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- 日169
- 2023年1月15日日曜日
- ☀️ 35 °C
- 海抜: 592 m
タンザニアPeninji2°20’53” S 36°1’34” E
Lake Natron
2023年1月15日, タンザニア ⋅ ☀️ 35 °C
Auf dem Weg zu unserem nächsten Ziel, dem Lake Natron, durchqueren wir den äußersten Norden von Tansania.
Es ist eine Gegend
von bizarrer Schönheit,
geformt und geprägt von zahlreichen, teils noch aktiven Vulkanen.
Laut Reiseführer zählt das Gebiet zu einem der ursprünglichsten Landstriche Afrikas,
mit Worten nicht zu beschreiben und dem durchschnittlichen Besucher
so gut wie immer verborgen.
Wie ein gewaltiger Riss zieht sich ein 5600 Kilometer langer, 300 Kilometer breiter und im Schnitt 700 Meter tiefer Graben durch den afrikanischen Kontinent. Dieser " große afrikanische Grabenbruch " ist Zeuge gigantischer geologischer Prozesse, die hier in den letzten 18 Millionen Jahren stattgefunden haben.
Die Narben, die tosende Vulkane in der Erdkruste hinterlassen haben, sind von solchen Ausmaßen, dass Astronauten sie selbst aus dem All ausmachen können.
Als ein Höhepunkt der Fahrt erwartet uns der aktivste und bekannteste Vulkan im Great Rift Valley.
Gewaltig und imposant erhebt er sich
aus einer der seltsamsten, schönsten und wildreichsten Landschaften der Welt:
der Oldonyo Lengai,
das größte Heiligtum der Massai, genau
im Zentrum ihres Landes.
Der Berg scheint wie geschaffen, um zum Gegenstand von Mythen und Märchen auserkoren zu werden.
Für die Massai stellt er den Sitz ihres Gottes Engai dar, die Vulkanausbrüche symbolisieren seinen immer wieder auftretenden Zorn.
Grollender Donner und zuckende Flammen sind Ausdruck und Beweis der Gegenwart und Macht des Gottes, von dem es heißt, er lebe immer noch im Berg, um Leben zu schenken und Leben zu vernichten.
Seine Aufgabe ist es einerseits, die Menschen und ihre Herden zu beschützen, doch auch zuweilen mit schwarzen Ascheexplosionen seine Macht zu demonstrieren und den Bewohnern ihre Grenzen aufzuzeigen.
Um ihn mild zu stimmen wurden dem Gott in früheren Zeiten durch die Stammesältesten Gaben und Geschenke direkt zum Kraterrand gebracht.
Und noch heute pilgern die Einheimischen auf den Berg, um Lengai ihre Opfer in Form von makellosen Lämmern und Ziegen darzubieten.
Der 2960 Meter hohe Vulkan ist der weltweit einzige, der eine
niedrigschmelzende, im Wesentlichen aus Natriumcarbonat bestehende Lava von
maximal 600 ° C ausspuckt.
Direkt am Fuß des Vulkans Ol Doinyo Lengai
befindet sich der weltberühmte Natronsee, der eine Länge von 56 Kilometern und eine Breite von zwölf Kilometern aufweist. ( Damit ist der Lake Natron größer als Berlin). Er gilt als der alkalischste See der Welt mit einem pH-Wert von bis zu 10.5 – fast so hoch wie bei reinem Ammoniak.
Das Natriumcarbonat stammt aus der Vulkanasche des benachbarten, immer noch aktiven Vulkans Ol Doinyo Lengai.
Der See ist insgesamt sehr flach, teilweise nur wenige Zentimeter tief, was die Anreicherung basischer Salze beschleunigt.
Nach dem Austrocknen kristallisiert das Natriumkarbonat und bedeckt die trockenen Areale mit einer lebensfeindlichen grauweißen Kruste.
Der See ist aus diesem Grund stellenweise so zerstörerisch, gefährlich und sogar Tod bringend; er
bietet aber auch Lebensraum für einige endemische Tierarten.
So findet eine Vielzahl von Vögeln, namentlich eine riesige Population von Zwergflamingos mit bis zu 2.5 Millionen Individuen, am Lake Natron sowohl Heimat als auch Brutstätte.
Doch warum können diese Vögel hier leben?
Sie haben sich in ihrer Stoffwechselphysiologie und ihrem Körperbau weitgehend an die extrem lebensfeindlichen Bedingungen angepasst.
Durch oberhalb ihres Schnabels befindliche Drüsen können
die Flamingos das Salz im Wasser ausscheiden, so dass es ihnen keinerlei Schaden zufügt.
Seine ganze, unfassbare Schönheit offenbart der Lake Natron am besten
von oben betrachtet : Eine wundersam rote Färbung, die zum Teil sogar noch aus dem Weltraum erkennbar ist, zieht Besucher der ganzen Welt in ihren seinen Bann.
Verursacht wird die Farbgebung von speziellen Algen, die nur in stark alkalischem Wasser vorkommen.
Von ihnen leben die so genannten Salinenkrebse, die wiederum die Nahrung für die Flamingos bilden und ihnen zu ihrer intensiv-rosa
leuchtenden
Farbe verhelfen.
Zur Todesfalle wird der Lake Natron nicht zuletzt durch seine hochreflektierende Oberfläche, aufgrund derer Vögel oder Fledermäuse den See nicht als solchen wahrnehmen. Fliegen sie dann irrtümlich hinein, greift das Wasser sie sofort an, verätzt Augen und Haut und macht sie flugunfähig.
Tiere, die im Lake Natron verenden, umschließt sehr bald eine
Schicht aus Salz, die schließlich verkrustet und sie so für die Ewigkeit
versteinert.
Vor allem Vögel und Fledermäuse sind davon betroffen.
Vor einigen Jahren war geplant, eine Fabrik am See zu bauen, um das Natron-Salz als Grundstoff für die chemische Industrie großflächig abzubauen – was verheerende Folgen für diesen besonderen Lebensraum gehabt hätte. Doch dieses Vorhaben konnte - auch durch den Einsatz des WWF - zum Glück gestoppt werden.
So bleibt nur zu hoffen, dass dieses Gebiet in seiner Einzigartigkeit noch lange für viele Bewunderer erhalten bleibt.もっと詳しく











旅行者Liebe Inge, das ist ja ein ganz toller Bericht und ganz tolle Bilder. Wir lernen sogar aus deinen Erzählungen. Die Eindrücke und aber auch Gefahren dieses Sees sind gigantisch. Passt auf euch auf und weiterhin eine tolle Zeit "ZUSAMMEN" . LG Anne und Alex