Joined December 2018
  • Day238

    We are coming home...

    April 3 in Germany ⋅ ☁️ 10 °C

    Sooo jetzt ist unsere letzte Woche in Nica zwar schon eine Woche her, aber erst jetzt haben wir die Energie gefunden, das nochmal aufzuarbeiten...merkt in der Rückschau ja aber keiner!

    Also, unsere letzte Woche in El Transito war eigentlich so ähnlich wie unsere vorletzte Woche in El Transito ;) Außer...die Wellen waren etwas kleiner und der Wind hat sich doch tatsächlich erdreistet, den ein oder anderen Nachmittag aus der falschen Richtung zu wehen!Weil es so war, konnten wir zwar etwas weniger surfen - dafür aber alle vier zusammen! Wir mussten nur etwas aufmerksamer mit den Gezeiten sein, um den optimalen Surfzeitpunkt nicht zu verpassen - und in der letzten Woche, für unabsehbare Zeit, sollte uns das besser nicht passieren.

    Neben den Wellen gab es weiterhin Corona Lektüre aus dem In- und Ausland, Mittagschlaf in der Hängematte, Duolingo, und - neu - Strandspaziergänge den Strand hoch und runter!
    Auf mentaler Ebene gab es natürlich immernoch Zaudern ob der getroffenen Entscheidung, Traurigkeit ob der getroffenen Entscheidung, Zorn ob der getroffenen Entscheidung und Trotz der getroffenen Entscheidung.
    Es lief aber leider unausweichlich und vor allem immer schneller auf diesen verdammten Donnerstag zu, an dem wir heimfliegen sollten - und dieser Teil ist vllt auch die spannende Geschichte dieses Footprints - und die beginnen wir jetzt einfach am Mittwochnachmittag:
    Da war nämlich klar, dass es keinen Surf mehr geben würde und wir verabschiedeten uns vom Strand mit einem Strandspaziergang! Sogleich wurden die Bretter abgewachst und eingepackt und es mussten wirklich alle verbleibenden Dollars rausgekratzt werden, um unsere Unterkunft samt unseres Verzehrs bezahlen zu können - ein Glück hat Maren seit jeher einen Not-50-Dollar-Note in Ihrem Ausweis (gibts die überhaupt noch?), bzw. sie hatte.

    Da wir die vergangenen drei Wochen keine Party gefeiert hatten, fingen wir auf die letzte Nacht nun auch nicht mehr damit an. Noch 1-2 Bier nach dem Essen und wir machten uns zum letzten Mal auf in unsere Cabana. Taschen wurden final gepackt, die Schuhe vor dem Haus mit einem Pärchen Socken bestückt. Um 4.30 Uhr klingelte der Wecker.

    Und der Tag der Abreise begann mit einer bösen Überraschung: Mos Wanderschuhe, die jede Nacht unangetastet vor der Cabana schliefen, waren genauso verschwunden, wie ein paar Bikinis von Maren, die noch trocknen sollten - ein nerviger Schlusspunkt in einem ansonsten so friedlichen und freundlichen Aufenthalt in El Transito.

    Nach einem letzten Kaffee mit und bei Janio beluden wir den Pick-Up, verabschiedeten uns bei Lenny (!!!) und Janio himself fuhr uns im Sonnenaufgang an den Airport Managua. Irgendwie eine skurrile Situation, Corona war schließlich immernoch nirgends zu sehen!

    Auch wenn wir Janio gerne mal umarmt hätten, blieb es beim Fist-Pump und wir enterten den Flughafen.
    Auch das sehr skurrill: das komplette Terminal war verlassen (Flugverkehr war ja bereits eingestellt), nur circa 1xx Deutsche in einer langen Schlange...wir waren fast die letzten und pünktlich um 7 im Flughafen (#Deutsch).

    So warteten wir also geduldig, mit den Taschen als Abstandshalter, bis wir zum Check-In kamen; das komplette Team der deutschen Botschaft war vor Ort und kümmerte sich rührend; Es wurde auch irgendwie klar, dass es mitnichten nur Deutsche auf dem Flug sind, sondern eigentlich Leute aus ganz Europa. Die böse Überraschung kam aber denn doch noch am Check-In: 160 Dollar für die Surfbretter (eigentlich nur für 1) zu bezahlen, widerstrebte vor allem Mo - aber bei wem sollte er sich beschweren???
    Nachdem wir unsere Taschen endlich los waren, konnten wir immerhin endlich frühstücken - ein letztes Gaio Pinto und ab zum Gate!
    Vor das Gate hatten die Götter allerdings noch eine Mission gestellt: Spend your last Cordobas wisely und vor allem: Nehmt Essen mit auf den Flug! Das Catering, darauf wurden wir eindringlich hingewiesen, sei recht spährlich.

    Wir fanden also Sandwiches, wir fanden Schokolade und wir fanden unseren Botschafter, mit dem wir auch noch einen Schnack hielten...und konnten um 11 ins Flugzeug steigen. Wir nahmen unsere Fensterplätze ein und....wunderten uns, wie lange das Flugzeug wohl beladen werden würde? Um 12.30 ging es dann tatsächlich los! Über die Dom Rep zum Tanken und dann nach Frankfurt.

    Nachdem durchgezählt war, sicherten wir uns eine freie Mittelreihe bei Gagga und Nessi und harrten der Dinge:
    Ein Flug mit vielen Flaschen Wasser aber keinem Wein, Saft, sonstiges, einem funktionierendem Bildschirm aber keinem Zugriff zum Entertainment Programm... ein Glück hatte Maren das Tablet mit Serien geladen!
    Die größte Spannung versprach die Snacktüte des Fluges: Was würde drin sein? Würde es reichen? Es war eine ziemlich leckere TapasBox, sie würde locker bis in die DomRep reichen und danach gab es jeweils zwei Tüten mit Sandwiches...wir verließen den Flieger mit mehr Essen als wir mitgebracht hatten!
    Ansonsten haben wir ganz gut geschlafen.

    Mit Ankunft in Frankfurt wurde es wieder skurril... Verlassen des Flugzeugs nur nach und nach in kleinen Gruppen, überall parken Flugzeuge am Flughafen, der ansonsten sehr verlassen ist....genau zwei aktive Kofferbänder...wir die einzigen in der sonst so überfüllten S8 vom Flughafen nach Mainz um morgens halb10 an einem Wochentag. Wers schonmal gemacht hat und sich über das Gedränge beschwert hat - ohne Leute ist es wirklich wirklich verrückt!

