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  • Day 14

    Anreise & Hue

    January 19, 2023 in Vietnam ⋅ ☁️ 21 °C

    Vom Flughafen Da Nang ging es mit Taxi und Bus weiter nach Hue (Ausblick von Flugzeug siehe Foto). Erster Eindruck: Wie bereits im Reiseführer beschrieben, versuchen sie Touristen etwas mehr zu verrechnen. Wir versuchen unser Bestes, um uns dagegen zu wehren. 😉 nach dem ersten teuren Taxi gingen wir gleich in das nächste Geschäft und ich kaufte mir erneut eine E-Sim und wir bestellten uns alle weiteren Taxis über die App ‚Grab‘ (wie Uber nur in Südostasien).

    Die Busfahrt war schon ein kleines Abenteuer an sich: ein kleiner Mininvan in dem Mini-Klappstühle aufgestellt wurden, um noch mehr Personen reinzuquetschen. Vorne in den ersten zwei Reihen saßen schon ca 10 Personen, zwischen 4er Sitzen jeweils noch eine Person, es war gelinde gesagt kuschelig im Bus zu sitzen. Außerdem fuhr der Bus auch erst los, wenn er übervoll war, von fixen Abfahrtszeiten haben sie noch nie gehört. Während der ca 2,5h Busfahrt konnten wir schon einige Eindrücke vom Land gewinnen: Reisfelder, Meer, viel grüne Landschaft, viele kleine Märkte,… was mir gleich besonders positiv auffiel: die Straßen sind asphaltiert! Keine Selbstverständlichkeit nach meinen Erlebnissen in Nepal und eine wahre Genugtuung 😆

    Bald wird in Vietnam ‚Tet‘, chinesisches Neujahr, gefeiert. 🎊 Dies sieht man auch überall: zahlreiche Nationalflaggen hängen überall, eine spezielle Blume wird zahlreich verkauft, sowie gibt es viel Deko und es hängen überall schon Schilder mit ‚Frohes Neujahr 2023 = Chúc mừng năm mới!‘. Wir sind schon gespannt, wie wir dir Festlichkeiten erleben werden. ☺️🥳 diesem Ereignis werde ich einen eigenen Blogeintrag widmen 😉

    Außerdem ganz spannend: auch wenn keine Verpflichtung besteht, werden überall in den Öffis noch Masken getragen 😷

    Vom Wetter: leider eher schlechter als erwartet: bewölkt, teilweise regnerisch und eher frisch ☁️

    In unserer Unterkunft in Hue angekommen, machten wir uns zu einem Abendspaziergang auf. Leider ist unsere Unterkunft nicht ideal gelegen, da sie nur in der Nähe der Altstadt liegt, die Restaurants sind aber ca 20min von unserer Unterkunft entfernt. Dort sind auch viele Bars und andere Lokale. Die Stadt ist abends schön beleuchtet (siehe Foto mit der Brücke).

    Die Geschäfte sind ganz lustig: in der Straße zu unserem Hostel sind einige Shops zu finden, die ausschließlich Fische verkaufen. Die Verkaufsstrategie ca 10 Geschäfte von derselben Sorte innerhalb von ein paar Metern zu haben ist für uns ganz spannend 😆 Das Gleiche ist uns am nächsten Tag mit Räucherstäbchen aufgefallen (siehe Fotos). Außerdem gibt es sehr viele Ständchen, die auf der Straße Essen verkaufen. Sei es vorgekocht in Töpfen oder frisch herausgebraten auf Spießen. Essen kann man das dann auf kleinen Plastikstühlen und -tischen, wie für Kinder. Aus hygienischen Gründen ist es bei uns beim Anschauen geblieben 😆

    Zum Essen: einmal bekamen wir anstatt eines Omletts mit Gebäck und Obst eine Rindersuppe mit Nudeln (=Pho) zum Frühstück serviert. Unser Eindruck: nicht gerade sättigend 😅 ansonsten haben wir über Bewertungen ein tolles Lokal zum Essen gefunden (wie soll es bei dem Namen auch anders sein? 😉): Ninas Cafe & Restaurant 🥰 dort konnte man sich ohne Bedenken durch die vietnamesische Küche durchprobieren: ein Reispfandkuchen mit Schweinefleisch & Shrimps mit Reispapier und Salat zum selbst befüllen war mein persönliches Highlight 😍 aber auch die Nudeln mit Hühnchen & Gemüse, die Frühlingsrollen, das süße Hühnchen oder das karamerilisiertes Gemüse können wir weiterempfehlen 😊

