• Plines - El Torcal: Blüten und Früchte

    February 22, 2024 in Spain ⋅ ☁️ 18 °C

    Ich lasse mir Zeit beim Frühstücken und Zusammenpacken. Das Wetter ist sonnig, das Zelt kann trocknen und der Übernachtungsspot auf dem Hügel am Talrand bietet eine schöne Aussicht, vorausgesetzt man schaut in die richtige Richtung. An der Straße hinter mir liegen nämlich mal wieder etliche Müllberge. Schöner Platz, schlechter Platz, alles eine Frage der Perspektive.

    Heute Morgen gibts Griesbrei oder zumindest so etwas ähnliches. Harina Semolosa de Trigo, stand auf der Packung, also eigentlich Weizenmehl, aber je nach Mahlgrad ist es eben auch Gries. Ich streue noch etwas Haferkleie in den Brei und rühre Marmelade dazu. Griesbrei kann man auch ohne Zähne noch essen, wenn man alt ist. Im Umkehrschluss bedeutet, dass ja eigentlich, dass ich bis zu meinem Lebensende weiterradeln kann.

    Um halb 11 habe ich ausgefrühstückt. Es sind 16 Grad, warm genug, um zu starten. Ich durchquere blühende Landschaften. Kurze Verwirrung sollten die nicht bei uns in Deutschland entstehen? Egal, es blühen gelbe Blumen und Mandelbäume in weiß. An manchen lassen sich auch noch Mandeln aus dem letzten Jahr finden - die schmecken ganz gut.
    Inmitten der riesigen Olivenplantagen sehe ich - als wäre es die Fortsetzung von gestern - noch einige Leute bei der Olivenernte. Mit einem Traktor wird der Baum gerüttelt, drei weitere Männer durchkämmen die Äste mit einer Mischung aus Heckenschere und Kamm, nur eben ohne Schneiden. Unten drunter liegt ein riesiges Netz, in das die Oliven fallen. Ganz schön laut der Vorgang, aber nicht die einzige Erntevariante. Ein paar hundert Meter weiter höre ich nur Schläge und sehe in einiger Entfernung Menschen mit Stöcken an den Bäumen hantieren - so gehts scheinbar auch.
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