Maren Meyer

Joined December 2018
  • Day69

    Schönes Da Lat

    October 17 in Vietnam ⋅ ☁️ 24 °C

    Wir hatten bereits viel gehört und um es vorweg zu nehmen hat uns Da Lat nicht entttäuscht. Die Stadt liegt im zentralen Bergland und das Bild ist geprägt von Pinienwäldern, leichten Bergszenieren und von einem in der Mitte gelegenen See. Die Stadt wird auch " die Stadt des ewigen Frühlings" genannt. Für uns hat sich die Temperatur Senkung allerdings mehr nach Herbst angefühlt. Nach nur warm tropischen Tagen holten wir doch tatsächlich das erste Mal unsere langen Hosen und den den Fleece Pulli raus.
    Das die Stadt im frühen 20. Jahrhundert von Franzosen gegründet wurde ist heute noch sehr sichtbar. Die Innenstadt und seine Bauwerke sind geprängt von seiner kolonialen Vergangenheit. Dennoch fühlt sich die Stadt asiatisch an. Ein Day Market und ein Night Market bieten betrieblichen Wirbel und allerhand an Leckerein. Wie auch in jeder viertnamesichen Stadt sitz hier der Puls der Stadt- obwohl mit 188k Bevölkerung absolut überschaubar und aufgeräumt. Das mag ggf auch an den vielen Kreiseln liegen...diese Franzosen ;) (anm. der history redaktion: in der Kolonialzeit hatten sich die Franzosen hier niedergelassen - das Klima war einfach heimisch)

    Bissher unerwähnt blieb übrigens der Kaffee in Vietnam. Wir sind begeistert. Überall gibt es wirklich guten schwarzen Kaffee, der einen direkt senkrecht in die Luft bringt. Wenn man diesen mit Milch bestellt darf man ja nicht den Fehler machen und extra Zucker bestellen. Die Mich zum Kaffee ist hier ein eher dicklich süßer Sirup der wirklich jeden schwarzen Kaffee zur Zuckerhölle macht. Im Rahmen allerdings wirklich lecker. Hier in Da lat haben wir auch die Joghurt Kultur Vietnams näher kennengelernt. Für uns aus asiatischen Ländern sonst total unbekannt oder schmerzlich vermisst, gibt es hier Jogurt als Dessert an jedem Markt und wiklich jedem Kiosk.

    Wir schliefen in einem Art Hostel Hotel namens Redhouse Hotel. Ein wirklich sehr redefreudiger Staff Angesteller führte uns durch die Spots die man unbedingt gesehen haben sollte. Eine organisierte Tour schlugen wir natürlich aus und schwangen uns aus "unsere Chicks" auf eigenen Mission. Als erstes sahen wir uns einen wirklich beidruckenden buddistischen Tempel an. Die Linh Phuoc Pagoda ist der größte Tempel in der Region und bekannt durch seine kunstvollen Mosaiken aus Glas- und Keramikscheiben an. Eine 18 m hohe Buddah Statue ist komplett aus Blumen hergestellt und eine riesen Glocke darf man doch wirklich selber " gongen". In der Tat beeindruckend und wir haben die Atmosphere andächtig genossen. Tempel sind hier in Vietnam übrigens gar nicht überall zu finden. 70% der Bevölkerung geben sich keinen bestimmten Glauben hin.
    Was uns allerindgs noch mehr zum Staunen gebracht hat ist die Coffee Weasel Farm. Wir erwarteten eigentlich eine "normale" Kaffee-Plantage, aber nein dieser Kaffee ist etwas besonderes. Der hier hergestellte Kaffee ist eine Spezilität ...warum...weil der mit der Hilfe von Wieseln hergestellt wird. In der Tat werden Wiesel mit Kaffeebohnen gefüttert. Diese können aber nicht wirklich verdaut werden und werden durch die pelzigen Freunde wieder ausgespuckt. Diese Bohnen werden verarbeitet und zu "Weasel-Coffee" verarbeitet. Eine etwas zu kostspielige Angelegenheit für uns. Spannende Geschichte, aber wir haben dankend ausgeschlagen.

    Anstattdessen umrundeten wir den See und fanden eine Art Freizeitpark mit verspielten Statuen. Eher für Familien gedacht aber auch wir hatten punktuell unseren Spaß. Die bildenen Kunst haben die Vietmanesen übrigens sehr für sich eingenommen. Über das Land hinweg gibt es sehr berümte Skulpturen und Bildner. In dieser Stadt haben wir eine erste Kostprobe davon genießen dürfen. Der abendliche Besuch in der Maze Bar war eine davon. Eine Bar die gleichzeitg ein über mehrere Stockwerke gehendes Labyrinth darstellt. Man fühlt sich als wäre man in der eine Mix Welt zwischen Herr der Ringe, Unterwasser Ungeheuern und verrückter Leucht-Höhle. Eine absolute Empfehlung an dieser Stelle. Wir krabbelten durch viel zu kleine Löcher , in neue kleine Höhlen bis hin zu einem wunderschönen roof top garden. Und das alles zum Preis eines Bieres!

    Damit neigte sich unsere kurze Biker Rast dem Ende und wir legten uns schlafen; wir wollten Tags drauf den Pass an die Küste überwinden...
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  • Explore, what other travelers do in:
  • Day67

    Wir reiten los!

