• Lake Kariba

    2022年10月13日, ジンバブエ ⋅ ☀️ 35 °C

    Der Sambesi ist nach dem Nil, Kongo und Niger mit 2574 Kilometern Fließstrecke der viertlängste Fluss in Afrika und der größte afrikanische Strom, der in den Indischen Ozean fließt.
    Auf seiner langen Reise durchquert er Sambia, Simbabwe, Angola und Mosambik.
    Er schlängelt sich durch Gebirge und Moorlandschaften, Regenwälder und Savannen.
    Zwischen Sambia und Simbabwe sowie zwischen Sambia und Namibia bildet er eine natürliche Grenze, und in Mosambik mündet der Fluss schließlich in einem grosen Delta in den Indischen Ozean.

    Die Kariba-Schlucht ist ein großer natürlicher Canyon, durch den der Sambesi einst floss. 1959 wurde der gewaltige Kariba-Damm aus Doppelbogenbeton fertiggestellt, der den Sambesi aufstaute,
    die Schlucht vollständig füllte und so
    den größten von Menschenhand geschaffenen Stausee der Welt bildete.
    Die imposante Betonmauer der Talsperre ist 128 Meter hoch, 617 Meter lang und 24 Meter breit.
    Mit einer Länge von ca. 290 Kilometern, einer Breite von bis zu 40 Kilometern und einer maximalen Tiefe von 120 Metern hat er das höchste Volumen aller Stauseen, weshalb er oft als Inländischer Ozean bezeichnet wird.
    Die Wasserkraftwerke des Staudammes liefern Strom für den größten Teil von Sambia und Simbabwe
    Einer Vielzahl von Tieren bietet der Karibasee Lebensraum, insbesondere in den Naturschutzgebieten an seinem südlichen Ufer in Simbabwe.
    Auch für Fischer und Angler ist er ein Paradies, denn es gibt hier Tigerfische, Barben, Karpfen, Brasse, Buntbarsche, Wels und den mächtigen Vundu Wels.
    An seinem Ufer leben Nilpferde, Krokodile und Elefanten, deshalb ist der See auf keinen Fall zum Schwimmen geeignet.
    Bei unserer Sundowner Tour auf dem Karibalake schippern wir vorbei an kleinen Buchten, an weitläufiger Savanne mit gelb und grün leuchtenden Gräsern.
    Dann wieder ist das Ufer felsig, gespickt mit rotem Sandstein. Dahinter ragen Berghänge empor, auf denen große Baoab-Bäume wachsen.
    Man kann sich nicht vorstellen, dass dies eine Landschaft im ehemaligen Rhodesien war, die noch unter britischer Kolonialherrschaft für den Stausee überflutet wurde.
    Ganz langsam schwoll der Sambesi damals an, und rund 57.000 Menschen vom Batonga-Stamm mussten ihre Heimat verlassen. An die vielen Wildtiere hatte niemand gedacht. Tausende Nashörner, Affen, Löwen und alle anderen, die nicht schwimmen konnten ertranken jämmerlich oder saßen auf Inseln fest.
    Weltweites Aufsehen erregte zu jener Zeit die Rettungsaktion „Operation Noah“ . Dramatische Szenen spielten sich ab bei den Versuchen, die tonnenschweren Nashörner mit Booten aufs Festland zu befördern.
    Bei der Aktion, die Rupert Fothergill leitete, wurden Tausende Wildtiere aus den steigenden Gewässern vertrieben und größtenteils in den Matusadona-Nationalpark und um den Kariba-See herum verlegt.
    So konnten mehr als 6.000 Elefanten, Antilopen, Nashörner, Löwen, Leoparden, Zebras, Warzenschweine, Vögel und Schlangen gerettet werden.

    Bei unserem Aufenthalt erfahren wir, dass der Kariba-Staudamm sich in einem kritischen Zustand befindet und in naher Zukunft brechen könnte.
    Die Sturzfluten des Abflusskanals haben im Laufe der vergangenen Jahren einen großen Krater in den Felsuntergrund gegraben, wodurch das Fundament des Damms stetig weiter ausgehöhlt wird.
    Ingenieure weltweit befürchten, dass der Damm zerbirst, wenn nicht dringend notwendige Reparaturen durchgeführt werden. Eine Tsunami-artige Flut würde im worst case innerhalb von rund acht Stunden die Grenze zu Mosambik erreichen und dort 800 Kilometer flussabwärts mit dem Cahora Bassa-Damm einen weiteren Damm zerstören. Es ist ein Wettlauf mit der Zeit: Experten geben dem Kariba-Staudamm ohne Reparaturen nur noch drei Jahre, dann könnte die Katastrophe eintreten und
    rund 3,5 Millionen Menschen gefährden – in Sambia, Simbabwe, Malawi und in Mosambik.
    Bleibt nur zu wünschen, dass auch die Regierung den Ernst der Situation realisiert und entsprechend handelt.
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