• Dietmar Neumann
  • Ines Neumann
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  • Ines Neumann

Winter auf den Lofoten

Das Schlimme an Reiseberichten ist, dass sie immer wieder unser Reisefieber anfachen. Bis jetzt haben wir kein wirksames Gegenmittel gefunden als zu schauen, ob es an den Orten wirklich so schön wie beschrieben ist. Read more
  • Trip start
    February 22, 2026
  • Norwegenkai

    February 22 in Germany ⋅ ☁️ 6 °C

    Wir sind die Ersten am Norwegenkai🏆..Anstelle des Siegertreppchens haben wir einen ruhigen Stellplatz für die Nacht downtown Kiel. Da die Fähre nach Oslo morgen erst um 12.00 eincheckt, können wir nach dem Frühstück noch einen kleinen Stadbummel machen, bevor es an Bord geht. Die Fahrt war sehr feucht und es ist mittlerweile gar nicht so einfach, das Ruhrgebiet mit über 3,5t Gewicht auf Autobahnen zu verlassen. Scheinbar sind sie so desolat, dass nur noch Leichtgewichte darauf fahren dürfen. Da darf man dann besser über zerstörte Umgehungsstrassen durch die Städte fahren.😩 Auch den Elbtunnel hatte Google Maps nicht für uns vorgesehen. Wie gut daß Sonntag ist, und natürlich hat das taktisch den Ausschlag gegeben, um uns hier in die Poleposition zu begeben. Die letzten Tage waren dank einiger Unvorhersehbarkeiten stressig genug. Aber auch heute reicht das Programm für eine Extraportion Faltencreme.Read more

  • Oslo

    February 24 in Norway ⋅ ☀️ -4 °C

    Der Tag gestern war noch geprägt von letzten Einkäufen in Kiel, einem langwierigen Boarding auf unsere Fähre und der Orientierung auf diesem doch sehr grossen Schiff. Das Wetter war weiterhin zum Abwinken und der erste Lichtblick war das opulente "Grand Buffet". Das ist eine elegante Umschreibung von "all you can eat" und wir erliegen der typischen Versuchung to eat all. Die postprandiale Müdigkeit und die Aufregung der letzten Tage rafft uns dahin und es geht ab in die Koje. Den Abend erkunden wir noch die kleine Schiffstadt mit Casino,Boutiquen, Cafe-Bars, Restaurants, Duty free-Shop, Edel-Restaurant, Sushi-Bar, Aqua-Land, Pommes-Bude, Pizzaria etc. und sinken alkoholisch betäubt ins Bett. Dann werden wir von einem schönen Sonnenaufgang bei strahlend blauen Himmel von einem neuen Tag empfangen und schippern durch teilweise eisschollenbedeckte Ostsee und die schneebedeckten Schären auf Oslo zu. Jetzt geht es weiter auf Trondheim zu...Read more

  • Mittagspause

    February 24 in Norway ⋅ ☀️ -4 °C

    Was für ein Wechsel zum Wetter zuhause..wir fahren durch echten Winter! Überall geschlossene unberührte Schneeflächen und blauer Himmel, der jetzt etwas eintrübt. Allerdings hat Molly vorne etwas Schwierigkeiten, uns angenehm warm zu halten. Die Autobahn ist schneefrei, die anderen Strassen nicht, wie man sieht.Read more

  • Park4night

    February 24 in Norway ⋅ ☁️ -10 °C

    So, es reicht für heute. Gleich geht die Sonne unter. Allerdings ist eine Bergkette dazwischen. Seit der Mittagspause haben wir die zugefrorene Glomma verfolgt und bis auf einige LKWs kaum PKWs gesehen. Wir sind durch Elchland gefahren und überall im Schnee gab es Spuren. In Natura allerdings gab es nur ein riesiges silberglänzendes Standbild. Die schneebedeckte bergige Landschaft ist wunderschön. Die Schneemenge hält sich allerdings in Grenzen. Wir stehen standesgemäss auf einem LKW- Parkplatz.Read more

