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EUROPEAN 5000

A 14-day adventure by Ding-Dong-Da & Claus Read more
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    🇫🇷 Onesse-Laharie, Frankreich

    Tag10: …zu den wilden Stieren.

    Yesterday in Spain ⋅ ☀️ 27 °C

    Luze el Torro! Frei übersetzt „Der Stier im Rampenlicht“. Und wo ist man in Spanien, wenn der Stier im Rampenlicht steht? Ganz klar, in Pamplona! Dort wo die Stiere in einem riesigen Spektakel durch die Straßen der Stadt getrieben werden und Männer die Stiere anstacheln und vor ihnen rennen (oder flüchten je nach Blickpunkt). Jedenfalls ist es doch immer wieder erstaunlich was männliches Testosteron, ebenjene Besitzer dieses Hormons, veranlasst zu tun.
    Bei uns sind es nicht die Stiere, sondern die Pferdestärken, die unser Sein seit Tagen bestimmen.
    Gestern noch am Mittelmeer führte der heutige Ritt auf den Zylindern quer durch das zentrale Spanien über Saragossa nach Pamplona. Wie immer wurden Autobahnen links liegen gelassen und über Landstraßen Land und Leute „erfahren“. Es gab zwei Road Missions, ein Task of the Day und eine Secret Mission. Die Road Mission -unsere Spezialität- waren (sind) in der Regel einfach. Auf der Karte finden, hinfahren, Beweisfoto machen und weg. Der heutige Task of the Day bestand im Finden des Party-Hotels. Auch das war eine leicht zu erledigende Aufgabe.
    Die Secret Mission hatte es in sich. Die Rallye Leitung schickt um eine exakte festgesetzte Uhrzeit eine Nachricht, die beschreibt, wie ein Rätsel gelöst werden soll. Klingt nach einfacher Schnitzeljagd, doch schon beim Überfliegen der Erläuterung zum heutigen Rätsel, gab es bei uns ein Kopfschütteln mit vielen Fragezeichen und ein übereinstimmendes „Nee, das machen wir mal heute nicht.“
    Gerne würde ich die Anleitung bzw. das eigentliche Rätsel hier in den Footprint rein kopieren, doch das sprengt den Rahmen.
    Wir jedenfalls waren fokussiert auf die Road Mission
    Morgens um 7 Uhr war Abfahrt. Nina und ich waren schon um 6.30 bereit für‘s „let‘s go“, doch Claus, dessen Biorhythmus eher spätere Stunden bevorzugt, war noch in der mentalen und körperlichen Vorbereitung. Nina und ich lungerten auf der Straße bei den Autos. Es war halbdunkel. Aus einem Gebäude keine 30 Meter von uns entfernt schien jedoch Licht und vereinzelt gingen Menschen dort ein und aus. Uns schwante schon „Kaffee im Cafe?“ und Tatsache, morgens um 6.30 hatte hier schon eine Kneipe offen. Es gab leckeren Kaffee und leckere Croissants. Ninas‘ und mein Morgen war gerettet. Was für Menschen besuchen am Sonntagmorgen 6.30 eine Kneipe? Partygänger? Gestrandete? In unserem Fall kennen wir die Antwort: Rallye Teilnehmer. Im Fall der Spanier können wir nur Vermutungen anstellen. Nina war -neben der Dame hinter der Theke- das einzige weibliche Wesen im Raum. Die anwesenden Männer waren keine Überbleibsel von wilden Partynächten oder einer Behausung suchenden Obdachlosen. Die einen saßen in Tarnkleidung an einem Tisch. Mein Tipp: Jäger, vor oder nach der Jagd. An der Bar einzelne Männer fortgeschrittenen Alters, deren senile Bettflucht und das alternativlos leere Kuschelbett, sie an an die Theke zum warmen Kaffee trieb. An Tischen saßen Gruppen von älteren Herren, sich sich angeregt über das unterhielten, was ältere Herren so anregt: Gespräche über Sex, Drugs und Prostata. Na ja, vielleicht ging‘s auch um den Staubsauger oder Wischmob, den sie ihrer über alles geliebten Frau zu Weihnachten schenken wollten. Denn schließlich hatte das ja keine Zukunft, wenn die Dame des Hauses den Herren des Hauses aus jenem Vertrieb, um morgens um 6 Uhr im Schweiße und auf Knien das Haus zu putzen. Ja, ja, die Männer haben‘s da nicht leicht… …und die Auswahl an Putzmitteln groß… …da ist Austausch und Rat suchen in der Bar morgens um 6.30 Uhr genau das Richtige.
    Klingt das gehässig? Nee oder?
    Wahrscheinlich sind‘s halt einfache Männer, wie ich und ich, die morgens alleine in der Wohnung rumlungern oder den Schönheitsschlaf der Dame nicht unterbrechen wollen. Die Alternative: Die Bar an der Ecke.
    Nina und ich gestärkt, Claus wach, so ging‘s um kurz nach 7 Uhr in Richtung Norden. Norden und immer weiter.
    Mit dem Großraum Peñinsola hatten wir den südlichsten Punkt erreicht. Ab jetzt geht‘s mit großen Schritten (langen Fahrten) in die Grobrichtung Normandie/Bretagne.
    Zwischenstopp, „Wunden lecken“ und Geschichten ausstauschen war/ist hier im Luze el Torro. Ein tolles Hotel etwas ausserhalb von Pamplona. Wir sehen unterwegs ja immer wieder andere Teams und es gibt auch den ein- oder anderen Austausch, aber alle „Überlebenden“ auf einem Haufen, das gab‘s/gibt‘s nur noch hier und am Ziel.
    Bis zum Ziel sind es noch ein paar Tage und einige Kilometer.
    So gilt auch heute „Pferde satteln, Finger knacken lassen, Gas geben“.

    Wünsche einen guten Start in die Woche!
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  • Tag8: From Paradise to Ballermann

    September 11 in Spain ⋅ ☀️ 29 °C

    6.00 Uhr morgens auf Balkonien in T-Shirt und kurzen Hosen! Na, wo sitzt ich?
    Jedenfalls nicht in Deutschland und nicht in den Bergen… …sondern Ta-Ta-Ta-Taaaaa 🎺: an den lauschigen Gestaden des Mittelmeeres, genauer gesagt auf dem Balkon einer Ferienanlage in Tarragona. Das war/ist unsere Behausung für heute Nacht gewesen.
    Wenn der Rallye Tag sich dem Ende neigt schauen wir immer bei Booking.com wo in der Nähe es eine bezahlbare Unterkunft gibt. Die heutige Ferienwohnung kostet 140 € zu zweit und hat vieles, neben eigenem Pool auch noch die Nähe zum Meer. Beides können wir leider, leider nicht oder nur bedingt nutzen, da wir gestern spät ankamen und heute schon wieder früh los müssen. Aber die Betten sind gut, die Temperaturen perfekt und das Leben ein Ponyhof.
    Wie sich gestern Abend jedoch herausstellte war/ist Tarragona die falsche Wahl bzw. die Wahl, die über‘s Ziel hinaus schießt. Wir sind zu weit in Richtung Süden (genauer: SüdWest) gefahren. Wir hätten näher an Barcelona bleiben sollen, denn dort startet der heutige Rallye Tag. Konkret bedeutet dies, dass wir ca. 1 Std. wieder in Richtung Barcelona fahren müssen, um unsere erste Roadmission zu erledigen.

