• Dietmar Neumann
  • Ines Neumann
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  • Ines Neumann

Winter auf den Lofoten

Das Schlimme an Reiseberichten ist, dass sie immer wieder unser Reisefieber anfachen. Bis jetzt haben wir kein wirksames Gegenmittel gefunden als zu schauen, ob es an den Orten wirklich so schön wie beschrieben ist. Read more
  • Kvalvika-Beach

    March 6 in Norway ⋅ 🌬 4 °C

    Nach einer ziemlich stürmischen Nacht reicht es dann mit Reine. Weiterhin falle ich als Petriheiler oder - jünger durch und wir beziehen die Zutaten zum Mittagessen beim Coop. Für heute ist viel Wind und wenig Regen angesagt. Grund genug für einen Strandspaziergang. Diesen Strand kann man sich aber nicht erfahren sondern nur erwandern. Er zählt zu den Touristikhotspots der Gegend, und auch heute ist eine geführte Wandertruppe unterwegs. Die Bedingungen entspechen schon der einer kleinen kurzen Bergtour von etwa 2 Stunden mit 6km und 340Hm. Da in den letzten Tagen durch den vielen Regen und die dauerhaften Plustemperaturen sehr viel Schnee geschmolzen ist, ist der Weg bis auf den Abstieg zum Strand ganz gut begehbar. In der letzten Woche wurde die Tour noch als Schneeschuhtour angeboten. Da es doch zu kalt und windig für ein Bad im Polarmeer ist, wir das Handtuch vergessen haben, und auch die Sonne nur ganz sporadisch ein paar Strahlen schickt, verzichten wir auf die letzten felsigen Abstiegsmeter und kehren wieder um. Immerhin ist die Aussicht auch ohne Strandspaziergang wieder toll und wir beschliessen wie schon im vorigen Jahr den Wanderparkplatz aufgrund seiner Superlage als Übernachtungsplatz zu missbrauchen. Das hier nachts Wanderer auftauchen, ist nicht zu befürchten. Wenn uns der Wind ein bisschen in Ruhe lässt, dann werden wir gut schlafen.Read more

  • Übernachtungsplatz

    March 7 in Norway ⋅ 🌬 5 °C

    Und wieder ist ein Tag herum. Weit sind wir nicht gekommen, aber es gibt ja trotzdem genug zu sehen. Immerhin stimmt der Reifendruck wieder (6 bar!). Bei den meisten Luftdruckbefüllern geht dem Kompressor bei 5bar die Puste aus, und ich entleere den Reifen beim Versuch ihn aufzufüllen. Unser Wasservorrat ging langsam zu Neige. Immerhin hat er 13 Tage gehalten. An einer Hafenmole gibt es Nachschub in Form eines frei zugänglichen Schlauches. Allerdings verweigert der abschliessbare und nicht mehr aufschliessbare Tankverschluss von Molly jegliche Füllung. Am Ende hilft nur noch rohe Gewalt. Scheint ja heute überall auf der Welt die Lösung zu sein, auch wenn dabei viel kaputt geht, so auch der Tankverschluss. Jetzt hoffen wir wieder auf wolkenfreien Sternenhimmel, Nordlichter und eine ruhige Nacht. Der Kommentar der entsprechenden Vorhersage-Apps: Vergiss es! Im Übrigen gab es letzte Nacht eine 30%ige Wahrscheinlichkeit an unserem Standort für Nordlichter und eine 100%ige Wahrscheinlichkeit für eine dichte Wolkendecke und einen realen Sturm mit in Böen Windstärke 6.Read more