    Und so kamen wir pünktlich 10 Uhr morgens am Hbf Mainz an, machten die drei Schritte zu Freds Wohnung, in der wir für zwei Wochen hausen dürfen, und nach einem euphorischen Fist Bump und einer kurzen Führung durch die Bude saßen wir da. Zurück. In Deutschland. In Mainz. In einer Wohnung. In einer Welt, dominiert von Corona. Und ohne Plan. Cheers!

    https://gopro.com/v/o6G0MO4R348DN
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  • Explore, what other travelers do in:
  • Day230

    La ultima semana

    March 26 in Nicaragua ⋅ ☀️ 33 °C

    100 Leute haben wir gefragt, nennen Sie uns, wie sich die Corona-Krise in Nicaragua entwickelt?!?

    Ungefähr so lief unsere letzte Woche ab. Permamente Beschäftigung mit dem Virus, permanente Verfolgung dieses Keims auf der ganzen Welt, vor allem aber in dieser kleinen Welt hier in Nicaragua.
    Permanentes Bangen, wie sich die Lage hier verschärft, wie sich die Stimmung ändert und was passiert. Permanentes Twitter- und Email-Checken, ob und wann das auswärtige Amt einen Evakuierungsflieger nach Nicaragua schickt. Das Fortssetzen unserer Reise war ja lange schon abgehakt, aber die Frage, wie lange wir im Land verbleiben werden, doch noch ungelöst.

    Gelöst hat sich das ganze dann doch recht lustig, wenns auch traurig ist:
    Am Sonntag, großer Ausflugstag in Nicaragua, vor allem auch der letzte, schwatzten uns zwei ältere, bayrische Herren in "unserer" Bar an. Aus small talk wurde real talk - der eine stellte sich als Uli vor und der andere als ein Mitarbeiter der dt Botschaft in Managua. Man sagte uns, dass die Planung der Abholflüge in vollem Gange sei und dass es wohl in einer Woche soweit sein würde. Dass es noch drei Wochen dauern würde, sei eher unwahrscheinlich. Der nette Herr von der Botschaft erklärte auch, dass man die Situation sehr ernst nehme und jedem tunlichst empfehle, in dieses Flugzeug zu steigen.
    Weg waren die beiden, aber am Montag kam der nächste Landsleute-Newsletter - shit got real really fast!
    Und by the way: Dieser Mitarbeiter der Botschaft war der Botschafter selbst.

    Und damit waren wir wieder bei den Fragen und den vielen unsicheren Variablen in dieser Rechnung.
    Warum von einer wunderschönen, verlassenen, quasi isolierten Strandbucht ins Epizentrum des Covid19-Virus flüchten?
    Warum Strand und Wellen und Luft gegen Quarantäne in einer Wohnung im deutschen Schmuddelwetter tauschen?
    Von 6 Monate purem Outdoor-Leben direkt ins abgeschlossene IndooorLeben?

    Weil es für uns eben so schwer zu greifen ist wie für euch und auch wir recht leidenschaftlich darüber diskutiert haben, hier die Infos auf deren Basis wir 1000 Euro pro Person bezahlen und am Donnerstag nach Frankfurt fliegen:

    - Nica ist eines der ärmeren Länder der Erde, völlig isoliert und diktatorisch regiert von einem pseudo-sozialistischem Präsidentenpaar namens Ortega.
    - Das Land kam nach 18 Monaten Protesten gegen eben jene beiden Herrschaften vorerst scheinbar zur Ruhe. Die gewaltsame Niederschlagung der Proteste und massenhafte Inhaftierung hat die Protestbewegung gebremst aber nicht gestoppt. Dafür liegt die Wirtschaft brach. Alles lebt vom Markt in den Mund.
    - Die Regierung rief die Bevölkerung an den letzten beiden Samstagen zu Demonstrationen der Liebe auf, außerdem müssen die Kinder weiter zur Schule und Uni-Studenten werden für 2 Jahre exmatrikuliert, wenn sie den Kursen fernbleiben
    - Dafür macht jeder, der klar denken kann, seinen Laden zu, kauft Reis,, Bohnen, Zigaretten und was man halt so braucht.
    - Janio, unser Gastgeber, hat das ähnlich gemacht. Auf Komission auch dieses Essen an seine Mitarbeiter samt Familien weitergegeben. Aber er muss halt trotzdem noch zweimal die woche nach Managua und hat nach einmonatelanger Abstinenz auch wieder zu trinken angefangen ;)
    - der internationale Flugverkehr liegt brach, egal wen du fragst, keiner weiß, wann man hier realistisch wieder wegkommen kann, vor allem wenn es die USA jetzt auch so hart erwischt wie es zu erwarten ist...

    Wenn ihr jetzt also schon soweit gelesen habt, dann kommen wir langsam zur Pointe:

    Also selbst wenn es keine Revolution gibt, selbst wenn unser Gastgeber, Chef und heimlicher Präsident vom Virus verschont bleibt, als auch seine Mitarbeiter und er uns weiter Nahrung zur Verfügung stellt, selbst wenn die Staatsbediensteten weiter ihren Sold kriegen und somit die Wasser- und Elektrizitätsversorgung (und Internet) aufrecht erhalten wird... kämen wir hier wahrscheinlich sehr lange nicht weg.

    Und in dieser Rechnung ist noch keiner von uns krank, verletzt oder sonst wie immobil.

    Ich weiß, der Text ist lang, aber wir hatten auch tagelang keinen Spass das zu entscheiden, da musstet ihr jetzt durch.

    Wir haben uns also entschieden, diese Pandemie nicht in Nica, sondern in Deutschland weiter zu begleiten. Im wahrscheinlich sichersten Land der Erde, mit dem wohl besten Gesundheitssystem, welches auch noch unser Zuhause ist.
    Wir haben akzeptiert, dass dieser Virus unsere Reise und auch das Urlaubsfeeling abrupt gestoppt hat. Und auch wenn wir beiden nicht nach Hause wollen und uns gar nicht vorstellen können, wie so ein Leben in der deutschen Isolation für uns funktionieren soll:

    Es wird passieren. Wir werden in diesen überteuerten Scheisfllieger steigen. Aber erst am Donnerstag! und nicht am Samstag.
    Unser heißer Draht in die deutsche Botschaft über unseren V-Mann Uli hat uns nämlich zumindest den späteren Flug beschert.
    Und so machen wir jetzt also noch ne knappe Woche Urlaub. Soweit möglich vor Corona, vor allem aber vor der Isolation in Deutschland und einer ziemlich unwirklichen Realität!

    Dass Mos Surfbrett von einem Local überfahren und zugerichtet wurde, konnte da noch gar nicht erwähnt werden!
    Aber morgen ist es zurück, vllt ja zusammen mit dem Urlaubsfeeling....

    Foto Credits gehen übrigens an die liebe Nessy: https://instagram.com/nesssquikkk?igshid=zs3sp26ovzte
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  • Day225

    Wir bleiben - vorerst...

    March 21 in Nicaragua ⋅ ☀️ 32 °C

    Nun sind wir bereits eine Woche in El Transito. So war es auch gepant. Hier wollten wir eine ruhige Zeit verbringen... Lesen surfen, surfen lesen, Spanisch lernen. Und das machen wir und genießen es in vollen Zügen. Auch wenn wir hier einen wunderbaren Rückzugsort gefunden haben, können wir die Corona Krise nicht ausblenden. Diese Krise beschäftigt uns jeden Tag und wird das Ende unserer Weltreise bestimmen... wann und wie wissen wir aber derzeit noch nicht.