    Ganz anders sah es gestern morgen aus. Von Andorra aus startend, lag die erste Roadmission quasi bergab auf dem Weg nach Barcelona.
    Andorra! Ich war noch nie zuvor in Andorra. Was hab ich erwartet? Na ja, vielleicht eine Art idyllisches schweizer Bergdorf. Etwas verschlafen mit schnuckeligen Häusern im alpenländischen Stil.
    Was hab ich bekommen? Ein mit Häusern, Tankstellen, Straßen, Autos und Menschen vollgepfropftes Tal. Also Andorra selbst hat nichts wirklich schönes zu bieten… …oder aber, es ist uns entgangen.
    Das Beste an Andorra war Kilian. Der „gelbe Engel“ vom Bodensee, der via OBD Diagnosegerät und Fachwissen, diesen blöden EPC Fehler vom Steuergerät des Dicken löschen konnte. Gestern schnurrte der Dicke wieder wie eine 1. Perfekt.
    Von Andorra in Richtung Barcelona ging es über enge Seitenstraßen und kleine Täler durch eine wunderschöne und abwechslungsreiche Landschaft. Alles super grün. Dazu ein gnadenlos blauer Himmel, den uns der liebe Gott (er/sie/es/divers) an diesem Rallye Tag schenkte.

    Unsere gesamte Tour wird von einem professionellen Kamerateam begleitet. Das Team fliegt mit Drohnen, hat Kameras hinten und vorne am Auto und ein Display in der Heckscheibe. Ziemlich unkonventionell (schnell und „aggressiv“) fahrt die Crew zwischen unseren Wagen hin-und-her. Will es was von einem bestimmten Rallye Team, dann läuft über das Display die Nachricht „drive closer“ oder „show emotion“. Dieses „closer“ hat schon bei einigen Teams zu Nervenkitzel geführt, da die Crew unsere Autos mit dem „drive closer“ immer näher und näher an das Film-Auto ranholte. In einigen Fällen fast bis auf Stoßstange an Stoßstange. Da schwitze der Rallye Pilot denn doch, da er keinerlei Sicht auf die Straße und den weiteren Verkehr hatte, sondern nur auf die breite Rückfront des Kamera-Autos starrte. S‘ist aber nichts passiert und alle freuen sich sicherlich, wenn am Ende ein spannender Rallye Film heraus kommt.
    Die erste Roadmission war ein Staudamm. Der und der dazugehörige Stausee war sehr schön, aber nicht weiter erwähnenswert. Danach ging es zu einem der Highlights Kataloniens: Monistrol de Montserrat. Ein Kloster mitten in den Fels geklascht. Nichts so klein wie die Ermitage in der Galamus Schlucht. Nee, im Vergleich schon eher hin geklotzt. Das fantastische ist neben der eigentlichen Existenz des Klosters die umgebenen Felsformationen. Mitten aus der Landschaft, losgelöst von allen anderen Bergen, steigt eine Höhenzug auf, der irgendwie wie ein Kamm aus aussieht. Langgezogen, schmal und mit vielen Zähnen. Ein echter Boah-eh-Hingucker.
    Wie bei solchen Boa-eh-Hinguckern üblich, ist man dort nie alleine. Am gestrigen katalanischen Nationalfeiertag wollten ausser uns noch viele, viele Menschen (Katalanen) und Autos dieses Kloster besuchen. Das war mühsam da Stau. Da es nichts negatives gibt, in dem auch positives liegt, war der positive Effekt, dass ich einen Fußmarsch von rund 5 km (hin-und-zurück) hinlegen durfte, um das obligatorische Roadmisson Foto zu machen. Claus wartete im/am Auto und organisierte den Verkehr und die Stausituation.
    Nach dem Monistrol de Montserrat ging es endgültig gen Barcelona. Ziel der heutigen Detour Mission war ein Berg am Rande von Barcelona, auf dem eine Kirche stand (Kirche des heiligen Herzens Jesu) vor der wir ein Foto machen sollten und der uns gleichzeitg eine fantastische Sicht auf Barcelona bieten sollte. Das war auch so! Was nicht klar war war, dass sich auf dem Berg, neben der Kirche ein Vergnügungspark befand. Tibidabo! Sünde und Buse an einem Ort! Die Sünde (na ja nicht ganz so eine Sünde im sündigen Verständnis der kath. Sünde) in Form von Riesenrad, Achterbahn und anderen Lustbarkeiten. Die Buse bestand im erklimmen der Stufen zur Kirche und der Ehrfurcht vor der sakralen Kunst und der Aussicht auf die Stadt Barcelona. Wer jemals Barcelona besucht, sollte diesen Aussichtsplatz besuchen.
    Nach Buse und Sünde war unser offizieller Rallye Tag geschafft.
    Tja und wie oben bereits beschreiben fuhren wir nach Tarragona. Wir dachten, dass der heutige Rallye Tag hier beginnt. Dem ist nun leider nicht so. Egal, da müssen wir nun halt durch.
    Wir jedenfalls in Tarragona angekommen und erstmal positiv überrascht von unserem Appartemento. In einer Ferienanlage gelegen, nur 15 Minuten Gehzeit vom Strand entfernt. Wir waren zwar müde, aber ein Spaziergang an den Strand mit eventueller Nahrungsaufnahme, das wollten wir uns noch antun.
    Das taten wir uns auch an und landeten in einer total anderen Welt. Ballermann in Tarragona. Die Buntheit, die Vielfalt, die Farbigkeit, die gaaaaanze Bandbreite körperlicher Schönheit und deren Zurschaustellung, das war deutlich anders als unsere bisherigen visuellen Reize während der Rallye.
    An diesem Rallyetag war alles drin. Berge, Kirche, Ballermann. Das Leben wird gelebt. Es findet statt, ob man es will oder nicht.

    Wollen würde ich jetzt gerne einen Kaffee. Dieser Wunsch wird mir allerdings noch ein bisschen verwehrt bleiben.
    Doch die Wunscherfüllung kommt! Genauso sicher wie der heutige Abend und mein nächster Reisebericht.

    Wünsche ein allseits schönes Wochenende.
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  • Tag7: Notlauf den Berg rauf

    September 10 in Andorra ⋅ ☁️ 11 °C

    Andorra! Endlich volltanken zu „humanen“ Preisen (1,63 €/ltr.)