  • Myrland Stranda

    March 8 in Norway ⋅ ☁️ 4 °C

    Nach dem Frühstück geht es in den nahegelegen Ort Vikten, wo sich eine berühmte Glasbläserei befindet. Zuvor muss sich Molly erstmal aus dem schlammigen Sand des Stellplatzes befreien und droht sich trotz Vierradantrieb einzubuddeln. In der Glasbläserei gibt es viele schöne Sachen zu sehen. Anschließend sticht mich der Strandhafer und wir fahren nach Myrland Stranda auf die andere Seite der Insel. Google Maps spricht von einer Strassensperrung auf der Hälfte der Strecke. Auch ein Schild warnt Touristen davor hier weiter zu fahren because of road work. Es gibt aber keine Schranke oder Durchfahrtsverbotschild. Na ja, denke ich...ist vielleicht nur ein paar Meter und nach der nächsten Kurve geht es auf der reparierten Strasse weiter. Ein Fehler! Die nächsten drei Kilometer sind wir auf einer einspurigen Küstenstrasse ohne Wendemöglichkeit unterwegs. Die Teerdecke ist vollständig entfernt und der schlammige Untergrund wartet auf trockenes Wetter zur weiteren Bearbeitung. Es gibt kein Foto von dieser Strecke, da Ines sich ob der von Wasser gefüllten Schlaglöcher mit beiden Händen fest halten muss und ich mich zu keiner Zeit getraue Molly auch nur einen Moment auf diesem Untergrund stehen zu lassen. So geht es die drei Kilometer bis zum Meiler Myrland, wo ich endlich eine Wendemöglichkeit finde. Entspannt darüber, dass Molly die Strecke schon einmal geschafft hat, bin ich nicht. Das Risiko am Sonntag irgendwo im Schlamm stecken zu bleiben, war subjektiv hoch und ich hätte am Montag doch einige Schwierigkeiten gehabt, einem norwegischen Strassenbauarbeiter zu erklären, what the hell we are doing here with a truck? Ach ja, und Myrland Stranda ist nicht sehenswert..
    Ich denke mir: old enough to know better - young enough to do it anyway. Bei den Fotos herrscht # shades of gray vor😉
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  • Ein Strand vor dem Hauklandstrand

    March 8 in Norway ⋅ ☁️ 5 °C

    Nachdem wir unserem gefühlten Offroadabenteuer wieder glücklich entronnen sind, geht es im Konvoi durch den Nappstraumtunnelen. Der führt unter dem gleichnamigen Nappstrom hindurch und ist etwa halb so lang wie der Elbtunnel, auch reparaturbedürftig und nur einspurig zu befahren. Der Stau davor ist allerdings aufgrund des Verkehrsaufkommens geringer. Dann geht es weiter zu den Touristenhotspots Hauklandstranda und Uttakleivstranda. Ein kurzes Stück vor dem eigentlichen Hauklandstrand treffen wir auf einen menschenleeren Strand, an dem wir eine ausgiebige Mittagspause machen. Beim Hauklandstrand ist schon wieder touristische Infrastruktur und damit sind Parkgebühren fällig und zum Uttakleivstrand wird mittlerweile eine saftige Strassenmaut erhoben. Da wir ohnehin nicht baden wollen und mittlerweile etwas spät dran sind, sparen wir uns dort den Strandbesuch.Read more

  • Leknes

    March 8 in Norway ⋅ ☁️ 5 °C

    Wir kehren zurück in die Zivilisation und dank Park4Night finden wir mitten in Leknes einen ruhigen Stellplatz. Zugegeben, es fehlt etwas der Blick aufs Meer und die Berge, aber man kann nicht alles haben. Dafür ist das Stadtzentrum fussläufig zu erreichen, und wir machen uns noch auf einen kleinen Spaziergang. Von den Rhythmen einer Blechtrommelgruppe magisch angezogen landen wir vor dem Kulturhuset. Es ist Weltfrauentag und vielleicht deshalb ist es eine Frauengruppe. Zugegeben, der Anblick ist etwas exotisch, aber die Mädels haben es drauf. Ines kommt schnell ins Gespräch. Das ist das opening für das Konzert im Kulturhuset. Da träten Chöre und Solisten auf. Ehe wir uns versehen, kaufen wir Karten, und sitzen mit den Locals in einer Mehrzweckhalle und hören bei Keksen und Kaffee drei weiblichen Solistinen mit Gesang und Violine, dem Vest-Lofoten Damekor und dem Ukrainsk Damekor "Spivochi" bei ihren Darbietungen zu. So kommen wir neben dem Genuss von Natur auch zu dem vom Kultur. Die begleitenden Texte auf norwegisch sind allerdings komplett unverständlich...Schade, dass wir ikke Norsk snokka können.Read more

