• WAIPOUA FOREST

    28 ottobre, Nuova Zelanda ⋅ 🌬 15 °C

    WAIPOUA FOREST
    270 km nordwestlich von Auckland befindet sich der Waipoua Forest, einer der letzten verbliebenen ursprünglichen Urwälder Neuseelands.
    Einst war der Großteil Northlands mit solchen Wäldern bewachsen, doch fielen diese - wie im letzten Blog beschrieben - der gnadenlosen Rodung durch europäische Einwanderer zum Opfer.
    Dass die Bäume hier überhaupt noch stehen, liegt wohl daran, dass die Bodenqualität zu schlecht war, um daraus Weide - oder Farmland zu machen.
    Im Jahr 1952 wurde das Gebiet nach heftigen Protesten von Umweltschützern gegen die Rodungen zum Naturschutzgebiet erklärt. Auch in den Nachbarwäldern von Mataraua and Waima wächst nun langsam ein sich regenerierender Kauri-Wald heran.
    Die Naturschutzverwaltung DOC (Department of Conservation) wacht inzwischen streng darüber, dass in Zukunft kein Wald mehr zerstört wird.
    Der Waipoua Forest ist schwer zugänglich, und es gibt nur wenige, kurze Rundwege.
    Wir befinden uns nun im Dickicht der Dinosaurier aller Pflanzen.
    Die in mehr als 1000 Jahren bis zu 50 Meter hoch wachsenden Bäume standen hier schon, als die Menschen vor 3000 Jahren noch in Höhlen lebten.
    Schließlich gelangen wir zur
    Hauptattraktion des Nationalparks: "Tane Mahuta", dem "Gebieter oder Gott des Waldes".
    Mit stolzen 51.20 Metern und einem Umfang von 17.77 Metern ist er der berühmteste Baum Neuseelands und der wohl größte Kauri-Baum der Welt.
    Insgesamt stehen hier geschätzte 275 Festmeter Holz.
    Tane Mahuta, der Sohn des Himmelsvaters und der Himmelsmutter, trennte einer maorischen Legende nach einst die Umarmung seiner Eltern und brachte dadurch Licht auf die Erde.

    Dominant erhebt sich der gigantische Riese über die gesamte Umgebung. Selbst die größeren Bäume in seinem Umfeld wirken wie Streichhölzer.
    Ein paar Bänke laden ein zum Innehalten und stillen Betrachten von Tane Mahuta, in dessen oberen Etagen sich zahlreiche Pflanzen auf Ästen und am Stamm niedergelassen haben und ein Universum für sich bilden.
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