• Dietmar Neumann
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Şimdiki
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Winter auf den Lofoten

Das Schlimme an Reiseberichten ist, dass sie immer wieder unser Reisefieber anfachen. Bis jetzt haben wir kein wirksames Gegenmittel gefunden als zu schauen, ob es an den Orten wirklich so schön wie beschrieben ist. Okumaya devam et
  • Şu anda
    🇳🇴 Svolvær, Norwegen

    Happy birthday Molly

    Dün, Norveç ⋅ ☁️ 4 °C

    Nun sind wir schon im 8.Jahr mit unserem Lebensabschnittsgefährt namens Molly zusammen. Zugegeben eine nie ganz problemlose Beziehung, dabei ist der Alterunterschied zwischen uns gar nicht mal so groß. Mal ist es die defekte Windschutzscheibe, mal der Motorölverlust, mal die defekte Vorderachse, mal ein kleiner Unfallschaden, mal die Feuchtigkeit in der Verkleidung, mal die Bremsbeläge und mal die Radtrommeln. Immer wieder hält Molly eine kleine, wenn auch kostenaufwendige Beschäftigung für uns bereit. Dafür hat sie uns aber auch nie im Stich gelassen und sich für uns die steilsten Berge in der grössten Hitze hinaufgequält und ist nie vom rechten Weg abgekommen. Nur einmal wollte sie ohne uns weiterfahren. Wo andere Autos aufsetzen, da hebt sie uns darüber hinweg und sorgt bei den Passanten und Tankstellpächtern immer für ein freundliches Lächeln. Nun ist sie 40. Zugause warten noch neue Bremstrommeln auf sie. Wir wollen sie damit überraschen. Vielleicht bremst sie dann auch wieder gleichmässig beidseitig. Jedenfalls, danke für die vielen Abenteuer und die unfallfreie Zeit .Okumaya devam et

  • Bunte Glaskugeln als Polarlichtersatz

    Dün, Norveç ⋅ ☁️ 3 °C

    Zwischen Henningsvær und Svolvær liegt Kabelvåg. Eigentlich nur ein kleinerer Ort an der E10, den ich rechts liegen lassen würde. Nicht aber Ines. Denn hier gibt es wieder eine Glasbläserwerkstatt. Wir schaffen es gerade noch vor Ladenschluß. Der absolute Clou..eine farbige Glaskugel mit einer Nylonschnur an einem langsam rotierenden Deckenmotor aufgehängt, also selbst rotierend und mit einem hellen Spotlight von der Seite angestrahlt. Da die Glaskugel verschiedenfarbig ist, ensteht hinter der Kugel an der Wand eine Art Kaleidoskop. Die Farben der Kugel sind im Farbspektrum der Nordlichter gehalten. Superschön...aber das gesamte Installationskit würde unsere Reisekasse völlig ruinieren. Nichts desto trotz haben wir nun drei farbige Glaskugeln in einer stabilen Verpackung an Bord. Das lokale Handwerk muss doch unterstützt werden.Okumaya devam et

  • Henningsvær

    Dün, Norveç ⋅ 🌧 3 °C

    Dann geht es weiter zum nächsten Postkartenmotiv. Von nahem und bei bedecktem Himmel betrachtet gibt es schon einigen Verfall in dem Ort. Nach einem ausgiebigen Spaziergang, einem Besuch in einem "Lofotenwoolshop" und einem Kaffee machen wir uns auf den Rückweg.Okumaya devam et

  • Unter der Brücke

    9 Mart, Norveç ⋅ ☁️ 4 °C

    Tja, der Dieselpreis und handgestrickte Wollpullover...da müssen wir wohl unter der Brücke schlafen. Es handelt sich um die Sundsklakkstraumen-bru.