  • Krisensitzung

    March 9 in Norway ⋅ 🌧 5 °C

    Wir sind in einem großem Einkaufszentrum, wie es auch in Deutschland jede Menge gibt. Man kann sich hier gut aufhalten, es ist trocken und warm, man kann Kaffee trinken und durch riesige Fensterfronten die Regentropfen in den Wasserpfützen beobachten. Das schlechte nasskalte Wetter ist also gut auszuhalten...für ein paar Stunden, für einen Tag...aber auch für eine Woche und mehr? Unsere Hoffnung auf gutes Wetter, eine Voraussetzung für schöne Reise- und Naturerlebnisse, schwindet. Bisher hatte uns der Langfristwetterbericht immer Hoffnung auf besseres Wetter in etwa einer Woche gemacht und die Prognose dann Tag für Tag kassiert. Auch jetzt könnte es in einer Woche wieder ein paar Sonnenstunden geben, aber von einem radikalen Systemchange ist weder im Iran noch hier auszugehen. Wir hatten bisher viele schöne Erlebnisse, aber langsam beginnen sie zu verwässern. Man kann aus allem das Beste machen. In unserem Fall ist es die Flucht nach Osten hinter die skandinavische Gebirgskette..Auf nach Lappland. So der Plan für die nächsten Tage...wir müssen ja nicht hasten..Read more

  • STAMSUND

    March 9 in Norway ⋅ 🌧 5 °C

    Wir brechen auf und versuchen trotz Schlechtwetter noch ein bisschen die Landschaft zu erfahren. Unterwegs nach Stamberg ein kleines Schild: Lofoten-Wool 0,8 km rechts ab. Wir sind zwar schon vorbei, aber ich bemerke, wie Ines unruhig wird. Sollen wir zurück? Ja, bitte gerne..lautet ihre Antwort.Eine halbe Stunde später bin ich und nicht Ines stolzer Besitzer eines von Marthe handgestrickten Lofotenwollpullover mit pflanzengefärbter Wolle und weiß einiges über Schafrassen, Wollqualität und Verarbeitung. Ich hab den Pullover direkt angelassen und brauche ihn in den nächsten Wochen wahrscheinlich auch nicht mehr ausziehen. So geht es, wenn man der Frau nachgibt. Von Stamberg geht es an der Küste entlang zu unserem nächsten Stellplatz für die Nacht. Trotz Regen, Überschwemmung, Schneeschmelze..die Landschaft hat einen eigenen rauen Charme. Sowas findest Du nich im Ruhrgebiet.Read more

  • Unter der Brücke

    March 9 in Norway ⋅ ☁️ 4 °C

    Tja, der Dieselpreis und handgestrickte Wollpullover...da müssen wir wohl unter der Brücke schlafen. Es handelt sich um die Sundsklakkstraumen-bru.

  • Grimsøya

    March 10 in Norway ⋅ ☁️ 3 °C

    Es war eine ruhige, windstille Nacht. Beim Frühstück genießen wir den Ausblick auf den Sund. Wir beschließen, die kleine Insel zu umrunden und werden wieder mit eindrucksvollen Ausblicken belohnt und es ist bei 2- 3°C relativ trocken.Read more

  • Henningsvær

    March 10 in Norway ⋅ 🌧 3 °C

    Dann geht es weiter zum nächsten Postkartenmotiv. Von nahem und bei bedecktem Himmel betrachtet gibt es schon einigen Verfall in dem Ort. Nach einem ausgiebigen Spaziergang, einem Besuch in einem "Lofotenwoolshop" und einem Kaffee machen wir uns auf den Rückweg.Read more