    October 15 in Vietnam ⋅ ☁️ 28 °C

    So kam es also, dass wir uns um circa 15 Uhr Ortszeit auf unsere HondaWin Mopetten schwangen, um Vietnam zu erkunden. Oder besser: mit mulmigem Gefühl versuchten wir erstmal, unsere vollgepackten Bikes durch den Stadtverkehr von Saigon zu navigieren. Richtig Motorradfahren konnte nämlich eigentlich nur eine von uns beiden...
    Nach Absprache mit der freundlichen Mitarbeiterin von Styles, starteten wir also auf die Route "Beaches and Mountains" Richtung La Gi. Und obwohl wir eigentlich ganz entspannt über den Asphalt cruisten und eine Fähre zur Abkürzung nahmen...war es auf einmal dunkel. Zum Glück hilft einem google mit allem, auch mit bezahlbaren guest houses entlang der Route, allerdings mussten wir festsstellen: Es dauert doch alles länger als man denkt, in einem Land, das länger ist als man denkt...

    Wir übernachteten also in Vung Thau, konnten aber den Strand im Dunkeln nicht sehen...was wir allerdings fühlen konnten war, dass die ersten 3h auf diesen Motorrädern ganz schön anstrengend waren...aber hey, neuer Tag, neues Glück, wir nahmen uns vor, die verlorenen Kilometer am nächsten Tag aufzuholen! Allerdings...ging es am zweiten Tag auch nicht schneller. Maren hatte direkt Probleme mit dem Standgas (der Bock ging bei dem Kuppeln einfach aus) und musste in jedem Schalten den Bock neu e-starten! Im Fahren, versteht sich. Weil sie es kann.
    Belohnt wurden wir dafür mit einer wirklich schönen Strecke vom Meer hinauf in die Höhe. Nicht zu steil, schöne Kurven...wie ausm Motorradreiseführer!
    Wir schafften es grade so nach Bao Loc zum Mechaniker (der nicht wirklich half) - im Dunkeln.
    Nach etwas hin und her landeten wir in einem schäbigen "Hotel" (für ne schnelle Nacht geben wir nicht viel Geld aus...wait...für keine Nacht geben wir viel Geld aus!) und mit uns gingen die Sorgen ins Zimmer - irgendwie kamen wir nicht so gut voran und wir hatten noch soviel vor uns und wir müssten mehr Kilometer machen...die Nudelsuppe beim KaraokeToni nebenan hat aber sehr gut gemundet und auch das Bier am Kiosk war sehr günstig...wir schliefen glaube gut.

    Tag 3 sollte entspannt sein. "Nur" 2,5 Fahrstunden nach Dalat, Pappenstiel! Gesagt, getan, Marens Motorrad fiel nach 10 Minuten aus und ließ sich nicht mehr starten. Zum Glück direkt vor einer Autowerkstatt. Der freundliche Kollege nahm sich des Problems an, konnte es nicht lösen, schob uns zur Motorradwerkstatt...eine Stunde später konnte es dann wirklich losgehen. Bis uns der Regen eine Stunde später zur ersten Rast zwang.
    Wir sind aber tatsächlich am Nachmittag im Red House Hostel in Dalat angekommen und es gab erstmal...Nudelsuppe!
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  • Day66

    Überfordert in HCMC

    October 14 in Vietnam ⋅ ⛅ 33 °C

    Ho Chin Minh City hat uns erstmal ganz schön verblüfft. Wir kamen vom ruhigen und bekannten Bali in diese so pulsierende asiatische Metropole und sie hat uns in den ersten Stunden doch tatsächlich etwas erschrocken.
    Von Ruphia auf Dong, kein Wort vietnamesisch gelernt und dazu keinen Plan vom Essen. Die Millionen Roller und die noch verrücktere Fahrweise der Taxis. Vielleicht waren wir bei unseren ersten Stunden auch einfach zu müde... aber dem Taxifahrer haben wir definitiv zu viel Geld gegeben.

    Nachdem wir im Hostel namens Vitamin Smile ein gecheckt sind, haben wir die erste Nudelsuppe versucht und sind auf in Richtung Innenstadt ... das es der Hot Spot schlecht hin sein würde, ahnten wir ja nicht einmal. Wir wollten uns eigentlich nur die Beine vertreten, als wir uns plötzlich auf der Party Meile schlechthin befanden. Tausendende von Menschen drängelten sich durch eine Straße voller farbwechselnder Leuchtreklame. Eine Bar nach der nächsten aus denen ihre betäubende Plastik-Musik dröhnt. Staunende, feiernden Gesichter überall. Ganz anders als auf Bali hält sich hier die Anzahl an europäisch Menschen absolut in Grenzen. Das erste Mal haben wir mitbekommen,dass wir nun tatsächlich in einem uns fremden Land sind.

