„A apple a day keeps the dentist away“
September 16, 2023 in Namibia ⋅ ☀️ 32 °C
Heute war Brückentag. Brückentag heisst eine zweite Nacht im gleichen Camp. Das ist an diesem paradiesischen Ort durchaus keine schlechte Wahl 👍.
Heute morgen erst mal Frühstück mit Malarone (wir sind seit zwei Tagen im Malariagebiet). Danach den Kühlschrank ausräumen und trockenlegen. Es ist ein altbekanntes Übel, dass Dosen, Tüten und Flaschen diese Schotterpisten nur bedingt überleben und ab und an deren Inhalt in den Kühlschrank ergießen. Die dann am Boden schwappende Brühe ist nur bedingt appetitlich 😌.
Danach aufgesattelt und nach Sesfontein zum Shoppen und für Kultur/Geschichte. Auf dem Weg dahin standen wieder zahlreiche Kinder am Straßenrand und verkauften Handgemachtes oder bettelten (ist einfacher). Das rührt natürlich jeden fühlenden Menschen am Herzilein (und dazu zählen wir uns) und wir überlegten was wir geben könnten.
Zuerst aber in Sesfontein eine ehemalige Garnison/Fort der ehemaligen kaiserlich-deutschen Truppen besichtigen. Das war schon skurril. Sesfontein ein klassisches Wüstendorf. Staub, Blechhütten und ein paar kleine Geschäfte. Aaaaaber Sesfontein hat eine deutsche Vergangenheit und so hebt sich aus der staubigen, dreckigen, trockenen Wüste ein kleines Juwel, welches früher Garnison und heute Lodge ist. Und mitten in dieser Wüstenei eine Speisekarte, deren Angebot sich mit städtischen Etablissements sehr wohl vergleichen kann.
Ich wählte „Deutscher Reibekuchen mit Räucherlachs“. Eigentlich schmeckt mir Reibekuchen nicht so sehr, aber ich wollte testen, ob die tatsächlich hier an diesem entlegenen Ort so etwas servieren. Und was soll ich sagen: Es wurden mir drei Reibekuchen mit drei Streifen Räucherlachs serviert. This isch Afrika 😄!
Nach der Garnison dann shoppen. Ich wollte für die Kinder am Straßenrand Lollies kaufen. Aber die Damen unserer Gruppe insistierten, dass die Kinder eh schon schlechte Zähne hätten und das nun wirklich keine gute Tat sei 😳😁. Und da ich nun mal ein wohlerzogner Anfangsechziger bin, lenkte ich ein 😌. Als Kompromiss kauften wir eine großen Korb Äpfel, weil: „A apple a day keeps the dentist away.“ Mit diesem Kauf waren die Damen zufrieden und so ging’s in Richtung Camp. Die Kinder standen wie gehabt am Straßenrand. Einige hatten wirklich nette Sachen zu verkaufen (z.B. kleine Pfeil-und-Bogen). Andere verkauften Kettchen und Körbchen. Das „Hallo“ für die Äpfel war überwältigend. Kaum war klar, dass wir was verteilten kamen Kinder aus allen Richtungen. Das hinterließ bei uns ein wirklich gutes Gefühl für Seele und Karma 😁.
Im Camp angekommen, ein Bier, einen Sprung in den Pool und nun… …Spaghetti Carbonara 🍝. Buon Appetito!Read more
