    Wir haben lange Diskussionen geführt und uns eindringlich die Frage gestellt, ob wir hier eine ungewisse Zeit ausharren können. Durch die eigenen Beachbar haben wir einen gewissen Bewegungsraum, vom Haupthaus, von der Hütte bis zum Strand. Gegenüber anderen Touristen haben wir hier einen entscheidenen Vorteil. Durch das B&B und die angebundene Bar sind wir nicht auf andere Restaurants angewiesen. Wir sitzen nicht in Hotelzimmern fest und können uns im geräumigen Haupthaus frei bewegen. Eine echte Isolation ist das natürlich auch nicht. Die Menschen die hier arbeiten, gehen ein und aus und abends wieder zu Ihren Häusern. Unser Host Janio fährt fast täglich in die nahe gelegenen Städte um Besorgungen zu machen. Aber anders als in Europa ist hier Corona bis heute nur mit 3 Fällen regristiert. Wie hoch in einem Land wie diesem die Dunkelziffer ist wird man wohl kaum erfahren können. Sicher ist aber, die Politik Daniel Ortegas sieht eher Gruppen-Kuscheln in der Hauptstadt vor statt Ausgehsperren. Und den Glauben an Gott. Vertraut man auf die "flatten the curve" Analysen, wissen wir alle welchen Verlauf der Virus hier wahrscheinlich nehmen wird. Etwas Hoffnung macht, dass Nica "nur" 6 Mio Einwohner hat und die Gesellschaft auch nicht überaltert ist; die umgebenden Länder haben ihre Grenzen hier recht früh geschlossen...aber was weiß man schon immer vorher über die Verläufe - nichts! Wie sich dann die Lage hier ändern wird, bleibt bisher nur zu erahnen. Aber wir sind nicht im Brennpunkt Managua, wir sind hier 2 Stunden abgelegen am Strand. Wie sich hier die Isolation auswirkt, können wir wiederum nur ahnen. Zur Sicherheit sind wir auf der Krisenliste des Auswärtigen Amtes und dieses meldet sich mit "Landsleutenbriefen" regelmäßig per Email. Das gibt ein gutes Gefühl. Auf eigene Faust nach Hause zu fliegen würde zu viel Risiko bedeuten irgendwo festzuhängen. Mal abgesehen davon...wir haben erst ab Mai wieder unserer Wohnung zurück. Wo isolieren? Bei Carmen, Marens Schwetser, in Berlin gäbe es eine eigene kleine Wohnung. Aber auch das wäre ein Transit. Bisher holt die Budesrepublik in anderen Ländern die Menschen über Rückholaktionen zurück. Hier noch nicht und so lange Bleiben wir auch vorerst... sollte es tatsächlich einen Rückholflug geben, müssen wir schauen was passiert.

    Es wirkt fast surreal...wir haben hier noch absolute Urlaubsumgebung, bis auf unsere Gespräche deutet nichts auf geänderte Umstände hin. Alles andere wird sich entwickeln und wir werden reagieren, wenn wir müssen.

    Vor drei Tagen hatte Nicaragua noch keinen Fall der Infektion... sodass wir sogar einen kleinen Auflug in die nahe gelegene Stadt Léon gemacht haben. Janio führte uns durch die Straßen und brachte uns sogar in einen kleinen lokalen Surfshop mit Führung durch die eigene Produktion. Dazu natürlich normales Einkaufen. Wir brauchten eh ein paar Sachen um uns hier ggf vorzubreiten. Ohne Zahn- und Sonnencreme geht es eben auch nicht.
    In der schönen Stadt Leon sah man keine leeren Regale, keine Menschen mit Schutzmasken. Stattdessen ein wunderbares lateinamerikanisches Kleinstadt Gefühl. Verrückt aber wahr..wir sind hier noch in einer anderen Welt und fragen uns, wann uns die neue Welt hier erreichen wird.

    Unsere ersten Tage zeigen also weder Corona Stimmung noch Aufbruchsstimmung, sondern einfach nur unsere kleine Blase hier in El Transito: https://gopro.com/v/aR6Z6PD7KDd2L
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  • Day219

    Hola Nicaragua - bueno El Tránsito!

    March 15 in Nicaragua ⋅ ☀️ 33 °C

    Es ging also auf eine 10 Std Tica-Busfahrt.Typisch deutsch hatten wir auf unserem Sparziergang durch San Jose am Tag vorher das Terminal schon ausfindig gemacht. Vom unserem Hotel waren es knapp 15 Minuten Geschleppe, aber dann ging alles problemlos. Wie immer in lateinamerikanischen Überlandbussen waren wir auf die Klimaanlage vorbereitet. Die Fahrt selber war überraschend bequem. Am Grenzübergang wurde nur unserer Geduld etwas auf die Probe gestellt. Das erste mal seit dem Ausbrechen des Corona Viruses wurden wir in eine Schlange für einen medezinischen Check gebeten. Es wurde eine Art Laserpointer auf uns gerichtet und nach zwei Fragen zu unserem Alter und Dauer in Nicaragua waren wir auch damit durch. Hallo Nicaragua! Land Nr 9 auf unserer Reise.

    Unserer B&B Host Janio stand pünktlich in Managua um uns abzuholen. Nach weiteren 2 Stunden plus und quasi insgesamt 12 Stunden später waren wir endlich in El Transito!Freunde von Mo haben uns den Tipp von diesem kleinen ruhigen Fischerort im Norden Nicaraguas gegeben. Stefan und Nessi begrüßten uns direkt auf dem Parkplatz. In der zur Unterkunft gehörenden Strandbar aßen wir alle zu Abend. Es war nur leider schon dunkel und wir sollten erst morgens wissen wie es hier überhaupt aussieht.

    Die erste Nacht lagen wir allerdings erstmal lange wach. Unsere kleine Bambus Hütte hat keine richtigen Wände und das Hostel nebenan war in Feierlaune. Hostel in einem einsamen Fischerdorf? Ja das hatten wir auch nicht erwartet, aber selbst solche Orte bleiben nicht lange ein Geheimtipp. Ob wegen gröhlender Studis oder wegen des Jetlags, wir fanden erst spät zur Ruhe. Die erste Surf Sessions morgens verschliefen wir also. Mit kleinen Augen genossen wir das erste Nica Frühstück, wer ahnt es, mit Bohnen an der Strandbar. Der Strand selber ist noch sehr ungemacht und dadurch umso schöner. Keine großen Hotels, nur kleine einfacher Häuser zieren die lange Bucht. Zwischendurch hier und da eine Palme. Unsere kleine Hütte steht hinter der Strandbar, leider eher auf einem Parkplatz. Dafür ist die Hütte selber natürlich günstig, aber sehr gemütlich mit großem Bad. Das Haupthaus in dem auch wir einen Hangout haben, ist eine typisch spanisch angehauchte, offen gestaltete, alte Villa. Etwas in die Jahre gekommen vielleicht, chabby chic, aber mit riesigen Charme. Im Zentrum dessen steht eine offene Terasse mit oberen Balkon zu den anderen Zimmer. Unserer Hütte fehlt eine Terasse, aber hier in der Hängematte zu chillen ist eh so viel schöner.

