• Asante Sana, Tansania

    17 de janeiro de 2023, Tanzânia ⋅ ⛅ 25 °C

    Die Ngare Sero Wasserfälle in der Nähe unseres Camps sollen sehenswert, nahezu spektakulär sein.
    Also unternehmen wir eine Wanderung entlang der malerischen gleichnamigen Schlucht. Die Landschaft ist eine einzigartige Mischung aus trockenen Vulkangesteinen und üppigen tropischen Palmen.
    Der Weg führt teilweise hüfttief durchs Wasser des durchaus reißenden Flusses, der Untergrund ist unwegsam mit Geröll und Steinen bedeckt. Die Böschung, wo wir mehrmals hinauf und herunter klettern müssen, ist steil, unbefestigt und glatt.
    Aber die Tour ist spannend und abwechslungsreich, zumal wir den Bach mehrere Male überqueren müssen.
    Am Ende der Schlucht werden wir für die Anstrengungen mehr als belohnt:
    Ein herrlicher Wasserfall erwartet uns mit glasklarem Quellwasser aus dem Ngorongoromassiv.
    Hier baden wir und lassen uns mit der Strömung immer wieder ein Stück flussabwärts treiben. Der Wasserdruck ist so stark, dass man aufpassen muss, nicht gegen die unterspülten Felswände gedrückt zu werden.
    Zu unserer Überraschung - ich hätte im Leben nicht damit gerechnet - entledigt sich auch unser Guide ( zum ersten Mal haben wir eine Frau) ihrer ganzen - mehrere Schichten umfassenden Gewänder - und springt nur noch mit schwarzem BH und weißer Sloggi Longlong Unterhose bekleidet in die Fluten. Uns allen bleibt der Mund vor Staunen offen stehen😯
    Der witzigste Teil kommt am Ende des Badespaßes:
    In dem schäumenden, aufgewühlten Wasser treiben Unmengen von Sand und kleinen Steinchen herum. Da sie vulkanischen Ursprungs sind, ist ihre Farbe tiefschwarz. Nach dem Bad befinden sich diese Partikel überall auf unserer Haut, in sämtlichen Falten und vor allen Dingen auch im Badeanzug bzw in der Schwimmhose. Sie kleben fürchterlich und saugen sich förmlich am Körper fest.
    Als unser female Guide aus dem Wasser klettert, habe ich irgendwie eine Assoziation von: Phoenix steigt aus der Asche.
    Sie ist nicht nur am ganzen Körper mit Steinchen besprenkelt, sondern hat auch noch pfundweise Lavapartikel in ihrer weißen, etwas transparenten Unterhose.
    Wir verkneifen uns alle das Lachen, weil wir sie auf keinen Fall bloß stellen wollen. Aber es ist zum Schreien komisch 🤣
    Wenige Minuten später ist sie schon wieder von mehreren Schichten Stoff verhüllt, und es kommt uns vor, als hätten wir das ganze Spektakel nur geträumt.

    Innerhalb des Konzessionsgebiets vom
    Ngorongoromassiv besuchen wir noch ein abgegrenztes Gebiet, wo Forscher seltene Funde gut erhaltener menschlicher Fußabdrücke des
    Homo Sapiens entdeckt haben, die vor circa 120.000 Jahren im Schlamm zurückgelassen wurden. Kein anderer Ort in Afrika ist anscheinend solch eine Fundgrube für Wissenschaftler aus aller Welt.
    Mir fehlt offensichtlich ein wenig der wissenschaftlich geschulte Blick. Hätte der Guide uns nicht die Abdrücke gezeigt und entsprechend kommentiert, ich hätte sie für Fußstapfen von irgendwelchen verpeilten Typen gehalten, die durch noch nassen Beton gestapft sind.
    Na ja, schließlich bin ich auch kein Archäologe.😉

    Nun befinden wir uns seit gestern auf dem Weg zu unserem nächsten afrikanischen Land: Rwanda und verabschieden uns von Tansania.
    Es hat uns wunderbar gefallen, allerdings wurde uns der Aufenthalt ein wenig durch die hohen Kosten verleidet.
    Neben dem übertriebenen Preisniveau für Lebensmittel in Geschäften haben uns vor allem die
    exorbitanten Eintrittsgelder für Nationalparks geschockt. Es werden sowohl lokale Gebühren als auch zusätzlich Abgaben für das Government jeweils für den Eintritt, das Auto und Campgebühren pro Tag erhoben.

    Hinzu kommen die Kosten für die Guides, die man obligatorisch buchen muss. Ohne Anhängsel ist nur der Gang zum Klo erlaubt und deshalb kostenlos.
    Bei jedem anderen noch so kleinen Hike wird man begleitet und ..... man muss es leider sagen ...... nicht selten richtig abgezockt.

    Reiseberichten zufolge ist die Erkundung der Natur Afrikas teurer als irgendwo sonst auf der Welt. Die Preise stellen sogar die Parkgebühren für den Yosemite National Park in den Vereinigten Staaten in den Schatten.

    Wir fragen uns, wo das ganze Geld hinfließt? Auf jeden Fall nicht in die Taschen der Ärmsten.
    Die bekommen nichts von dem großen Kuchen.
    Purer Wahnsinn!
    Es bleibt nur zu hoffen, dass ein Teil der bezahlten Gebühren dazu verwendet werden, die zum Teil atemberaubend
    unberührte Natur und den einzigartigen Reichtum an Pflanzen und Tieren zu erhalten.

    Wir werden auf jeden Fall das freundliche „Jambo“ (Hallo auf Swahili) oder „Karibu“ (Willkommen), mit dem man überall herzlichst empfangen wird, sehr vermissen und sind gespannt und voller Erwartung, welche Erfahrungen wir in Rwanda und Uganda erleben werden.

    Auf Wiedersehen und Vielen Dank
    Kwa heri
    und
    Asante Sana, , Tansania!
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