Der Weg zur goldenen Gurke 🥒
April 20, 2025 in Germany ⋅ ⛅ 7 °C
Am Samstagabend reiste Frank aus der Schweriner Ecke noch auf dem Campingplätzli an. Schnell besprachen wir uns um, verschwanden beizeiten in unsere Busslis da wir relativ früh aufstehen mussten.
Frank sorgte für kraftgebende Getränke in mädchmäßig Pinken Flaschen und war bewaffnet mit mindestens drei Kilo Baumwurst 🍌🍌🍌🍌
Nach einem schnellen Kaffee, der wohl nach oton Instant schmeckte und schon waren wir auf dem Weg zu unserem Startpunkt. Pünktlich um sieben setzten wir ein. Bewaffnet mit einer Karte, aber ohne Kompass und Orientierungssinn 🧭 🤣. Der Tag erwachte mit Nebelschwaden auf den unzähligen Kanälen lebst einem wahnsinnig tollen Sound der hier lebenden Vögel. Der Spreewald ist ein wahres Naturparadies, und wir genießen es, die ersten Stunden hier völlig alleine zu sein. Das änderte sich aber dann im Laufe des Tages.
Das Kartenmaterial ist mehr wie schlecht. Und sorgt natürlich im Laufe des Tages für den ein oder anderen Extra Kilometer und unzähligen Pausen um zu studieren, wo denn der nächste Fließ langgeht.
Wir nehmen es mit Humor und Paddeln vor und zurück. Auf der Hälfte kommen wir am ersten richtigen Touri Hotspot vorbei. Während ich das Spektakel Filme macht es bumms und Knall und schon liege ich in der braunen definitiv nicht zum Baden einladenden Brühe. Zeugen gab es auch reichlich, denn das Lokal war voll. Hier wechsle ich noch schnell das Outfit und strahle nun im neuen Glanz. Camouflage trifft Pinke Hose 🤣🤣.
Das Kartenmaterial raubt uns tatsächlich ganz schön viel Zeit. Zitat von Frank: also, jetzt müssen wir mal Gas geben“
Man kann den Spreewaldmarathon was ja theoretisch und praktisch auch nicht sonderlich sportlich ist auch an zwei Tagen paddeln. Wir machen das aber an einem💪🍌🥒
Unterwegs retten wir vielleicht auch noch ein kleines Kälbchen, was heute geboren ist. Es sieht nichts, denn es hat noch die Fruchtblase über dem Kopf. Die Mutter wendet sich ab und läuft einfach davon. Hier greifen wir ein befreien das Kälbchen. Ob das so förderlich ist, dass es als erstes mich sieht und nicht seine Mutter weiß ich nicht. Vielleicht hilft es ja. Und Paddeln weiter.
Langsam wird es dämmerig und irgendwann auch richtig dunkel. Nach fast 14 Stunden und 49 km betreten wir wieder Land.
Mit etwas müden Knochengeräten, Rücken und Knien 🧎, stellen wir fest, dass der Parkplatz abgeschlossen ist.
Es brauchte immer einen, der kreativ ist und den anderen, der das dann umsetzt🤣. Das riesige Gelände säumt ein Lattenzaun ein, also demontieren wir ( claudis Idee und Franks körperlicher Einsatz) die dementsprechenden Hölzer ab und wieder an und haben freie Fahrt. Während Claudi im warmen Bussli sitzt, da mittlerweile noch ein weiteres Mal baden gegangen, schraubt Frank mit leicht lädierten Pfoten….
Nach so viel körperlichen Einsatz von uns beiden, ist es nun bald Mitternacht, als wir wieder auf dem Campingplatz eintreffen. Das Abendessen fällt aus. Wir fallen in unsere Busslis und träumen von den Kanälen, Landkarten, Badeaktion und einfach einem richtig tollen Tag.
Morgen? Klären wir das Desaster mit dem Parkplatz und holen uns unsere wohlverdiente goldene Gurke. Eigentlich müssten wir die Platingurke bekommen für so viel Einsatz, Kreativität und handwerkliches Geschick.Read more






















