Auf nach Laos
December 30, 2025 in Laos ⋅ ☀️ 13 °C
Mit dem ersten Bus fuhren wir von Chiang Rai Richtung Grenze. Ein alter, roter, klappriger Bus, der uns in zwei Stunden ganz gemütlich bis zur Grenze fuhr. 🇹🇭🇱🇦
Die thailändische Ausreise verlief problemlos.
Um nach Laos einzureisen, mussten wir ein Busticket kaufen, denn zu Fuss darf man die Brücke nicht passieren.
Also hüpften wir in einen ziemlich ausrangierten Bus, der uns über die Freundschaftsbrücke Nummer 4 brachte.
Diese führt über den Mekong nach Laos. 🚌
Auf laotischer Seite füllten wir das Einreiseformular aus, zeigten unser E-Visa und bekamen einen kleinen Aufkleber in den Reisepass, gültig für 30 Tage. 🇱🇦
Dort trafen wir drei Deutsche, einer davon Michel. Gemeinsam teilten wir uns einen Transport in die nahe gelegene Grenzstadt Ban Houayxay.
Dort angekommen, checkten wir im Hostel ein und machten uns direkt auf den Weg zur Fährstation. ⛴️
Wir hatten den Plan, mit einem Slow Boat flussabwärts innert zwei Tagen in die Stadt Luang Prabang zu fahren. Wir hatten jedoch noch keine Tickets. 🎫
Michel passten wir am Geldautomaten ab und er schloss sich uns kurzerhand an. 💰
Am Fährhafen kauften wir die Tickets direkt vor Ort und bekamen die Sitznummern 2, 3 und 4, ein kleiner Jackpot. 💪
Danach besorgten wir noch eine laotische SIM-Karte in einer Wäscherei. 😅 Der freundliche Besitzer hat uns registriert und musste dabei einige Fotos von uns machen, zum Beispiel wie wir unseren Reisepass in den Händen halten.
Danach tranken wir ein Bier, assen zum ersten Mal laotisch und gingen anschliessend ins Bett.😴
Das Boot sollte am nächsten Morgen um 9 Uhr ablegen. Google Rezensionen hatten uns vorgewarnt. Sitzplätze seien ein echtes Thema.
Also standen wir am nächsten Morgen bereits um halb 8 mit frisch gemachten Sandwiches am Boot. Eine gute Entscheidung.
Wer das Ticket nicht direkt am Hafen gekauft hatte, bekam oft gar keinen Sitzplatz mehr. 🫣
Wir sassen ganz vorne beim Kapitän, mit richtig viel Beinfreiheit.
Die Sitzbänke waren übrigens alte Minibus-Sitze. 😂
In der Mitte gab es Quersitze, hinten eine Bar und dahinter noch einen zusätzlichen Raum. Dort landeten alle, die keinen Platz mehr hatten auf ihren Rucksäcken oder Reissäcken. 😬
Mit einer Stunde Verspätung ging es los. Wir schippten den Mekong hinunter. Der Fluss ist breit, träge und immer braun. Die Farbe kommt vom feinen Sediment, das aus den Bergen mitgeführt wird. Links und rechts grün bewachsene Hügel, steile Felswände aus Kalkstein, immer wieder kleine Dörfer direkt am Wasser und viele Büffel.
Die Landschaft wiederholt sich, wirkt aber nie gleich und wir fanden es wunderschön. 😍
Ab und zu hielten wir an, jemand stieg ein oder aus.
Unsere Gruppe wuchs zu einer lustigen Siebenertruppe zusammen. Viel Gelächter, gute Gespräche. 👍
Nach etwa sieben Stunden erreichten wir Pak Beng. Ein kleines Flussdorf, das komplett vom Zwischenstopp der Slow Boats lebt.
Wir bezogen unser Zimmer, gingen essen, schauten den Sonnenuntergang über dem Mekong und landeten später mit Michel in der einzigen Bar im Ort. 🍻
Wie so viele andere vom Boot auch, danach wieder früh schlafen. 😴
Die Nacht war kurz. Unsere Zimmernachbarin föhnte um 5 Uhr morgens ihre Haare, die Hunde im Dorf machten begeistert mit Gejaule mit. 🤔
Einschlafen war danach nicht mehr drin. Also Kaffee, wieder Sandwiches bei der Nachbarbäckerei bestellen und früh zurück zum Boot. ⛴️
Tag zwei galt als der schwierigere. Viele wollten bessere Plätze, vor allem jene, die am ersten Tag hinten beim Motor gesessen hatten. 😅
Geplante Abfahrt war 9 Uhr, wir waren wieder gegen halb 8 dort. Nicht die Ersten, aber Michi war schon da und verteidigte einige Plätze. 👍
Am Ende reichte es für sechs von sieben. Als Dank brachten wir ihm vier Sandwiches mit. 🥪
Beim Einsteigen gab es Diskussionen. Leute bestanden auf Sitznummern, andere hatten keine.
Bezüglich Sitzplätze: Wer zuerst kommt, mahlt zuerst. Manche hatten ihr Ticket verloren und mussten nachzahlen. Die Abfahrt verzögerte sich um etwa 40 Minuten, wir waren positiv überrascht. 😊
Der Mekong lag am Morgen im Nebel, es war kühl. Erst später kam die Sonne durch und wärmte uns wieder auf. Unterwegs sahen wir immer wieder Goldabbau. 🥇
Kleine Boote, Menschen mit Pfannen, grössere Schiffe mit Absaugvorrichtungen, die den Flussgrund bearbeiten.
Der Goldabbau am Mekong ist vor allem kleinindustriell, teilweise auch illegal. Neben lokalen Gruppen sind auch chinesische Firmen involviert. Oft wird dabei Quecksilber eingesetzt, um Gold zu binden, was den Fluss stark belastet. Der Mekong gilt in vielen Abschnitten als quecksilberbelastet, mit entsprechenden Folgen für Umwelt und Menschen. ☠️
Die Landschaft blieb beeindruckend. Felsig, grün, ruhig. Wir hielten oft an. Das Boot musste dabei immer erst gedreht werden, eine 180-Grad-Wende, damit der Motor frei im Wasser blieb. Es war jedes Mal ein ziemliches Gedränge.
Mit an Bord waren Motorräder, ein Kühlschrank, Säcke voller Lebensmittel, Handelsgüter und Hühner. 🏍🐓
Nach rund acht Stunden erreichten wir endlich Luang Prabang, allerdings nicht das Zentrum, sondern einen Anlegeplatz etwa sieben Kilometer ausserhalb. 😬
Die Tuk-Tuk-Fahrer warteten schon und nannten Preise, die absurd hoch waren.
Vier von uns machten da nicht mit. Wir liefen los. Nach etwa fünf Minuten kam ein anderes Tuk-Tuk, bot den offiziellen Preis an und brachte uns schliesslich glücklich nach Luang Prabang. 👍
Der Weg war lang. Aber er hat sich gelohnt.Read more

















Traveler
Gas, Bremse, Kupplung? 🤭
TravelerEiner war der Rückwärtsgang die Anderen 🤷🏻♀️
Traveler
Hübsches Bild. Ziemlich viele Touristen an Bord?
Traveler132 wenn wir den Zettel richtig gesehen haben😊