• Claudiaunterwegs
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Spreewald die 2.

Statt Italien und Frankreich geht es nun in den Spreewald Read more
  • Trip start
    April 18, 2025

    Dem Regen davon

    April 17, 2025 in Germany ⋅ ☁️ 16 °C

    Manchmal sind Pläne einfach da, um sie zu ändern. Ligurien fällt in diesem Jahr sprichwörtlich ins Wasser. Der Wetterdienst und diverse Nachrichten warnten vor unwetterartigen Regenfällen. Tut mir leid für Rudi vom GR 20 in Genf, denn da wollte ich meine erste Station machen und die tolle Zeit Revue passieren lassen.
    Kurz überlegte ich noch meinen Haushalt intensiv anzugehen… aber auch nur kurz den dann kam Plan B ins Elsass. Ich liebe die Franzosen, die Tarte und überhaupt das Lebensgefühl jenseits der deutschen Grenze. Aber im Regen ist das halt auch irgendwie ein bisschen Scheiße sei denn man möchte den ganzen Tag futtern und Wein trinken da spielt das Wetter ja eher eine untergeordnete Rolle.😆
    Aber im Spreewald soll es toll sein, nicht nur vom Wetter.
    So packte ich in Windeseile meinen Bus , samt Fahrrad, Inlineskates, die seit drei Jahren unter dem Bett liegen und natürlich mein Bord. Füllte noch den Kühlschrank und gegen fünf war ich dann in der Spur.

    Das Abendbrot fiel ins Wasser. Claudi unsere liebe Putzfrau versorgt uns heute alle noch mit sehr kalorienhaltigen Osternestern. Und so wanderten während der nächsten 500 km das eine oder andere Ei in meinem Mund.
    Kurz nach Mitternacht, meine Augen waren etwas müde und auch das Auto piepste gelegentlich und empfahl mir doch mit blinkende Kaffeetasse und dementsprechenden Alarmton, mal eine Pause zu machen. so befragte ich mal Park Park4night wo ich denn am besten ungestört das Schlafplätzli errichten könnte und landete im tiefsten Osten. Die sind hier bestimmt alle mächtig AfD verseucht.🤣🤣🤣🤣. Gesehen hab ich von den einheimischen erst mal niemand. Irgendeine hübsche Stadt mit einem imposanten Kirchtürmli in 2 flacher Ausführung. Standen auf dem Autobahnrastplatz noch die Wohnmobile dicht an sehr dicht bin ich hier tatsächlich alleine. Sowas mag ich.
    Morgen geht’s dann Richtung Spreewald. 200 km inklusive hoffentlicher warmerDusche auf der Autobahn brauche ich dann mit Sicherheit auch noch mal 3 Stunden.

    Morgen bin ich zu einer Tour mit den Inlinern verabredet. #meet5
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  • Wie ich plötzlich in Senftenberg war

    April 18, 2025 in Germany ⋅ 🌧 11 °C

    Ich habe eigentlich ganz gut geschlafen in dem netten Örtly im Vogtland, wenn auch deutlich zu kurz. Um 7.00 klingelte mein Weckerle und riss mich etwas unsanft aus dem Schläfchen….
    Um 11.00 muss ich 220 km weiter sein- duschen sollte ich auch also zog ich zügig von dannen. Erster stopp ein autohof mit warmen Duschen 🚿 für 3 Euro und Strom aus der Steckdose, einer neugierigen mittelalterlichen Dame (sie war so alt wie ich stellte ich fragend fest) bekleidet mit einer Plastic-Mutti-Küchenschürze aus Dederon aus allerfinstersten DDR Zeiten. So alt kann ich gar net werden, dass ich sowas mal anziehe🤣.
    2 Mettbrötchen erstehe ich noch mit Zwiebeln und nen heißen Kaffee. Frisch geduscht mit ordentlichlicher Frisur gehts weiter Richtung Brandenburg, genauer gesagt ins Lausitzer Seenland mit 8 anderen Zum Inlineskating. Das hat mich überhaupt mal auf den Plangerufen dieser mir bis heute unbekannten Gegend mal einen Besuch abzustatten.