    Yes, Andorra ist der Platz an dem ich meinen heutigen Footprint schreibe. Es ist Freitagmorgen und es wird ein spannender Morgen. Nicht das ein Rallyeleben unspannend wäre, doch heute bin ich schon sehr gespannt auf das, was uns der Tag bietet.
    Das hat weniger mit dem Tagesprogramm zu tu, denn mit dem Dicken, der wohlbehütet in der Tiefgarage steht.
    Gestern Morgen ging es bei strahlendem Sonnenschein los in Narbonne. Die Zielrichtung war über Carcasonne in das Grenzgebiet zu Spanien und am Ende des Tages in Andorra eintreffen.
    Bei der Ansicht des Dicken in der Morgensonne dachte ich „Ist doch ein ansehnliches Auto, unser Dicker“. Beim Herumdrehen des Zündschlüssel und der Anzeige „0 Störungen“ tätschelte ich wohlwollend das Armaturenbrett.
    Los ging die wilde Fahrt. Leider, leider kam nach wenigen Kilometern wieder die Störungsmeldung „EPC! Werkstatt aufsuchen“. Hinzu kamen Fahrgeräusche, die am Vortag noch nicht da waren. Ein Sirren, das je nach Drehzahl höher und schriller wurde.
    Na ja, dachte ich, das übliche. Er wird sich schon wieder einkriegen der Dicke.
    Dem war dieses Mal leider nicht so. Kein Druck auf dem Gas. Kein Kickdown mehr. Die Automatik schaltete sehr träge. Keine Power mehr unter der Motorhaube.
    Der Dicke hat auf Notlauf umgestellt. Notlauf heisst, das Auto läuft zwar, jedoch nur mit verminderter Kraft (limitierte Drehzahl, keine Beschleunigung etc.).
    Ach du dicke Sch…e!
    Da keine schnelle Lösung in Sicht war schleppten wir uns durch wunderbare Landschaften, die zu besuchen (mit mehr Ruhe und Zeit) ich mir vorgenommen habe.
    Erfreulich war, dass wir trotz Notlauf all unsere Road Mission erfüllen konnten. Und im Gebirge von Andorra konnten wir sogar auf 1.800 m unser Photo Mission „Tour der France“ abhaken. „Tausche Dein Rallyefahrzeug gegen ein Rennrad. Du mußt jedoch auf mindestens 1.500 m Höhe sein.“. So steht‘s im Roadbook. Beim Verlassen der spanischen Enklave Llivia, also wieder auf französischem Gebiet, kamen uns an passender Stelle (1.800 m) zwei Radfahrer entgegen. Zwei junge Spanier, welche bereitwillig, und im Austausch der Fotos, bei der Erfüllung unserer Photo Mission behilflich waren.
    Das war die erfolgreiche Seite des Tages. Die weniger schöne und etwas spannungsgeladene Seite war, dass es keinen Sinn macht im Notlauf die restlichen Rallyetage zu verbringen. So suchten wir die Adresse einer Mercedes Werkstatt in Andorra raus. Tatsächlich gibt es in Andorra eine offizielle Werkstatt. Perfekt. Diese schloß jedoch um 17 Uhr. Das baute innerlich -bei mir- Druck auf es bis 17 Uhr zu schaffen. So krochen wir die Berge und den Gebirgspass nach Andorra hoch. Andorra ist ein Steuerparadies. Gleich nach der Grenze, noch ganz oben am Pass, die erste Großtankstellen. Dieselpreis 1,63 €/ltr.. Genial! Mit maximaler Geschwindigkeit krochen wir den Berg hoch und wieder runter, bis wir in die Mercedes Werkstatt einbogen. Es war noch jemand da, doch eine Zusage, dass am morgigen Freitag (also heute) der Dicke als erstes dran kommt und die Störungen beseitigt werden, diese Zusicherung konnte uns die Dame nicht geben. Sie meinte, dass er zwar heute fertig werden würde, aber nicht wann. Schwierig für uns, da die Rallye sich ja nicht nach den Befindlichkeiten des Teams 89 richtet. Aber auf jeden Fall war eine Lösung (Werkstatt) in Sicht. Und ich war/bin mir sicher, dass der Notlauf nicht durch einen echten Schaden ausgelöst wurde, sondern dass -mal wieder- ein Sensor irgendwelche blöden Daten gemessen hat.
    Wir also im Hotel eingecheckt und rauf auf die Dachterrasse für‘s Ankommen-Bierchen. Auf der Dachterrasse trafen wir weitere Teams. Das Schöne an der Rallye ist, dass da ja auch echte (Schrauber) Profis mitfahren. Ich erzählte so meine Geschichte (die Notlauf Geschichte des Dicken), worauf Kilian sich anbot mal nach zu schauen. Kilian kommt aus Lindau und hat selbst ein Autohaus (Ford und Honda). Geile Sache! Er holte seine Sachen (Lesegerät, Dichtungsmittel u.v.m) und wir rückten dem Dicken auf den Pelz. Ich selbst habe ja auch ein Diagnosegerät dabei und kann die Störungen auslesen und löschen. Die EPC Meldung wurde von meinem Gerät jedoch nicht erkannt und ich konnte sie deshalb auch nicht löschen. Kilian schloß sein OBD Gerät an und schon sprudelten die Meldungen. Im Prinzip alles in Ordnung bis auf eine Meldung hinsichtlich des Gaspedales. Gaspedal? Was im Himmel hat das Gaspedal mit dem Notlauf zu tun. Vieles! Das Gaspedal hat zwei Sensoren, die redundant sind. Beide müssen funktionieren, damit die Motorsteuerung weiss, dass alles in Ordnung ist. Beim Dicken war es so, dass der eine gut und der andere so-la-la war. Deshalb die Störungsmeldung und deshalb der Notlauf. Kilian löschte die Störungsmeldung. Ich drehte den Zündschlüssel um, und was soll ich sagen, der Dicke schnurrte wieder mit voller Power. Nachdem das geklärt war, kamen diese Pfeifgeräusche, dieses Sirren, dran. Ich guck ja unter die Motorhaube wie die berühmte „Sau ins Uhrwerk“. Der Profi (Kilian) jedoch, lies seinen Blick schweifen und fand eine Stelle die verdächtig war. Wie der Schlauch genau heisst weiss ich nicht mehr. Er hat jedenfalls nichts mit der Luftansaugung sondern mit der Luftabführung zu tun. Diese Schlauch saß nicht mehr richtig fest. Kilian zog ihn komplett raus, und meinte, dass eine Metallnase, welche für den festen Sitz des Schlauches verantwortlich sei, nicht mehr kantig sondern rund sei. Das könnte die Ursache sein, dass der Schlauch nicht mehr richtig festklemmt und Luft entweichen kann. Kilian schob den Schlauch wieder rein und klemmte alles fest so gut es ging. Ergebnis war/ist, dass der Schlauch deutlich fester und dichter sitzt. Spannend! Wir verließen den Dicken in Richtung Dachterrasse, wo‘s erstmal „Danke-Bierchen“ für die Hilfe gab.
    Und jetzt, hier und heute, am Freitag, den 11. September, 6.39 Uhr, tippe ich diese Zeilen und bin gespannt was der Tag und der Dicke und die Störungsmeldungen uns bescheren.
    Da wir immer positiv bleiben: Auf jeden Fall schönes Wetter ☀️😁.

    Wünsche allen einen fantastischen Tag!
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  • Tag6: Asterix - Ein Huhn im Auto - Rallyegewinn?!

