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- Kongsi
- Hari 72
- Isnin, 10 Oktober 2022
- ☀️ 37 °C
- Altitud: 452 m
ZimbabweHurungwe District15°57’58” S 29°25’52” E
Mana Pools Nationalpark
10 Oktober 2022, Zimbabwe ⋅ ☀️ 37 °C
Der 2200 Quadratkilometer große Mana Pools Nationalpark im Norden
Simbabwes ist DAS Highlight für jeden, der die Natur des Landes in ihrer ganzen Wildheit und Abgeschiedenheit erleben will.
Es ist eines der noch unberührtesten und abgelegensten Wildschutzgebiete der Welt.
Der Gedanke an den Park ruft Bilder vom Mighty Sambesi, von Elefantenherden und Löwen, von Wildnis und Ursprünglichkeit hervor.
Ihre Einzigartigkeit hat auch diese Gegend 1984 zum UNESCO-Weltnaturerbe gemacht.
In der Sprache der Shona bedeutet
das Wort „Mana“ die Zahl
" Vier " und steht für die vier, mit Wasser des Sambesi gefüllten großen Becken.
In der Trockenzeit zwischen Mai und Oktober sind diese Tümpel die einzige Wasserquelle im weiten Umkreis, von der unzählige Tiere - große wie kleine - angelockt werden
Bei unserem Besuch sind allerdings 3 Wasserlöcher fast komplett ausgetrocknet, nur am „Long Pool“, dem größten der durch den Fluss geformten
Altwasserseen, können wir unzählige Hippos, Büffel, Krokodile und große Elefantenherden beobachten.
An den Uferterrassen suchen Wasserböcke, Affen, Zebras, Elenantilopen und Impalas nach Nahrung.
Löwen, Geparden und Leoparden halten sich überwiegend in den Dickichten auf, weshalb man sie nur äußerst selten zu Gesicht bekommt.
Große Leberwurstbäume und Akazien säumen das Flussufer, riesige Baobab-Bäume ragen in den Himmel.
Unser Campsite liegt direkt am Ufer des Mighty Sambesi.
Was für ein Anblick, was für ein gigantischer Fluss mit großen Sandbänken, raschelndem Schilfbewuchs und den Sambischen Bergen im Hintergrund.
Keine 5 Meter vom Wasser entfernt schlagen wir unser Lager auf.
Man merkt gleich, dass dies kein normaler Campingplatz ist. Es gibt keinerlei Zäune im Park, und so laufen die Tiere kreuz und quer durch unser Camp.
Auch die Geräusche, die wir wahrnehmen, sind anders als die bisher gehörten.
Klar, wir kennen das eigentlich schon von früheren Urlauben in Afrika, und Kai und Karola sind erst recht damit vertraut.
Doch man muss sich jedes Mal wieder von Neuem daran gewöhnen.
Kaum haben wir das Auto verlassen, grunzt, rülpst, krächzt, brummt, röhrt und stöhnt es überall.
Zunächst habe ich Kai in Verdacht, komische Töne von sich zu geben. 🤣
Doch er ist diesmal unschuldig.
Die seltsamen Laute kommen vom Wasser her. Es sind Hippos,
die die meiste Zeit unter der Wasseroberfläche, für uns unsichtbar, flussabwärts treiben. Ab und zu tauchen sie auf und geben diese merkwürdigen Geräusche.....wie Pupsen in einem Riesentunnel... von sich.
Als wir unser Abendessen vorbereiten, will Karola noch schnell duschen, bevor es dunkel ist.
Während ich im Camper stehe und im Topf herumrühre, macht sich jemand von außen an unserem Fenster zu schaffen.
Karola??? Nee, das kann nicht Karola sein, die würde bestimmt zur Tür herein kommen.
Außerdem ist derjenige viel größer und schwärzer als Karola. Ein Arbeiter vielleicht? Dann geht mit einem Mal das Licht aus: Etwas Riesenhaftes schiebt sich vor unser Fenster und wedelt wie wild mit großen, dunklen Tüchern herum, es wird ganz plötzlich ganz dunkel.
Um Gottes Willen, das sind keine Tücher, das sind OHREN!! Da steht ein ausgewachsener Elefantenbulle vor meinem Küchenfenster und wackelt mit seinen Riesenohren.
NICHT SCHREIEN!!!
Ich werfe mich schnell auf den Boden, damit er mich nicht sehen kann, ich will ihn auf keinen Fall aggressiv machen.
Viktor und Kai sitzen derweil draußen, seelenruhig und grinsend.
Die größte Angst habe ich, dass der Elefant seine meterlangen Stoßzähne durch das Fliegengitter haut und den Kopf in meine Küche steckt. Ich wage weder zu atmen noch um Hilfe zu rufen.
Dann endlich, wendet er sich langsam ab und trottet im Zeitlupentempo von dannen.
Es ist unglaublich, wie leise diese Dickhäuter auf ihren stempelartigen Beinen schleichen können. Wir haben ihn nicht kommen hören.
Und schließlich erscheint auch Karola. Wir hatten uns schon gewundert, dass sie es so lange in der versifften Dusche aushält.
Dabei hatte sich die Arme nicht mehr aus dem Waschhäuschen gewagt, weil auch sie den Elefanten gesehen hatte.
Später hören wir noch Nilpferde durch das Camp streifen. Es knackt und kracht überall, und die schnaubenden und schnaufenden Grunzlaute sind noch Hunderte Meter weit zu hören.
Als dann auch noch eine Hyäne mit meckerndem Lachen um unser Auto kreist, reicht es mir und ich verabschiede mich für diesen Abend.
Gott sei Dank verläuft die Nacht erstaunlich ruhig.
Bei unserem Game Drive durch den Park entdecken wir unzählige Tiere und sehen so Vieles, was wir so schnell nicht vergessen werden und hoffen, dass dieser Park sich seine Ursprünglichkeit noch lange Zeit bewahren kann.
Allerdings sind wir entsetzt über die horrenden Preise, die wir bezahlen müssen.
Leider hat es den Anschein, dass die eingenommen Gelder nicht in den Park oder dessen Instandhaltung fließen, sondern in die Taschen von einigen Wenigen, die sich daran maßlos bereichern.
Die Camps und insbesondere die Sanitärbereiche sind unter jeglicher Kritik. Da wird jeder Toiletten- oder Duschgang zu einer
Herausforderung der besonderen Art, und man wird gezwungen, Ekel und Abscheu höchsten Grades zu überwinden.
Die Gründe für diese ignorante Vernachlässigung der Plätze haben wir nicht herausfinden können trotz Nachfrage beim Manager des Camps.Baca lagi