    Nach einer kleinen Untersuchung war klar, die Surfboards haben den Trip auch gut überstanden. Finnen dran, neu wachsen und ab in die Wellen. Wenn auch nicht blau, das Wasser dennoch so wunderbar warm. Kein Neopren anhaben fühlt sich einfach toll an. Die 36 Grad tagsüber kühlen nachts nur wenig runter. Aber dageben hilft ein stetig angenehmer Offshore Wind. Ein klasse Surf Spot mit einem Point und direkt vor der Tür zwei Beachbreaks die je nach Tide mehrere Könnens-Lever ansprechen. Ein perfekter Ort um diese in Europa aufflammende Corona Shutdown Phase zu verpassen. Die Grenzen um Nicagragua herum sind zwar noch offen... Aber weit würden wir wohl nicht mehr kommen. Wir haben hier eine ziemliche Punktlandung hingelegt. Wir wissen um unser Glück und hoffen für alle da draußen, dass es auch bald wieder glücklicher wird... Hier werden wir nun vorerst bleiben. Runter kommen. Wir sind in Neuseeland ständig unterwegs gewesen, jede Nacht an einem anderen Ort. Jetzt gilt es wieder die Langsamkeit für uns zu entdecken. Mal sehen wir das so klappt.
    Nach dem ersten Sonnenuntergang war klar...Maren ist in den Ort schockverliebt.
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  • Day216

    Buenaaaas San Jose

    March 12 in Costa Rica ⋅ ☀️ 25 °C

    ...und so kam der Morgen, an dem wir all unser Sack und Pack zum Flughafen tragen mussten.
    Weil Taxis teuer sind, keine DoubleBoardBag transportieren und wir ja arme BackpackerSchlucker sind, war es wieder der Bus - in Summe drei über 1,5 Stunden lang!
    Weil unsere Flughafen-Erfahrungen bisher immer recht dramatisch verliefen, waren wir entsprechend seeehr früh am Auckland International Airport und was soll ich sagen...dieses Mal verlief es ohne jedes Drama! Sorry dafür.
    Unsere Boards und Taschen wurden anstandslos angenommen, der Security-Check harmlos, der Check-In pünktlich....wir warteten inständig auf den Moment, in dem irgendwas schief gehen würde....ich würde den Spannungsbogen gerne beliebig weit aufspannen, aber es ging einfach nix schief! Ob ein Tag kostenfreies Arbeiten unser Karma-Konto soweit auffüllen konnte?
    Aber auch wenn der sonst quälend lange Immigration Prozess beim Eintritt in die USA wirklich flott ging und wir unsere Anschlüssflüge locker bekommen haben - ein Reisetag der in Auckland beginnt und über LA und Miami nach San Jose geht ist wirklich lang!
    12h nach LA, 5h nach Miami, 6h nach San Jose, dazwischen Wartezeit...geschlafen haben wir wenig und als wir am San Jose Airport in ein günstiges Uber mit massig Stauraum bestiegen, haben wir unser Glück einfach akzeptiert und uns ein GuteNacht-Bier gegönnt.
    Selbst als uns der Verkehr um 6.30 aufgeweckt hat, haben wir uns einfach umgedreht und bis Mittag geschlafen! Wer kennt Maren gut? STELLT EUCH DAS VOR!

    Sodann begaben wir uns auf eine kurze Stadtrunde durch San Jose um festzustellen, dass Costa Rica wirklich kein günstiges Reiseland ist! Ob Dollar oder Corones, das Geld geht weg wie warme Bohnen! Die Innenstadt San Josés zeigt sich von der entwickelte zentralamerika Seite. Eine richtige Einkaufsstraße lockt mit internatinen Länden. Dennoch schnappten wir die ersten Lateinamerikanischen Rhymen auf und aßen im trubelligen lokalen Merkado einen lustigen Maisfladenen ala Tortilla.
    Kurz war der Besuch hier. Aber auch das ist nicht so schlimm, schließlich haben wir unsere Taschen gar nicht ausgepackt, sondern sitzen quasi auf Ihnen!
    Morgen in aller Hergottsfrühe geht es nämlich mit dem berühmten Tica-Bus nach Nicaragua! In Managua wird uns Janio abholen und nach El Transito bringen!
    Warme Tage in einer Strandhütte liegen vor uns! Nur surfen und....Reis und Bohnen!
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  • Day213

    Die letzten Tage in NZ

    March 9 in New Zealand ⋅ 🌧 20 °C

    Mit einem leichten Hangover erwachten wir also am Samstag nach unserem kleinen, gemeinsamen Abschiedsabend und hatten genau noch 14 Tage Zeit bis zum VisaEnde aka Campervan Verkauf Doomday!

    Wir fuhren also (fast) geradezu zu Toms Haus im Norden Aucklands; dort wollten wir eigentlich einziehen, zumindest aber waschen, Sachen einlagern....Pustekuchen. Tom war auf einem Festival und seine Wohnung wurde generalsaniert! Wir konnten immerhin ein paar Sachen in seinem Schuppen lagern und natürlich auch etwas aufräumen und putzen....die Ellerslie Carfair stand am Sonntag an und wir wollten Strobo im besten Lichte präsentieren - auch wir hatten gekauft, weil er so gut aussah und dastand.
    Am frühen Morgen des Sonntag, 1. März machten wir uns also auf den Weg zur Automesse! Alles blitzeblank, Maren hatte auch ein schickes Bild gemalt, unsere Anzeige war auch im Facebook Marktplatz nochmal aktualisiert worden - wir waren, very german, gut vorbereitet.
    Weil manche Kunden schon vor uns da waren, und wir tatsächlich viele Gespräche geführt hatten, vergaßen wir es einfach ein paar GoPro Aufnahmen zu machen... aber auf einem Autoflomarkt war ja jeder schonmal ;)
    Wir fuhren zwei Tschechen nach Hause und mit einem Kontakt einer resoluten französischen jungen Dame nach Piha - irgendwie wenig, aber es sollte reichen!
    Erstmal wollten wir zur Belohnung allerdings den Swell surfen, den wir Dank der Automesse nicht in Raglan surfen konnten...Raglan ist ja bekanntermaßen das SurfMekka Neuseelands und bei unserem ersten Besuch für Silvester gab es leider keinen Swell. Piha ist der berühmteste SurferStrand von Auckland - so eine Art Bondai Beach, nur eben KiwiStyle:Ganz weit draußen, ganz schlecht zu parken und sehr natürlich. So wie wir das mögen. Was wir nicht mochten war allerdings, dass der Swell zu groß für die Piha Bucht war und wir deshalb zwar eine schöne Nacht auf einem Campingplatz verlebten, aber nix richtiges gesurft sind!