  • Bunte Glaskugeln als Polarlichtersatz

    March 10 in Norway ⋅ ☁️ 3 °C

    Zwischen Henningsvær und Svolvær liegt Kabelvåg. Eigentlich nur ein kleinerer Ort an der E10, den ich rechts liegen lassen würde. Nicht aber Ines. Denn hier gibt es wieder eine Glasbläserwerkstatt. Wir schaffen es gerade noch vor Ladenschluß. Der absolute Clou..eine farbige Glaskugel mit einer Nylonschnur an einem langsam rotierenden Deckenmotor aufgehängt, also selbst rotierend und mit einem hellen Spotlight von der Seite angestrahlt. Da die Glaskugel verschiedenfarbig ist, ensteht hinter der Kugel an der Wand eine Art Kaleidoskop. Die Farben der Kugel sind im Farbspektrum der Nordlichter gehalten. Superschön...aber das gesamte Installationskit würde unsere Reisekasse völlig ruinieren. Nichts desto trotz haben wir nun drei farbige Glaskugeln in einer stabilen Verpackung an Bord. Das lokale Handwerk muss doch unterstützt werden.Read more

  • Happy birthday Molly

    March 10 in Norway ⋅ ☁️ 4 °C

    Nun sind wir schon im 8.Jahr mit unserem Lebensabschnittsgefährt namens Molly zusammen. Zugegeben eine nie ganz problemlose Beziehung, dabei ist der Alterunterschied zwischen uns gar nicht mal so groß. Mal ist es die defekte Windschutzscheibe, mal der Motorölverlust, mal die defekte Vorderachse, mal ein kleiner Unfallschaden, mal die Feuchtigkeit in der Verkleidung, mal die Bremsbeläge und mal die Radtrommeln. Immer wieder hält Molly eine kleine, wenn auch kostenaufwendige Beschäftigung für uns bereit. Dafür hat sie uns aber auch nie im Stich gelassen und sich für uns die steilsten Berge in der grössten Hitze hinaufgequält und ist nie vom rechten Weg abgekommen. Nur einmal wollte sie ohne uns weiterfahren. Wo andere Autos aufsetzen, da hebt sie uns darüber hinweg und sorgt bei den Passanten und Tankstellpächtern immer für ein freundliches Lächeln. Nun ist sie 40. Zuhause warten noch neue Bremstrommeln auf sie. Wir wollen sie damit überraschen. Vielleicht bremst sie dann auch wieder gleichmässig beidseitig. Jedenfalls, danke für die vielen Abenteuer und die unfallfreie Zeit .Read more

  • Mit den Fischen abhängen ..

    March 11 in Norway ⋅ ☁️ 6 °C

    Die ganze Nacht hat es heftig geregnet, und morgens ziehen wir in Regenzeug ins Zentrum von Svolvær und besuchen einige Geschäfte. Ausgedehnte Wanderungen lohnen sich nicht. Erst am Nachmittag klart es auf und die Sonne kommt heraus. Welche Wohltat. Leider lt. Wetterbericht nur eine vorübergehende. Die nächsten Tiefs sind schon im Anmarsch. Ich checke Molly ein wenig und fülle Öl nach. Sie hat echt durch die ständige Feuchtigkeit gelitten und ist ernorm verdreckt. Alle unsere geplanten outdoor-Aktivitäten sind bis auf eine abgebrochene Wanderung zum Klavika-Strand bisher geplatzt. So wirklich Schönes und Neues für die nächsten Tage haben uns die Lofoten nicht zu bieten. Ab heute sind wir wieder auf dem Rückweg. Mal schauen was unterwegs noch so los ist. Zum Abend finden wir einen einsamen Stellplatz zwischen den Trockenfischgestellen von Lauvika und unterwegs versorgt uns die Sonne mit tollen Landschaftsbildern und -eindrücken.Read more