    September 9 in France ⋅ 🌬 18 °C

    Guten Morgen in die Welt der interessierten LeserInnen dieser Zeilen und ein Guten Morgen an mein eigenes Ich, wenn ich diese Zeilen irgendwann mal wieder lesen werden.
    Es ist ein guter Morgen, denn ich hab tief, lang und fest geschlafen. In einem Doppelbett, in einem Budget Hotel in Narbonne. Ja, Narbonne ganz im Süden Frankreichs. Von der Verdun Schlucht über die Provence sind wir nun hier in der Region Okzitanien ganz im Süden Frankreichs gelandet.
    Gestern Morgen hoch über dem Lac de Sainte Croix sah die Welt auch schon gut aus, denn Claus konnte ohne mein Geschnarche und ohne Ohropax beseelt durchschlafen und Nina hatte als Claus’ Untermieterin ebenfalls ein weiches Bettchen und nicht den harten Autositz. Der bisherige Hochsommer bekam gestern eine Pause, denn es regnete und der bedeckte Himmel liess die Temperaturen nur leicht über zwanzig Grad steigen. Ein perfekter Tag.
    Perfekt waren wir auch für die vor uns liegende Etappe vorbereitet. Claus hatte die zu fahrende Strecke auf den Karten markiert und die von uns zu erfüllenden Aufgaben waren klar.
    An dieser Stelle möchte ich auf die Rallye und ihre Struktur eingehen, denn es gab vereinzelt Anfragen wie „Rast ihr den ganzen Tag sinnlos durch die Gegend?“ oder „Ist so eine Rallye heutzutage noch zeitgemäß?“
    Zur letzteren Frage, ob die Rallye noch zeitgemäß ist. Was ist zeitgemäß? Wer definiert „zeitgemäß“? Klaro ist das hier eine reine Spaßveranstaltung. Und ob „Spaß haben“ zeitgemäß ist, diese Frage kann nur dem deutschen Nörglerwesen entspringen. Rund 200 Teams haben jedenfalls Spaß, lernen Europa kennen, bringen Menschen zusammen und lernen auch etwas über sich selbst inklusiv Mensch und Maschinen.
    Und auf die Frage ob wir den ganzen Tage sinnlos durch die Gegend fahren, ist die Antwort: „Im Prinzip Jaein.“ Fahren Ja. Sinnlos Nein.
    Bei der Rallye European 5000 geht es nicht darum wer am schnellsten durch Europa rast, sondern wer am Schlauesten und am Besten alle gestellten Aufgaben erfüllt. Ob wir, d.h. Claus, Nina und ich auf‘s Siegertreppchen kommen? Eher nicht!
    Um all die gestellten Aufgaben zu erledigen (Road Missions, Task of the Day, Secret Mission, Detour Mission, Photo Mission etc.) müssen die Teams früh morgens auf die Piste und wirklich viele Kilometer absolvieren und mega kreativ und erfinderisch sein. Und, das sei schon mal gesagt, es gibt hier Teams, die auf Sieg fahren und ein unglaubliches Fahr- und Kreativitätsprogramm abspulen.
    Nehmen wir gestern. Die Road Missions bestanden aus dem Erklimmen des Mont Ventoux (bekannt aus der Tour de France) und der Felsenfestung von Baux-de-Provence. Beide Aufgaben erfüllten wir bravurös. Die Tagesmission (Task of the Day) bestand aber nicht aus Autofahren und Fotomachen, sondern aus dem erstellen und amtlich stempeln lassen eines Reisedokumentes A 38.
    A 38?! Das Dokument A38 führt uns in die Welt von Asterix und Obelix. Die Beiden müssen im Band „Tour de France“ durch ganz Frankreich reisen. Um dies zu dürfen müssen die Beiden in einer Behörde das Dokument A38 einholen. Quasi die Reisegenehmigung für Frankreich.
    Die Rallye Organisatoren hatten uns heute ins Aufgabenheft geschrieben, genau solch ein (fiktives) Formular A38 zu erstellen, ein Rathaus, eine Präfektur oder ein anderes politisches offizielles Amt auf zu suchen und es dort hochoffiziell abstempeln und genehmigen zu lassen. Lustig, oder?!
    Unsere Teams, Paradise Valley = Claus und ich; EurodashDUO = Nina, hatten dieser Aufgabe erst garnicht in Angriff genommen, da wir angenommen hatten, dass die Fahrstrecke der zu erledigenden Roadmissions schon so lange sein wird, dass für die Tagesaufgabe (Formular A38) keine Zeit mehr sein würde.
    Im Nachhinein eine Fehleinschätzung. Wir waren mit unseren Roadmissions nachmittags um 15 Uhr fertig und standen etwas verloren in Nimes. Es wahr noch viel Tag übrig, aber keine Zeit, um uns dem Formular A38 zu widmen.
    Da waren andere Teams viel kreativer. Im Rallye Chat wurde laufend gepostet wo und wie die einzelnen Teams die Permit A 38 sich ergattern haben. Diese Aufgabe haben wir verbockt. So werden wir jedenfalls nicht auf‘s Treppchen kommen.
    Neben den üblichen Tasks gibt es auch die Secret Mission und die Photo Mission. Die Photo Mission (siehe angehängte Fotos) bestehen aus 8 Einzelaufgaben. Zwei von denen haben wir schon erfüllt. Die eine mit dem Tausch von Rallyefahrzeug mit Rennrad auf Meereshöhe 1.500 m versuchen wir in Andorra zu schaffen. Die Aufgabe mit dem Huhn als Fahrzeuglenker versuchen wir in der laufendenFahrt zu erledigen. Wir sind aber bis dato noch an keinem Hühnerstall bzw. Hof mit Hühnern vorbeigekommen. In den anstehenden Tagen sollte das aber zu schaffen sein.
    Die Sache mit dem Yeti und Reinhold Messner ist quasi nicht unlösbar, da absolut kein Schnee/Eis in den Alpen erreichbar war.
    Zusätzlich den den üblichen Tagesaufgaben gibt es heute eine Secret Mission. Um 12.45 wird die Rallye Leitung über den WhatsApp Kanal eine Rätzel durchgeben. Sie hat vorab definiert in welcher Region wir sein müssen, um dieses Rätzel lösen zu können. Um 13 Uhr fällt dann der Startschuss um das Rätzel zu lösen. Die Lösung wird ein Gegenstand an einem bestimmten Ort sein. Klassische Schnitzeljagd wie an einem Kindergeburtstag.
    Ist das noch zeitgemäß? Kindergeburtstage?! Aber Hallo, na klar!!
    Fahren wir sinnlos durch die Gegend? Wenn wir das Rätzel nicht lösen können dann eindeutig JA.

    Nach diesem JA begibt sich der Schreiber dieser Zeilen in die Nasszelle seines Gemaches, denn sein Körper (und Geist) ruft ein JA auf die Frage „Duschen? Ja, Nein, Vielleicht?“

    Wünsche einen schönen Tag.
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  • Tag5: Der Domino-Verdun-Hirsch-Tag

