen über Pflastersteine bis hin zu lebendigen Hasen Fröschen und Affen.😬
    Wir atmen auf, als wir die Stadt hinter uns gebracht haben.
    Schließlich erreichen wir unser heutiges Ziel, einen Campingplatz in Meeresnähe. Der Strand ist allerdings nahezu ebenso dreckig wie der Straßenrand, und so verkneifen wir uns ein Bad im Ozean.
    Als wir nach einem leckeren Fischessen im Restaurant beim Camp zu unserem Auto zurückwollen, sehe ich irgendwo zwischen den Büschen einen weißen Camper. "Das gibt's doch nicht! Da steht ein Bimobil!", rufe ich begeistert. Viktor schaut mich an, als spräche ich portugiesisch. Ich bin so glücklich darüber, andere Deutsche mit einem Auto wie dem unseren zu treffen und will mich gleich mit ihnen austauschen. Blitzschnell holt mich Viktor auf den Boden der Tatsachen zurück. Immer noch ein wenig fassungslos antwortet er:
    " Äffchen, das ist doch unser Camper! "
    Das hatte ich nicht kapiert, ich hatte nach ein paar mal hin- und herlaufen auf dem Platz vollkommen die Orientierung ( die bei mit bekanntermaßen nicht die beste ist ) verloren.
    Außerdem lag ein sehr harter Tag hinter mir, da kann so was schon mal passieren . 🤣
    Wider Erwarten schaffen es Kai und Karola noch am selben Abend zu uns zu stoßen, und wir sind glücklich, wieder zusammen zu sein.
    Das Solarpaneel haben sie leider nicht wieder gefunden, wahrscheinlich ist es geklaut worden.😭
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