    Hier kann man richtig gut Urlaub machen denke ich …..die alten Kohlebergbaugebiete sind nach der Wende geflutet wurden und haben eine sensationelle Infrastruktur bekommen. Fahrradwege laden zum skaten ein auf feinstem Asphalt. Viele Seen reihen sich wie Perlenketten aneinander. Also dienKohle ist hier sinnvoll angelegt.

    Pünktlich trudle ich ein und mit mir die anderen aus verschiedenen Ecken. Meine Skates lagerten seit einigen Jahren unter dem Bett und kommen heute im nun einsetzenden Regen zum Einsatz. 15 km vergehen im Nu. Bissle tratschen, bissle schwärzlich halten und schon war die Tour vorbei.

    Allerdings habe ich noch immer keine weitere adäquate Bleibe für die nächsten 3 Nächte.

    Next Stopp der Briesener See. Hier lande ich nach dem nun 3. Telefonat auf dem gleichnamigen Plätzli. Erstaunlich …hier ist alles voll trotz etwas beschissenem Wetter.
    Ich rangiere zwischen den Kiefern, richte mich ein und ankere hier für die nächsten 3 Nächte für 72 Euro inklusive Strom.

    Koche was, halte Schwätzli mit den Nachbarn und gehe dann auch bald zu Bettchen.

    Morgen???? Geht’s auf ein Fahrradtourli. Ich brauche noch die Startunterlagen für den Gurken 🥒 Marathon im Spreewald für Sonntag.
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  • Mitten im Regen

    April 19, 2025 in Germany ⋅ 🌙 8 °C

    Jeden Tag was neues…..Heute war ich zu einer eigens von mir ins Leben gerufenen Fahrradtour verabredet. Olga aus Berlin, Ivan, den ich noch vorgestrigen Skateausflug kannte und natürlich ich. Komoot spuckte die Lübbenauer Gurkentour aus. 30 km und ohne Höhenmeter. Denn hier ist alles Topfeben und man sieht heute schon, wer morgen zu besuch kommt.

    Aber zuerst musste ich mal organisieren, wie ich und Frank aus Schwerin zu den Unterlagen für den morgigen Spreewaldmarathon kommen. So wurde Ivan instruiert, bekam unseren Teamnamen per WhatsApp mitgeteilt. Frank und ich machten noch ein kleines Brainstorming unter welcher Flagge wir denn hier morgen antreten wollen ….Tiefseegurken, Pacepickles, SSS-Super-SUP-SINGLES, einarmigen Seeteufel,……usw……

    Während der liebe Ivan die Unterlagen organisierte, schwang ich mich in kurzen Hosen und leicht frierend auf den Weg nach Lübbenau- 17 Km…..es fing schon an mit Tropfen und dann Regen, erreichte ich nach nicht ganz einer Stunde das äußerst touristische Lübbenau. Erste Einkehr - das Café Zeitlos. Hier hat der Besitzer allerhand Tand und witzige Sofas aufgetrieben und man sitzt ein wenig wie früher in Omas guter Stube auf tiefen Sofas und Sesseln nebst Deko aus verschiedenen zeitlosen Epochen. Kuchen und Torten selbst gemacht und von 2 Ladys serviert, die auch noch aus ner anderen Epoche stammen.

    Hier stärkten wir uns bei Torte und Capucchino ….vor unserer eigentlichen Tour. Olga sagte noch kurzfristig ab da das Wetter in Berlin genau so bescheiden ist wie hier.