    September 8 in France ⋅ ☀️ 20 °C

    21 Uhr! Ruhe! Nur in der Entfernung Geschirrklappern und Gesprächsfetzten. Wir sitzen vor Claus‘ Penthouse auf einer Holzterrasse mit den Maßen von ca. 2 x 2 m. Claus zu meiner Linken und Nina zu meiner Rechten. Es herrscht Ruhe auf dem Balkon. Die einzigen, die Krach machen sind meine Finger, die über die Tastatur huschen. Nina und Claus sind in das vertieft was man die moderne Kommunikation unter Menschen des 21.Jahrhunderts nennt: Handy glotzen.
    Das ist kein Vorwurf meinerseits, denn wenn ich nicht tippen würde, würde ich das Handy-Glotzen-Duo zu einem Handy-Glotzen-Trio erweitern.
    Noch ist‘s aber nicht soweit. Erst müssen die Fingerlein bewegt und die heutigen Eindrücke digitalisiert werden.
    Los ging‘s heute morgen um 8.30 vor dem Carrefour Supermarkt mit der Tagesaufgabe die gleichzeitig Sonderaufgabe war. Zur Erläuterung: Wir haben pro Tag zwei Tagesmissionen (Roadmissions), eine Tagesaufgabe (Daily Task) und Sonderaufgaben (Special Tasks), welche sich über den gesamten Rallyezeitraum erstrecken. Für jede erfüllt Aufgabe erhält das Team Punkte. Wer am Ende der Rallye die meisten Punkte hat, gewinnt die European 5000.
    Heute gab es besonders viele Punkte zu gewinnen, denn es war „Domino“Tag.
    Mit der Überreichung des Roadbooks erhielten wir auch verschiedene Utensilien, welche wir nicht näher zuordnen konnten. Eines der Dinge war ein großer hölzerner Dominostein. Heute nun, sollten sich so viele Teams als möglich zur „Continental Chain Reaction“ treffen. Wichtigstes Bestandteil dieser Chain Reaction waren die Dominosteine. Alle Dominosteine mussten aufrecht hintereinander gestellt werden. Der erste wurde angetippt und mit dem berühmten, von Hieronymus dem Staubigen erfunden, Dominoeffekt, fielen alle andere Steine nacheinander um. Tolle Idee! So entsteht positive Gruppendynamik.
    So fanden sich heute morgen 22 Teams am Carrefour ein. Wenige Minuten nach 8.30 Uhr begaben sich 22 Dominosteine von der Vertikalen in die Horizontale. „Klack-klack-klack“ und schon war die Sonderaufgabe Continental Chain Reaction erfüllt.
    So kann der Tag starten!
    Nach der Reaction der Steine war Action der Teams angesagt. Motor an und auf ging die Fahrt in Richtung Colle de Bonnet, dem höchsten durchgehend geteerten Pass in den Alpen. Wie immer kurvig. Wie immer steil. Dieses mal allerdings weniger eng. Da Wochentag (Dienstag) war, auch viel weniger Rad- und Motorradfahrer. Auch Wohnmobilisten legten heute anscheinend eine Pause ein.
    Nach dem Bonnet mit seinen 2.800 m ging‘s wieder in die Niederungen der französichen Alpen mit Richtung zum Grand Canyon von Frankreich. Spektakulär und in der Saison total überlaufen: Gorge de Verdun. Die Verdun Schlucht. Tolle, tolle Landschaft. Atemberaubend.
    Zum Lohn der bisherigen Mühsal, sozusagen als Goody für Claus und Nina, übernachten wir auf einem Campingplatz. Das ist an-und-für-sich nichts besonders, das Besondere ist, dass wir das erste Mal seit drei Nächten getrennt voneinander schlafen. Jeder in seinem eigenen Schlafgemach. Claus in seinem hölzernen Penthaus. Nina ist noch unentschlossen, ob sie unterm Sternenzelt, im Fiat oder als Untermieterin im Penthouse unterkommt. Der Tipper dieser Zeilen wird heute Premiere feiern! Zum aller, aller, aller ersten Mal im neuen Dachzelt mit neuer Matratze. Welch aufregende Nacht!
    Da sich mit leerem Magen schlecht schnarchen lässt, wurde heute nochmals eine Premiere gefeiert. Zum aller, aller, aller ersten Mal wurde auf dem Induktionsfeld im Dicken gekocht. Anlässlich dieses erhabenen Ereignisses, gab‘s was ganz besonderes. Für die Männer: Nudeln mit Hirschgulasch und für Nina (Vegetarierin) Nudeln mit Tomaten-Pilzsauce.
    Ich muss sagen, s‘ hat alles geklappt. Technisch top und kulinarisch mmmhhh.
    So top und mmmmhhh, dass die beteiligen Personen sich dem Handy Glotzen hingeben und alles-in-allem einen zufriedenen Eindruck machen.

    Und ich, ich schließe diese Zeilen mit einem „Gute Nacht“ in die weite, weite Welt.

    Fußnote: Ich hab‘ wenig über den Gemütszustand im Bereich der Störungsmeldungen des Dicken geschrieben. Also ich weis ja nicht, aber Dicke scheint Selbstheilungskräfte zu haben. Am Sonntag noch fünf Störungsmeldungen. Alle mit dem Tenor „Werkstatt aufsuchen“. Heute? Vielleicht eine oder auch mal eine zweite. Und immer, wenn der Motor abgestellt und wieder eingeschaltet wurde: 0!
    Ein Wunder!!!
    Vielleicht sollte ich beim Vatikan um die Heiligsprechung ersuchen bei all der Wundertätigkeit? 🤔
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  • Tag4: Life is a Alpenpass

    September 7 in France ⋅ ☀️ 22 °C

    Morgens 7.25 Uhr in Guillestre in den Savoyer Alpen. Wir logieren im alten Teil des Dorfes. In diesen engen Gassen lebt nicht wirklich jemand fest. Doch haben die Einwohner diese alten Gemäuer mit nett ausgebauten Ferienwohnungen ausgestattet….

    …mehr Text gibt‘s heute nicht, denn ich hab die volle Kaffekanne umgeschmissen und muss erst mal Schadensbegrenzung machen… …wie heißt‘s doch so schön in dem Lied „Der Kaffee ist fertig…“ Bei mir schwimmt er gerade auf‘m Herd 😩😵‍💫

    Bis später!
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  • Tag3: Pass, Pässe,Pässer 😩

    September 6 in Italy ⋅ ☀️ 20 °C

    Pass-Pässe-Pässer??
    Klaro, das dem Germanisten rollt‘s die Zahnägel ob der Steigerung „Pässer“. Aber wie soll man sonst Tage ausdrücken, an denen man von einem Alpenpass zum nächsten jagt. Mehr Pässe geht nicht. Und das alles bei fantastischem Wetter. Der Rallye- und der Wettergott meinen es -bis jetzt- gut mit uns.
    Gestern im Bormio gestartet. Da stand schon mal die Skepsis, ob der Lift wohl unseren Dicken von den Tiefen der Garage ans Licht heben könne.
    Antwort: Kann er! Tolle Sache!
    Von Bormio ging es nicht wie erwartet das Stilfser Joch hoch, sondern wir schlugen den weg in Richtung Schweiz über den Bernina Passe ein.
    Heute ging es im Ping-Pong zwischen Italien und der Schweiz hin-und-her.
    Tolle Pässe, Tolles Wetter.
    Sorgen? Yes! Zum Einen die Wohnmobile, die es sich und allen anderen Passfahrern nicht leicht machten sich gegenseitig zu lieben, und zum Anderen der Dicke.
    Unser allseits geliebter Dicke (die G-Klasse) hat ja nun schon 22 Jahre im Fahrgestell. Er läuft auch gut und ruhig. Allerdings schleichen sich so kleine Nickligkeiten ein. Beim bergauf fahren vibriert bei bestimmten Drehzahlen das gesamte Auto. Es ist keine nettes Wellness vibrieren, sondern da wackeln schon die Tassen im Schrank (wenn mann Schränke und Tassen hätte). Das Vibrieren lässt sich noch aushalten, aber bei längerer Fahrt und zunehmender Hitze mehren sich die Störungsmeldungen im Display und das penetrante Leuchten der 1.000 € Lampe (die Motorleuchte) verunsichert schon.
    Angefangen hatte es mit der Meldung „EPC Probleme“ (Electronic Power Controll). Dann ging‘s weiter mit der Meldung, dass Kühlmittel nachgefüllt werden muss. Dann gings‘s weiter mit der Meldung, dass Anzeige der Motorleuchte nicht funktioniert. Die letzte Meldung war dann, dass wir sofort in die Werkstatt müssten, da die Bremsbeläge verschliessen sein. Am Schluß hatten wir 5 Störungsmeldungen. Das steigert nicht das Vertrauen ins Gefährt. Zumal bei Sichtkontrolle (Kühlmittelbehälter) nichts zu sehen war (=Füllstand o.k.). Auch bei der Bremskontrolle (abruptes Bremsen) gab‘s kein Zeichen von Verschleiß oder Metall-auf-Metall. Und am Besten: Stellte ich die Zündung aus und dann wieder an waren alle Störungsmeldungen auf 0. Das macht einen kfz-technisch völlig unbeschlagenen Holzkaufmann doch ziemlich nervös.
    Deshalb, erste Tat am heutigen Morgen, Kontrolle von Kühlwasser und Störungsmeldungen. Es bleibt die EPC Meldung, welche lt. Internet, aber nicht „lebensbedrohlich“ sei. …schau‘n m‘ mal!