  • Trondheim

    February 25 in Norway ⋅ 🌧 1 °C

    Um 6.30Uhr ist die Nacht zu Ende. Nicht,daß es schon hell ist. Nein, mir ist einfach kalt. Unser Schlafzimmer weist eine Temperatur von 5°C auf. Das ist ausserhalb der Komfortzone meiner Bettdecke. Draussen stürmt es ein bisschen und im Inneren zieht es ein wenig. Immerhin ist es in Molly 10°wärmer als draußen. Lt. KI waren es in der Nacht wohl -10° bis-15°C. Ich war jedenfalls nicht draußen zum Messen🥶. Aber eine gewisse Sorge treibt mich um. Werde ich Ines und Molly bei diesen Temperaturen zum Leben erwecken können? Ines gibt Lebenszeichen in Form von Atemgeräuschen unter den diversen Decken von sich. Also kümmere ich mich um Molly. Warum man das Starten eines Motors "Orgeln" nennt, erschliesst sich mir nicht. Ich weiss nur, dass der Batterie bei extremer Kälte schnell die Puste ausgeht und der Motor dann nicht mehr angeht. Tatsächlich hat Molly sehr lange den Anlasser beantsprucht, um dann die Umwelt mit einer dicken Rauchwolke zu verpesten. Das ist mir in diesem Moment aber herzlich egal...ich erfreue mich am "Nageln" des Dieselmotors. Der Tag ist gerettet. Dann geht es nach einem " warm up" mit Frühstück in der Wohnkabine wieder auf den von Google Maps vorgeschlagenen Riksvei 3. Im Gegensatz zu gestern ist heute die Fahrbahn schneebedeckt und vereist und es geht über einen 750mtr. hohen Pass in die Berge. Die Strasse ist zweispurig und recht kurvig und die norwegischen Schwerlastfahrer sind diese Verhältnisse gewohnt. Ich nicht.. Nun ja, wir erreichen dann Trondheim trotzdem und gönnen uns eine ausgedehnte Mittagspause mit Einkehrschwung in einem winzigen, nostalgischen Restaurant, welches wir mit einer fünfköpfigen Familie aus Toulon und einer englischsprachigen jungen Frau dann knapp an die Kapazitätsgrenze bringen. Nach einem Spaziergang durch die Altstadt geht es wieder Richtung Norden.Read more

  • Stellplatz für die Nacht

    February 25 in Norway ⋅ ❄️ 1 °C

    Nach dem ausgiebigen Trondheimstopp naht die Dunkelheit, und wir begeben uns noch ein kleines Stück auf die E6 Richtung Narvik. An einer Tankstelle mit LKW Parkplatz finden wir eine passable Stelle mit Blick auf das weit entfernte Lichtermeer von Trondheim und dem Trondheimfjord, und dann heisst es "bettfein" machen. Diese Nacht soll es mit +3°C tropisch warm werden🥵, aber leider auch regnen..Read more

  • Lunsjpause

    February 26 in Norway ⋅ ☁️ 2 °C

    Nach unserem Spaziergang und Checken der meteologischen Daten für die Lofoten ist die Situation wie folgt. Eine stabile Hochdruckphase stellt sich in den nächsten Tagen weder auf den Lofoten noch auf der Reiseroute ein, eher das Gegenteil. Also so schnell wie möglich über die E6 in den Lofotenregen oder gemütlich bei durchwachsenen Wetter über den Kystriksveien in dann hoffentlich Superlofotenwetter. Während ich noch zögere hat Ines einen Plan. Warum fahren wir nicht diesen tollen Küstenweg, der uns schon letztes Jahr so gefallen hat. Also folgt Ihr uns jetzt auf der Traumstrasse Nr.17...Read more

  • Übernachtung am Friedhof

    February 26 in Norway ⋅ ☁️ 3 °C

    Da die Toten wenig Krach machen, und der Friedhof meist nicht direkt an der Durchgangsstrasse liegt, fällt unsere Wahl diesmal auf einen geräumten Parkplatz an einer Kirche. Mit viel spirituellem Verkehr ist auch nicht mehr zu rechnen. Kaum waren wir auf unserer Traumstrasse Nr.17, fing es an zu regnen und die weiße Landschaft versank in einem milchigen Dunst. Dafür ist die Strasse mittlerweile nahezu Schnee- und Eisfrei, was zu einer erheblichen Entspannung meinerseits führt. Leider sind die nächsten zwei Tage bei Plusgraden weiterhin sehr feucht angekündigt.Read more