    Am Montag ging es zurück nach Aucki weeeeeiil besagte Französin Orianne eine Probefahrt machen wollte! Nachdem die Tschechen abgesagt hatten und der SurferJack doch nicht so richtig Zeit für einen Termin hatte, war das eine gute Option. Am Ende der Probefahrt stand ein Termin für einen VorVerkaufsCheck am nächsten Tag in einer Werkstatt. Ein sehr gutes Ergebnis, allerdings auch ein spannender Termin für uns, weil wir Strobo ja nie in die Werkstatt gebracht haben!
    Der Dienstag sollte ein süßer Tag werden. Zwar nahm der Termin um 11 zwar fast 3h in Anspruch (Zeit die wir Kaffeetrinkend mit Orianne verbrachten), an dessen Ende stand allerdings ein stronges Ergebnis: Strobo bestand den Werkstatttest fast tadellos, Orianne wollte Strobo so oder so unbedingt und so konnten wir uns ohne unangenehme Preisverhandlungen auf einen guten Deal einigen!
    Das tollste am Deal: Die Übergabe war auf Samstag terminiert, sodass wir doch noch einen (kleineren) Swell in Raglan jagen gehen konnten!
    Wir machten uns also direkt auf den Weg nach Raglan und mit Sonnenuntergang kamen wir denn auch an.
    Völlig überraschend haben sich Leowillis denn auch nochmal für den folgenden Tag angekündigt!
    Wir verbrachten die kommenden Tage also wahlweise in der ManuBay, der WhaleBay oder dem süßen Städtchen Raglan. Moritz konntet tatsächlich noch ein paar größere Wellen surfen, Maren ein paar kleinere...generell war Urlaub angesagt - schließlich war das einfach der süße Abschluss einer langen tollen Reise durch Neuseeland! Wir fanden schlussendlich kein T-Shirt das uns gefiel, dafür einen sogenannten "Meat-Pie" der uns beiden schmeckte! Der Name täuscht, es war die Geschmacksrichtung Veggie-Curry mit Kürbis!

    Freitagnachmittag ging es dann zurück zu Tom - der war mtlw zurückgekehrt und ein Zimmer stand für unseren Einzug bereit....navh über zwei Monaten wartete also ein richitges Bett auf uns.

    Am Samstag um 14 Uhr trafen wir uns mit Orianne zur Übergabe an der Albany Mall. Der offizielle Teil war die Überschreibung des Wagens in der Post.
    Danach mussten wir tatsächlich die Schlüssel übergeben und nach einem Abschiedsbild endgültig Abschied nehmen!
    Auch wenn Orianne eine würdige Nachfolgerin zu sein scheint und wir wusssten, dass dieser Tag kommen würde....traurig war es allemal! Noch ein letztes Mal in unseren Lieblingssuuupermarkt PaknSave und wir mussten tatsächlich wieder mit dem öffenltichen Bus nach Hause fahren noooooooooooo!
    Aber dieser Tag sollte seinen Höhepunkt noch erleben:Nachdem wir tagelang Flüge gesucht hatten und auch gar nicht so genau wussten wohin, war er an diesem Abend auf einmal da: der vergleichsweise sehr günstige Flug von Auckland nach San Jose, Costa Rica! Dass er über Los Angeles UND Miami ging - geschenkt! Schließlich war der Boardtransport umsonst...! Gesehen und gebucght. So viel hatten wir in wneigen Stunden lange nicht erledigt.

    Als wir Sonntagmorgen erwachten und der Wind das Beachwetter zerstörte, war auch recht schnell klar: Wir würden Marens Montagsgeburtstag auf den Sonntag vorziehen! Wir begaben uns also mit Tom an die Auckland Waterfront und genossen ein paar Aperol Spritz! Gönnung pur! Einmal nicht umrechnen, was es kostet! Zur Feier des Tages kamen - wie soll es anders sein - auch Leowillis dazu. Am frühen Abend hatten wir genug Geld ausgegeben um zu frieren - wir fuhren nach Hause und versuchten es mit Wein in den Geburtstag zu schaffen...das klappte NICHT!
    Am Montagvormittag überraschten uns die (noch) mobilen Leowillis mit einem tollen Brunch...Baguette, Croissant, Ei, Gorgonzola...wir aßen und spielten den ganzen Tag! Und bestellten noch eine Pizza zum Abschluss. Ein wunderbarer Geburtstag!

    Der Dienstag sollte wiederum ein ganz besonderer Tag werden: wir verpflichteten uns, Tom einen Tag auf der Arbeit zu helfen, um ein bisschen was zurückzugeben. Immerhin haben wir viele Tage bei Ihm gewohnt. Dass bereits um 6.20 Uhr Abfahrt war und wir den ganzen Tag Steine bzw Felsen zu einer Mauer formen sollten...ein Glück wussten wir das nicht vorher Mit offenen Händen, körperkaputt und sehr müde kehrten wir am Abend zurück, ( so fühlt man sich also nach nur einem Tag als helfer auf dem Bau) um letzte Reisevorbereitungen zu treffen.
    Einchecken, Hostel buchen, Bus buchen....ich weiß nicht ob wir uns den Schlaf in den ganzen Monaten so sehr verdient hatten, wie an diesem Abend!
    Unsere Abreise war nun unausweichlich. Alles erledigt, Gutes getan und recht gut organisiert. Wir wollten den Tag nicht vor dem Abend loben...immehrin hatten wir schon die eine oder andere schelchte Erfahrung am Flughaften gemacht. Aber alles sah gut aus.

    Leowillis werden wir nun sehr wahrscheinlich erst zurück in Mainz sehen und Tom haben wir selbstverständlich zu uns eingeladen. Die Adieu Runde fiel uns dennoch schwer.
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  • Day203

