• Asante Sana, Afrika

    10 апреля 2023 г., Кения ⋅ ☁️ 29 °C

    Es ist so weit: Wir sind auf dem Weg zum Flughafen in Mombasa, um Afrika zu verlassen ...... Zeit für einen Blick zurück.
    In den Monaten unserer Reise haben wir erleben dürfen, wie das Sonnenlicht den Sand der Wüsten gelb leuchten lässt, wie es sich anfühlt, im Regenwald am Äquator zu wandern, tropische Luft zu atmen und hinter manchem Rascheln ein wildes Tier, vielleicht sogar einen Elefanten oder gar Gorilla zu vermuten.
    Wir wissen nun, wie wuselig und lebendig die Städte und still die Ebenen sein können – ja, und wir haben diese viel zitierte Freiheit verspürt, die man bei Sonnenuntergängen in Afrika fühlen soll.
    Vor allem haben wir Menschen kennen gelernt, die in den Ländern Afrikas, wo wir uns nur einen begrenzten Zeitraum aufhielten, zu Hause sind. Durch sie haben wir Einblicke in das Leben auf diesem Kontinenten bekommen, Freundschaften geschlossen, mit ihnen gelacht und manchmal auch geweint.
    Und wir haben in diesem Wunderland alles gesehen, was die afrikanische Tierwelt zu bieten hat. Elefanten, Giraffen, Krokodile, Nilpferde, Zebras, Löwen, Geparden, Büffel, Leoparden Gorillas...

    Die Vorstellungen, die wir vor der Reise im Kopf hatten, ersetzen wir nun durch selbst gemachte Erfahrungen und Erlebnisse, und so entstehen unsere eigenen Bilder: vielfältig, bunt, schön, erschütternd, den ursprünglichen ähnlich, aber oft auch grundverschieden.

    Dankbar, erfüllt, ja, .... aber auch neugierig und bereit für Neues gehen wir unseren Weg weiter.
    Für mich ist es an der Zeit, den afrikanischen Kontinenten zu verlassen, denn die erbarmungslose Armut und der Dreck haben Spuren hinterlassen.
    Es zieht mich nach Hause, zu unseren Freunden und unseren Kindern, die ich unglaublich vermisse.

    Wir kennen ihn nicht genau, den Weg, der vor uns liegt.
    Manchmal befürchte ich, dass mich inzwischen ein bisschen die Kraft verlässt, zu planen, zu organisieren, zu verwerfen und neu zu beginnen, zu kämpfen und auszuhalten.
    Doch wir müssen das jetzt gemeinsam zu Ende bringen.
    Nach Hause zu fliegen wäre im Augenblick ein reizvoller Gedanke, aber ich kann meinen Mann nicht alleine lassen. Er würde das umgekehrt auch nie tun.
    Also fliegen wir jetzt zunächst nach Muskat im Oman, von da aus nach Salalah, wo dann unsere Autos so Gott will wohlbehalten ankommen und hoffentlich in einem weniger nervenzerreißenden Krimi entladen werden können.
    Anschließend soll die Reise weiter führen durch den Oman. An der Grenze zum Iran erwartet uns jemand, der uns durch das Land eskortiert bis an die Grenze zur Türkei oder in den Nordirak.
    Sind wir in der Türkei angekommen, wird es hoffentlich ein wenig leichter werden. Europa, also den Balkan schaffen wir mit links. Leider bleibt für diesen entspannteren Teil nicht mehr viel Zeit. Afrika hat länger gedauert als erwartet und geplant.

    Kurzum : Der Weg bis zu Hause ist noch weit.

    „Wohlan denn, Herz, nimm Abschied und gesunde! “
    So beginnt ein Gedicht von Hermann Hesse über Abschied und Neubeginn, das mich seit meiner Schulzeit begleitet – vor allem dann, wenn sich in meinem Leben etwas verändert zum Guten wie zum Traurigen.
    Die Zeilen handeln von der Wehmut, die sich einstellt, wenn etwas zu Ende geht, das über längere Zeit das eigene Leben geprägt und bestimmt hat oder wenn man sich von Menschen trennen muss, mit denen man ein Stück seines Lebenswegs gegangen ist.
    Beides ist jetzt bei uns der Fall.

    Aber, so zeigt das Gedicht, das ist eben nur die eine Seite. Die andere heißt: wenn ich eine Aufgabe loslasse, habe ich Kopf und Herz frei, um neue Herausforderungen anzunehmen. Es kommt im wahrsten Sinn des Wortes Anderes in den Blick - neue Möglichkeiten und andere Menschen, die die nächste Etappe meines Wegs mit mir gehen, wo auch immer das sein wird.
    Abschied und Neubeginn also - zwei Seiten einer Medaille, die das Leben ausmachen.
    Für uns endet hier wieder ein Abschnitt und ein neuer beginnt.
    Wir sind gespannt darauf.
    Читать далее