  • Warten auf die Fähre Forvik-Tjøtta

    February 27 in Norway ⋅ 🌧 4 °C

    Das ist die dritte und letzte Fähre heute. Es ist vielleicht auch die letzte, die heute fährt. Da gibt es wohl im Netz einiges Widersprüchliches. Wenn sich die Fähre an den Schwimmplan hält, dann warten wir noch 45 Minuten. Von der letzten Fähre waren es nur 17km und unterwegs hat Ines einen jungen Elch entdeckt, und ich habe einen nachfolgenden PKW durch Bremsen aus der Fassung gebracht. Eigentlich fährt hier niemand rum. Das Wetter ist mittlerweile echt stürmisch, Molly schaukelt ein bisschen, aber immerhin regnet es nicht mehr...jedenfalls zur Zeit nicht mehr.Read more

  • Stellplatz für die Nacht

    February 27 in Norway ⋅ 🌧 5 °C

    Nach einer relativ ruhigen Überfahrt in rauhen Gewässern reicht es dann mal wieder. Es wird gerade dunkel, und nachts auf diesen Strassen mit unserem antiken H4- Licht ist jenseits der Abenteuer, die wir suchen. Überhaupt noch einmal ein kleiner Review mit Wetter- und Strassenzustandsbericht. Wir hatten heute so ziemlich alles, was Norwegen am Ende des Winters zu bieten hat. Vormittags teilweise noch geschlossene Schneedecke und leichter Schneefall, dann Regen auf festgefahrenen Eisplatten, dann Regen auf Schneematsch, dann Regen auf regennasser Fahrbahn, dann wieder Asphaltfahrspurrinnen in vereister Fahrbahn und heftige Tauwasserfahrspurrinnen oder teilweise geflutete Strassenabschnitte. Spannend wird es, wenn Dir auf verengter Fahrbahn ein Räumfahrzeug entgegen kommt. Leider oder Gottseidank ist hier gerade das Tauwetter hereingebrochen. Seit gestern gibt es überall nur noch Plusgrade. Aber der Boden ist halt an vielen Stellen noch vereist. Die Norweger-PKW fahren aus diesem Grund im Winter Spikesreifen, da hier nicht mit Salz gearbeitet wird und Streusand nur an den schlimmsten Stellen gestreut wird. Gottseidank Tauwetter??? Ja, wenn der Regen heute als Schnee runter gekommen wäre, hätte ich wahrscheinlich Schneeketten aufziehen müssen, und die Sicht wäre extrem behindert. Oder wir wären am besten gar nicht weiter gefahren. Apropos Sicht..die Scheiben von Molly sind beschlagen häufig und wir müssen kräftig Fenster putzen. Aber wenn wir was sehen, ist es eine fantastische Landschaft im Winter. Die Windgeschwindigkeit erreicht übrigens gerade 45km/h und wir sind froh nicht am Stellplatz mit Meerblick zu stehen. Das sind 6 Beaufort oder 25 Knoten und Freizeitsegler sollten jetzt die Segel reffen. In unserer Molly fühlen wir uns aber beim zweiten Holsten (4,8%) durchaus wohl und geborgen. Manchmal hat so ein LKW was für sich.😉Read more

  • Fähre Nr.6

    February 28 in Norway ⋅ ☁️ 0 °C

    Wir überqueren gerade den Polarkreis und Ines hat sich zur Feier dieses Ereignisses die Haare gewaschen, da es auf der Fähre warmes Wasser und 230V für den Fön gibt.