  • Es tut sich was in der Nacht

    March 12 in Norway ⋅ ☁️ 6 °C

    Gestern abend gegen 19.30Uhr verheißt uns unsere Nordlicht-App eine 28%ige Chance. Ohne viel Hoffnung mache ich mich nach draußen. Ich sehe Sterne am Himmel. D.h. es sind keine oder kaum Wolken da. Ich habe so eine Ahnung, daß sich am Horizont etwas abspielen könnte. Es sind leichte Helligkeitsunterschiede. Ich hole meine kleine Kamera mit dem Stativ und mache in diese Richtung eine Langzeitbelichtung. Bingo, es sind Nordlichter am Himmel, aber leider mir bloßem Auge nicht zu erkennen. Ines ist ein bisschen entäuscht. Sie hatte gardinenartige leuchtende Vorhänge erwartet, wie sie auf den entsprechenden Videos und Aufnahmen immer zu sehen sind. Dennoch, die langzeitbelichteten Fotos zeigen die erhabene Schönheit. Nach einiger Zeit zieht der Himmel zu. Die weitere Nacht haben die Regentropfen wieder an unsere Fenster geklopft und sind auf das Dach geprasselt. Morgens ( nach dem Frühstück) haben wir dann nochmal die olfaktorischen Ursachen für die Reizung unserer Riechzellen aufgesucht. Nächstes Mal campen wir im Luv von Trockenfischgestellen.Read more

  • Wanderung auf den Digermulkollen

    March 12 in Norway ⋅ ☁️ 5 °C

    Unsere Wetter-App hat von 12.30Uhr bis ca. 15.00Uhr Sonne in Digermulen vorausgesagt. Dort gibt es eine an sich leichte 2,5stündige Wanderung, die schon Kaiser Wilhelm der 2.te hier vollzogen hat. Super getimet laden wir am trailhead und auch hinter den Wolken schmeisst jemand das Licht an. Die Fussspuren von Kaiser Wilhelm sind im Schnee jedenfalls nicht zu sehen. Auch von niemand anderen. Wie sprechen also von einer Erstbegehung. Daß wir an Gamaschen und Wanderstöcke gedacht haben, ist selbstredend. Allerdings liegen die Schneeschuhe noch in der Skibox von Molly. Nach den ersten 100m bereue ich es, und will sie noch holen. Aber Ines ist wie immer optimistisch. So machen wir die Erfahrung, warum Norweger die Ski vor rund 5000-8000Jahren erfunden haben und die Schneeschuhe schon von allen indigenen Völkern im hohen Norden vor 5000-12000Jahren benutzt wurden. Die Leute hatten einfach keine Kraft in den Beinen. Das ich lt.Ines meistens nicht spure, kann sie mir diesmal nicht vorwerfen. Auch daß sie normalerweise nicht in meine Fussstapfen treten will, ist diesmal kein Problem. Dennoch arbeiten wir uns den nur zu erahnenden Wanderweg hoch und treffen unterwegs immer wieder auf Elchspuren. Immer wieder brechen wir bis zu den Knien und Oberschenkeln ein und treten in unter der Schneedecke murmelnde Bächlein. Aber inzwischen ist die Sonne wie versprochen rausgekommen und es ist richtig wie im Winter. Nach der Hälfte der Strecke und dem doppelten der kalkulierten Zeit kommen wir ans Ende unserer Kräfte und auf eine Lichtung mit tollen Ausblick. Sicherlich hat Kaiser Wilhelm hier auch gestanden und vielleicht hat er sich den Rest tragen lassen. Wir belassen es bei der schönen Aussicht, heissen Tee und Schoko-Cookies. Dann geht es zurück zu Molly und noch zu vielen tollen Ausblicken auf den Tengelfjord im Lichte der Sonne.Read more

  • Die letzte norwegische Fähre

    March 13 in Norway ⋅ ☁️ 1 °C

    Zur weiteren Heimfahrt haben wir nochmal die kleineren Strassen abseits der E10 gewählt und wollen über Harstad nach Narvik. Ein Stückchen weiter hätten wir fast unseren Bundeskanzler auf Andøya getroffen, der dort heute die Beziehungen zu Norwegen aufpeppen möchte. Außerdem läuft hier gerade das Natomanöver "Cold response". Wir bekommen aber bis auf Flugbewegungen und einer Fregatte in Harstadt nicht viel davon mit. Unterwegs wird trotz des Wetters viel an neuen Strassen gebaut.Read more

  • Harstad

    March 13 in Norway ⋅ ☁️ 2 °C

    In Harstad machen wir einen Zwischenstopp zusammen mit der Aida Mare aus Genua. Ist doch immer wieder schön am Ende der Welt mit seinen Landsleuten aus Sachsen zusammen durch die Einkaufsmall zu laufen. Harstad hat sogar eine 50m lange Fussgängerzone. Ansonsten weiss ich nicht, was die Aida hier zu suchen hat. Zum Mittagkochen verlassen wir die Stadt schnell wieder. Die Landschaft hat hier viel mehr als die Stadt zu bieten..Read more

