Etappe 2: Gumena - Pordenone
October 11 in Italy
☁️ 21 °C
Wie erwartet habe ich die Nacht nicht sonderlich gut geschlafen, aber das ist am Anfang meistens so, die ersten Nächte im Zelt. Ich habe leider kein ganz gerades Stück gefunden und bin mit meinem Schlafsack auf der Isomatte die ganze Zeit ein bisschen runtergerutscht. Zwei, drei Mal lag ich zusammengekauert wie ein kleines Würmchen am Fußende. Aber es passiert halt.
Der Morgen ist trotzdem sehr gut gestartet, mit einem guten Frühstück: ein bisschen Joghurt, Nüsse, Äpfel und zwei große Kannen Kaffee. Dann habe ich alles zusammengepackt und war abfahrbereit. Und natürlich hat es genau jetzt angefangen zu regnen. Ein Stündchen Regen musste ich noch abwarten.
Nachdem sich der Regen nach einer Stunde wieder verzogen hatte, bin ich losgefahren und hatte einen richtig guten Run. Die ersten zwei Stunden bin ich, glaube ich, komplett durchgefahren. Ich bin über 23 Brücken gefahren, immer wieder über den sehr leeren Gletscherfluss. An manchen Stellen war er gefühlt 200, 300 Meter breit, aber wegen des trockenen Sommers und der fehlenden Schneeschmelze war nur ein Rinnsal von vier, fünf Metern übrig.
Bei einem Aufstieg habe ich einen wunderbaren See mit absolut türkisem, sauberem Wasser gefunden. Ich habe mich natürlich nicht getraut, meinen Po da reinzuhalten, ich glaube, es wäre extrem kalt gewesen.
Gegen Mittag, nach der letzten Aufstiegsetappe, habe ich ein total nettes Restaurant gefunden. Es gab Tagliatelle e Funghi, und ich bin natürlich gleich in eine Großfamilienkommunion hineingerauscht, was sehr lustig war. Danach bin ich relativ zeitig weitergefahren.
Heute Abend schlafe ich in einem kleinen Hotelzimmerchen. Ich habe noch einen Snack in der örtlichen Trattoria gegessen und plane jetzt meine nächsten Tage. Auf Empfehlung von Flo versuche ich, ein, zwei Nächte in Padua zu bleiben. Vielleicht nehme ich von dort den Zug nach Venedig, laufe einen Nachmittag durch die Gegend und trinke für 14 Euro einen Kaffee.
Mein Knie merke ich auf jeden Fall, und mein Hintern tut auch schon ein bisschen weh. Entweder in Padua oder in Bologna muss ich mal Pause machen. Jetzt wird noch ein bisschen im Bett gedaddelt, und dann geht es ab ins Bett.Read more














TravelerHat sich auch ähnlich glamorös angefühlt drüber zu fahren.
TravelerDrücke die Daumen, dass sich die Knie an die Belastung gewöhnen - alles Gute!!!