    Dass wir nicht lange hier verweilen würden, war uns sehr klar. Und zieht es raus die grüne Natur. Davon hat Vietnam einiges anzubieten. Wir haben uns gar nicht erst erkundigt, ob Bus oder Bahn oder sogar fliegen uns durchs Land bringen würde. Man erzählte uns, dass eine Motorrad Tour DAS DING sei. Also haben wir uns in HCMC auf die Suche gemacht. Kaufen oder leihen? Welches Motorrad brauchen wir überhaupt und welches können wir uns überhaupt leisten? Wir sind in Laufnähe in so jeden Motorrad Laden rein den Google uns zeigte. Da wir schnell merkten,dass wir keine Ahnung von so ner Art Mopets haben und das wir Viertnamesen (die uns alsbald auf der Straße ansprachen) in dunklen Hinterhöfen nicht vollends vertrauen, war klar : wir brauchten unbedingt Hilfe von Leuten, die sich mit Touren Mopets und Touris auskennen. Wir fanden genau diesen und tatata mit Ihnen fanden wir ne ganze Menge AHA Effekte mit Erklärungen, Routen und sogar ner Fahrstunde auf den manuell zu bedienen Honda Wins. Für uns war klar... kaufen lohnt bei knappen vier Wochen nicht und wir brauchen Partner, die uns im Fall der Fälle aushelfen können. Denn mit einem Gefühl sind wir aus dem chaotischen Ho Chin Minh raus... boah von HCMC bis nach Hanoi wird es ein krasser Ritt werden. Ein langer, krasser Ride.
    Ride or die.
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  • Day63

    Die letzten Tage auf Bali. Wohin jetzt?

    October 11 in Singapore ⋅ ⛅ 31 °C

    Wenn man die Chance hat unkompliziert Freunde irgendwo auf dieser Welt Freunde zu besuchen, sollte man die Gelegenheit auch nutzen. Oder anders ausgedrückt: Wenn man es nicht schafft, sich in (Süd)deutschand zu treffen, dann sieht man sich halt in Bali! wie berichtet, hatten wir Nusa Instagram ausreichend erkundet und auch nicht so den Drive nach InstaUbud zu fahren - es lag also nahe, auf die Bukit zurückzukehren - wie bekannt, kann dieser Mo der Anziehungskraft von Wellen eher schwer widerstehen... und so verbrachten wir zunächst wieder ein paar Tage in Balangan. Wir kannten das Zimmer, das Essen und die Leute. Zudem konnte Mo sich wieder in die Wellen direkt vor der Haustür stürzen.
    Danach ging es weiter nach Bingin, ebenso ein Teil der so surfberühmten Halbinsel Bukit.
    Steffi, Thomsen und der kleine 9 Monate alte Kajo kamen als erstes aus Deutschland geflogen. Danach reihten sich noch weitere schwäbische Freunde von Mo dazu. Luka, Jo und Pam kamen von der indonesischen Insel Palau Rote dazugeflogen. Ein schönes Zusammentreffen einer Surfer-Crew. So ähnlich gab es das schonmal vor ein paar Jahren in Fuerteventura...
    Die letzten Tage auf Bali waren also wieder geprägt von Wellenhatz...dank etwas kleinerem Swell und vielen Leuten im Wasser musste etwas improvisiert werden und auch mal mit dem Boot gefahren werden. Auch Mos Brett hat sich früher verabschiedet und musste noch zum Doktor. Doch auch Maren konnte sich nochmal in die Fluten stürzen und so verlassen wir Bali recht freudig und surfed out...
    Morgen geht unser Flieger bereits um 07:10. Diese kurzer Nacht verbringen wir also auf der Couch der Casa Kaio Villa in Bingin. Wenn man bereits nachts los zum Flughafen muss, ist ein extra Zimmer wirklich nicht mehr unbedingt notwendig...bei Freunden auf der Couch schlafen ist auch ein schöner Auftakt zu etwas mehr "Traveln" in den nächsten Wochen...

    Ach und wo geht es als nächstes hin??? Mo und ich haben uns in Gesprächen zur Reise selber dazu entschlossen nicht nur Surf Spots zu erkunden. Die werden wir wohl unser halbes Leben noch ansteuern. Eine Weltreise hingehen soll uns auch weitere Länder eröffnen, die wir beiden noch nicht kennen und die wir zusammen entdecken können. Und daher wird unser Weg etwas nach Norden ausgerichtet. Der Flug raus aus Indonesien geht über Singapur. Von hier aus ist es nicht mehr weit nach Vietnam. Nicht berühmt für Surf, aber wir haben uns wunderbare Geschichten zu einem sehr vielfältigen Land erzählen lassen. Erste Recherchen ergeben den Plan mit einem Motorrad von Süd nach Nord zu fahren. Wer weiß, wenn wir es weit genug schaffen, können wir ja vielleicht bis nach China schauen. Wir sind gespannt. Die Währung hat uns schon einmal zum Lächeln gebracht...der vietnamesische Dong also. Dabei entspricht 1 Euro 25.575,77 Dong. Gefühlt also noch komplizietrer als indonesische Rupia. Funny money for life! Auch wenn wir Vietnam günstig erwarten, versuchen wir mit einfachensten Mitteln ein wenig Geld zu sparen. Wir haben uns doch tatsächlich einen faltbaren Wasserkocher plus 2 faltbare Tassen aus Deutschland (! - Danke Ehrensteffi und Ehrenthoms) mitbringen lassen. In Sachen Kaffee und Nudelsnacks sind wir also sicher.

    Aber ganz "adieu Bali" sagen wir noch nicht. Da eine wochenlange Reise auf Motorrädern mit Surfbrett zu umständlich wäre, lassen wir Mos "Cosma" in Balangan zurück, um es später hier wieder abzuholen. Der balinesische Flughafen Denpasar ist inzwischen ein so großer Hub, als dass der Umweg hierüber keine so großen Kosten bedeuten sollte. Einen weiteren Plan gibts dann aber noch nicht. Wer weiß jetzt schon, wen wir in Vietnam begegnen und wie wir uns inspirieren lassen.

