Fes - Immouzer Kandar: Rokko Rider
2 Maret 2024, Maroko ⋅ ☀️ 13 °C
Früh morgens schlendern Christoph und ich nochmal durch die Medina. Die Straßen sind nun viel leerer, nur die Händler bauen ihre Stände auf oder Lieferungen werden per Handkarren oder Esel durch die Gassen transportiert. Gemüsehändler waschen ihre Waren und der ein oder andere Stand wird von Katzen durchstöbert oder diente diesen als Nachtlager.
In unserer Unterkunft gibt es dann leckeres Frühstück - Meloui, unser späteres Marokko-Food-Highlight. Die kulinarische Melange aus Naan, Pfannkuchen und Crossaints.
Wir radeln los und stoppen nochmal an einem Supermarkt, um uns mit Proviant einzudecken. Ein westlicher Supermarkt, im 'modernen' Fes. Hier alles, was es bei uns auch gibt oder sogar noch mehr. Westliche Produkte scheinen allerdings einen stolzen Preis zu haben, warum auch immer. Vielleicht eine Art Lifestyle. Auf jeden Fall denke ich nicht, dass es gerechtfertigt ist, MarokkanerInnen für eine Nivea Sonnencreme 20 Euro zahlen zu lassen, aber vielleicht gibts sie ja auch nur für uns Europäer hier.
Es dauert eine Weile, bis wir aus der Stadt kommen. Das Stadtumland ist dicht besiedelt und mit landwirtschaftlichen Flächen durchsetzt. In einem Wasserloch vor der Stadt waschen einige Bauern und Bäuerinnen ihr Gemüse. Etwas später werden wir dann auch direkt vom ersten Hund 'attackiert', der schlüpft bellend unter einem Zaun des Grundstücks hindurch. Absteigen, umdrehen, Fahrräder zwischen ihn und uns und er weicht zurück.
Die abendliche Unterkunftssuche gestaltet sich etwas schwieriger als gedacht. Der auf der Karte verzeichnete Zeltplatz stellt sich als Dorfspielplatz mit viel Müll heraus, auf dem noch reges Leben herrscht. Unser Booking.com versuch wird uns quasi vor der Nase weggebucht. Wir sehen noch das Auto in die Unterkunft fahren, die wir buchen wollten. Doch gleichzeitig treffen wir dort einen Mann, der uns weiter hilft. Er spricht gutes Englisch und kenne jemanden, der eine Unterkunft hätte. Ein Anruf, dann folgen wir ihm zum Marktplatz. Dort wird uns ein recht wohlhabend aussehender Mann vorgestellt, es folgt ebenfalls ein Telefonat. Er könne uns ein Zimmer vermieten und seine Kinder würden auch Deutsch sprechen. Klingt gut, er schickt uns mit einem Jungen, der uns den Weg zeigen soll, los. Im Dunkeln folgen wir ihm durch die Stadt in eine Wohngegend, etwas unheimlich ist es schon, insbesondere, als er dann in den Hof einbieg und gleichzeitig eine kleine Gruppe Menschen die Straße kreuzt. Wir zögern ihm durch das Tor zu folgen. Dann erklingt ein paar Worte auf deutsch, die besagten zwei Kinder begrüßen uns. Erleichterung. Sie zeigen uns das Zimmer, welches sich als ganze Wohnung herausstellt. Luxus und was für ein Zufall, dass hier Leute Deutsch lernen - warum? Darauf gibt es Morgen eine Antwort.Baca selengkapnya