    Da es in Nepal leider keine gescheiten Supermärkte, sondern nur kleine Shops gab, konnte ich euch noch nicht meine tolle Rubrik ‚Supermarktkuriositäten‘ vorstellen. Endlich gibt es hier aber wieder normale Supermärkte wie bei uns. Leider sind pro Blogeintrag nur 20 Fotos erlaubt, deswegen geht sichs hier noch nicht aus, aber seid gespannt, was da noch kommt 😉

    An die Währung müssen wir uns noch etwas gewöhnen, da es nur sehr hohe Scheine gibt. 1€ = 25.450 Vietnamesische Dong 😅 (siehe Fotos)

    Außerdem können sehr wenige Vietnamesen Englisch: mit den Taxifahrern kommunizieren wir immer über Google Translate und sogar in unserem Hotel hatten wir teilweise Kommunikationsprobleme. Bei einem Touristenland wie Vietnam hätten wir uns das echt nicht erwartet 😅

    Allgemeiner Eindruck zu Hue: schon einiges an Verkehr, aber es ist zum Aushalten. In der Altstadt ist dafür kein Verkehr erlaubt. Diese ist nämlich durch Mauern geschützt und heißt ‚Zitadelle‘. Wir entschieden uns für ein Kombiticket: Zitadelle + 3 Kaisergräber etwas außerhalb von Hue zu besichtigen. Ca 20€ hat uns dann doch etwas geschreckt, aber bei sowas kann man leider schwer sparen. Die Altstadt ist sehr weitläufig, ein echter oder ein Audio Guide wären im nachhinein vl nicht so schlecht gewesen. Es gab immer wieder schöne Tempel, die teilweise nur ohne Schuhe betreten werden durften, einen großen Garten, Stadttore und in den Tempeln unterschiedliche Möbeln und Schreine zu bestaunen. Einen halben Tag kann man hier locker verbringen.

    Leider sind die 3 Gräber der Kaiser ziemlich verstreut und alle zu Fuß nicht erreichbar. Da der Tag schon fortgeschritten war, entschieden wir uns das näheste Grab mit einem Taxi über Grab anzusehen. Das Grab von Tu Duc war in einer weitläufigen Parkanlage angelegt und hatte einen schönen See im Kern. Es gab nicht nur sein Grab, sondern auch die Gräber seiner 104 Frauen zu bestaunen. 😅 Die Kaiser lebten teilweise schon ein paar Jahre vor ihrem Tod dort. Deshalb gab es Häuser, wie in der Zitadelle, wo beispielsweise die Wachen untergebracht waren. Das Grab an sich war dann durch eine massive Steinmauer umgeben und unter einem Stein verborgen (siehe Fotos). Nach den Kaisergrab entschieden wir uns noch zu einem Kloster in der Nähe zu spazieren. Dort lernten wir einen ältere Australier kennen, der in der Nähe wohnte und eine Vietnamesin geheiratet hatte. Er war so froh endlich Englisch sprechende Personen zu sehen, dass er ungefragt anfing zu Reden und dann gefühlt nicht mehr aufhörte 😆

    Am nächsten Tag schauten wir uns noch die Gräber von Minh Mang und Khai Dinh an. Das Grab von Minh Mang kam mir sehr ähnlich zu dem vom vorherigen Tag von Tu Duc vor. Nur leider durfte man nicht in die Grabkammer, nur 1x im Jahr zu seinem Todestag.
    Dafür war das Grab von Khai Ding dann ganz anders: er starb gegen 1940 und war damals in engen Kontakt mit den Franzosen. Deshalb hatte der Grabbau europäische Einflüsse. Oben bei seinem Grab angekommen, erwartete uns ein Raum voller toller kleiner Mosaike und einer riesigen Bronzestatue von Khai Ding. Das war echt beeindruckend. Für dieses Programm hatten wir etwas mehr Zeit eingeplant, als wir gebraucht haben. Zuerst wollten wir uns ein Fahrrad mieten. Jedoch war das aufgrund des schlechten Wetters dann nicht möglich und mit dem Taxi legt man 10km einfach schneller zurück. Da am Abend Silvester vor der Tür stand, beschlossen wir nach einem leckeren Essen in Nina‘s Restaurant im Hotel noch eine Pause einzulegen.

    Insgesamt hätte ein Tag für Hue wahrscheinlich auch gereicht. Aufgrund von Tet und meiner längeren Reisepläne, hats aber auch gut gepasst es etwas entspannter angehen zu lassen. Grundsätzlich würde die Zitadelle und 2 Gräber auch reichen. Die Stadt, direkt an einem Fluss gelegen, war sonst ganz nett, aber auch kein Burner. Die historischen Kaiserstädte waren spannend zu besichtigen, da wir ja so etwas gar nicht kennen.
    Freue mich die nächten Tage noch mehr von Vietnam zu sehen 😊
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