    Am Ende des gestrigen Tages stand dann die Half Way Party für die European Mountain Summit. Auf einer schönen Anlage direkt bei einem Restaurant traf sich die Rallye Gemeinde zum Geschichten erzählen und Wunden lecken. Allen waren sich einig, dass die Pässe super und die Wohnmobilfahrer ätzend seien. Die Pässe sind schon sehr, sehr anspruchsvoll für‘s Nervenkostüm und für alle Verkehrsteilnehmer (Autos, Motorräder, Radfahrer). Wenn dann noch Wohnmobile sich in die engen Serpentinen und Haarnadelkurven wagen, ist ein friedliches und verständnisvolles Miteinander nur schwer auf zu bauen.
    Doch s‘isch wie‘s isch.
    Den einen aus unserer Rallye Gemeinde, der vom Weg abkam musste die Feuerwehr bergen. Andere touchierten die Felsen und hatten Plattfuss. Wieder andere hatten Bremsprobleme.
    Alle waren da, alle hatten was zu erzählen, alle waren happy.

    Heute geht‘s weiter Richtung Westen. Endpunkt wird das Piemont sein. Wieder viele Pässe und viele Stunden im Wagen.
    Ich werde berichten.
    Wünsche allen einen wunderbaren Start in die Woche!
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  • Tag2:Was haben Männer & KodakFotofilme gemeinsam?

    September 5 in Italy ⋅ ☁️ 20 °C

    Bormio! Kennt jeder, oder? Stilfser Joch und Konsorten?!
    Jedenfalls verbringen wir, d.h. Claus, Nina und ich, die Nacht in Bormio. Und zwar in einer riesigen Wohnung mitten in der Stadt. Ein absolute Perle, die wir so nicht erwartet hatten, als wir heute morgen in den Dolomiten bei Cortina, unsere Übernachtung für den Abend gebucht hatten. Heute morgen erahnten wir nur was uns heute erwartete.
    Nachdem wir gestern Abend noch das Roadbook und die Tagesaufgaben für Tag 2 studiert und in den Karten eingetragen hatten, widmeten wir uns unserem wohlverdienten Schlaf. Claus hatte ich mit Ohrstöpseln ausgestattet, da er meinte die vorige Nacht kaum geschlafen zu haben, da ich ganze Schwarzwälder abgesägt hätte.
    …komisch, kann mich gar nicht erinnern 😌🤔😁
    Die Ohrstöpsel leisteten beste Arbeit und sowohl Claus wie auch ich waren bestens ausgeschlafen und genossen das Panorama der Dolomiten bei Kaffee und Corissant. Zu uns stieß gleich am Morgen Nina, die im vorigen Footprint erwähnte junge Dame, für die Claus die Patenschaft übernommen hatten. Da Nina alleine fährt und alleine fahren Scheiße ist, haben wir beschlossen im Konvoi zu fahren. Nina als junge Dame in ihrem Fiat 500 voraus und die zwei alten weißen Männer in der dicken G-Klasse hintendrein. …na ja, fast jedenfalls… …die Reihenfolge drehten wir der Einfachheit halber um, so dass Nina entspannt den Dicken von hinten betrachten und gleichzeitig sorglos die Landschaft genießen konnte.
    Denn Landschaft, die gab’s vom Feinsten. Heute war die Creme-de-la-Creme der Alpenpässe angesagt. Passo di Giau, Passo Fedaia, Passo della Mendola, Passo del Tonale und als Sahnhäubchen mit “Pippi-in-der-Hose” Garantie, der Gavia Pass. Von Ost nach West über alle die Dolomitenpässe und ihre grandiosen Bergwelt.
    Die Roadmission beinhalteten heute jeweils Fotos von den Passhöhen zu machen (Schilder auf dem jeweiligen Pass). Die Schilder zu fotografieren war nicht so schwierig, die Fahrten auf den engen Straßen und Serpentinen durchaus. Da waren schon knifflige -aber schöne- Passagen mit dabei.
    Lustig war die heutige Tagesaufgabe (Task of the day): An einem bestimmten Punkt vor dem Ort Canazei sollten wir uns treffen und dort die CopilotenInnen tauschen. Mit dem/den neuen CopilotInnen sollten wir dann einige Kilometer fahren und auf diesen Kilometern uns gegenseitig die besten Witze erzählen. Welche schräge Aufgabe! Da Nina eh schon mit uns im Konvoi fuhr tauschten Claus und Nina die Plätze. Claus übernahm Ninas Fiat 500 (Team 21, EURODASH DUO) und Nina nahm auf dem kuschlig bequemen Ledersitz des Dicken platz. Und nun die Witze? Welche Witze erzählen. Der beste Witz sollte gewinnen! Oh Mann, ich bin doch überhaupt kein Witze Erzähler. Ich kann mir auch keine Witze merken. Nina ging‘s ebenso.
    Wir sprachen uns deshalb ab, dass wir die zwei einzigen Witze, die ich persönlich auswendig konnte, als Witze für den Task of the Day zu verwenden.
    Witz 1: Was ist der Unterschied zwischen Männern und Kodak Farbfilmen?…. ….Antwort: Beide haben die Entwicklung verpasst! (Diesen Witz fand Nina am Besten)
    Witz 2: Angela Merkel stirbt. Sie kommt zu Petrus vor‘s Himmelstor. Dieser begrüßt sie überschwenglich „Hallo Angie, schön Dich hier zu haben. Hier und heute hast Du die Wahl: Himmel oder Hölle.“ Angie war irritiert und wollte sich nicht sofort festlegen und sagte: „Kann ich zuerst beide mal sehen?“ „Klaro“, sagte Petrus und führte Angie in den Himmel. Hier saßen alle auf ihren Wolke 7 und chillten was das Zeug hielt. Alles war relaxed, brav und bieder. Nach dem Himmel führte Petrus Angie in die Hölle. Das Höllentor sprang auf und heraus drang wilder Partylärm. Ein Rave war im vollen Gange. Es wurde auf den Tischen getanzt und vieles getan über welches wir den sittsamen Mantel der Verschwiegenheit hüllen wollen.
    „Hmmh“, meinte Angie, „kann ich mir das bis morgen überlegen?“ „Klaro“, sagte Petrus. Am nächsten Morgen kam Angie ausgeruht, freudestrahlend und erwartungsfroh und sagte zu Petrus: „Ich nehm‘ die Hölle“. „O.K.“ sagte Petrus, „Dein Wille geschehe“. So gingen die beiden denn zur Hölle. Das Höllentor ging auf und heraus drang der übelste Gestank. Es stank und war dreckig. Die Menschen ächzten unter erbärmlichsten Qualen und jammerten fortwährend. „Ehhhh, was ist denn das?“erboste sich Angie. „Was soll das, das sah gestern doch ganz anders aus!“ „Ja“, sagte der liebe Petrus, „gestern war v-o-r der Wahl und heute ist n-a-c-h der Wahl!“

    Zurück zur Rallyerealität: Als Beweis für den Copiloten Tausch und die Witze mussten wir vor der Kirche Madonna della Neve ein Beweisfoto von den Autos und dem Tausch-Team machen.
    Gemacht! Tagesaufgabe geschafft!

