• Namib Naukluft

    27 luglio, Namibia ⋅ ☀️ 29 °C

    Nach Solitaire gehts wieder zurück auf der C14, Richtung Nord-Westen, um dann dem Kuiseb-River entlang Walvis Bay zu erreichen. Also, ab durch die Namib Wüste, denn der Weg ist das Ziel!

    Die C14 ist so hundsmiserabel mit Wellblech ausgestattet und lässt sich mit unserem Fahrzeug nur sehr langsam befahren, wenn sich nicht sämtliche Schrauben an Fahrzeug und uns lockern sollen. Das ewige Gerumpel mit hohem Lärmpegel legt richtig schlechte Stimmung ins Cockpit, Vor allem von Sam ausgehend. Auf solche Strassen ist er allergisch! Die Allergie hält ca. 100 km und über rund drei Stunden an. Wir erreichen den Mirabib Campsite inmitten des Nationalparks. Wild eingebettet in ein Felsgebilde in der Namib-Wüste und menschenleer. Ohne Buchung, ohne Bezahlung, aber die einzige Option für uns, die Nacht zu verbringen. Also moppeln gleich zweifach, denn, wir hätten doch eine Fahrbewilliging gebraucht. Beide Auskünfte waren also falsch. Der Genuss der Einsamkeit entfaltet sich erst bei Sonnenuntergang, weil wir dann keinen Besuch mehr zu erwarten haben.

    Gleich neben uns liegt die Behausung eines Lärmgeckos (auch Bellgecko oder Barking Gecko genannt). Diese kleine Echse ist berühmt für ihr lautes, rhythmisches Konzert in der Dämmerung und Nacht (und zwar der ganzen Nacht!). Es klingt wie ein Klicken, Zirpen oder schnelles „Kek-Kek-Kek“, das für unser Ohr leicht mit Vogelstimmen oder Fröschen verwechselt werden kann. Die männlichen Geckos graben bis zu einem Meter tiefe Tunnels in den Sand. Sie sitzen am Eingang ihrer Höhle und nutzen die Röhre wie eine Megafon-Membran, um ihren Ruf zu verstärken. Da die Männchen so ihre Reviere abgrenzen und Weibchen anlocken, rufen oft hunderte Geckos gleichzeitig aus verschiedenen Himmelsrichtungen und sorgen für ein echtes Wüsten-Orchester.

    Je weiter westlicher wir tags darauf Richtung Atlantik fahren, desto mehr trübt sich die Sicht. Kühle Atlantilluft begrüsst uns in Walvis Bay.

    Mirabib Campsite ***** 1d
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