  • STAMSUND

    9 Mart, Norveç ⋅ 🌧 5 °C

    Wir brechen auf und versuchen trotz Schlechtwetter noch ein bisschen die Landschaft zu erfahren. Unterwegs nach Stamberg ein kleines Schild: Lofoten-Wool 0,8 km rechts ab. Wir sind zwar schon vorbei, aber ich bemerke, wie Ines unruhig wird. Sollen wir zurück? Ja, bitte gerne..lautet ihre Antwort.Eine halbe Stunde später bin ich und nicht Ines stolzer Besitzer eines von Marthe handgestrickten Lofotenwollpullover mit pflanzengefärbter Wolle und weiß einiges über Schafrassen, Wollqualität und Verarbeitung. Ich hab den Pullover direkt angelassen und brauche ihn in den nächsten Wochen wahrscheinlich auch nicht mehr ausziehen. So geht es, wenn man der Frau nachgibt. Von Stamberg geht es an der Küste entlang zu unserem nächsten Stellplatz für die Nacht. Trotz Regen, Überschwemmung, Schneeschmelze..die Landschaft hat einen eigenen rauen Charme. Sowas findest Du nich im Ruhrgebiet.Okumaya devam et

  • Krisensitzung

    9 Mart, Norveç ⋅ 🌧 5 °C

    Wir sind in einem großem Einkaufszentrum, wie es auch in Deutschland jede Menge gibt. Man kann sich hier gut aufhalten, es ist trocken und warm, man kann Kaffee trinken und durch riesige Fensterfronten die Regentropfen in den Wasserpfützen beobachten. Das schlechte nasskalte Wetter ist also gut auszuhalten...für ein paar Stunden, für einen Tag...aber auch für eine Woche und mehr? Unsere Hoffnung auf gutes Wetter, eine Voraussetzung für schöne Reise- und Naturerlebnisse, schwindet. Bisher hatte uns der Langfristwetterbericht immer Hoffnung auf besseres Wetter in etwa einer Woche gemacht und die Prognose dann Tag für Tag kassiert. Auch jetzt könnte es in einer Woche wieder ein paar Sonnenstunden geben, aber von einem radikalen Systemchange ist weder im Iran noch hier auszugehen. Wir hatten bisher viele schöne Erlebnisse, aber langsam beginnen sie zu verwässern. Man kann aus allem das Beste machen. In unserem Fall ist es die Flucht nach Osten hinter die skandinavische Gebirgskette..Auf nach Lappland. So der Plan für die nächsten Tage...wir müssen ja nicht hasten..Okumaya devam et

  • Leknes

    8 Mart, Norveç ⋅ ☁️ 5 °C

    Wir kehren zurück in die Zivilisation und dank Park4Night finden wir mitten in Leknes einen ruhigen Stellplatz. Zugegeben, es fehlt etwas der Blick aufs Meer und die Berge, aber man kann nicht alles haben. Dafür ist das Stadtzentrum fussläufig zu erreichen, und wir machen uns noch auf einen kleinen Spaziergang. Von den Rhythmen einer Blechtrommelgruppe magisch angezogen landen wir vor dem Kulturhuset. Es ist Weltfrauentag und vielleicht deshalb ist es eine Frauengruppe. Zugegeben, der Anblick ist etwas exotisch, aber die Mädels haben es drauf. Ines kommt schnell ins Gespräch. Das ist das opening für das Konzert im Kulturhuset. Da träten Chöre und Solisten auf. Ehe wir uns versehen, kaufen wir Karten, und sitzen mit den Locals in einer Mehrzweckhalle und hören bei Keksen und Kaffee drei weiblichen Solistinen mit Gesang und Violine, dem Vest-Lofoten Damekor und dem Ukrainsk Damekor "Spivochi" bei ihren Darbietungen zu. So kommen wir neben dem Genuss von Natur auch zu dem vom Kultur. Die begleitenden Texte auf norwegisch sind allerdings komplett unverständlich...Schade, dass wir ikke Norsk snokka können.Okumaya devam et

  • Ein Strand vor dem Hauklandstrand

    8 Mart, Norveç ⋅ ☁️ 5 °C

    Nachdem wir unserem gefühlten Offroadabenteuer wieder glücklich entronnen sind, geht es im Konvoi durch den Nappstraumtunnelen. Der führt unter dem gleichnamigen Nappstrom hindurch und ist etwa halb so lang wie der Elbtunnel, auch reparaturbedürftig und nur einspurig zu befahren. Der Stau davor ist allerdings aufgrund des Verkehrsaufkommens geringer. Dann geht es weiter zu den Touristenhotspots Hauklandstranda und Uttakleivstranda. Ein kurzes Stück vor dem eigentlichen Hauklandstrand treffen wir auf einen menschenleeren Strand, an dem wir eine ausgiebige Mittagspause machen. Beim Hauklandstrand ist schon wieder touristische Infrastruktur und damit sind Parkgebühren fällig und zum Uttakleivstrand wird mittlerweile eine saftige Strassenmaut erhoben. Da wir ohnehin nicht baden wollen und mittlerweile etwas spät dran sind, sparen wir uns dort den Strandbesuch.Okumaya devam et