    Bali und besonders die Halbinsel Bukit haben wir nun gründlich abgeklappert. Klar, es gäbe auf der Insel noch so viel zu entdecken. Viele Menschen verbringen hier mehrere Monate, aber uns treibt es erst einmal weiter. Immernoch nicht schnell und immernoch im ersten Gang, aber wieso sollten wir auch hetzen? Wir verbringen eh erst einmal 8 Stunden wartend im Transit von Singapur. https://gopro.com/v/nrRv6WVlGanka
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  • Day57

    Beach hunting auf Nusa Penida

    October 5 in Indonesia ⋅ ⛅ 27 °C

    Vielleicht erst lesen dann Video unten anklicken ;)))

    Nach nur 10 Minuten Boots-Fahrt kamen wir auf Nusa Penida an. Wir wussten, dass Insel ein paar wirkliche Traum-Strände bietet. Aber wir müssen zugeben, dass wir die Streckten dort um einiges unterschätzt haben. Nach Nusa Lembongan waren wir kurze Scooter-Strecker gewohnt, vor allem aber gute Straßen. Hier auf Penida zeigte Google Maps auf einmal Routen von über einer Stunde. Bis auf die eine Hauptstraße waren die Wege zu den Stränden beschwerlich und Mo musste wirklich sein ganzes Fahrkönnen aufwenden. Und mein Hintern tut noch Tage später weh.

    Der erster Weg zum berühmten Kelingking Beach hatte es bereits in sich. Nicht nur die Schotterwege mit tiefen Löchern sind gefährlich. Leider gibt es auf den sehr engen Straßen aber auch ne ganze Menge Autos, die das Wegrecht immer für sich einräumen. Hier gilt das Gesetz der größeren Motoren und so musste Mo nicht nur einmal gekonnt auweichen. Mir bliebt so einige Male fast das Herz stehen. Am Strand angekommen drängelten wir uns am Lookpoint an den vielen Touris vorbei um auf die berühmten Stufen runter zum Strand zu kommen. Der Ausblick von dort oben ist durchaus ein Instagram Bild wert. Die Felsformationen schauen von oben aus wie der Hals und der Kopf eines T-Rex auf dem man gerade reitet. Tja die Schuhe, die im Roller unter dem Sitz lagen, hätten wir schon gebrauchen können, aber wir entschieden uns die berühmten Stufen in FlipFlops auf uns zu nehmen. Und ja, man muss schon sagen, dass es eine sportliche Angelegenheit ist. Nachdem die schräg betonierte Stufen aufhören, ist es eine kleine Kletterpartie, die einige doch an ihre Grenzen bringen. Die Belohnung ist ein toller Strand mit beeindruckenden Felsen und einer Strömung, die uns wortwörtlich gewaschen hat. Bis wir wieder oben waren, war die Erfrischung aber wieder verschwitzt.
    Zur Belohnung ging es danach an den Crystal Beach - der glitzert wirklich wie Klunkersteine!

    Am zweiten Tag wollten wir aber eine ganz bestimmte Stelle aufsuchen. In Indonesien ist der Hindusimus weit verbreitet. Jeden Morgen werden die Häuser mit kleinen Geschenkgaben und Räucherstäbchen geschmückt und für Wohlergeben gebetet. Immer wieder sahen wir verschieden Rituale, auf den Inseln, aber noch nie sahen wir einen Tempel dieser besondernen Art. Der Goa Giri Putri Tempel an der Nordostküste befindet sich nämlich in einer unterirdischen Höhle. Um diesen betreten zu dürfen mussten wir erst einen traditionelle Sorong-Rock leihen. Eine Warntafel vor den Treppen zum Eingang wies uns darauf hin, dass Damen kurz nach einer Niederkunft oder während ihrer Periode den Tempel keinesfalls betreten dürften. Sie gelten in diesen Momenten als unrein.
    Der Weg in den Temple ist kaum auszumachen, denn es ist nur ein kleines Loch in einer Felswand. Dahinter ersteckt sich eine riesige Höhe in der mehrere Gebetsstätten errichtet sind. Während der Zeremonien, die dort scheinbar den ganzen Tag hindurch stattfinden, haben wir uns andächtig im Hintergrund gehalten. Die Luftfeuchtigkeit ist extrem hoch und dennoch schliefen sogar ein paar Menschen auf Art größeren Pritschen. Stetig geht ein Glockenklineln und der Geruch von Räucherstäbchen liegt in der Luft. Zurück am Tageslicht hat uns eine Affe nach kurzem aber heftigen Angriff doch passieren lassen. Wir lernten das man Affen in gar keinem Fall lange anschauen sollte und schon gar nicht anlachen sollte. Macht im Nachinein in jedem Fall Sinn. Die Tollwutimpfung brauchten wir bisher zum Glück noch nicht.
    Wir schwangen uns wieder auf den Roller hin zum berühmten Diamond Beach...und so wie der Name vermuten lässt, so prächtig ist er auch. Ein Traumstrand wie er im Buche steht. Und wieder mussten wir uns den Weg dorthin aber verdienen. Stufen und wieder Stufen und sogar kleine Seile waren notwenig. Blöderweise ist ja immer der Rückweg das Anstrengende - also erst das Vergnügen und dann die Arbeit... ;)

    Am Abend stand eine große Entscheidung an...probieren wir es nochmal mit einem Schnorcheltrip, um mit den Manta-Rochen zu schwimmen?
    Aber nach erneuter Rücksprache mit diversen (ehrlichen) Bootsführern haben wir uns dagegen entschieden: Es scheint, dass nicht nur uns, sondern auch den Mantas das Wasser im Oktober zu kalt zum Schwimmen wird. Und ein weiterer Schnorcheltrip mit 100 anderen Menschen irgendwie keinen Sinn macht. Gut Ding will Weile haben. Wir haben ja hoffentlich noch die ein oder andere Möglichkeit Unterwasserwelten zu erkunden.
    Da wir aber auch keine Lust mehr, auf endlose Rollertouren über Stock und Stein hatten und auch keine "Influencer" mehr sehen konnten....stand die Entscheidung am nächsten Tag nach Bali zurückzukehren. Man kann nicht alle haben.

