• 17. Tag: Wadi Al Arbeieen

    24 novembre 2025, Oman ⋅ ☀️ 26 °C

    Ganz in der Früh zum Sonnenaufgang ist der Flo schon eine Runde im Meer geschwommen und hat wieder Bekanntschaft mit einer Schildkröte gemacht, die auch schon munter war.
    Schön so am Strand aufzuwachen mit Sonne und Meerblick!
    Nach einem entspannten Frühstück sind wir heute nochmal in ein weiteres Wadi gefahren.
    Wir hatten gar nicht auf dem Schirm, dass es auf dieser Seite der Berge auch noch so viele davon gibt. Und sie führen scheinbar deutlich mehr Wasser als auf der andern Seite.
    Diesmal war’s nicht so herausfordernd zu fahren, aber die Straße ging direkt durch eine tiefe Schlucht, mit beeindruckend hohen Felswänden. Ab und zu musste wir auch durch Wasser fahren und sind schließlich bei riesigen Pools angekommen, die wirklich sehr tief ausgeschaut haben. Google hat uns glauben lassen, dass es einen großartigen Wasserfall irgendwo dort gibt.
    Weil wir wieder auf einen private Guide verzichtet haben, haben wir uns in der Sonnenhitze selbst erstmal den Weg durchs Dickicht geschlagen. Dann kurz aufgegeben und doch nochmal losgestartet, das Wadi weiter flussaufwärts.
    Irgendwann sind wir wieder auf das Falaj System (Wasserwege) gestoßen und konnten ab dann easy weiter spazieren am Wasser entlang.
    Wir wurden belohnt mit wunderschönen blauen Pools, paradiesisch klarem Wasser und Schatten, der wirklich gut tat.
    Bisschen gebadet, rumgeklettert, ausgekundschaftet und Mittagessen. Wir kochen seit einiger Zeit abends immer etwas mehr, um entspannt mittags noch was davon zu haben.
    Wieder am Parkplatz, haben wir erfahren, dass DER berühmte Pool des Wadis nur noch minimal weiter oben gewesen wäre. Leider gabs diesmal wirklich null Beschilderung darüber, weder vor Ort, noch auf Google oder Outdoor Active. Schade, aber hilft nix, war auch so schön.

    Nach einem Kaffee mit Datteln in einem Ressort, dessen Terrasse unter einem schönen Baum super aussah, sind wir zu unserem Stellplatz etwas weiter flussabwärts gefahren. Diesmal waren wir es, die helfen sollten, jemanden rauszuziehen, der stecken geblieben war. 3 Inder waren dabei hier ein Camp für Touris aufzubauen, die hier anscheinend morgen kommen. Ihr Lastwagen ist allerdings nicht wirklich offroad geeignet und jetzt stehen 3 Zelte, der Lastwagen kommt aber nicht mehr raus und es fehlt noch einer.
    Wir haben also abschleppen / hochziehen versucht aber unser Auto war viel zu schwach für den großen Laster rückwärts bergauf, und so mussten wir kurz danach aufgeben. Gleich in der Nähe war ein toller Nachtplatz und so haben uns einige Meter weiter hingestellt. Und während wir gebadet, gekocht, gespielt und Lagerfeuer gemacht haben, konnten wir nur zusehen, wie sie ihren Lastwagen Meter um Meter wieder etwas nach oben bekommen. Mit Latten aus dem nächsten Dorf, viel schaufeln … vielleicht werden wir es morgen noch erleben, dass sie es schaffen. So haben wir jetzt auf jeden Fall Nachbarn.
    Es quaken die Frösche, die Grillen zirpen und der Mond steht über uns wie die Sichel über dem Moscheen.
    Schöner Ort für die letzte Nacht im Dachzelt!
    Wir sind tatsächlich heute traurig, dass die Dachzelterei jetzt endet, wir hatten uns in der letzten Woche -wo es uns wieder gut ging - richtig gut eingegrooved.
    Morgen geht’s zurück nach Muskat.
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