    Sauerstoffmasken am Lake Taupo

    February 28 in New Zealand ⋅ ⛅ 23 °C

    Von Picton ging es mit der Fähre also zurück auf die Nordinsel. Die Fährfahrt mal bei Tageslicht zu machen ist doch empfehlenswert, bei schönstem Sonnenschein tuckerten wir durch die sogenannten Marlborough Sounds aufs kurze Stück offenes Meer zwischen den beiden Inseln. Die Cookstraight führte uns zurück nach Wellington. Hier blieben wir aber nicht, sondern fuhren direkt weiter gen Norden. Immerhin hatten wir uns einen recht strikten Zeitplan auferlegt. Wir wollten im schlechtesten Falle 2 Wochen haben um unsern Strobo zu verkaufen. Damit war gesetzt das wir am Sonntag den 01. März auf der Car Fair in Auckland stehen sollten. Immerhin hatten wir Strobo dort gefunden und es ist der erste Anlaufpunkt für willige Käufer.
    Bis dahin waren es aber zwei Tage Fahrzeit. Wir schliefen an einem kleinen idyliischen Reservat mit tausend verrückten Vogelgeräuschen und waren uns fast sicher zwischendurch auch Dinosaurier hören zu können - oder waren es Drachen?
    Die gesamte Strecke ohne eine Highlight einzubauen konnten wir natürlich nicht eingehen. Selten sind verrückte Outdoor Abenteuer so easy zu buchen wie in Neuseeland und eins wollten wir definitv noch machen: AUS EINEM FLUGZEUG SPRINGEN. Der Lake Taupo hatte sich zu unserem Lieblingssee gemausert, also sollte es auch hier passieren. Wir buchten nicht 9.000 Fuß, nicht 12 und auch nicht 16 sondern direkt meisterliche 18.500 Fuß! Bei einer solchen Höhe soll der Moment des freien Falles eben ein besonders langer sein. Mo war bereits vor vielen Jahren in Australien Tandem gesprungen aber für Maren war es das erste Mal. Bei "Taupo Tandem Skydiving" wurden wir gewogen, zwecks Risiken aufgeklärt und kurz vor dem Sprung gut eingekleidet. In diesen Momenten, noch auf dem Boden der Tatsachen, hielt sich meine Aufregung noch in Grenzen aber als die Maschine kam und wir mit weiteren Springern einstiegen, ging es langsam los. Richtig verrückt wurde es allerdings als das erste mal die Klappe aufging und der Wind hereinfegte. Die anderen Springer sprangen mit Jodeln einfach so zu dieser Tür heraus! Seid ihr verrückt? Dort sitzen bleibend sah das einfach so surreal aus und mein Kopf wollte das nicht so ganz verstehen. Mo und ich blieben mit unseren erfahrenen TandemSpringerPartnern sitzen und die Tür schloss sich wieder...es ging weiter nach oben und umso höher es wurde umso enger wurde die Luft. Um dem vorzusorgen haben wir doch tatsächlich Sauerstoffmasken aufgesetzt bekommen.... tief ein und wieder ausatmen hieß die Anweisung... SAUERSTOFFMASKEN! Ich konnte es nicht ganz fassen und es fühlte sich noch ein wenig verrückter an. Mo und ich waren zu diesem Zeitpunkt übrigens die einzigen mit unserem Tandempartnern. Auf meinem Mund machte sich langsam aber sicher ein unnatürlich fast krampfhaftes Grinsen breit. Als der Pilot ein lustiges Hupen von sich gab war es soweit. Mein Partner zuckelte hinter mir sitzend an meinem Kleidung mit meinen Gurten rum, setzte mir so nen komischen Hut auf und eine Brille. Mo und sein Partner glitten langsam zur bereits offen stehenden Tür herüber und dann ...ein letzter Blick zu mir auf die Bank und weg waren sie. Mir ging der Puls und ich bemerkte die sehr kalte heftig strömenden Luftzug der Tür näher kommen. Dann baummelten meine Füße in der Tür sitzend in der Luft. Aus Reflex versuchte ich runter zu schauen da lag mein Springer seinen Hand auf meine Stirn, zog meinen Kopf zurück und stieß uns aus dieser Tür. Mein Inneres versammelte sich innerhalb einer Sekunde in meiner Mitte. Die ersten Sekunden war ich wie erstarrt bis mein Tandem mir das Zeichen gab die Hände von meinem Schultergurten zu lösen. Dann flog ich....abwärts...schnell! Ich spürte die Kälte aber weniger Druck als ich vermutet hatte. Ich wagte die erste Blicke in die Weite und wir drehten uns leicht um uns selber. Ich schaute in die Weite, began leichte Bewegungen mit meine Armen zu machen und atmente das erste mal tief durch. Da fühlte ich bereits den leichten Zug aufwärts- der Moment der Fallschirmöffnung. Gefühlt ging es noch einen Zug aufwärts bis ich einen gleichbleiben Zug in den Gurten spürte und auf einmal war es auch wieder deultich leiser. Ian begann mit mir zu sprechen und auch ich brachte die erste Wörter heraus. Was eine seelige Ruhe! Wir segelten hoch über den See Taupo in leichten Kreisen abwärts. Sobald Ian ( mein Tandempartner) eine etwas stärkere Kurve einschlug war es wie das Gefühl in einer Achterbahn. Und dann sah ich bereits den Flughafen, sollte meine Beine anziehen und wir landeten sanft auf unseren Hintern auf der rund angelegente Landefläche. Wow was ein Gefühl wieder mit zwei Beinen auf der Erde zu stehen. Das war also diese Erdanziehung! Mein ganzer Körper fühlte sich deutlich schwerer an und die erstern Schritte waren etwas beschwerlicher als sonst. Ich merkte mein Herz schlagen und mein erster Gedanke war: Das will ich nochmal machen! Mo war bereits vor mir heile angekommen und wir lagen uns sehr glücklich in den Armen.
    Die nächsten zwei Stunden verbrachten wir am See, denn ich war noch nicht ganz bereit die nächste Fahr-Etappe anzutreten. Ich hatten noch eine Stunde danach ein innerliches Hochgefühl welches schwer zu beschreiben ist. Das Adrenalin schien nur langsam zu weichen und mein ganzer Körper war noch sensibel gegenüber meiner Umwelt. Erst nach dem Sprung ins Wasser und nach einem ordentlichen Mittagsessen war ich wieder auf normal Null. Eine Wahnsinns-Erfahrung, die ich wirklich nicht missen möchte. Ich bin Mo so dankbar dass er uns dort hingebracht hat und werde das wohl nie vergessen! Zumindest nicht bis zum nächsten Sprung! ;)

    Am selben Tag noch die gesamte Strecke nach Auckland zu fahren hat dann auch nicht mehr geklappt. Stattdessen fanden wir am Waahi See einen beschauliches Plätzchen ganz für uns allein. Uns wurde langsam klar, dass die Wege mit Strobo sich ab jetzt bekannt vorkommen würde. Der Roadtrip war so gut wieder vorüber, etwas Neues würden wir ab jetzt wohl nicht mehr entdecken. Wir nahmen uns also einen letzten Abend Zeit unser Camper-Leben voll und ganz zu genießen. In Auckland wartete eine große Aufgabe auf uns.... ohne Verlust verkaufen und langsam einen Plan machen wohin es überhaupt bald gehen sollte...