  • Schon wieder unter der Brücke

    March 13 in Norway ⋅ ❄️ 2 °C

    Es geht weiter durch teilweise tief verschneite etwas höher gelegene Landschaft mit noch vollständig gefrorenen Seen. Unterwegs sehen wir drei Elche auf den Feldern. Leider hat das Anpirschen für ein schönes Foto auf einem freien Feld nicht soviel Erfolg. Vielleicht sollte ich mich auch mal wieder duschen. Insgesamt hat es hier noch nicht so dramatisch getaut wie auf den Lofoten. Von weitem erkennt man einen hell erleuchteten Skihang. Darunter liegt Narvik. Auch hier können wir nicht von einem wirklich schönen Stadtzentrum sprechen. An der Hauptstrasse liegen einige Andenkenläden und Restaurants. Ansonsten spielt sich das Leben anscheinend in grossen Malls ab. Narvik war im 2.Weltkrieg wegen der Erzbahn und dem Umschlaghafen strategisch sehr bedeutsam, und die Schlacht von Narvik ging in die Geschichte ein. 1940 wurden hier der deutschen Marine durch die Allierten ein erheblicher Verlust zugefügt, und 10 Zerstörer wurden versenkt. Norwegen musste am 10.Juni 1940 kapitulieren, weil die Allierten ihre Kräfte wegen des Westfeldzuges (Frankreichfeldzug) wieder abziehen mussten.
    Heute sind wieder 1600 deutsche Soldaten im Rahmen von "cold response" in der Gegend, allerdings diesmal als Natomitglied gegen Russland. Wir haben Glück, dass so viele Staaten uns wieder in ihr Land lassen und bei Norwegen freut es uns ganz besonders.
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  • Abisko Nationalpark

    March 14 in Sweden ⋅ ⛅ 0 °C

    Heute sind wir beide recht früh aus den Lama- und Daunendecken. Der Wetterbericht verspricht in den nächsten Stunden Sonne. Zunächst ist davon noch nicht viel zu spüren. In der Nacht hat es geregnet und der Scheibenwischer wird immer noch gebraucht. Es geht immer höher ins Skandinavische Gebirge zur Schwedischen Grenze und nach Lappland. Hier wollen wir dem feuchten Wetter entfliehen. Die Rechnung geht jedenfalls heute auf. Je höher wir kommen, um so winterlicher wird auch wieder die Umgebung. Wir fahren durch bis Abisko, dem Namensgeber des riesigen Nationalparks. Die winterlichen Panoramen sind überwältigend und nicht in Fotos einzufangen und die Sonne kommt hervor. In Abisko machen wir endlch eine 2stündige Winterwanderung nach unserem Geschmack. Kein Steckenbleiben im Nassschnee sondern ein gut verfestigter Wanderweg in trockenen Schnee. Beim Erkunden der Wegstrecke laufe ich fast in eine Elchkuh, die scheinbar unbesorgt mit ihrem schon großen Kalb in der Nähe des Parkplatzes genüsslich an den Bäumchen knabbert. Wow, entweder hat das Achselwaschen gestern geholfen oder die Tiere wissen genau, dass sie im Nationslpark niemand erschießen darf, und sie zumindest bei den Menschlein die Stärkeren und Größeren sind. Bis auf wenige Meter lässt die Elchkuh mich an sich heran. Was für ein Anblick und was für ein Glück. Ines betrachtet die beiden Elche aus Rücksicht lieber etwas distanzierter und kann auch nur staunen. Zum Nachmittag hin beschliessen wir weiter nach Kiruna zu fahren. Dort sollen die Wetterbedingungen morgen noch besser sein als hier und vor Ort sollen für diese Nacht Wolken aufziehen. Abisko ist nämlich ein Hotspot für Nordlichtbeobachtungen und wir wollten eigentlich hier übernachten.Read more