    Aus „so richtig haben wir keine Lust bei dem Wetter….lass uns doch zum Spargelmittagessen einkehren, wurden dann doch noch 21 sehr nasse Kilomter…..“

    Entlang der hübschen Wasserstraßen, Next halt - mittlererweile schüttete es aus Eimern……eine alte Mühle in traumhafter Lage an einem der zahlreichen Kanäle mitten im Spreewald. Spargel auch hier Fehlanzeige. Stattdessen…Saure Gurken nach original DDR Rezeptur, Bockwurscht mit Gurkenschmack, Kartoffelsuppe, Plinsen und Getränke für den Selbstbediener. Die haben hier wohl auch wie Überall Personalprobleme. Schade, denn der Laden hätte Potenzial. In der Küche stand eine Omi 👵, nicht auszudenken hätte es heute nicht geregnet. Nix für Hungrige dachte ich bei dieser Situation.

    Zurück Richtung Lübbenau…..und hier kehrten wir ein letztes mal ein nach nunmehr weiteren 20 Km. Spargel, Kartöffele- eine herzliche Verabschiedung von Ivan. Schön, dass Du heute Teil meines Tages warst.

    Nach einer weiteren Stunde und eifrigen Tretens hatte ich dann 56 km in den Beinen, sah aus wie ein großes Schwein 🐷 und war sichtlich unterkühlt. Eine heiße Dusche und schon rauschte auch Frank aus Schwerin hier an. Gemeinsames Essen, Plan für Morgen angeschaut…

    Gute Nacht 😴💤🌙 der Wecker bimmelt um 5.00 Uhr. ⏰
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  • Der Weg zur goldenen Gurke 🥒

    April 20, 2025 in Germany ⋅ ⛅ 7 °C

    Am Samstagabend reiste Frank aus der Schweriner Ecke noch auf dem Campingplätzli an. Schnell besprachen wir uns um, verschwanden beizeiten in unsere Busslis da wir relativ früh aufstehen mussten.

    Frank sorgte für kraftgebende Getränke in mädchmäßig Pinken Flaschen und war bewaffnet mit mindestens drei Kilo Baumwurst 🍌🍌🍌🍌

    Nach einem schnellen Kaffee, der wohl nach oton Instant schmeckte und schon waren wir auf dem Weg zu unserem Startpunkt. Pünktlich um sieben setzten wir ein. Bewaffnet mit einer Karte, aber ohne Kompass und Orientierungssinn 🧭 🤣. Der Tag erwachte mit Nebelschwaden auf den unzähligen Kanälen lebst einem wahnsinnig tollen Sound der hier lebenden Vögel. Der Spreewald ist ein wahres Naturparadies, und wir genießen es, die ersten Stunden hier völlig alleine zu sein. Das änderte sich aber dann im Laufe des Tages.

    Das Kartenmaterial ist mehr wie schlecht. Und sorgt natürlich im Laufe des Tages für den ein oder anderen Extra Kilometer und unzähligen Pausen um zu studieren, wo denn der nächste Fließ langgeht.

    Wir nehmen es mit Humor und Paddeln vor und zurück. Auf der Hälfte kommen wir am ersten richtigen Touri Hotspot vorbei. Während ich das Spektakel Filme macht es bumms und Knall und schon liege ich in der braunen definitiv nicht zum Baden einladenden Brühe. Zeugen gab es auch reichlich, denn das Lokal war voll. Hier wechsle ich noch schnell das Outfit und strahle nun im neuen Glanz. Camouflage trifft Pinke Hose 🤣🤣.

    Das Kartenmaterial raubt uns tatsächlich ganz schön viel Zeit. Zitat von Frank: also, jetzt müssen wir mal Gas geben“

    Man kann den Spreewaldmarathon was ja theoretisch und praktisch auch nicht sonderlich sportlich ist auch an zwei Tagen paddeln. Wir machen das aber an einem💪🍌🥒

    Unterwegs retten wir vielleicht auch noch ein kleines Kälbchen, was heute geboren ist. Es sieht nichts, denn es hat noch die Fruchtblase über dem Kopf. Die Mutter wendet sich ab und läuft einfach davon. Hier greifen wir ein befreien das Kälbchen. Ob das so förderlich ist, dass es als erstes mich sieht und nicht seine Mutter weiß ich nicht. Vielleicht hilft es ja. Und Paddeln weiter.