    Leider war das Video vom Sprung selber zu teuer...aber dennoch https://gopro.com/v/WyNG1z2vNyLRZ
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  • Day200

    Der Norden der Südinsel

    February 25 in New Zealand ⋅ ☀️ 19 °C

    Unser gesetzter Zeitplan brachte uns schließlich innerhalb 1,5 Tage in den Norden der Südinsel. Aber nicht ohne eine unserer vielzähligen Shoppingtourn bei unseren günstigen Supermarkt einzulegen. Der PaknSave ist unser günstiger Discounter der Wahl. Eigentlich fast wie Ikea nur eben mit viiiieeel Nahrumgsmitteln. Wir wollten es unbedingt im Video für euch festhalten...also unten klicken ;)

    Zurück zur Tour: Das letzte große Highlight, den Abel Tasmann Nationalpark ließen wir allerdings erst rechts liegen und stießen an den nördlichen Punkt zum Waikiriki Beach vor. Durch Freunde hatten wir bereits gehört das dieser Beach etwas ganz besonders sein sollte. Die Erzählungen um einen wundervoll wilden mit Felsen besetzten Strand stimmten. Über Dünenwiesen voll von Schafen liefen wir ans nördlichste Ende des Strandes - ohne den Strand zu sehen, versteht sich. Maren hatte doch tatsächlich kleine Erinnerungen an die friesische Küste.
    Am Strand angekommen, kletterten wir über recht heikle Felsformationen um den besten Blick von oben zu erhaschen. Am Strand konnten wir dann dank Ebbe durch Höhlen den nächsten Strandabschnitt entdecken. Ein wunderbarer kleiner Entdeckungsspaziergang.
    Abends erkundigten wir uns dann über den Nationalpark und das Ziel war klar. Jeder der hier her kommt, geht entweder wandern, setzt sich in ein Kajak oder beides. Die schönsten Ecken sind nämlich die an der Küste gelegenen Buchten die nur über den Wasserweg zu erreichen sind. Also ratet mal für was wir uns entschieden haben?

    Wir buchten unsere geführte Kombi-Tour von Hinweg alleine Wandern+ Rückweg per Kajak bei R&R Kajak. Dort morgens angekommen hörten wir, dass wir die einzigen auf unsere gebuchten Tour wären und so erhielten wir ein gratis Upgrade auf eine größere Tour, welche mit Hilfe von 2 Wegen Wasser-Taxi noch tiefer in den Park führten. Ma hatma Glück...

    Anders als bei allen anderen Bootsfahrten von uns zuvor stieg man auf dem Trockenden in ein Boots welches hinter einem Traktor auf einen Hänger lag. Im Boot, hinter dem Traktor rollten wir durch den kleinen Ort und wurden dann erst am Strand ins Wasser gelassen. Traktoren am Strand sind 1A Neuseeland-Style.
    Allein für die Bootsfahrt hatte sich das Upgrade bereits gelohnt. Wir schossen an den Küste vorbei, sahen den Split Apple Rock um dann in der Torrent Bay an Land zu gehen. Wanderschuhe zuschnüren und ab ging auf einen 2 Stunden Wanderung zur Bark Bay. Die Wanderung selber war schön, aber sehr zu vergleichen mit dem Coastal Walk auf den Coromandels. Keine Enttäuschung, aber an solchen Erfahrungen bemerken wir wie viel wir inszwischen in diesem Land bereits gesehen und erlebt hatten.
    An der Bark Bay trafen wir dann auf Tom, unseren 20 Jahre alten Kajak Tourguide und unsere 6 Mann starke Paddelgruppe. Wir ersetzen ein Schweizer Pärchen und übernahmen ihr Kajak um die Strecke zur Anchorage Bay zurück zu paddeln. Das Wetter spielte mit und im Sonnenschein sahen die vielen Buchten einfach traumhaft auf. Hier und da kamen auch kleine Paddelaufgaben auf uns zu. Um in eine Lagune zu paddeln musste man dem Guide ganz konkret nachfahren, an einem bestimmten Punkt hinter die Brandung kommen um an genau einer Stellen gegen die dort bestehenden Strömung zu paddeln. Haben alle ganz gut geschafft. Nur wir Neulinge haben die vorgefahrene Route etwas verlassen. Statt die Brandung zu umpaddeln, suften wir mit der Brandung an die falsche Stellen und kamen nicht im ersten Anlauf in die Lagune. Tom schnellte zwischen und und die Felsen und musste uns tatsächlich nochmal anleiten. Surfer eben ;)
    Am Nachmittag kam uns der Wind gelegen. Wir bildeten mit den Kajak eine kleine Formationen und konnten durch ein aufgespanntes Segel ein paar Meter ohne Muskelkraft zurücklegen.
    Nach ein paar wichtigen Vogel-Sichtungen und zwei Stachelrochen später liefen wir in der Zielbucht ein. Wir luden die Kajaks auf ein Boot und schon ging das Taxi zurück in die Maharau Bay. Auf dem Gelände von R&R genossen wir noch freies Wifi und warme Duschen. WARME Duschen. Wow wir hatten seit Wochen nicht warm geduscht.
    Es war ein wirklich schöner Tagesausflug und nun hatten wir auch endlich eine Kajak-Tour gemacht! Müssen wir nur noch selber mit einem Traktor übern Strand fahren und uns ein All-Blacks-Rugby-Trikot kaufen...

    Nach diesem "Südsee-Stop" machten wir uns auf zur letzten Nacht auf der Südinsel, bevor uns die Fähre zurück auf die Nordinsel bringen sollte. Zwei Stunden Fahrt und wir befanden uns in einem komplett anderen Film, mitten in den Marlborough Sounds! Auch am Meer, wieder umringt von Sandflys aber eher so Wald, Ruhe und Vogelgezwitscher. Unser Freedom Camp for the night war sehr schön, sehr ruhig und fast wäre uns langweilig geworden...Glück für euch, dass wir auch mal Zeit finden ein paar Zeilen zu schreiben ;)

    Aber keine Sorge, wir genießen diese Ruhe vor dem Sturm.
    Uns erwartet unser letztes großes Abenteuer in Neuseeland: Schnell zurück nach Auckland, um unseren liebgewonnen Strobo zu verkaufen.
    Mal sehen wie lange das dauert...

    Diesesmal mit zwei Videos
    Unsere Einkaufswahnsinn plus nördlichen Ausflug: https://gopro.com/v/gvmyrZPn0qGXr
    Unsere Abel Tasman Tour https://gopro.com/v/MJmvlyPE8R0JZ
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  • Day193

    Staunen im Mt Cook Nationalpark

    February 18 in New Zealand ⋅ ⛅ 8 °C

    Die Reise zum Mount Cook Nationalpark verlief relativ unspektakulär. Statt mit der Umgebung beschäftigen wir uns als erstes mit dem Wetter. Das versprach nämlich leider ziemlich unbeständig zu werden. Nicht fein wenn man Zeit in den Bergen plant in der es hauptsächlich um wunderschöne Aussichten gehen sollte. So kamen wir am Lake Pukaki an und wegen des Wetter blieb und die erste Sicht auf Neuseeland berühmten Berg verwehrt. Der See ist allerdings bereits ein Stop Wert, denn bei Sonne strahlt er in einem faszinierenden Türkis. Selbstverständlich konnte uns das doch ziemlich kalte Wasser nicht abschrecken, denn das Duschen kam diesr diese Tage wieder etwas zu kurz.
    Wir riefen das DOC Infozenter am Fuße des Bergs an (Feedback Regen und Wind) und setzen den Plan erst am nächsten Tag zu fahren. Am See blieb der Abend glücklicherweise trocken und wir konnten eine Meenzer Wiedervereinigung feiern. LeoWillis stoßen zu uns und wir waren wieder zu viert.
    Warum überhaupt Mount Cook? Auf Maori heißt dieser Berg Aoraki, ist 3724 Meter hoch und ist der schönste als auch höchste Berg in den Neuseeländischen Alpen. Sein Felsgipfel ist das ganze Jahr von Schnee bedeckt und sieht, umgeben von drei blauen Seen, wunderschön malerisch aus. Viele berühmte Bergwanderer haben bei seiner Besteigug bereits ihr Leben gelassen, sodass wir eine Chance auf den Gipfel wohl nur per Helicoper hätten. Stattdessen bietet der Natioinalpark allerdings wunderschöne Wanderwege, die verschiedene Perspektiven auf den Berg, seine Seen und seine vielen Eisgletscher bieten.