  • Myrland Stranda

    8 Mart, Norveç ⋅ ☁️ 4 °C

    Nach dem Frühstück geht es in den nahegelegen Ort Vikten, wo sich eine berühmte Glasbläserei befindet. Zuvor muss sich Molly erstmal aus dem schlammigen Sand des Stellplatzes befreien und droht sich trotz Vierradantrieb einzubuddeln. In der Glasbläserei gibt es viele schöne Sachen zu sehen. Anschließend sticht mich der Strandhafer und wir fahren nach Myrland Stranda auf die andere Seite der Insel. Google Maps spricht von einer Strassensperrung auf der Hälfte der Strecke. Auch ein Schild warnt Touristen davor hier weiter zu fahren because of road work. Es gibt aber keine Schranke oder Durchfahrtsverbotschild. Na ja, denke ich...ist vielleicht nur ein paar Meter und nach der nächsten Kurve geht es auf der reparierten Strasse weiter. Ein Fehler! Die nächsten drei Kilometer sind wir auf einer einspurigen Küstenstrasse ohne Wendemöglichkeit unterwegs. Die Teerdecke ist vollständig entfernt und der schlammige Untergrund wartet auf trockenes Wetter zur weiteren Bearbeitung. Es gibt kein Foto von dieser Strecke, da Ines sich ob der von Wasser gefüllten Schlaglöcher mit beiden Händen fest halten muss und ich mich zu keiner Zeit getraue Molly auch nur einen Moment auf diesem Untergrund stehen zu lassen. So geht es die drei Kilometer bis zum Meiler Myrland, wo ich endlich eine Wendemöglichkeit finde. Entspannt darüber, dass Molly die Strecke schon einmal geschafft hat, bin ich nicht. Das Risiko am Sonntag irgendwo im Schlamm stecken zu bleiben, war subjektiv hoch und ich hätte am Montag doch einige Schwierigkeiten gehabt, einem norwegischen Strassenbauarbeiter zu erklären, what the hell we are doing here with a truck? Ach ja, und Myrland Stranda ist nicht sehenswert..
    Ich denke mir: old enough to know better - young enough to do it anyway. Bei den Fotos herrscht # shades of gray vor😉
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  • Übernachtungsplatz

    7 Mart, Norveç ⋅ 🌬 5 °C

    Und wieder ist ein Tag herum. Weit sind wir nicht gekommen, aber es gibt ja trotzdem genug zu sehen. Immerhin stimmt der Reifendruck wieder (6 bar!). Bei den meisten Luftdruckbefüllern geht dem Kompressor bei 5bar die Puste aus, und ich entleere den Reifen beim Versuch ihn aufzufüllen. Unser Wasservorrat ging langsam zu Neige. Immerhin hat er 13 Tage gehalten. An einer Hafenmole gibt es Nachschub in Form eines frei zugänglichen Schlauches. Allerdings verweigert der abschliessbare und nicht mehr aufschliessbare Tankverschluss von Molly jegliche Füllung. Am Ende hilft nur noch rohe Gewalt. Scheint ja heute überall auf der Welt die Lösung zu sein, auch wenn dabei viel kaputt geht, so auch der Tankverschluss. Jetzt hoffen wir wieder auf wolkenfreien Sternenhimmel, Nordlichter und eine ruhige Nacht. Der Kommentar der entsprechenden Vorhersage-Apps: Vergiss es! Im Übrigen gab es letzte Nacht eine 30%ige Wahrscheinlichkeit an unserem Standort für Nordlichter und eine 100%ige Wahrscheinlichkeit für eine dichte Wolkendecke und einen realen Sturm mit in Böen Windstärke 6.Okumaya devam et