  • Unser Nachtlager

    February 28 in Norway ⋅ ❄️ 2 °C

    Auf der letzten Fähre waren wir tatsächlich drei Fahrgäste. Die Fähre hat angeblich Kapazität für 300 Personen und 120 PKW.
    Auch hier ein Rückblick auf den Tag. Es war wetter- und fahrtechnisch wieder alles drin. Allerdings scheint sich das Wetter doch zu beruhigen. Die Scheibenwischer hatten heute viel mehr Auszeit. Aber es ist schon krass, wie schnell die Wetterbedingungen sich hier ändern. Da kommt die Sonne für ein paar Minuten hervor und dann wieder geschlossene Schneedecke und Schneetreiben. Ein paar Höhenmeter machen den Unterschied zwischen nasser Strasse, Schneematsch oder festgefahrene Schneedecke und Räumfahrzeugeinsatz. Und immer wieder diese schneebedeckten Berge und der Blick auf die Fjorde und Inseln. We love it. Hier noch ein paar ImpressionenRead more

  • Jektvik

    February 28 in Norway ⋅ ❄️ 2 °C

    Wir haben 4 Rentiere mitten auf der Straße gesehen, als wir aus einem Tunnel kamen. VIER alle haben uns ziemlich erschreckt.
    Und dann noch ein Eindruck, wo die norwegischen Fische am SA Abend so abhängen. Saturday night fever sah zu meiner Zeit anders aus....
    Blick gegen 18 h von der Fähre beim Überqueren des Polarkreises ( nur marginal von der Kamera ge-photoshopt....es war jedenfalls noch etwas Licht im Westen zu sehen/ noch 3 Wochen bis zur Tag-/ Nachtgleiche.
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  • Übernachtung beim Mahlstrom

    March 1 in Norway ⋅ ☁️ 1 °C

    Wir sind nun kurz vor Bodø gelandet. Hier befindet sich der Saltstraumen, das ist die stärkste Gezeitenströmmung der Welt. 400Mio m³ Wasser strömen alle 6 Stunden durch die Meerenge mit bis zu 40kmh. Wir sind bei Vollmond hier, also dann, wenn richtig die Post abgeht. Mit dem Wasser sollen hier auch riesige Fischschwärme im Winter durch die Meerenge gepresst werden. Deshalb habe ich mich mit einer Angel bewaffnet. Allerdings habe ich als Angellaie wohl nicht den richtigen Köder reingschmissen, oder die Fische konnten in den Strudeln nicht richtig zubeissen. So blieb Ines das riesige Dorschfilet zum Abendessen erspart. Sonst haben wir wieder unterwegs sehr beeindruckende Landschaften "erfahren" und wären fast an einem Sandstrand schwimmen gegangen, wenn, ja wenn die Strömmung nicht so stark gewesen wäre.
    Ach ja, neben den mittlerweile schon etwas gewohnten winterlichen Strassenverhältnissen gab es vor der letzten Fähre Ågskardet-Esøya noch einen Pulsbeschleuniger. Naturgemäß legt man beim Halten eines 7,5Tonners die Feststellbremse ein..sozusagen die Handbremse beim PKW. So geschehen beim Warten auf die Fähre. Als die Fähre dann zur Auffahrt bereit war, habe ich diese zum Losfahren gelöst. Molly weigert sich aber "standhaft" los zu fahren. Wir waren schon mal mit einem Esel in Frankreich wandern. Der hieß Uana. Bei Bahngleisen hat der das gleiche wie Molly bei der Fähre gemacht. Er ist einfach stehen geblieben. Bei dem Esel half ein Halstuch vor den Augen...aber bei Molly? Hektisch habe ich den Feststellbremselösehebel hin und her bewegt, aber Molly wollte nicht. Die anderen Autos fuhren an uns vorbei auf die Fähre und im letzten Moment gab sich Molly auch einen Ruck. Ob sie der Herde PKWs folgen wollte, wir wissen es nicht. Jetzt allerdings das Problem auf der Fähre. Wenn ich die Feststellbremse auf der Fähre betätige ( was man im Normalfall auch tun sollte) , dann könnte es ja sein, das Molly nicht mehr von der Fähre will und wir die nächsten Tage im Viertelstundentakt zwischen Ågskardet und Esøya verkehren. Also habe ich lieber einen Gang eingelegt und wir konnten uns ungebremst wieder auf das Festland bewegen. Seitdem gibt es bei uns doch eine leichte Unsicherheit..brauchen wir eigentlich eine Hand- oder Feststellbremse? Ich werde morgen auf dem Firmengelände einer LKW- Werkstatt mindestens 10x einen Testlauf machen. Sollte sich bei Molly auch nur einmal die Feststellbremse nicht lösen, dann befinden wir uns auf sicheren Terrain. Allerdings..wer weiß, was bei der nächsten Fähre ist?
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  • Bodø