    Das Wetter versprach stabil zu bleiben also checkten wir vier am White Horse Campsite ein und stützen uns gleich auf den Hookers Valley Track. 10 km schlägelte sich ein easy präpertierter Weg durch das Tal. Dazwischen liegen drei Hängebrücken, die in der Tat für Menschen mit Höhenangst eine ordentliche Überwindung darstellen. Während die Seile schwingen, kracht unten das Schmelzwasser der umliegen Berge zusammen. Ein abenteuerliches Krachen hört man übirgens fast die ganze Zeit und die ganze Nacht. Die Berge sind stetig in Bewegung und hin und wieder hört man ein gruseliges Krachen aus starker Höhe. Nichts gefährliches, sondern eben die Macht der Natur aus der Ferne.
    Der Track endet am Hooker Lake, mit fabelhafter Sicht auf den Mount Cook. Am Fuße dessen sieht die Geltscher-Zunge die sich in einen See umformt. Immer wieder brechen Teile des Geltscher-Eises ab, welche dann als kleine Eisberge im See langsam zu Wasser werden. So schmilzt jährlich das Eis und der See wächs. Wir waren druchaus beeindruckt, denn so nah und in solcher Vielzahl hatten wir alle noch kein Geltscher gesehen. es war uns sogar vergönnt Teile abbrechen zu sehen und selber am Seerand in die Hände zu bekommen.

    Wir wollten die gute Lage des Campingplatzes nutzen und nahmen uns für den Morgen eine kurze morgenliche Wanderung vor. Die Sonnenaufgänge in den Bergen sollten ganz besondere sein und daher klopften uns LeoWillis brav morgens aus dem Van. Wir kamen, brustend, gerade noch rechtzeitg am Tasman Lake Viewpoint an, um zu beobachten wie das Tageslicht langsam die Nacht verscheuchte. Wir genossen unseren Kaffee bei absoluter Ruhe und sahen zu wie das Sonnenlicht immer neue Facetten der Bergkuppen freigab und wie sich die Farben innerhalb nur einer Minuten ändern. Auch hier bewunderten wir wieder das Gletschereis welches sich leider rasant zurück zieht. Innerhlab eines Jahres schrumpft das Gletschereis des Tasman Lakes zwischen ca 480 und 820 Meter.

    Der Besuch des Nationalpark hatte sich also absolut gelohnt und wir ließen den berühmten Berg mit vielen unvergesslichen Erinnungen zurück und führen zurück Richtung Lake Pukaki. Wir genossen einen Phase 10 Abschiedsabend mit Leo-Willis, denn es war leider klar dass sich unsere Wege nach nur drei Nächten wieder trennen würden. Die beiden fuhren nun nach Wanaka und unsere Pläne richten sich nordwärs. Unser Zeitplan um zurück nach Auckland auf die Nordinsel zu kommen, hat leider nicht sehr viel Spielraum übrig. Also gehts weiter gen Norden... wir sind mit den Südinsel ja immernoch nicht durch. Aber klar ist, nach fast 1,5 Wochen Berge würden wir bald das Meer wiedersehen...

    Hier geht's um Bewegtbild https://gopro.com/v/Poa6WMo878ZE6
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  • Day190

    Die andere Seite

    February 15 in New Zealand ⋅ ☁️ 20 °C

    Mit neuem Video ganz unten ;)

    Dieses sagenumwobene Queenstown sollte eig unser Ausgangspunkt für einen Trip zu den Milford Sounds sein. Tragischerweise wurden die kompletten Fjordlands aber vor ein paar Wochen überflutet (die Tagesschau berichtete), sodass der Milford Sounds Highway leider gesperrt war. Weil ein Heli-Flug zum Fjord für uns finanziell nicht drin war und auch die benachbarten Fjords nur unter großem finanziellen Aufwand machbar waren, beugten wir uns der Natur und erklommen kurzerhand den Mount Queenstown - Gondelfahren im Sommer ist nur was für Faule. Und Leute mit Downhill-MountainBikes. Dafür ist Queenstown nämlich die allererste Adresse in der Welt (wie mir eine vertrauenswürdige Quelle names Niki Rad tke durchsteckte).
    Auch die Bäder im Queenstown-See waren sehr erFRISCHend - und nach einem kurzen Abstecher ins Nachtleben verabschiedeten wir uns ins wesentlich beschaulichere Wanaka, um den schönsten Schlafplatz unserer bisherigen NeuseelandReise zu entdecken....
    Weil auch Wanaka keine Freedom Camp Plätze bereitstellt, mussten wir uns allerdings wieder etwas umschauen. Wir landeten mal wieder auf einem DOC Campground diese zeichnen sich dadurch aus, dass sie (wenig) Geld kosten, ohne wirkliche Annehmlichkeiten zu bieten (Plumpsklos). Dafür liegen Sie aber immer recht schön und so auch dieser! Wir fanden einen schönen Platz direkt an einem kleinen wilden Fluss und so war es um Maren geschehen....sie wollte einfach nicht mehr weg!
    Weil auch das Wetter entschied gute Laune zu haben, gingen wir auch erstmal einfach nicht mehr weg. Ein Pausetag im Reisestress. Einfach nur im Fluss treiben, hängen und kochen und schlafen. Oh what a glorious day!
    Deshalb bestiegen wir am nächsten Tag auch den "Roys Peak". Der versprach eine tolle Aussicht auf See und Umland und war, wenn wir ehrlich sind, auch der einzige wohlklingende Track im Umland, der nicht wegen irgendeiner Wetterkapriole in den vergangenen 12 Monaten geschlossen war.
    Und das wurde schon anstrengend, bevor wir die Wanderschuhe überhaupt geschnürt hatten - die Straße zum Parkplatz war nämlich wegen eines Triathlons gesperrt! Wie es dann nach weit weg parken und shutteln lief, könnt ihr im Video bestaunen....

    Wir gingen noch am Servicepoint duschen und WLAN genießen - und eine letzte Nacht zurück an unseren HappyPlace.
    Der folgende, angesagte Regentag sollte für die Überfahrt in den Mount Cook Nationalpark genutzt werden. Weil es aber immernoch nicht regnet, sitze ich hier immernoch am Tisch und schreibe diese Zeilen...aber gleich gehts wirklich los! Ins WLAN, um euch mit das zu schicken. Aber dann gehts wirklich zum Mount Cook! See you there.....

    Neu und diesmal laaaaaang https://gopro.com/v/y80KzJRQrK784
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