    Danach ging‘s über weitere Pässe bis zum Grande Finale, dem Gavia Passe. Der letzte Pass vor dem heutigen Endziel Bormio. Dieser Pass hatte es in sich. So eng, so abgründig, so spektakulär. Motorradfahrer,die lebensmüde die Serpentinen herunterkamen. Autofahrer, die lebensmüde sich am Abgrund entlang schlichen. Ein Filetstück in Sachen Alpenpässe. Dort liegen zu bleiben war tatsächlich kein Ziel. Doch es traf Teams unserer Rallye Familie. Holländer hatten Kühlerprobleme. Andere Probleme mit der Ölwanne.
    Unser Tech-WhatsApp-Kanal glühte. Vorhin kam die Nachricht, dass sogar eines unserer Teams von der Straße abgekommen ist. Zwar nicht abgestürzt, doch so, dass die Feuerwehr geholt wurde. Wie‘s ausging wissen wir bis dato nicht. Wir werden sehen/hören.

    Genial ist unser Herberge für die Nacht. Mitten in Bormio liegt die AD Residence. 165 € für eine komplette Wohnung mit drei Betten, Küche und Wohnzimmer. Ein guter Deal, würde man auf neudeutsch sagen. Als wir ankamen, war das auffinden der Residenz garnicht so einfach, da sie mitten in der Innenstadt liegt. Innenstadt mit engen Straßen, dass ist nicht das Lieblingsterrain unseres Dicken. Wir mussten verbotenerweise parken und zu Fuß unsere AD Residence suchen. Wir trafen auf eine echte Perle. Betrieben von rüstigen Senioren (noch älter als Claus und ich). Super nett die Beiden. Dann ging‘s um‘s Parken. Er würde uns in der Tiefgarage unterbringen, so der Patron. Tiefgarage? Bei den Dimensionen meines Gs‘? Eher nicht! Doch, doch meinte der Patron und nahm uns mit raus in einen wunderbar idyllischen Innenhof mit eigener Zufahrt. Dort gab/gibt es einen (Auto)Lift, auf den man fährt und welcher dann das Auto eine Etage tiefer befördert. Tolle Sache, doch war die Höhe auf 2,30 m und das Gewicht auf max. 3 to. beschränkt. Nicht gerade die Idealmaße für den G. Bei der Höhe würde es Millimeterarbeit sein, beim Gewicht ausgeschlossen. ….so dachte ich…. …doch der Patron ging mit uns zu unserm Parkplatz, betrachtete den G und meinte „Kein Problem. Komm!“ „Au weia, dachte ich, „ob das gutgeht.“ Ich also auf in den Hof und auf die Liftplattform gefahren. Höhe passte knapp. Dann drückte ich den Knopf für runter. Der Lift ruckelte verrichtete jedoch dann seine Arbeit ohne zu murren, zu qualmen oder zu streiken. Mir fiel echt ein kleines Steinchen vom Herzen. Diese Tiefgarage ist echt der Hammer. Super schick, super modern und das direkt in der Altsatt und direkt unter dem Garten der AD Residence. Das Bauen der Tiefgarage muss Millionen gekostet haben. Eine unglaubliche Investition für ein paar schnöde Autos. Doch was macht ein echter Gastgeber nicht für seine Gäste. Vielen Dank!

    Damit soll‘s für heute gewesen sein. Es ist spannend. Morgen geht‘s über den Bernina-, Spülgen- und San Bernadino Pass runter an der Lage Maggiore. Irgendwo dort wird morgen die „Halfway Party“ stattfinden. Für die European Mountain Summit ist morgen Halbzeit. Deshalb große Party. Für uns, die European 5000 Teams ist’s eine fette Party. Morgen werden wir erstmals wieder alle Teams an einem Platz finden. Wir sind gespannt auf deren Geschichten.

    Mit dieser Geschichte bin ich nun zu Ende und wünsche allen eine wunderbare Nacht.

    P.S. Ich werden den Text nicht nochmal durchlesen. Meine Augen fallen gleich zu. Bitte deshalb alle Schreibe- und Verständnisfehler zu entschuldigen. 😊
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  • 1.Tag: Brrrrrrrmmmmm…. 😁

    September 4 in Italy ⋅ ☁️ 25 °C

    Samstag, 05.09., morgens 07.11 Uhr.
    Sitze im Garten unserer Herberge. Links ein Cafe Lungo (sehr viel Kaffee für wenig Wasser = seeehr verdauungsanregend). Rechts ein Glas Bergwasser (sehr erfrischend). Vor mir ein -noch- unberührtes Croissant und wenn ich den Kopf von der Tastatur hebe die absolut geniale Bergwelt der Dolomiten. Alles noch im Morgendunst. Die Sonne schiebt sich langsam über die Berge und schält die Umrisse der Gipfel aus der Dämmerung heraus. Tolles Panorama!
    Und ich, ich hab Stress! Schreibstress! Selbst gewählter Stress! Denn ich will ja den gestrigen Tag, vom Kick-Off-Tag, der Rallye berichten. Nun heisst‘s tippen bis die Finger glühen.
    Gestern! Morgens ab 08.30 war Line Up der Teams. Insgesamt sind es rd. 200 Teams. Alle Fabrikate, alle Altersklassen (Mensch und Maschine) und alle Aggregatzustände.
    Wir bekamen das Roadbook für unsere Rallye. Im Roadbook stehen die Routen und die Aufgaben, die während der einzelnen Tage erledigt werden sollen. Das Roadbook ist recht aufwendig gestaltet und gespickt mit Informationen und Aufgaben, quasi unsere Bibel für die nächsten zwei Wochen.
    Grundsätzlich gilt, alle Aufgaben sind freiwillig. Wer nicht will muss sie nicht erledigen und einfach die Länder-Menschen-Abenteuer erleben. Wer die Aufgaben als Herausforderung sieht, der hat sogenannten RM (Roadmission) und TD‘s (Task of the day). Die Roadmission sind Aufgaben, die entlang der Route erledigt werden können/sollen, beispielsweise auf den Passhöhen die Schilder mit dem Passnamen fotografieren. Die TD sind Tagesaufgaben. Die TD für den ersten Tag lautete: Mache eine Foto, auf dem jedes Teammitglied ein Glas Bergwasser, einen Tannenzapfen und einen Stein in Vulkanform in den Händen hält. Alles drei haltend muss er Barfuss im Schnee stehen. Nicht schlecht, oder ?
    Bis auf den Schnee, welcher Dank heißem Sommer sich sehr, sehr zurückgezogen hatte, bekamen wir alles zusammen. Das Foto ist allerdings noch nicht gemacht, da es einfach gestern viel zu spät war als wir in unserer Unterkunft ankamen.
    Kurz nach 11 Uhr fuhren wir durch den Start Bogen und los ging die wilde Fahrt auf die EUROPEAN 5000. Das war schon spannend. Die WhatsApp Gruppen (1 für Bilder und Chat, 1 für technische Probleme/Fragen, 1 für die Veranstalter), denn die „Familie“ hatte sich viel zu schreiben.
    Da keine Autobahnen und kein Navi erlaubt sind, ging es via klassische Papierkarten in Richtung Österreich und Italien mit Endstation Dolomiten.
    Ich muss gestehen, das war/ist schon eine Herausforderung nach „normalen“ Linien auf Papier zu fahren. Das gilt vor allem in dicht besiedelten Gebieten, wo es schon mal eine Herausforderung ist die Orte zu finden zu denen man hin muss. Da gab es durchaus atmosphärische Störungen innerhalb des Teams über die richtige Route. Aber alles gut, denn das gehört zur Schnitzeljagd im 21.Jahrhundert.
    Unsere Route führte uns von Oberbayern über Reit im Winkel nach Österreich zur Großglockner Alpfenstraße. D‘ Knaller!! Bei allerbestem Traumwetter fuhren wir über Berge, Passe von grandioser Schönheit. Oben auf den Passhöhen wurden die RM (Roadmissions) erfüllt und die Fotos gemacht.
    Der Dicke verhielt sich vorbildlich und schnurrte über Berg und Tal. 16 Liter war der Verbrauch. Angesichts der Höhenmeter ein akzeptabler Verbrauch. Erfreulich entwickelten sich die Dieselpreise. Von 2,45 € in Deutschland zu 2,13€ in Grenzgebiet Österreich und Italien.
    Nicht alle Teams hatten einen so unkomplizierten Tag wie wir. Die WhatsApp Kanal mit den technischen Anliegen glühte. Geplatze Kühlerschläuche, ausgefallene Lüfter, kaputte Radlager und vieles mehr.
    Am Start war auch ein Team aus Leipzig. Da wir (ich) ja Hälfte Paradise Valley (Glottertal) und Hälfte City of Heroes (Leipzig) bin, knüpften wir gleich mal östliche Solidaritätsbande. Die beiden Fahren mit einem alten Japaner (Modell ist mir entfallen). Jedenfalls flachste ich noch, dass ich sie ja abschleppen könnte, falls sie Sorgen haben sollten. Tja und es kam wie es kommen musste, die Beiden waren die ersten, die stehen blieben (Motor lief heiß, da Loch im Kühlerschlauch). Da gab‘s dann schon die ersten Tränen „Das schaffen wir nie!“ Solidarisch die die „Familie“ nun mal ist, wurde unterstütz und geholfen.
    Vom Großglockner runter stand am Straßenrand ein alter VW Bulli mit offener Motorhaube. Die beiden waren/sind aus Lahr und hatten ein Problem mit dem Lüfter. Schon zwei Sicherungen hatten sie verbraten, nur um schließlich direkt ohne Sicherungen zu verkabeln. Wir hatten in unserem Bestand einige 50 Ampere Sicherungen und konnten den beiden weiterhelfen. So gibt einer dem anderen.
    Claus hat sich einer jungen Damen angenommen, welche ganz alleine mir ihrem Fiat 500 die Rallye fahrt. Am ersten Pass saß sie etwas verloren in ihrem Fiat und Claus sprach sie an, ob er ihr helfen konnte. Sie war mental nicht ganz auf der Höhe, technisch war alles in Ordnung. Alleine fahren ist halt auch blöde. Claus nahm sie dann ins emotionale Schlepptau und so fuhr sie von da an hinter uns her.
    Unterschätzt hatten wir die Länge der Strecke und die Dauer der Fahrt. Abends um 7 Uhr waren wir immer noch unterwegs und das ohne zu wissen wo wir unsere Häupter betten sollten. Dank Booking.com gab es irgendwo (den Namen hab ich vergessen) noch ein Zimmerchen (Hotel Bellavista) für die Nacht. Hier sitze ich nun in der Morgensonne. Mit dem Schreiben des Footprints bin ich durch und freue mich nun auf einen Kaffee und die Morgensonne.
    Bis denne!
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  • Meet & Greet an der Startlinie!

