Rafting, Felsen und smaragdgrünes Wasser
September 22 in Slovenia ⋅ ☀️ 19 °C
Der Morgen begrüßte uns heute mit strahlendem Sonnenschein – und damit genau mit dem richtigen Wetter für unser nächstes Abenteuer. Nach den Erlebnissen der vergangenen Tage sollte es heute wieder actionreich werden: Wildwasser-Rafting auf der Soča stand auf unserem Programm.
Im Rafting-Zentrum angekommen, bekamen wir zunächst unsere komplette Ausrüstung. Neoprenanzug, Helm und Schwimmweste gehörten natürlich dazu. Anschließend wurden wir mit dem Bus ein Stück flussaufwärts gefahren. Spätestens als wir am Ufer der Soča standen und das glasklare, smaragdgrüne Wasser vor uns sahen, war klar: Jetzt wird es ernst!
Die Soča gilt als einer der schönsten Flüsse Europas. Ihren Beinamen „Smaragdfluss“ verdankt sie ihrer außergewöhnlich klaren, grün-blauen Farbe. Sie entspringt in den Julischen Alpen bei Trenta und fließt über Slowenien bis nach Italien, wo sie schließlich in die Adria mündet. Auf ihrem Weg hat sie tiefe Schluchten, natürliche Becken, Kaskaden und enge Felspassagen geschaffen. Heute ist sie vor allem für Outdoor-Abenteuer wie Rafting, Kajakfahren und Canyoning bekannt.
Nach einer ausführlichen Einweisung hieß es dann: rein ins Boot und los! Unser Schlauchboot teilten wir mit vier weiteren Mitfahrern und unserem Guide. Zunächst ging es noch ganz gemütlich dahin. Doch schon bald wurde die Strömung stärker und die ersten Wellen sorgten dafür, dass wir ordentlich zu tun bekamen.
Am Anfang war es gar nicht so einfach, die Balance zu halten und gleichzeitig mit allen anderen im gleichen Rhythmus zu paddeln. „Vorwärts!“, „Stopp!“ – unser Guide gab die Richtung vor und wir versuchten, möglichst synchron zu reagieren. Doch schon nach kurzer Zeit waren wir eingespielt. Und dann hieß es eigentlich nur noch: Spaß haben!
Zwischendurch gab es immer wieder kleine Pausen. Wir konnten aus dem Boot steigen, im seichten Wasser herumplanschen und die wunderschöne Landschaft genießen. Allerdings war das Wasser wirklich ziemlich frisch. Kein Wunder: Die Soča bleibt auch im Sommer eher kühl und erreicht nur selten Wassertemperaturen von über 20 Grad.
Und dann kam der Moment, bei dem bei Heiko offensichtlich der Mut über den Respekt siegte: Er sprang von einem etwa sieben Meter hohen Felsen direkt in die Soča! Ein kurzer Moment des Zögerns – und dann ging es mit ordentlich Adrenalin hinunter ins smaragdgrüne Wasser. Was für ein Erlebnis!
Nach rund eineinhalb Stunden auf der Soča war unsere Rafting-Tour leider schon wieder vorbei. Wir paddelten ans Ufer, zogen unsere Ausrüstung aus und machten uns auf den Rückweg zum Ausgangspunkt. Erst einmal war eine kleine Kaffeepause angesagt. Schließlich muss man sich von so viel Adrenalin auch wieder erholen.
Aber für uns war der Tag noch lange nicht vorbei.
Mit dem Auto fuhren wir anschließend noch ein Stück in Richtung Trenta. Unser nächstes Ziel waren die berühmten Soča-Tröge, genauer gesagt die eindrucksvollen natürlichen Felsformationen und Schluchten, die der Fluss im Laufe von Jahrtausenden in das Gestein gegraben hat.
Dort herrschte richtiges Sommerleben. Viele Besucher lagen in der Sonne, machten Picknick oder genossen einfach die außergewöhnliche Landschaft. Einige besonders Mutige sprangen sogar von den Felsen in das kalte Wasser der Soča. Wir beobachteten das bunte Treiben, genossen die Sonne und konnten gut verstehen, warum dieser Abschnitt des Flusses zu den beliebten Ausflugszielen der Region gehört.
Anschließend wollten wir noch ein Stück des Soča-Trails erkunden. Der Weg gehört zu den bekanntesten Wanderwegen im Soča-Tal und führt entlang des Flusses durch die beeindruckende Landschaft des Triglav-Nationalparks. Der gesamte Soča Trail verbindet die Quelle der Soča mit Bovec, ist rund 25 Kilometer lang und gilt als der älteste und längste Lehrpfad im Nationalpark.
Wir machten uns flussaufwärts auf den Weg und waren schon nach kurzer Zeit wieder völlig fasziniert von der Natur. Tief unten bahnte sich die Soča ihren Weg durch das Gestein. Das Wasser schimmerte grün und türkis, rauschte über Felsen und zwängte sich durch enge Passagen. Immer wieder gab es neue Perspektiven auf den Fluss.
Allerdings hatte der Trail es durchaus in sich. Statt gemütlich am Wasser entlangzuspazieren, mussten wir über Felsgestein steigen, Wurzeln überwinden und einige anspruchsvollere Stellen meistern. Nach ungefähr einer halben Stunde entschieden wir uns deshalb, wieder umzukehren. Schließlich wollten wir unsere Kräfte für die kommenden Tage aufsparen.
Also machten wir uns auf den Rückweg zu unserer Unterkunft.
Was für ein Tag! Eineinhalb Stunden Wildwasser-Rafting, ein mutiger Sprung aus sieben Metern Höhe, die beeindruckenden Soča-Tröge und eine Wanderung entlang des smaragdgrünen Flusses.
Und wieder einmal hat uns die Soča gezeigt, dass sie nicht nur wunderschön anzusehen ist, sondern vor allem eines kann: Abenteuer!Read more




























Traveler
🏆
TravelerWahnsinn… einfach Klasse
Traveler
Stark was ihr so alles macht !