    Kleine Social-Media-Anmerkung noch:
    Diese beiden Nusa Inseln sind ein beeindruckendes Beispiel, wie Instagram unsere (Reise-)Gewohnheiten verändert; Bis ins Jahr 2016 haben diese Inseln eigentlich kaum jemanden (außer ein paar Surfer) interessiert. Erst als Bali (vornehmlich Canggu und Ubud) "abgearbeitet" waren, sind ein paar wirklich tolle Bilder von diesen Inseln durch die Socials gelaufen. Ein paar findige Locals haben dann die Zugänge zu den Inseln und deren Highlights so schnell so einfach gemacht, dass innerhalb von 2 Jahren Horden von vornehmlich Chinesen die Inseln fluten. Auf Nusa Penida sind das gegenwärtig 9000 Touristen pro Tag.
    Wir sind ja selber recht "social" und enthalten uns da einer negativen Meinung - haben wir allerdings bisher auf Instagram nach Highlights gesucht, werden wir in Zukunft eher auf Insta schauen, ob das Highlight nicht schon viel zu groß geworden ist...

    Zum VIDEO zu NUSA PENIDA geht's hier lang https://gopro.com/v/NlppwqMQyMmm8
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  • Day54

    Das erste Insel-Feeling

    October 2 in Indonesia ⋅ ⛅ 30 °C

    Bali ist als Insel betrachtet ja schon etwas größer. Wenn man dort per Flugzeug ankommt und mit dem Roller rumreist bekommt man kaum mit, dass man auf einer Insel ist. Wir beschlossen also diese Gefühl einmal zu suchen. Nach starkem Abwägen entschieden wir uns dann gegen die Gillis und für die direkt vor Bali vorgelagerten Inseln Nusa Lembongang und Nusa Penida. Die Erzählungen über Mantas in einer bestimmten Bucht haben uns neugierig gemacht. Vielleicht auch, dass Mo auf Lembongan surfen kann, man weiß es nicht! Bisschen mehr wilde Küste statt wilder Verkehr war auf jeden Fall was wir wollten!

    Wir reisten also per 'Grab' (das asiatische Uber) von Canggu zum Hafen Sanur. Von dort stiegen wir in ein Schnellboot nach Nusa Lembongan, eine kleine Insel die per Brücke mit der Insel Nusa Ceningan verbunden ist. Einmal vorab: Alle drei Inseln vor Bali sind bereits seid vielen Jahren durch Besucher gesteuert. Uns war also klar, dass wir hier keine Abgeschiedenheit finden würden. Jede Insel hat seine Highlights und jedes davon ist nach unserer Vermutung durch Instagram groß geworden bzw. werden es noch immer - scheinbar gibt es noch viele viele Chinesen, die Ihre Gruppenausflüge hierhin steuern.

    Auf Nusa Lembongan werden Touristen mit kleinen Mini-Transportern herumgefahren. Hinten offen und mit zwei Sitzreihen bestückt. Zweite Alternative ist wie immer der Scooter. Wir waren defintiv froh, wenn wir vor der Kolonnen an kleinen Transporter an einem "instagrammigen Spot" angekommen sind. Aber immerhin gibt es keine Autos. es ist ruhiger und auch das Insel Feeling kommt ien wneig auf.
    Unsere Unterkunft "Adi Homestay" hilt alles wichtige für uns bereit: eine ruhige Bamboo-Hütte, einen Warung für genug Futter und einen schönen Platz am eigenem kleinen Pool. Dazu konnten wir hier auch direkt unser geplantes Highlight buchen: Die Manta Snorkeling Tour.
    Wir machen es kurz. Für uns gab es leider keine Mantas zu bestaunen. Nach vielen Gesprächen mit Indonesiern war klar: Endweder waren wir einfach zu spät in der Bucht und zu viele andere Boote schon vor uns da, oder es liegt an der wechselnden Saison. Durch den momentanen Wechsel auf die Regenzeit wird das Wasser kälter, die Gezeiten ändern sich und Delphine kommen in die Manta-Bucht. Das ist wohl meist ein Zeichen dafür, dass die Mantas rar werden. Delphine hingegen haben wir wirklich aus der Ferne sehen können. Dazu gab es in der Crystall Bay eine kleine ganz private Zeit zwischen Maren und einer wunderschönen Schildkröte. Über die verpasste Chance mit Mantas zu schwimmen, half das ein wenig hinweg.
    Ansonsten- keine Frage Nusa Lembongan hält schöne Cliff-Szenerien bereit und ziemlich ziemlich blaues Wasser. Überall gibt es verwinkelte kleine Gassen und Schauckeln an Strandbars. Die bekannte "Yellow Bridge" rüber nach Nusa Ceningan gehört ebenso zu den Dingen die man mal befahren sollte - aber auch hier...am besten ist gerade wenig los.
    Etwas sehr "ursprüngliches" haben wir dann aber doch finden können und waren auch ganz überrascht. Auf der südlichsten Spitze Ńusa Ceningangs fanden wir doch wirklich einen Hahenkampf vor. Ja richtig, ein organisiertes Turnier an dem männliche Hähne eine rasiermesserscharfe Klinge an eine Kralle bekommen und so bestückt in einer Art " Arena", angestachelt, aufeinander losgelassen werden. Ein Kampf entscheidet der Tot und dies eben meist blutig. Vor dem Kampf werden lauthals Wetten angenommen und der Wetteinsatz hochgetrieben. Aus westlich europäischen Augen her betrachtet ist dies eine wirkliche grausame Freizeitbeschäftigung und Tierquälerei. In vielen asiatischen Ländern ist dies alleridngs tief verwurzelte Kultur. Maren hat dies bereits in den Philippinen beobachten dürfen und daher hielt sich der Schock hier in Grenzen. Aber nein- "schön" anzusehen ist dies nicht.