    March 2 in Norway ⋅ ☁️ 4 °C

    Nun haben wir es fast geschafft und stehen wieder an einem Fähranleger mit angezogener Feststellbremse! Leider hat uns die LKW-Werkstatt in Bodø mit unserem Bremsenproblem erst am 12.03. helfen wollen. Aber auf dem Betriebshof hat die Feststellbremse dann tatsächlich an die zehnmal zuverlässig blockiert und wieder aufgemacht. Es bleibt also weiterhin ein bisschen spannend. Bodø hat touristisch Spannendes wenig zu bieten, aber heute hat tatsächlich die Sonne fast den ganzen Tag für uns geschienen. Eine Fussgängerzone mit einem Einkaufszentrum und das ist es auch schon. Wir wollen uns diesmal ganz gemächlich den angekündigten Schlechtwetterlofoten nähern und machen noch einen Zwischenstopp auf der Værør-Insel. Diese Insel ist ein Geheimtipp, wenn man mal ganz alleine sein möchte. Mal schauen...Read more

  • Værør Lufthaven

    March 2 in Norway ⋅ 🌬 5 °C

    Nach einer dreistündigen Überfahrt und einer kurzen Fahrt an unserem Stellplatz sind wir nun am Landsend im Nordland von Værør und mutterseelenalleine. Jetzt fehlt eigentlich nur der Sternenhimmel und ein paar schöne Nordlichtvorhänge am Himmel. Vorausgesagt sind aber leider Regen und Sturmböen. Die Feststellbremse hat sich übrigens problemlos beim Verlassen der Fähre gelöst🤗 Der Flughafen ist übrigens schon lange nicht mehr im Betrieb, die Start- und Landebedingungen sind mit Sicherheit sehr herausfordernd gewesen.Read more

  • Impressionen von Værøy

    March 3 in Norway ⋅ 🌧 5 °C

    Der Tag begann etwas früh mit lautem Rappeln und Pfeifen. Okay ,das Meeresufer ist 30m entfernt und schon die ganze Nacht hat uns der Wind ein Wiegenlied gepfiffen und uns bzw. mich in den Schlaf geschaukelt. Aber irgendwie bin ich doch etwas beunruhigt und bemühe den Wetterbericht. Neben uns steht ein kleiner Schuppen, der gestern im Scheinwerferlicht an allen vier Seiten mit extrem starken Tauen an abrissbirnenstarken Felsbrocken vertaut war. Das gibt mir doch zu denken und einen Eindruck, wie stark der Wind vielleicht sein könnte. Für die Nacht waren 25 Knoten, also ca. 55kmh angegeben, aber nun um fünf Uhr morgens steht eine Sturmwarnung mit Windstärke 7 für die nächsten Stunden an, also Böen in Spitzen mit 85kmh. KI informiert mich, dass leichte LKW mit etwa 7,5t auch mal dabei umkippen könnten, und wir müssen über ein Pass zum Fähranleger zurück. Ich möchte mit Molly nicht den Elchtest machen, und so geht es in aller Herrgottsfrühe wieder in der Dunkelheit zurück. Am Fähranleger stellen wir uns in den Windschatten eines litauischen 40Tonners, der allerdings ganz schön nach Fisch stinkt. Kurz vor Abfahrt der Fähre machen wir noch einen kurzen Erkundungsgang. Der Sturm hat inzwischen nachgelassen und es regnet. Es ist ein kurzer Inselbesuch, der bei besserem Wetter sicherlich auch für zwei,drei Tage mit interessanten Wanderungen lohnenswert wäre.Read more

