Villan. - Pue. d. Congo.: 5 m x 8 m
21. maj 2024, Spanien ⋅ ☁️ 16 °C
***Workaway footprint wird nachgereicht***
Villanueva de Avila - Puente del Congosto:
Mein Paket ist endlich angekommen, sodass es nun endlich weiter zurück auf den Jakobsweg gehen kann. Die übliche Mischung aus etwas Wehmut und dem Drang, wieder aufs Rad zu steigen, ist natürlich auch wieder dabei. Ich tröste mich damit, dass ich bestimmt wiederkommen werde, um zu sehen, was aus Miguels Ruinen geworden ist. Also verabschiede ich mich am späten Vormittag von Miguel und Sierk, der heute auch aufbricht, um 10 Tage in einem Kloster zu schweigen.
Ich hatte hin und her überlegt, wie ich am besten zurückfahre, ohne dieselbe Strecke zu nutzen. Ein Stück mit Sierks Van über die Berge und dann auf der Südseite war eine Überlegung. Allerdings kann ich René ja nicht noch einmal enttäuschen und mich wieder einfach irgendwohin beamen und außerdem muss ich ja noch mein Paket mit dem neuen Tretlager abholen. Also rolle ich die ersten Kilometer bergab nach Burgohondo, um dem Paketshop einen Besuch abzustatten. Interessanterweise findet sich neben meinem Tretlager auch Werbung für HelloFresh. Wenn deren Pakete genauso schnell geliefert werden wie dieses, dann viel Spaß beim Essen.
Für den weiteren Weg habe ich mir eine Nebenstraße herausgesucht, die in einem Tal zwischen zwei Bergketten hinaufführt. Links und rechts auf diesen Bergen sehe ich recht große Raubvögel mit weißem Kopf kreisen – für eine genauere Bestimmung ist die Distanz aber leider zu groß.
Oben am Pass angekommen, erstreckt sich eine weite Ebene mit etlichen Weiden für Kühe, Pferde und Esel. Inzwischen bin ich auf gut 1400 m Höhe, und obwohl die Sonne größtenteils scheint, ist es durch den Wind dann doch ganz schön frisch, fast schon etwas ungemütlich.
Als langsam der Magen anfängt zu knurren, bemerke ich, dass ich wieder die Siesta vercheckt habe. Um 14 Uhr schließen die Geschäfte - die es hier sowieso nicht gibt - wieder und machen erdt gegen 17 Uhr wieder auf. So ergattere ich in einer kleinen Bar nur eine überteuerte Cola, esse ein paar Müslireste und schreibe Einkaufen auf die ToDo-Liste.
Am Nachmittag stellt sich die Straße, der ich folge, als gesperrt heraus. Zwei Autos mit Männer in Warnwesten kommen mir entgegen und ich frage, ob ich mit dem Fahrrad hindurchkomme. Ihre Antworten kommen mir spanisch vor. Irgendwas mit nicht passierbar und 5 m x 8 m Hindernis oder so. Da die Alternativroute gut 10 km länger ist, 400 hm mehr zu bieten hat und ich zudem wissen möchte, was ich eben nicht verstanden habe, entschließe ich mich dazu, zu pokern und den Pass hinaufzufahren. Oben angekommen werde ich mit einer guten Aussicht belohnt und rolle auf der anderen Seite hinunter in der Hoffnung, dass ich nicht die ganze Strecke zurückfahren muss. Nach ein, zwei weiteren Kurven gibt es dann auch Klarheit. Eine kleine Baustelle und ein 5 m breiter Graben, der die Straße durchzieht. Gepäck abladen, tragen, wieder aufladen sind schnell vollzogen und sicherlich die bessere Wahl als die Alternativroute gewesen.
Im Anschluss geht es noch eine Weile über schöne Serpentinen bergab. Die Via de la Plata erreiche ich allerdings nicht mehr und mache dafür an einer noch geschlossenen Bar direkt am Flussufer in Puente de Congosto Halt.Læs mere