    Keine Mantas und nach zwei Tagen hatten wir auch sogut wie alles gesehen...also packten wir und stiegen in ein kleines Boot zur Nachbarinsel Nusa Penida.

    Neben den Bildern hier gibt es übrigens das erste Mal ein kleines VIDEO zu NUSA LEMBONGAN https://gopro.com/v/Db0Jdr4gr7JwV
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  • Day49

    Der WOW Surf am Balian Beach

    September 27 in Indonesia ⋅ ⛅ 31 °C

    Nach knappen vier Tagen in Medewi wurden wir dann etwas unruhig. Auf dem Weg dorthin hatten wir an dem schönen kleinen Balian beach eine Pause gemacht und hier wollten wir nur nochmal hin.
    Ja scheinbar konnten wir die "Eile" schon etwas hinter uns lassen. Jeden Tag von einem zu einem anderen Ort zu hetzen und jedesmal die Sachen zu packen, ist bisher nicht passiert. Wir sind also immernoch an der Südwest-Küste Balis und auch aus diesem Örtchen gibt es von keinen sehenwerten Highlights zu berichten. Nette kleine Cafes an einem schönen Beach. "Schön" macht leider auch immer was mit dem Übernachtungs-Preisen. Nach langen Schauen fanden wir dann eine einigermaßne bezahlbare Bleibe. Wichtig war uns, dass es nah zum Surfspot lieg- ganz klar. Das es dazu noch einen Infitiy-Pool gab konnte ja keiner ahnen ;) Aber wenn es schonmal im Bereich des Möglichen liegt und die Chancen auf günstigere Übernachtungen rar sind, dann nimmt man halt auch mal den Pool mit. Das passiert uns so oder so wohl eher in Asien.

    Keine nennenswerten Erkundigungen, ok...ABER SURF ist hier das Thema. Mo kannte die Welle bereits und dann am ersten Morgen hatte er DEN Surf des bisherigen Urlaubs. Er kam fast "high" zur Unterkunft zurück. Der Stop hier hatten sich für nur 2 Stunden bereits gelohnt. Falls ihr euch wundert, dass es von Mo nie Bild- oder Video-Beweise gibt. Naja der Herr sitzt meist an dem weit entfernsten "peek" und sucht die größeren Wellen. Das ist vom Strand her betrachtet wirklich immer weit weg. Meist sehen die Surfer von dort aus alle gleich aus und mehr wie dunkle im Wasser sitzende Punkte. Da kommt eine Handykamera und eine Actionkam einfach nicht hin. Sich ohne Surfbrett, dafür aber mit Kamera in der Hand in die Fluten zu stützen und das Geschehen aus dem Wasser zu filmen, machen eher Fim-Profis mit einem Hang zu wirklich gefährlichen Lebenssituationen.

    Um an unser nächstes Ziel in Indonesien zu kommen, mussten wir dann für eine günstige Nacht zurück nach Canggu. Immerhin stand hier ja auch noch die Hälfte unseres Hab und Guts und wir wollten für ein paar Tage die Insel Bali verlassen. Was es da immer so in Badezimmer zu entdecken gibt ist schon erstaunlich. Aber seht am besten selbst im Video. "Traveler" unter sich erkennen sich übrigens nicht nur an den voll bepacken Rücken, sondern irgendwie auch an den "vibes". So bekamen wir von einem aufbrechenden spanischen Pärchen eine Tüte voller tropischer Früchte geschenkt. Die Tüte war so schwer beladen, dass sie diese selber nicht mit auf die Weiterreise nehmen konnten. Nach einem schlecht gewählten Frühstück war dies für uns eine kleine kulinarische Rettung.
    Nach einer typischen Canguu-Nacht, mit Bier im "Olds Man" ( Happy Hour olé - zwei Bier zum Preis von einem) also Rucksack auf und dann hab zu einen Hafen namens Sanur. Es sollte einer erste Bootsfahrt auf uns zukommen und wir wollen Bali selber ein paar Tage hinter uns lassen.
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  • Day48

    Laut, leise und lecker in Medewi

    September 26 in Indonesia ⋅ ⛅ 29 °C

    Wir suchten etwas weniger wildes, lautes, motoriges als wie Canggu. Mo erinnerte sich an seinen Bali Trip vor 6 Jahre und kam auf Medewi. Der günstigste Weg dahin zu kommen und unabhängig und mobil zu bleiben war ganz klar der Scooter. Klar war uns aber auch, dass beide Backpacks plus Board auf einer Strecke von knapp 60 Kilometern nicht funktioniert. Also packten wir um und ließen einen Rucksack in der letzten Bleibe zurück.