    September 3 in Germany ⋅ ☁️ 26 °C

    18 Uhr Bad Aibling. Ruhe vor dem Sturm!

    Nach einer beschaulichen Fahrt vom schönen Schwarzwald in das schöne Oberbayern sind wir hier am Schmelmer Hof in Bad Aibling eingetroffen.
    Ich sitze am Balkontisch unseres Zimmers, tippe und lausche den Klängen der Aiblinger Blasmusik, die extra für unseren Meet&Greet Abend aufspielt. Das Repertoire entspricht dem der Glottertäler Musikanten. Liebe-Schmerz-und Egerland.

    Heute morgen 9.30 holte ich Claus in Waldkirch ab. Das Auto hatte ich in den letzten Tagen gepackt und ausgestattet. Was fehlte waren die Startnummern. Das war ärgerlich. Ursprünglich waren wir als Teamnummer 60 registriert. Nachdem letzte Woche weder Rallye Kit noch Info zum Travel Tracker ankam, fragte ich bei SAC (Veranstalter) nach. Die Antwort war etwas durbios „DHL hätte Lieferschwierigkeiten“. Ich weiss zwar nicht was die DHL mit Startnummern etc. zu tun hat, aber wer eine Ausrede erfinden will, findet eine… …denn, unsere Nummer 60 war schon von einem anderen Team belegt. Das heißt wir nix mehr Nummer 60. SAC vergab dann die Nummer 87 an uns. Soweit so gut. Jedoch war auch die Nummer 87 bereits an ein anderes Team vergeben. So langsam, ja so langsam waren wir verärgert, zumal damit klar war, dass wir unsere Startnummern nicht via Post (DHL) sondern erst am Ankunftstag bekommt sollten.
    Kurze-Rede-langer-Sinn, wir sind Startnummer 89 und haben gleich nach unserer Ankunft 1 Stunde damit verbracht unserem Dicken das entsprechende Rallyeoutfit zu verpassen. Nun ist alles beklebt und wir sind bereit für‘s große Abendteuer!
    Es sind von viele Teams da. Der Platz am Hotel füllt sich mit Autos aller möglichen Marken und Beklebungszustanden. Vorhin hatte ich mich mit zwei Holländern unterhalten, die eine 40 Jahre alte Mercedes S-Klasse fahren. Schweizer fahren mit Armeejeeps und andere mit einem Spider Cabriolet. Eine wirklich bunte Mischung an Mensch und Maschine. Alterstechnisch ist Jung und Alt vertreten. Quasi junge enthusiastische AbenteurerInnen und alte, verrentete Hasen (und Häsinnen).
    Wir, Claus und Ich, Team 89 „Paradise Valley“, fahren die EUROPEAN 5000. Die dauert 13 Tage. Gleichzeitig mit uns, vom gleichen Platz, vom gleichen Veranstalter, startet die EUROPEAN MOINTAIN SUMMIT. Bis Nizza fahren bei Rallyes parallel. Die Mountain Summit endet in Nizza, während wir in Richtung Andorra und Spanien weiterziehen.
    Spannend wird‘s!
    Der Dicke läuft bisher wunderbar und hat uns mit zarten 12,5 Ltr. Verbrauch verwöhnt. Das ist gut so, denn die Dieselpreise hier in Bayern liegen um die 2.30 €/ltr.. Hinsichtlich der Dieselkosten wird dieses Abenteuer leider kein Sparpaket. Doch wie sagte Budda als ihn Lah Otse und Mao Tse Tung nach dem tieferen Sinn für den Sonnaufgang im Westen fragten: „S‘ isch wie‘s isch!“
    Mit dieser unumstößlichen Lebensweisheit schließe ich den heutigen Footprint. Vielleicht gibt‘s noch einen zweiten, denn der Abend wir ein lustiger werden.

    Fußnote: Gerade spielt die Aiblinger Musikkappelle „ Auf der Vogelwiese“.
    S‘ isch wi‘ Daheim.
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  • Glottertal

    August 26 in Germany ⋅ ⛅ 23 °C

    Der Countdown läuft!
    Noch 9 Tage bis zum Start der heissesten Rallye Europas mit den heissesten Senioren diesseits des Föhrenbaches und jenseits der Elz.
    Das Team steht! Der Wagen läuft! Einzig die Dieselpreise müssen noch runter 😩.
    Es wird ein Life tracking über Find Penguins geben, auf dem alle Teams verfolgt werden können.

    s‘ wird spannend 😄
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    Trip start
    September 4, 2026