  • Landung auf den Lofoten

    March 3 in Norway ⋅ 🌧 5 °C

    Nachdem wir von Værøy bei der Überfahrt den angeblich grössten Strudel der Welt, den Moskenestraumen, überquert haben, und nicht vom Mahlstrom verschlungen wurden, sind wir nun endlich am Ziel unserer Reise angelangt. Zugegeben, so richtig herzlich haben uns die Lofoten wettertechnisch nicht empfangen. Aber zwischenzeitlich hatten wir tatsächlich für eine kurze Zeit Sonne und konnten einen Eindruck bekommen, wie schön es hier sein kann bzw. eigentlich sogar bei schlechtem Wetter ist. Wir sind wie bei unserem letzten Besuch schnurstracks von Moskenes nach Å gefahren, um unser Reisetitelbild zu aktualisieren. Hier gibt es tatsächlich einige Touristen, die überwiegende Mehrzahl sind anscheinend Japaner oder Menschen mit ostasiatischen Reisemigrationshintergrund und Leihwagen. Molly wird zur Zeit gerade mal wieder zum zigsten Mal gewaschen, und wir kommen hier erstmal zur Ruhe, falls uns nicht ein Ordnungsbeamter des zeitlimitierten Parkplatzes, der kein ausgewiesener Wohnmobilstellplatz ist, verweist. Aber eigentlich bestände die Gefahr bei diesem Sauwetter nicht mal in Deutschland.Read more

  • Ortswechsel

    March 4 in Norway ⋅ 🌧 5 °C

    Nachdem wir, soweit es überhaupt möglich ist, die Umgebung von
    Å und Å selbst erkundet haben und tatsächlich auch eine regenfreie Periode genießen konnten, geht es jetzt in mehr oder weniger kleinen Schritten wieder Richtung Festland. Heute waren es zehn Kilometer. Hier in Reine boxt im Sommer der Papst, da sich hier der Reinebringen befindet. Es ist wohl die beliebstete Wanderroute auf den Lofoten und bietet einen spektakulären Ausblick, nachdem man die von Nepalesen angelegten 1978 Stufen erklommen hat und sich auf etwa 450m befindet. Der Womo-Stellplatz ist hier geschlossen, wenn man nach dem Schild geht. Wir gehen nicht nach dem Schild. Es ist im Winter ohnehin schwierig einen legalen Stellplatz zu finden, der sich nicht auf einem der ganz wenigen geöffneten Campingplätze auf den Lofoten befindet. Wir haben einen kleinen Ortsspaziergang gemacht und die anrüchigen Trockengestelle für den Kabeljau besucht. Trocken ist es allerdings hier nicht gerade. Unsere Sachen bräuchten auch ein Trockengestell. Hier wieder Impressionen aus Å und Reine..Read more

  • Kein Ortswechsel

    March 5 in Norway ⋅ 🌧 6 °C

    Früher sind wir bei Regen immer weiter gefahren. Lt. Wetterbericht würden wir auf diese Weise entweder am Nordkap oder in Südnorwegen landen. Aber wir wollten ja auf die Lofoten. Also ist Abwettern angesagt. Angeblich soll sich das Wetter ja hier extrem schnell ändern. Morgen soll es schon wieder "etwas" besser sein. Ich hatte mit der Idee gespielt, nochmal auf den Reinebringen zu steigen, falls das Wetter besser wäre, und ich doch schon mal hier bin. Das halten die Locals und Ines aber für keine so gute Idee. Dabei habe ich Steigeisen und Eispickel dabei. Dann habe ich gehört, das Fische bei Regen besonders gut anbeißen. Das haben die norwegischen Fische aber noch nicht gehört, oder der Reinefjord ist schon leer gefischt. Die Fische hängen hier im Regen ja zum Trocknen ab. Das stinkt uns schon ein wenig. Jedenfalls habe ich wieder kein Abendessen gefangen und bin froh, dass noch was in der Proviantkiste ist. Wir haben die Zeit genutzt und sind ins Kulturzentrum von Reine gegangen. Dort konnten wir uns mit Hilfe von VR-Brillen und einem Film die Sehenswürdigkeiten und Naturschönheiten der Lofoten in 3D ansehen ( sowohl Winter, wie auch Sommer) und brauchen also nicht mehr hinzufahren oder -wandern. Eigentlich bei 20°Raumtemperatur ganz praktisch und vor allem trocken. Vor der Tür schlägt die harte Realität in Form von 7° kalten sehr zahlreichen Regentropfen dann wieder zu. "Es gibt kein schlechtes Wetter, nur schlechte Kleidung". Wir haben schlechte Kleidung...sie wird einfach nicht trocken. Ines hat noch ein paar Bilder auf WhatsApp- Status gesetzt.Read more