    Durch das schön grüne Hinterland ging es leider nicht die ganze Zeit. Auf der Hauptverkehrsstraße der Südwestküste wurde die Fahrt dann schon anstrengend. Nicht nur weil Marens Hintern bereits nach 30 Minuten schmerzte, sondern auch auf Grund der dauernde Überholmanöver aus gefühlt allen Himmelsrichtungen. Da wird eine Art Bundesstraße eben schnell zu einer vierspurigen Rennstrecke und "schwer" überholt "leicht" mit lauten Getöse. Um uns vor den vielen Abgasen wenigstens ein wenig zu schützen, führen wir beide mit medizinischen Mundschutz. Mo brauchte unseren leicht überladenen Roller selbstverständlich sicher ans Ziel. Aber ein bis zwei Nervenmomente bleiben zur Erinnerung.

    Das Anara Surfcamp liegt in Steinwurfweite vom Meer in Medewi. Schnell war klar, dass wir hier einen tollen Mix aus ähnlich tickenden Menschen begegnen würden. Eine Mix aus freiheitsliebendnen Weltenbummelern - jeder auf seine ganz eigene Weise und mit seiner ganz eigenen Geschwindigkeit. Ein Pärchen aus Östereich inspirierte uns mit wahnsinnig spannenden Geschichten aus der gesamten Welt. Von ihren sehr diziplinierten Budgets können wir uns noch eine Scheibe abschneiden. Auch aber von ihrem Mut Länder ganz anders als gewöhnlich zu bereisen. Von dieser Truppe lernen wir auch eine neue indonesische Süßspeise namens "Martaba". Das ist eine Mischung zwischen Kuchen und Pfannkuchen mit einem Mix an Zuckerzeugs der himmlisch schmeckt. Pedro aus Venezuela kochte abends für 10 Mann sein heimisches Leibgericht (preisfrage: wie heißt es??) und Martaba wurde reichlich genossen.

    Was man sich abends so anfuttert sollte man morgens besser auch wieder verbrennen. Gut dass die Bedingungen für gute Wellen morgens am Besten waren. Kein Wind und daher klare See mit leicht zu berechnene kleineren Wellen. Zu Marens Glück sogar ein Beach Break. Diese Bedingungen ließen selbst den Angsthasen zu ersten Surferfolgen kommen.

    Ja Schlaf war so ne Sache in Medewi. Der Islam ist hier die dominierende Religion. Also fanden wir an den Straßen Moscheen und nachts um 04:45 weckste uns regelmäßig der Muezzin. Sonst war es aber ein ganz normaler wenn auch ruhiger Beachlife-Ort mit Bikinis und wenigen aber süßen Beach Cafes. Erholung ist im jeden Fall garantiert. Wir haben angefangen zu lesen...

    Außer surfen ist da auch nicht viel los. Ein Nachmittags-Ausflug brachte uns zu den zwei "Sehenswürdigkeiten " innerhalb von 30 Minuten Roller -Ride. Der Weg rauf, weit über die Wälder, hat sich bereits gelohnt. Der Straße führte durch kleine Bergdörfen in denen gerade Nelken und Lorbeer am Straßenrand getrocknet wurden. Der Geruch lag mir noch am Abend sanft in der Nase. In Bunut Bolong bestaunen wir eine uralten Baum durch dessen Mitte eine Straße führt. Es hat schon seine Vorteile wenn man de Weg von 882 Stufen zu einem Wasser auf sich nimmt. Den Twin Waterfall hatten wir für uns ganz alleine.

    Medewi war genau was wir brauchten - genau ein Strand, kein Roller Need und Nerv, etwas Ruhe,auch vor surfmassen und vor allem diese inspirierende Crew: schließlich hat unsere Reise zwar grade erst begonnen, soll ja aber auch bald spannend weitergehen...

    PS. Antwort ist Arepas!
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  • Day44

    Busy Canggu

    September 22 in Indonesia ⋅ ⛅ 28 °C

    Am 18. September kamen wir in Canguu an. Ein 10km langer Sandstrand an der Südküste Balis zieht eine ganze Menge Leute an. Der Touri Hotspot mit mehreren Gesichern. Ein riesiger trubeliger Strand, der im nächsten Augenblick von einer Kuh gekreutzt wird.
    Die Verkehlage ist auch so ne Sache. Wirklich jeder fährt Scooter. Ob nun Indonesier mit ganzen Kleinfamilien oder Tourist,einfach jeder. Moment, Autos gibt es auch noch. Die haben es allerdings schwer.
    Apropos Verkehrsadern - Die wichtigen Straßen zum Strand hin sind übersät mit diversen gastromonischen Highlights und Klamotten Shops für jedes Budget. Hier werden Trends aufgegriffen aber auch gemacht. Es wimmeln überall Surfer, angehende Surfer, "Yoga-Joghurt-Tanten" wie sie Mo liebevoll nennt, Lifestyle Hipster, Partywütige und Kleinfamilien jeder Nationalität durcheinander. Die Stadt ist übersät mit Streetart und es gibt reichlich Events zu entdecken. Neben den bekannten Fruitbowls essen wir fast täglich indonesisische Gerichte aller Art. Auch wenn die kleinen Küchen zwischen den Hippen weltküchen etwas untergehen: in den " Warungs" gibts es gute Mahlzeiten zum kleinen Preis. Und viel Reis.
    Tja hier wird einem nicht langweilig, richtigen Kaffee findet man auch noch und daher verbringen wir heute bereits den fünften Tag hier in 'the Gu'

