• Tag14: 🏁 F - I - N - A - L - E 🏆

    September 17 in Germany ☁️ 16 °C

    Die EUROPEAN 2026 sind Geschichte.
    Gestern punkt 16 Uhr fuhr d‘Dicke mit uns als Team über die Zielline.
    14 Tage Europa, über 5.300 km gefahren, 8 Länder durchquert!
    Und ehrlich: s‘reicht! Jeden Tag 8 - 10 Stunden (eher 10) im Auto sitzen, da sagen Sitzhöcker und Bandscheibe irgendwann mal „Jetzt isch aber g‘nug“. Wir haben wirklich viel gesehen. Vieles nur für einen Fotostop. Vieles bleibt hängen im Sinne von „da muss ich nochmal hin“. Europa ist sooo vielfältig und wirklich erfahrenswert. Tolle Landschaft, freundliche Menschen, gutes Essen, teurer Diesel.
    Gestern konnten wir in Luxemburg nochmal „günstig“ für 2,20 €/L tanken. In Frankreich waren es schon über 2,40. Einen Footprint und ein Resume über Kosten, Fahrt, Plus-und-Minus gibt‘s in den nächsten Tagen. Jetzt ist erstmal Finale!
    Vor der finalen Ziellinie lagen noch einige Roadmissions. Da am letzten Tag Autobahnen frei gegeben waren, ging‘s trotz vieler Kilometer flott von statten. Gestartet in Saint-Quentin in Haute France führte uns die Route über Belgien, Luxemburg und als letzte Roadmission an die Mosel. Wir starteten gegen 8.30 Uhr und mit 1x Kaffeepause und 1x Tankstopp schafften wir es zum Zieleinlauf beim Kloster Machern in Bernkastel-Kues.
    Ich bin froh/erleichtert, dass es rum ist. Klaro, war/ist es eine tolle Sache so eine Rallye, doch 14 Tage sind eine lange Zeit. Jeden Tag 10 Stunden am Lenkrad (abwechselnd) ist auch kein Spaß. Hinzu kommt, dass der Dicke gegen Schluß eine Art Schnappatmung bekam. Das ging vor ca. 3 Tagen los. Einsteigen, Schlüssel ins Zündschloß, Schlüssel rumdrehen… …Nichts! Absolut Nichts! Da dreht sich kein Anlasser, da startete kein Motor. Nichts! Ei-jei-jei was war denn da los. Batterie war gut, Diesel war drin und während der Fahrt gab es keine Probleme. Hmmh, mal wieder ein Elektronikproblem? Starterrelais? Zündschloß? Auf jeden Fall ein Problem, was wir ohne Diagnosegerät und Fachwerkstatt nicht lösen konnten. Wir saßen etwas ratlos im Auto. Claus, meinte, das hätte er vor Jahren auch mal bei seinem Auto gehabt. Er hätte dann am Auto gerüttelt, dann wäre der Motor gestartet. O.k. in der Not frisst der Teufel Fliegen und glaubt die Erde sei eine Scheibe. Wir saßen also im Auto, ruckelten auf den Sitzen hin-und-her…. …und brrrrummm, der Motor startete! Was war denn das? Ist die Welt doch eine Scheibe? Egal, wir waren jedenfalls erleichtet, dass der Motor lief. Während der Fahrt alles kein Problem. Beim nächsten Mal Motor aus, war das erneute Starten kein Problem. Beim übernächsten Mal Motor aus, war beim Starten wieder Ruhe. Nix ging. Wir ruckelten wieder und zack, sprang der Motor an. Ein absolute Kuriosität. So ging es jedenfalls die letzten Tage. Es war wie Lotto spielen. Mal sprang er sofort an, mal musste wir erst zig mal in den Sitzen hin-und-her schaukeln bis er ansprang. Bis dato sprang er -glücklicherweise- irgendwann immer an. Einige Schrauber meinten es sei entweder das Zündschloß oder das Starterrelais. Irgendwo in diesem System gibt‘s einen Wackler, der uns das Leben durchaus interessant gestaltet.
    Jedenfalls machte uns der Dicke deutlich, dass es für ihn nun genug wäre.

    Und so liege ich im Bett, morgens 6.45, im Hotel Augustus in Bernkastel-Kues und freu mich, wenn ich heute Mittag im schönen Glottertal den Motor abstellen kann, das Armaturenbrett streicheln darf und sagen „Danke Dicker“!
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