• Der Weg ist das Ziel.

    December 17, 2025 in France ⋅ ☁️ 11 °C

    Wenn sich Pläne ändern. Aus Plan A wurde irgendwann Plan B. Irgendwie war das ja doch recht stressig dieses Jahr…Da passt doch etwas Besinnlichkeit und Bewegung gut dazu, dass Jahr in kleinen feinen ySchritten zu beenden.

    Meine Reise startete für die erste zwischen Übernachtung bei Rudi und seinem Sohn Noah in der Nähe von Chamonix. Uns verbinden die schwierigsten und schönsten Etappen des GR20 auf Korsika. Da saß ich irgendwann fast schon heulend im Schatten, als die beiden aufkreuzten und mich in den Schlepptau nahm. Uns verband alle eine unvergessliche und ganz wertvolle Zeit.
    Nach 5 Stunden Fahrt, empfingen mich nicht nur die beiden sondern auch noch ausgesprochen herrliche nach Kräutern duftende Gerüche aus der Küche. Hier köchelte schon das Dinner für heute Abend. Ein kurzweiliger Abend, zwei Flaschen Wein, und schon fiel ich in mein gemachtes Nest. Selten habe ich es erlebt, dass der Gastgeber sein Schlafgemach für mich bereithält. Also für mich alleine!😀 Am nächsten Morgen wanderte noch ein riesengroßer Käse in meine Tasche, den möge ich doch dann auf dem Camino teilen, ebenso allerfeinste französische GänseLeberpastete und ein halbes Baguette 🥖- damit ich unterwegs auch was zu futtern hab. Ich liebe die französische Gastfreundschaft und die Franzosen. 😍

    Nächster Halt, 900 km weiter. Ein kleiner, verschlafener Ort mitten am Atlantik . Unterwegs stellte ich fest, dass mehrere Autobahnen komplett gesperrt waren und die Polizei ziemlich präsent. Ich dachte schon, irgendeiner hat hier Bomben gelegt, dem war aber nicht so. Es waren die Bauern, die gestreikt haben. Von den Franzosen kann man noch was lernen. Wenn die was machen machen, die es einfach richtig. Nicht so wie in Deutschland, wo die Leute permanent am schimpfen sind, aber sich nicht auf die Straße trauen. Mir tat es heute richtig weh. Nach 12 Stunden war ich dann auch echt durch. Suchte eine Tapasbar auf und verschwand in mein schönes Bett.

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    Unterwegs stoppte ich noch kurz in einer Bar. Der ältere Herr sprach weder Englisch noch ich Spanisch. Aber mit Händen und Füßen zauberte er ein paar Kleinigkeiten auf den Tisch, stellte noch eine Flasche Wasser dazu. Das alles für eine symbolischen Euro.
    Zügig ging’s voran und bereits am Nachmittag erreichte ich bei Tageslicht meinen Start und Ziel. Schnell noch eine Bude klargemacht. Eigentlich hoffte ich auf ein Zimmer. Booking versprach, dass das Etablissement normalerweise ausgebucht wäre warum erschließt ich mir persönlich nicht. Eine Omi, die ich wohl geweckt hatte, kroch vom Sofa und kam ziemlich verschlafen und etwas schlecht gelaunt die Treppe herunter. Und die Heizung dreht nur sie auf und zauberte einen Generalschlüssel aus ihrer etwas schmuddeligen Schürzentasche. Alles etwas kuschelig, aber sehr zentral.

    Dann ging’s auf ein Walk durch die City. Auch die sehr imposante Kathedrale konnte ich schon bestaunen. Ein Dudelsackspieler zauberte erstaunliche Töne. Da hatte ich schon fast etwas Pippi in den Augen. Hier komme ich in zehn Tagen wieder an und ich glaube dann toppt das noch mal meine Eindrücke, die ich schon von heute hatte. Zu Fuß…. Das ist schon etwas anderes als der Ritt durch das streikbehaftete Franzosen Land.🤣

    Die nächste Tapas Bar war meine. Zwei Wein, ein paar Garnelen zart geschmort in einem guten Öl mit viel Knoblauch dazu Patata mit Knoblauch.

    Dann lass ich es auch gut sein für heute und verschwinde bald in mein gutgemeintes charmantes Etablissement.🤣🥱😜
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