  • Kvalvika-Beach

    6 Mart, Norveç ⋅ 🌬 4 °C

    Nach einer ziemlich stürmischen Nacht reicht es dann mit Reine. Weiterhin falle ich als Petriheiler oder - jünger durch und wir beziehen die Zutaten zum Mittagessen beim Coop. Für heute ist viel Wind und wenig Regen angesagt. Grund genug für einen Strandspaziergang. Diesen Strand kann man sich aber nicht erfahren sondern nur erwandern. Er zählt zu den Touristikhotspots der Gegend, und auch heute ist eine geführte Wandertruppe unterwegs. Die Bedingungen entspechen schon der einer kleinen kurzen Bergtour von etwa 2 Stunden mit 6km und 340Hm. Da in den letzten Tagen durch den vielen Regen und die dauerhaften Plustemperaturen sehr viel Schnee geschmolzen ist, ist der Weg bis auf den Abstieg zum Strand ganz gut begehbar. In der letzten Woche wurde die Tour noch als Schneeschuhtour angeboten. Da es doch zu kalt und windig für ein Bad im Polarmeer ist, wir das Handtuch vergessen haben, und auch die Sonne nur ganz sporadisch ein paar Strahlen schickt, verzichten wir auf die letzten felsigen Abstiegsmeter und kehren wieder um. Immerhin ist die Aussicht auch ohne Strandspaziergang wieder toll und wir beschliessen wie schon im vorigen Jahr den Wanderparkplatz aufgrund seiner Superlage als Übernachtungsplatz zu missbrauchen. Das hier nachts Wanderer auftauchen, ist nicht zu befürchten. Wenn uns der Wind ein bisschen in Ruhe lässt, dann werden wir gut schlafen.Okumaya devam et

  • Kein Ortswechsel

    5 Mart, Norveç ⋅ 🌧 6 °C

    Früher sind wir bei Regen immer weiter gefahren. Lt. Wetterbericht würden wir auf diese Weise entweder am Nordkap oder in Südnorwegen landen. Aber wir wollten ja auf die Lofoten. Also ist Abwettern angesagt. Angeblich soll sich das Wetter ja hier extrem schnell ändern. Morgen soll es schon wieder "etwas" besser sein. Ich hatte mit der Idee gespielt, nochmal auf den Reinebringen zu steigen, falls das Wetter besser wäre, und ich doch schon mal hier bin. Das halten die Locals und Ines aber für keine so gute Idee. Dabei habe ich Steigeisen und Eispickel dabei. Dann habe ich gehört, das Fische bei Regen besonders gut anbeißen. Das haben die norwegischen Fische aber noch nicht gehört, oder der Reinefjord ist schon leer gefischt. Die Fische hängen hier im Regen ja zum Trocknen ab. Das stinkt uns schon ein wenig. Jedenfalls habe ich wieder kein Abendessen gefangen und bin froh, dass noch was in der Proviantkiste ist. Wir haben die Zeit genutzt und sind ins Kulturzentrum von Reine gegangen. Dort konnten wir uns mit Hilfe von VR-Brillen und einem Film die Sehenswürdigkeiten und Naturschönheiten der Lofoten in 3D ansehen ( sowohl Winter, wie auch Sommer) und brauchen also nicht mehr hinzufahren oder -wandern. Eigentlich bei 20°Raumtemperatur ganz praktisch und vor allem trocken. Vor der Tür schlägt die harte Realität in Form von 7° kalten sehr zahlreichen Regentropfen dann wieder zu. "Es gibt kein schlechtes Wetter, nur schlechte Kleidung". Wir haben schlechte Kleidung...sie wird einfach nicht trocken. Ines hat noch ein paar Bilder auf WhatsApp- Status gesetzt.Okumaya devam et

  • Ortswechsel

    4 Mart, Norveç ⋅ 🌧 5 °C

    Nachdem wir, soweit es überhaupt möglich ist, die Umgebung von
    Å und Å selbst erkundet haben und tatsächlich auch eine regenfreie Periode genießen konnten, geht es jetzt in mehr oder weniger kleinen Schritten wieder Richtung Festland. Heute waren es zehn Kilometer. Hier in Reine boxt im Sommer der Papst, da sich hier der Reinebringen befindet. Es ist wohl die beliebstete Wanderroute auf den Lofoten und bietet einen spektakulären Ausblick, nachdem man die von Nepalesen angelegten 1978 Stufen erklommen hat und sich auf etwa 450m befindet. Der Womo-Stellplatz ist hier geschlossen, wenn man nach dem Schild geht. Wir gehen nicht nach dem Schild. Es ist im Winter ohnehin schwierig einen legalen Stellplatz zu finden, der sich nicht auf einem der ganz wenigen geöffneten Campingplätze auf den Lofoten befindet. Wir haben einen kleinen Ortsspaziergang gemacht und die anrüchigen Trockengestelle für den Kabeljau besucht. Trocken ist es allerdings hier nicht gerade. Unsere Sachen bräuchten auch ein Trockengestell. Hier wieder Impressionen aus Å und Reine..Okumaya devam et