    Langsam wird es dämmerig und irgendwann auch richtig dunkel. Nach fast 14 Stunden und 49 km betreten wir wieder Land.

    Mit etwas müden Knochengeräten, Rücken und Knien 🧎, stellen wir fest, dass der Parkplatz abgeschlossen ist.

    Es brauchte immer einen, der kreativ ist und den anderen, der das dann umsetzt🤣. Das riesige Gelände säumt ein Lattenzaun ein, also demontieren wir ( claudis Idee und Franks körperlicher Einsatz) die dementsprechenden Hölzer ab und wieder an und haben freie Fahrt. Während Claudi im warmen Bussli sitzt, da mittlerweile noch ein weiteres Mal baden gegangen, schraubt Frank mit leicht lädierten Pfoten….

    Nach so viel körperlichen Einsatz von uns beiden, ist es nun bald Mitternacht, als wir wieder auf dem Campingplatz eintreffen. Das Abendessen fällt aus. Wir fallen in unsere Busslis und träumen von den Kanälen, Landkarten, Badeaktion und einfach einem richtig tollen Tag.

    Morgen? Klären wir das Desaster mit dem Parkplatz und holen uns unsere wohlverdiente goldene Gurke. Eigentlich müssten wir die Platingurke bekommen für so viel Einsatz, Kreativität und handwerkliches Geschick.
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  • @home

    April 21, 2025 in Germany ⋅ ☁️ 11 °C

    Nachdem das Abendessen gestern ausfiel, ließen wir es heute Morgen mal so richtig krachen.

    Zum Frühstück gab es ordentliche Bratkartoffeln, Schinken, Eier und was das Herz sonst noch so begehrte.

    Während Claudi mal alles abbaute, schwamm Frank im Badehösli erst mal eine Runde durch den hübschen See des Campingplatzes. Die Schulden beglichen wir dann auch am Parkplatz. Wir schilderten unsere missliche Lage von gestern, und berichteten, dass diese Latten im Zaun für die nächsten 15 Jahre auf jeden Fall auch noch mal halten.

    Dann nahmen wir ganz feierlich bei einem Kaffee, unsere Urkunden in Empfang und die goldene Gurke.

    Nach einer herzlichen Verabschiedung Beschluss frank den Tag in der Therme ausklingen zu lassen und etwas für die Körpermitte in Form von ordentlich Kalorienzufuhr zu tun.

    So ein entspannten Tag hätte sich Claudi auch gewünscht, aber es war tatsächlich noch 780 km und zwei Mitreisende über dem Mitfahrzentrale. Interessante Menschen trifft man auch dort. Und die Fahrt vergeht irgendwie auch wie im Flug. Zuerst stieg Hussein aus Libyern ein. Ein sehr gebildeter Mensch, der in seinem Heimatland tatsächlich verfolgt wurde und für mich ein absolut tolles Beispiel für gute Integration ist. Aber mit einem Studium und Master in Politikwissenschaften, findet man hier auch in Deutschland keinen Job. Nun arbeitete er in einer geschützten Werkstatt und bringt behinderten Menschen bei, wie man den Tagesablauf gestaltet.

    Der nächste Stopp war dann kurz vor Nürnberg. Hier stieg Joshua ein. 16 Semester Bachelorstudium sozialpädagogik und noch immer kein Abschluss in Sicht 😳 Bekleidet mit einem T-Shirt, und einem langen Rock. Auch irgendwie ein netter Kerl, aber das Leben ist bis jetzt an ihm vorbeigegangen und wenn man sich überlegt, dass solche Leute mal die Rente für ein verdienen sollen, fällt einem nicht sonderlich viel dazu ein. Die eine oder andere Belehrung konnte ich mir heute leider nicht ersparen. Dennoch haben die beiden mich mit netten Gesprächen zumindest mal so munter gehalten, dass ich unbeschadet zu Hause angekommen bin.

    Der Spreewald ist immer eine Reise wert, und es sind immer die Begegnungen mit den Menschen, die das Leben immer irgendwie so lebenswert machen.
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    Trip end
    April 21, 2025