    Wenn jemand surfen lernen möchte, dann wohl auch hier, denn nach dem späten Frühstück tümmeln sich fast Hunderte dieser softboard Schildkröten samt eigener Surflehrer im Wasser. Die sanften Wellen laden zum Longboard fahren ein - DAS Ding hier. Moritz hat den Vibe mal aufgegriffen und hat tatsächlich probeweise von seinem Shortboard auf ein "Single fin longbaord" umgesattelt. Keine Sorge, er hat sein shortboard nicht verkauft, aber es hat hier und da mal Spaß gemacht. Ich hingegen stecke in 1 kleiner Surffrustatration. So ist das wohl als Anfänger die auf eigener Faust unterwegs ist. Ich paddel paddel und dann werden die anderen Anfänger einfach von Surflehrer an einem "vorbeigeschubst". Nun ja auch die müssen irgendwann mal anfangen sich selber Wellen zu erpaddeln... Dazu gab es einen kleinen Kopfstoß am Riff und kleine Stacheln mussten mit Pizette aus dem Fuß operiert werden. Nichts schlimmes aber wieder mal ein Hoch auf die Betaisodona.

    Wenn man einen wuselige Scooterfahrt einer halben Stunde auf sich nimmt bekommt man aber auch weniger überfüllte Strände geboten. Kedungu Beach lieferte uns einen fast einsam wunderschönen Sonnenuntergang. Mit Fischern!

    Heute Abend gehen wir denn mal raus statt um 11 die Vorhänge zuzuziehen. Und zwar in den lokalen motorradclub! Und dann ab nach Norden....
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  • Day40

    Das Gefühl nach 6 Tagen

    September 18 in Indonesia ⋅ ⛅ 28 °C

    Wir brauchten wohl erst einmal einen Ort zu bleiben. Den haben wir im Saintai Warung Homestay am Balangan Beach scheinbar wirklich gefunden, denn wir sind immernoch da.
    Einschlafen mit Meeresrauschen und auch damit wieder aufwachen hat uns eingefangen und daher sind wir zwei Tage länger als geplant geblieben.

    Wie läuft der Surf? Genau vor der Haustür laufen seit Tagen ordentliche Dinger rein. Zu hoch für Maren und für Mo ein Start mit größerem Level. Haben uns auf dem südlichen Part der Halbinsel Bukit wirklich alle Spot angesehen. Und BEEINDRUCKEND ist wohl das richtige Wort. Man erlebt hier genau das was man sonst über Bali im Internet vorgeführt bekommt. Ein Spot nach dem anderen läuft wie am Schnürchen und überall wimmeln Surfer. Ja die Lineups sind voll, aber wenn Spots zurecht weltbekannt sind, ist das auch kein Wunder. Schaut man von der Klippe von "Dreamland Beach" in alle Himmelsrichtungen die Küste herunter sieht man nicht nur die Wellen und stetig gehende Barrel "Pandangs Pandags", sondern auch Spots mit schillernden Namen wie " Impossibles". Die Namen sind Programm und der Kampf um die beste Prosition im Wasser hart umkämpft. Mo spricht von "Positions-Spielchen" die bekannte Surfer unterienander eingehen und nicht selten wird einem einfach die beste Position zur Wellen kurz vorher einfach "weggepaddelt". Ein volles Lineup an diesen weltbekannten Spots sind also auch irgendwie "echte Männersache". Für mich, Maren, checkten wir den Spot " Jimbaran" etwas weiter im Norden der Halbinsel. Wir wussten dass er voller "blutiger Anfänger" sein würde. Aber ein Start für mich Maren musste eben besser ein "seichter" sein. Wir umgingen die Surflehrer die ihre Schüler in die kleinen Wellen "schupsen" und ginge etwas weitere links raus und siehe da auch ich erpaddelte mir die erste "Linke". Mann sollte sich vorher definitv besser erkundigen wo das Riff bei abnehmenden Wasser als erstes den Ausstieg aus dem Wasser erschwert. Aber dafür brechen die Wellen über ein Riff einfach besser. Die Betaisodana kam also auch das erstes Mal zum Einsatz.

    Ansonsten verliefen unsere Abende meist ruhig am fast schon heimischen Beach. Vom eigenen Balkon genossen wir Bier und die Live Band von nebenan. Einen Ausflug nach Uluwatu in die berühmte "Single Fin Bar" gabe es zwar, aber schnell haben wir bemerkt dass der Kommerz hier so richtig zugeschlagen hat. Keine Bar für uns.
    Auch wenn wir die Ruhe hier sehr genosssen haben, werden wir nun doch etwas weiter in den trubeligen Norden ziehen. Ziel: Canggo und damit ggf auch ein paar mehr Surf-Möglichkeiten für Maren.

    Sind wir drin in dem "freien Lebensgefühl"? Noch nicht. Nach Tagen mit vielen Erkunden und Surfspotchecks hatten wir bisher nur einen Nachmittag an dem echte erste "Langeweile" aufkam. Damit konnten wir so gar nichts anfangen. Nein die Langsamkeit haben wir noch nicht für uns entdeckt. Ein gutes Buch sollte hier helfen. Wir beginnen also bald mit Lesen... ich bin gespannt ;)
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