  • Landung auf den Lofoten

    3 Mart, Norveç ⋅ 🌧 5 °C

    Nachdem wir von Værøy bei der Überfahrt den angeblich grössten Strudel der Welt, den Moskenestraumen, überquert haben, und nicht vom Mahlstrom verschlungen wurden, sind wir nun endlich am Ziel unserer Reise angelangt. Zugegeben, so richtig herzlich haben uns die Lofoten wettertechnisch nicht empfangen. Aber zwischenzeitlich hatten wir tatsächlich für eine kurze Zeit Sonne und konnten einen Eindruck bekommen, wie schön es hier sein kann bzw. eigentlich sogar bei schlechtem Wetter ist. Wir sind wie bei unserem letzten Besuch schnurstracks von Moskenes nach Å gefahren, um unser Reisetitelbild zu aktualisieren. Hier gibt es tatsächlich einige Touristen, die überwiegende Mehrzahl sind anscheinend Japaner oder Menschen mit ostasiatischen Reisemigrationshintergrund und Leihwagen. Molly wird zur Zeit gerade mal wieder zum zigsten Mal gewaschen, und wir kommen hier erstmal zur Ruhe, falls uns nicht ein Ordnungsbeamter des zeitlimitierten Parkplatzes, der kein ausgewiesener Wohnmobilstellplatz ist, verweist. Aber eigentlich bestände die Gefahr bei diesem Sauwetter nicht mal in Deutschland.Okumaya devam et

  • Impressionen von Værøy

    3 Mart, Norveç ⋅ 🌧 5 °C

    Der Tag begann etwas früh mit lautem Rappeln und Pfeifen. Okay ,das Meeresufer ist 30m entfernt und schon die ganze Nacht hat uns der Wind ein Wiegenlied gepfiffen und uns bzw. mich in den Schlaf geschaukelt. Aber irgendwie bin ich doch etwas beunruhigt und bemühe den Wetterbericht. Neben uns steht ein kleiner Schuppen, der gestern im Scheinwerferlicht an allen vier Seiten mit extrem starken Tauen an abrissbirnenstarken Felsbrocken vertaut war. Das gibt mir doch zu denken und einen Eindruck, wie stark der Wind vielleicht sein könnte. Für die Nacht waren 25 Knoten, also ca. 55kmh angegeben, aber nun um fünf Uhr morgens steht eine Sturmwarnung mit Windstärke 7 für die nächsten Stunden an, also Böen in Spitzen mit 85kmh. KI informiert mich, dass leichte LKW mit etwa 7,5t auch mal dabei umkippen könnten, und wir müssen über ein Pass zum Fähranleger zurück. Ich möchte mit Molly nicht den Elchtest machen, und so geht es in aller Herrgottsfrühe wieder in der Dunkelheit zurück. Am Fähranleger stellen wir uns in den Windschatten eines litauischen 40Tonners, der allerdings ganz schön nach Fisch stinkt. Kurz vor Abfahrt der Fähre machen wir noch einen kurzen Erkundungsgang. Der Sturm hat inzwischen nachgelassen und es regnet. Es ist ein kurzer Inselbesuch, der bei besserem Wetter sicherlich auch für zwei,drei Tage mit interessanten Wanderungen lohnenswert wäre.Okumaya devam et

  • Værør Lufthaven

    2 Mart, Norveç ⋅ 🌬 5 °C

    Nach einer dreistündigen Überfahrt und einer kurzen Fahrt an unserem Stellplatz sind wir nun am Landsend im Nordland von Værør und mutterseelenalleine. Jetzt fehlt eigentlich nur der Sternenhimmel und ein paar schöne Nordlichtvorhänge am Himmel. Vorausgesagt sind aber leider Regen und Sturmböen. Die Feststellbremse hat sich übrigens problemlos beim Verlassen der Fähre gelöst🤗 Der Flughafen ist übrigens schon lange nicht mehr im Betrieb, die Start- und Landebedingungen sind mit Sicherheit sehr herausfordernd gewesen.Okumaya devam et

