Etappe 3: Pordenone - Padua
October 12 in Italy
☀️ 19 °C
Tag 3: Von Gemona nach Padua
Ich bin heute Morgen ganz entspannt gestartet. Mit einem Bett im Hotel ist morgens immer viel weniger zu tun, als wenn man das Zelt abbauen und trocknen muss. Zum Frühstück gab es nur einen Apfel, ein, zwei Riegel und einen Kaffee. Den koche ich im Hotelzimmer immer mit meinem Trangia, meine kleinen Redneck-Outdoor-Skills.
Ich bin extra früh losgefahren, damit ich die ganze Distanz nach Padua an einem Tag schaffe. Mir war klar, dass das letzte Drittel ziemlich knirschen würde, weil mein Knie gestern Abend schon relativ doll wehgetan hat. So kam es auch. Gut 20 Kilometer vor Padua habe ich eine Kaffeepause gemacht und ein geiles Pistazien-Croissant und einen Espresso genommen. Beim Aufs-Rad-Schwingen habe ich dann gemerkt, wie sehr das Knie schmerzt, und hätte am liebsten geschoben. Das kam aber natürlich nicht in Frage, also habe ich mich durchgequält.
Die Strecke war wunderschön. Gefühlt 60 Kilometer führten über eine alte Bahntrasse, mal auf entspanntem Asphalt, mal auf leichtem Gravel. Es war die ganze Zeit grün, eingerahmt von Bäumen. Dazu hat den ganzen Tag die Sonne geschienen, und bei ein, zwei Pausen in der Sonne dachte ich kurz, es wäre wieder Sommer: italienische Sonne, 20 Grad und Windstille. Die brutzelt einem im Oktober ganz schön ins Gesicht.
Am Nachmittag habe ich im Hostel eingecheckt. Auf Empfehlung von Flori bleibe ich zwei, drei Tage in Padua. Morgen oder übermorgen mache ich vielleicht einen kleinen Tagesausflug nach Venedig, auch wenn das ursprünglich nicht geplant war. Es gibt entspannte Züge dorthin, und ich habe keine Lust, drüben zu übernachten. Vielleicht connectet mich Dom noch mit einer Freundin von sich, dann hätte ich sogar einen kleinen Local-Kontakt hier. Donnerstag früh geht es dann wieder aufs Rad Richtung Bologna. Die 130 Kilometer teile ich mir auf zwei Etappen auf, das muss ja alles nicht sein.
Abends bin ich ein bisschen durch die Stadt geschlendert und habe ein fantastisches Restaurant mit asiatischer Fusion-Küche gefunden. Ich habe mich dort an afghanischem, pakistanischem und bangladeschischem Essen vergnügt, es war ein richtig tolles Mahl. Danach bin ich zum Hostel zurückgelaufen und habe noch einen Abendspaziergang durch die Stadt gemacht.
Geschlafen habe ich leider extrem schlecht, weil ich im Zimmer einen kleinen Mückenkrieg hatte. Die fünf anderen im Zimmer hat das anscheinend nicht gestört, nur mich. Deshalb musste ich mit einer kleinen Autan-Dusche schlafen.Read more














TravelerEine Übernachtung in Venedig hat aber schon was- da sind dann alle Touristen weg und man hat den Markusplatz für sich fast allein. Kannst ja mal drüber nachdenken