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  • Day535

    Tour durch the Rocks

    May 9, 2019 in Australia ⋅ ☁️ 18 °C

    Über The Rocks:

    Umrahmt von der Sydney Harbour Bridge, dem Sydney Opera House und am Rande des atemberaubenden Hafens von Sydney gelegen, bietet The Rocks eine unvergleichliche Mischung aus Alt und Neu.
    Von intimer historischer Architektur über kopfsteingepflasterte Gassen bis hin zu den drei ältesten Pubs.

    The Rocks - das Land der Gadigals (Ureinwohner Sydneys) und der erste Ort der europäischen Besiedlung in Australien.

    Das erste Bild zeigt einen Nachbau von den damaligen schmalen Wohnverhältnissen. Das jetzige Four Season Hotel war das Gefängnis, wo Hängungen statt fanden, ein kleines Schild an einer versteckten Stelle an der Hauswand erinnert daran (wir haben es gefunden). Die beleuchteten Herren in der schmalen Gasse erinnern an die damaligen Gangs und deren Machenschaften in dieser Straße.

    Einer der drei ältesten Pubs (The Lord Nelson Brewery Hotel) und die archäologischen Überreste des kolonialen Sydneys zeigen die nachfolgenden Bilder. Das "Sydney Harbour YHA" Hostel wurde über den Ausgrabungen erbaut, diese Erkundung war sehr faszinierend.

    The Hero of Waterloo, ebenfalls einer der ältesten Pubs von 1834 hat eine interessante Vergangenheit.

    Zum einen die Legende, dass der Geist von Anne Kirkman den Helden besucht. Nachdem die Veranstaltungsräume im Obergeschoss für einen neuen Tag vorbereitet wurden, stehen am nächsten Morgen mehrere Stühle vor dem Kamin, obwohl seit dem vorherigen Abend niemand mehr drinnen war. Manchmal kann man mitten in der Nacht klassische Musik vom Klavier im Barbereich hören. Wenn die Eigentümer die Treppe von der oberen Wohnung, in der sie wohnen, hinuntersteigen, hört die Musik auf, der Deckel des Klaviers bleibt offen. Es wird gemunkelt, dass der Wirt Thomas Kirkman seine Frau Anne 1849 die Treppe hinunter in den Tod stieß.
    Zum anderen der geheime Tunnel, der vom Keller des Pubs zum Hafen führt. Der Tunnel diente dem Rumschmuggel und dem unfreiwilligen Erwerben von Matrosen, in dem diese mit Alkohol abgefüllt und betrunken auf das Schiff gebracht wurden. Mit einem riesigen Kater am nächsten Tag konnten diese sich nur halbherzig bis gar nicht wehren. Der Keller und der Tunnel können besichtigt werden - das werden wir definitiv noch machen.

    Ebenfalls Susannah Place - ein sehr gut erhaltenes unverändertes Areal mit 4 Häusern, die von irischen Einwanderern 1844 errichtet wurden.
    Für fast 150 Jahre waren diese kleinen Häuser mit winzigen Hinterhöfen, Kellerküchen und außerhalb gelegenen Waschhäusern das Zuhause für mehr als 100 Familien (vorletzte Bild).

    Tagesaktuell in den Medien, das "Sirius Building" von 1978 und weitere Häuser hinter der Harbour Bridge, die bis vor kurzem als Sozialwohnungen dienten. Diese wurde gebaut, um öffentliche Mieter aufzunehmen, die nach einer kontroversen Umgestaltung des historischen Vorortes Rocks in den 1960er und 70er Jahren vertrieben worden waren und in denen viele der ursprünglichen Bewohner lebten, die während der berühmten Green Bans um ihr Bleiberecht kämpften. Seit 2015 steht das Sirius-Gebäude im Mittelpunkt der Kontroversen um die Pläne zur Entfernung der Bewohner, zum Verkauf des Gebäudes und möglicherweise zur Sanierung des Geländes. Sirius beherbergt 79 Apartments mit einem, zwei, drei oder vier Schlafzimmern, in der Regel einstöckige Apartments mit zwei oder drei Stockwerken. Die Regierung weigerte sich weiterhin die emensen Unkosten zu tragen, in einer exklusiven Wohngegend, wo manch ein Nachbar mehrere Millionen für sein Eigentum zahlt. Es wurden alle Mieter umgesiedelt, bis auf eine, Myra. Sie ist die einzige Person mit ihren 91 Jahren, die bis zu ihrem Tod dort wohnen bleibt.

    Viele Sydneysider wollen das Erbe erhalten und protestieren weiterhin. Sie sammelten Geld und zogen vor Gericht. Was dabei herauskommt, wird sich zeigen.
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