  • Bodø

    2 Mart, Norveç ⋅ ☁️ 4 °C

    Nun haben wir es fast geschafft und stehen wieder an einem Fähranleger mit angezogener Feststellbremse! Leider hat uns die LKW-Werkstatt in Bodø mit unserem Bremsenproblem erst am 12.03. helfen wollen. Aber auf dem Betriebshof hat die Feststellbremse dann tatsächlich an die zehnmal zuverlässig blockiert und wieder aufgemacht. Es bleibt also weiterhin ein bisschen spannend. Bodø hat touristisch Spannendes wenig zu bieten, aber heute hat tatsächlich die Sonne fast den ganzen Tag für uns geschienen. Eine Fussgängerzone mit einem Einkaufszentrum und das ist es auch schon. Wir wollen uns diesmal ganz gemächlich den angekündigten Schlechtwetterlofoten nähern und machen noch einen Zwischenstopp auf der Værør-Insel. Diese Insel ist ein Geheimtipp, wenn man mal ganz alleine sein möchte. Mal schauen...Okumaya devam et

  • Übernachtung beim Mahlstrom

    1 Mart, Norveç ⋅ ☁️ 1 °C

    Wir sind nun kurz vor Bodø gelandet. Hier befindet sich der Saltstraumen, das ist die stärkste Gezeitenströmmung der Welt. 400Mio m³ Wasser strömen alle 6 Stunden durch die Meerenge mit bis zu 40kmh. Wir sind bei Vollmond hier, also dann, wenn richtig die Post abgeht. Mit dem Wasser sollen hier auch riesige Fischschwärme im Winter durch die Meerenge gepresst werden. Deshalb habe ich mich mit einer Angel bewaffnet. Allerdings habe ich als Angellaie wohl nicht den richtigen Köder reingschmissen, oder die Fische konnten in den Strudeln nicht richtig zubeissen. So blieb Ines das riesige Dorschfilet zum Abendessen erspart. Sonst haben wir wieder unterwegs sehr beeindruckende Landschaften "erfahren" und wären fast an einem Sandstrand schwimmen gegangen, wenn, ja wenn die Strömmung nicht so stark gewesen wäre.
    Ach ja, neben den mittlerweile schon etwas gewohnten winterlichen Strassenverhältnissen gab es vor der letzten Fähre Ågskardet-Esøya noch einen Pulsbeschleuniger. Naturgemäß legt man beim Halten eines 7,5Tonners die Feststellbremse ein..sozusagen die Handbremse beim PKW. So geschehen beim Warten auf die Fähre. Als die Fähre dann zur Auffahrt bereit war, habe ich diese zum Losfahren gelöst. Molly weigert sich aber "standhaft" los zu fahren. Wir waren schon mal mit einem Esel in Frankreich wandern. Der hieß Uana. Bei Bahngleisen hat der das gleiche wie Molly bei der Fähre gemacht. Er ist einfach stehen geblieben. Bei dem Esel half ein Halstuch vor den Augen...aber bei Molly? Hektisch habe ich den Feststellbremselösehebel hin und her bewegt, aber Molly wollte nicht. Die anderen Autos fuhren an uns vorbei auf die Fähre und im letzten Moment gab sich Molly auch einen Ruck. Ob sie der Herde PKWs folgen wollte, wir wissen es nicht. Jetzt allerdings das Problem auf der Fähre. Wenn ich die Feststellbremse auf der Fähre betätige ( was man im Normalfall auch tun sollte) , dann könnte es ja sein, das Molly nicht mehr von der Fähre will und wir die nächsten Tage im Viertelstundentakt zwischen Ågskardet und Esøya verkehren. Also habe ich lieber einen Gang eingelegt und wir konnten uns ungebremst wieder auf das Festland bewegen. Seitdem gibt es bei uns doch eine leichte Unsicherheit..brauchen wir eigentlich eine Hand- oder Feststellbremse? Ich werde morgen auf dem Firmengelände einer LKW- Werkstatt mindestens 10x einen Testlauf machen. Sollte sich bei Molly auch nur einmal die Feststellbremse nicht lösen, dann befinden wir uns auf sicheren Terrain. Allerdings..wer weiß, was bei der nächsten Fähre ist?
    Okumaya devam et