Tag11: Grande Assiette De La Mer!?
September 14 in France
☁️ 26 °C
Der Ritt auf den Zylindern dauerte gestern rund 10 Stunden. 10 Stunden von Pamplona über San Sebastian, Acarchon, Bordeaux bis zum Ibis Budget in La Rochelle.
All diese Städtenamen sind ja irgendwie bekannt. Doch konnte ich diese Städte kennenlernen? Nein! Tatsächlich sind wir froh, wenn wir nicht in die Städte reinfahren müssen. Dabei geht es nicht um die kulturelle Seite, sondern um den Stress, den viel Verkehr und unbekannte Straßen mit sich bringen. Glücklicherweise erlaubt das Rallye Reglement, dass wir Ballungszentren via Autobahn umfahren dürfen. Normalerweise sind Autobahnen ja tabu, aber die Organisatoren haben ein Nachsehen mit uns, denn die Zeit per normaler Straße eine Stadt zu queren frisst Stunde um Stunde.
Die Aufgaben, die wir zu erfüllen haben, finden meist auf dem Lande und an an schönen Punkten statt.
Beispielsweise der gestrige, 11. Rallye Tag.
Los ging‘s in Pamplona. Eitel Sonnenschein und angenehme Temperaturen begleiteten uns in Richtung Biskaya, genauer der Stadt San Sebastian. Unsere Roadmission Nummer 1 war das Finden und Fotografieren des Torre Santa Barbara, welcher hoch über Stadt und mit Sicht auf das Meer sein sollte. Leider sind -unsere- Straßenkarten (Papierkarten) in einem so großen Maßstab, dass es unmöglich ist Details wie z.B. den Torre de Barbara zu finden bzw. einen Weg durch und entlang der Stadt zu navigieren. Was bleibt einem da übrig als das gute „alte“ Google Maps. Was würde die Welt machen ohne Google Maps? Ja, sie würde sich weiter drehen, ganz klar; doch wenn es wirklich nützliche Erfindungen und Helfer gibt, dann zählt Google Maps dazu.
So war es denn Google Maps, die uns den Torre Santa Barbara und den Weg durch San Sebastian wiesen. Ein schmale Straße windet sich aus der Stadt hinaus auf einen Höhenzug, der eine fantastische Aussicht auf Stadt, Strand und Meer bietet. Sehr schöne und am frühen Morgen noch so frisch und klar.
Roadmission Nummer 1 konnte also digitalisiert werden.
Im Roadbook war unter Task of the Day (Tagesaufgabe) vermerkt, dass Tauziehen hier im Baskenland sehr populär sei und wir, als Tagesaufgabe, so ein Tauziehen organisieren sollten. 6 Leute aus unserer Rallye Gemeinde und und 6 Einheimische. Als ich die Aufgabe las, dachte ich „Nie im Leben schaffen wir das.“ Als wir jedoch oben am Torre Santa Barbara waren, stellte sich diese Aufgabe jedoch als einfach zu lösen dar. Rallye Teams waren da. Auf der Parkfläche am Torre standen einige Wohnmobile aus Spanien und Frankreich. Kurzerhand wurden aus diesem erlauchten Kreis der Wohnmobilisten sechs Freiwillige rekrutiert und schwupp-die-wupp hatten wir den Tauziehwettbewerb und unsere Tagesaufgabe erledigt. Und das morgens gegen 9.30 Uhr. So konnte der Tag weitergehen.
Im Anschluß an San Sebastian ging der Ritt eine lange Fahrt nach Norden mit dem Ziel der Bucht von Acarchon. Dort erwartete uns die Roadmisson Nummer 2, die Dune de Pilat. Dune de Pilat ist die größte (höchste) Sanddüne Europas. Alles „größte“ und „höchste“ und „schönste“ in Europa, zieht erwartungsgemäß Massen an Menschen an. Dies ist bei der Dune de Pilat zweifellos der Fall. Unser Glück war, dass gestern Montag war und somit alle Wochenendtouristen weg waren.
Die Düne selbst ist schon sehr beeindruckend. Die Feinheit und Farbe des Sandes. Das Schnaufen und Stöhnen der Menschen, die sich durch den weichen Sand kämpfen. Der fantastische Ausblick den man oben auf der Düne hat und -ganz besonders- die Farben. Die Farbe des Sandes, des Meeres, des Himmels. D‘Knaller!
Auf dem Weg zur Düne fuhren wir durch ein Gebiet, das durch die im Sommer 2026 herrschenden Waldbrände stark betroffen war. Wir fuhren durch Ortschaften, mit ausgebrannten Häusern und Bäume/Wälder, die nur noch Gerippe waren. Schon beängstigend wenn man das sieht.
Die Düne selbst ist wirklich ein Highlight. Sollte (muss) man gesehen haben, wenn man in der Region von Bordeaux ist. Bordeaux hätte ich auch gern mal gesehen, aber die Vorstellung sich durch den Stadtverkehr zu quälen, nur um einen Kaffee zu trinken und zwei drei Fotos zu machen, die Vorstellung war nicht so anziehend. Da das Roadbook ausdrücklich Autobahnbenutzung im Großraum Bordeaux zulässt, ging‘s von der Düne in direktem Weg auf den Autobahnring und den weiteren Ritt nach Norden. Das Endziel lautete La Rochelle. Kurz vor 18 Uhr kamen wir in unserem Hotel (Ibis Budget) an. Die Temperatur lag noch bei 31 Grad, der Himmel noch blau, der Hunger o.k. aber nicht drängend. So verlegten wir unsere Art der Fortbewegung vom Auto auf unsere Beine. Vom Hotel ging‘s durch das Viertel der hiesigen Universität in Richtung Hafen bzw. Marina. Ein ungeschriebenes Gesetz der Welt lautet: Wo Hafen, da Kneipen. Wo Yachthafen, da Restaurants. Der Yachthafen von La Rochelle bestätige mit dem Octopus dieses ungeschriebene Gesetz.
Bei genialem Sonnenuntergang genoß das Team 89 Paradise Valley den Abschluss des elften Rallyetages.
Jetzt ist kurz vor sieben Uhr, Dienstagmorgen. Die Körperpflege ist bereits vollbracht. Das Tippen des Footprints nähert sich dem Ende und das Frühstück wartet um 7.30 darauf verfrühstückt zu werden.
Was uns heute erwartet? Spannende Sachen! So sollen wir z.B. das Grab des Zauberers Merlin finden. Der Magier aus der Arthussage (Arthus und die Tafelritter) soll irgendwo im Raum St.Malo seine letzte Ruhestätte haben.
Spannend!
Wünsche einen fantastischen Tag!
Fußnote: Seit gestern ist Team 89 ohne Team 21 unterwegs. Nina hatte am Get-together in Pamplona andere Teams kennengelernt, deren Altersdruchschnitt eher dem ihrigen entsprach. Einer der Herren bot sich an mit Nina zu fahren, damit sie mal das richtige Rallyefeeling genießen kann. Am Donnerstag werden wir Nina wieder treffen. Da sind wir dann auf ihre „Feeling“-Geschichten gespannt. 😁Read more






























Traveler
Ich war da , Photo ist in deinem Chat! Weiterhin gute Fahrt.
Traveler
😅
Traveler
Ein toles Erlebnis 👍