Eisspaziergang
27. maj, Tyskland ⋅ ☀️ 30 °C
Aus Gründen der Sommerlichkeit und da wir bisher einfach zu wenig Eis hatten, erklären wir es zu unserer Tagesaufgabe ein Eis zu essen. Da wir über Insiderinformationen verfügen, wissen wir natürlich, dass es das beste Eis in Mögeldorf gibt. Um nach Mögeldorf zu gelangen, muss man einfach nur flussaufwärts die Pegnitz entlang laufen. Zunächst führt uns unser Weg über den Henkersteg, wo früher der Henker gewohnt hat, auf den Trödelmarkt. Von dort geht es weiter am Starbucks vorbei, wo Marlene viele Jugendstunden verbracht hat. Wir beachten ihn heute aber nicht weiter und durchqueren stattdessen das Ochsenportal, um an die Fleischbrücke zu kommen. Hier haben einst die Nämbercher Metzger ihre Waren feilgeboten, woran der Ochse auf dem Portal dadurch erinnert, dass Ochsen aus sehr viel Fleisch bestehen. Die nächste erwähnenswerte Brücke, die wir queren, ist die Museumsbrücke, die flussabwärts einen Brückenbogen weniger hat, als flussaufwärts. Der linke Brückenbogen führt zumindest im Hochwasserfall nämlich nicht flussabwärts, sondern in die Karstadt-Tiefgarage. Was andere als gravierenden Baumangel bezeichnen würden, nennt Marlene Hochwasserschutz.
Am Heiliggeistspital vorbei geht es auf die Insel Schütt, die man im Mittelalter hier hin geschüttet hat. Irgendwo musste man mit dem Abraum vom Aushub der Bierkeller nun mal hin und der Bierkellerbedarf war indiskutabel.
Durch das Kasemattentor verlassen wir die innere Altstadt und finden uns auf der Wöhrder Wiese wieder. Der einstige Rundbogen des Kasemattentors wurde für einen Bischof mit seinem Hut zu einem Spitzbogen umgebaut, da er hier durch musste, um Käse und seine Yogamatte zu transportieren. Insiderinformationen.
Über die Wöhrder Wiese kommen wir zum Wöhrder See, an dem wir viele Renaturierungs- und Wasserbaumaßnahmen bewundern können. Schließlich in Mögeldorf angekommen, schlecken wir unser beeindruckend leckeres Eis vom Cristallo. Am östlichen Ufer des Wöhrder Sees beginnt das Naturschutzgebiet Pegnitz Ost, in dem unter anderem der lautstarke kleine Wasserfrosch geschützt wird. Das nur 5 cm große Tierchen hat eine 30 cm lange Zunge, lernen wir auf einer Infotafel. Gar nicht mal so lang, mag manch einer behaupten. Gingen wir aber davon aus, dass René ein kleiner Wasserfrosch wäre, hätte er eine Zunge von beeindruckenden 11,22 m Länge.
Bei einer kurzen Fachexkursion passieren wir einen großen im Bau befindlichen Fischweg von Wöhrder See in die östliche Pegnitz sowie eine einfach gut gemachte Baustelle eines der führenden deutschen Wohnungsbauprojektentwickler und kehren dann auf eine Limo am Seeufer ein.
Zu Abendessen und Bierchen treffen wir uns mit Mia und Paddy in einer von Insidern viel gerühmten und oft beworbenen Bar, der Kumpanei für Bier und Hedonismus, die hält was sie verspricht.Læs mere

Ich finde es sehr löblich, dass hier historisch akkurat zum Kasemattentor berichtet wurde. Chapeau! [Ina]












