• Helikopterflug + South Shore

    April 3, 2023 in the United States ⋅ ☀️ 25 °C

    Zunächst wollte ich am ersten vollen Tag Princeville erkunden. Was ich jedoch nicht wusste: das ist eigentlich nur zu Fuß möglich, was mich für die USA doch ziemlich überraschte und auch etwas nervte, da meine Unterkunft etwas außerhalb lag: überall konnte man Schilder sehen wo drauf stand ‚150-200$‘ Strafe, wenn man da parkt. Dennoch konnte ich zumindest einen Eindruck vom Ort gewinnen: Es wirkt hier alles extrem nobel, Princeville ist ein reiner Ferienhäuser Ort ohne Charme. Der Golfkurs zählt zu einem der besten der Welt und ist gefühlt auch der Teuerste, denn eine Runde kostet ca 600-800$! 🫣
    Was die Umgebung trotzdem für mich ausmacht: die Kulisse bzw der Ausblick auf die Berge im Hintergrund, das ist wirklich wunderschön! 😊

    Dann musste ich aber eh schon los Richtung Flughafen Lihue. Keine Sorge ich fliege nicht nach einer Nacht schon wieder weiter, sondern ich habe vor mir heute einen weiteren großen Lebenstraum zu erfüllen: ich werde einen Helikopterflug machen.
    Lange habe ich überlegt, ob ich es wirklich machen soll, aber letztendlich hat der Gedanke ‚ich bin nur einmal hier auf Hawaii und will auch alles machen, was ich schon immer mal machen wollte‘ überwogen. Zum Glück habe ich last minute noch ein tolles Angebot für einen einzelnen Sitzplatz im Helikopter erwischt und dadurch zumindest etwas weniger als normal gezahlt. Der Name der Firma: Airbone Aviation. Zunächst war ich etwas skeptisch, da der Flug mit offenen Türen stattfand. Aus diesem Grund hatten ch dann bei grundsätzlich warmen Temperaturen meine Winterjacke & Fließweste an. Da nur 4 Personen in einem Helikopter saßen, war jedem ein Fensterplatz garantiert, das war schon mal richtig cool. Zuvor musste man online angeben wie groß und wie schwer man ist, vor Ort wurde man noch einmal gewogen. Damit wird die Sitzplätzezuteilung vorgenommen. Zu meinem Glück durfte ich auch noch links vom Piloten sitzen, also erste Reihe! 😃 Dann folgte das Sicherheitsbriefing, das ganz anders als im Flugzeug war. Da passte ich dann doch wieder einmal mehr auf. Anschließend kam unser Pilot und stellte sich uns vor. Da einige Wolken aufzogen als wir zum Helikopter gingen, wurden nur ganz schnell Fotos von uns mit dem Helikopter gemacht. So schnell konnte man sich gar nicht einrichten, so schnell waren wir dann schon in der Luft. Und tatsächlich entgingen wir den Regen zumindest anfänglich.
    Ich muss ehrlich sagen: das war definitiv eines der coolsten und unglaublichsten Gefühle meines Lebens! Einerseits war die Landschaft so unbeschreiblich schön und abwechslungsreich, ich kam aus dem Staunen gar nicht mehr heraus! Andererseits war das Gefühl im Helikopter nah ranfliegen zu können auch richtig toll. Von der Na Pali Coast, bis über den Canyon, zu wunderschönen Wasserfällen, es war unbeschreiblich. Wir sind sogar in einen Canyon mit Wasserfällen reingeflogen! Der Pilot erzählte nebenbei auch viel zu den einzelnen Landschaften, aber es war schwer das alles auf einmal zu fassen. Worte können einfach nicht beschreiben was ich da sehen durfte. Ich lasse die Bilder für sich sprechen! Wenn man die Hand raushielt spürte man einen extremen Luftzug, wir bekamen für das Handy spezielle Hüllen, dass wir es nicht so leicht verlieren können, das war wirklich praktisch. Am Schluss regnete es zwar kurz, aber das war zum Glück nicht so tragisch. Von der Kälte ging es mit meinen Schichten zum Glück auch sehr gut. Definitiv ein großes Highlight meiner bisherigen Reise 😍

    Anschließend ging es mit dem Mietauto weiter im den Süden der Insel. Ich fuhr durch den berühmten Tree Tunnel, eine Allee wunderschöner Bäume. Anschließend parkte ich mein Auto heimlich hinter einem Golfplatz, weil die Straße ohne Allrad nicht befahrbar war und ich den anderen Parkplatz davor leider nicht gesehen hatte. Heimlich schlich ich über den Golfplatt zum Anfang des Trail, zum Glück ging alles gut. Dann ging ich den Maha‘ulepu Trail vom Lion‘s Head bis zum Mahaulepu Beach und war vollends von der wunderschönen Natur begeistert. Die Klippen, das Meer, die unterschiedliche Vegetation, die Strände, einfach unfassbar schön! Zwischenzeitlich konnte man auch einen kleinen Umweg gehen und durch einen miedrigen Spalt in eine offene Höhle krabbeln, richtig cool! Der Trail führt dann noch viel weiter bis zum Secret Beach, aber das war mir dann doch zu weit. Auf einem Strand entdeckte ich eine Robbe, die ich voller Begeisterung länger beobachtet habe. Den bekanntem Shipwreck Beach sah ich mir dann aber nur von oben an, da dieser komplett überfüllt war. Da sieht man wieder: wenn man wo mit dem Auto hinkann ist wehr viel los, wenn man jedoch hinwandern muss, ist viel weniger los. 😆

    Anschließend fuhr ich zum Poipu Beach weiter und ging schnorcheln, da dieser Strand sehr bekannt dafür ist. Leider war das dann abe eher enttäuschend, wahrscheinlich hatte ich einfach nicht die perfekten Wasser- und Wetterbedingungen erwischt, sodass ich nicht übermäßig viel sehen konnte.

    Da es immer mehr zuzog beschloss ich noch weiter die aküste entlang zu fahren. Ich hatte gelesen, dass Koloa Landing auch als geheimer Schnorchelspot gilt. Für mich war der Ort jedoch richtig komisch, da es für mich mehr wie eine Stelle um Boote ins Meer zu schieben ausgesehen hat und zudem komplett verdreckt war. Da verzichtete ich doch lieber aufs Schnorcheln.
    Weiter ging es zum Baby Beach, der wirklich winzig ist und mitten in einer Siedlung liegt. Das war für mich nicht so wirklich sehenswert. Leider war von dieser Küstenseite der Sonnenuntergang nicht so gut zu sehen, wie ich es mir erhofft hatte. Dafür sah ich mir zum Schluss noch das Bekannte Spouting Horn an. Dies ist eine Felsöffnung durch die das Meereswasser, wenn es durchfließt, ganz lustige Geräusche macht.

    Beim Rückweg sah ich mir noch Old Koloa Town an, leider hatten die Geschäfte aber schon zu. Im Allgemeinen hier auf Hawaii gibt es oftmals leider extrem kurze Öffnungszeiten. Dennoch hat der Ort aber sehr nett ausgesehen.

    Insgesamt war der Helikopterflug ganz klar das riesige Highlight des Tages. Die Wanderung war dennoch auch wunderschön, nur von den Schnorchelmöglichkeiten war ich vom Süden eher enttäuscht. Ein weiterer toller Tag auf Kauai 🥰
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