• Märchenland Kappadokien

    June 14, 2023 in Turkey ⋅ 🌧 19 °C

    Kappadokien im Herzen Anatoliens,etwa 750 km südöstlich von Istanbul, ist unser nächstes Ziel.
    Was wir hier vorfinden übersteigt jegliche Erwartung, die wir gehabt haben.
    Vor Millionen von Jahren durch Vulkanausbrüche in die Wege geleitet, kommt diese Tuffsteinlandschaft heute einer einzigartigen Märchenwelt gleich.
    In immer wiederkehrenden Eruptionen schleuderten Vulkane ihre Asche in das umliegende Gebiet, wo sie sich dann in verschiedenen Schichten und Farben absetzte.
    Wind und Wetter griffen das Gestein unentwegt an, Höhlen, Gänge und tiefe Schluchten wurden ausgewaschen.

    So kreierte der Erosionsprozess wie ein Künstler eine unglaublich schöne, sagenhafte Landschaft aus surrealen Felsformation. An jenen Stellen, wo über der Tuffschicht härteres und somit erosionsbeständigeres Gestein abgelagert wurde, blieb der darunter liegende Stein teilweise von witterungsbedingten Abtragungen verschont.
    Auf diese Weise bildeten sich im Laufe der Zeit die in Kappadokien das Landschaftsbild prägenden Feenkamine heraus.
    Diese turmähnlichen Formationen, überwiegend mit einem aufliegenden und schützenden Deckstein aus Basalt versehen, können eine Höhe von 30 Metern und mehr aufweisen und erinnern optisch an überdimenstionale Spargelstangen.

    Seit mehreren tausend Jahren wurden die Türme ausgehöhlt und als frühchristliche Kirchen oder zu Wohnzwecken genutzt.
    Sie besitzen den Vorteil, dass sie einen guten Schutz vor Wettereinflüssen bieten: In den Sommermonaten wird das Innere vor zu starker Hitzeeinstrahlung geschützt und in den oftmals kalten Wintern verhindert das Tuffgestein eine starke Auskühlung der Wohnbereiche.

    Der Erosionsprozess ist heute immer noch im Gange, und so lassen sich unterschiedliche Stadien beobachten, solche, die sich eben erst aus der Tufflandschaft herausschälen sowie solche, die bald in sich zusammenfallen werden oder schon eingestürzt sind.

    Göreme in Kappadokien.
    Hat dieser kleine Ort nur knapp über 2000 Einwohner, ist er trotzdem von Touristen aus aller Welt ziemlich bevölkert- allerdings, ohne dabei seinen Charme zu verlieren. Im wuseligen Kern reihen sich Restaurants, nette Cafés und Bars an die Geschäfte der Souvenir- und Teppichhändler.
    Die Umgebung Göremes lädt zu ausgiebigen Wanderungen durch die zahlreichen Täler in der Region ein, jedes davon ganz individuell und einzigartig.
    Eine der bekanntesten Sehenswürdigkeiten in Göreme ist das Open Air Museum. Es ist ein Terrain mit zahlreichen Kapellen und Kirchen, aber auch Wohn - sowie Lagerräumen, welche von den ersten christlichen Siedlern, bereits ab dem 2.- 3. Jahrhundert nach Christus, in die Felsen geschlagen wurden. Die raffiniert angelegten Höhlensysteme boten später vor allem den Christen einen geschützten Lebensraum. Viele Kirchen, Fresken und ein großer Teil der farbigen Wandmalereien im Inneren der Höhlen sind heute noch gut erhalten und können bestaunt werden.

    Die geologischen Formationen Kappadokiens, gehören zu den bedeutendsten Naturwundern der Welt und stehen heute unter dem Schutz der UNESCO.

    Kappodokien erleben, bedeutet, sich auf das Abenteuer einzulassen, in die bizarr entzückende Welt der Feenkamine und Tuffsteinhöhlen einzutauchen und den Zauber dieser Märchenwelt mit allen Sinnen zu genießen.
    Und genau das machen wir und genießen es 3 ganze Tage lang.
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