• Camino Sanabres II

    27 de mayo de 2024, España ⋅ ☁️ 21 °C

    Asturianos - Puebla de Sanabria – Lubián

    Auch heute will ich eigentlich dem originalen Pilgerweg folgen. Als es in die erste Senke geht, werde ich dann jedoch schnell eines Besseren belehrt. Der Boden ist ziemlich aufgeweicht und schlammig, was wieder häufiges Fahrradputzen bedeuten würde. Dementsprechend weiche ich an einigen Stellen auf die N-525 aus – nicht schön, aber schnell.
    Am späten Vormittag komme ich in Puebla de Sanabria, einer schönen alten, natürlich auch wieder etwas touristischen (Sehr-)Kleinstadt an. Mit einer Einwohnerzahl von ca. 1400 würde sie in Deutschland vermutlich eher als Dorf durchgehen. Ich bin etwas verwundert, dass die Stadt unter anderem zusammen mit Hannover Biodiversitätstadt Europas ist. Wenn die Hannover kennen würden, dann stünde das bestimmt nicht mit auf diesem Schild - vielleicht habe ich da aber auch Vorurteile.

    Trotz seiner Größe gibt es in Puebla de Sanabria eine Menge Geschäfte. Unter anderem auch einen Fahrradladen, den ich direkt aufsuche. Etwas versteckt und unüblich finde ich ihn in einer Tiefgarage und besteht nur aus einem einzelnen kleinen Raum. Dennoch bekomme hier ein Kettenschloss/Kettenverschluss und der Besitzer leiht mir sogar seine Werkzeuge zum Wechseln des Kettenblattes aus (ein 8er Inbus fehlte mir für den Kurbelabzieher).
    Im Anschluss gibt es den obligatorischen Kaffee und ich erklimme den Hügel, auf dem der alte Stadtkern und die Burg liegen. Nach einer kurzen Runde geht es dann weiter vorwiegend auf der N-525 bis nach Lubián. Kleine Abstecher auf Feldwegen gibt es dennoch. Hier finde ich zur Abwechslung und zum Zeitvertreib meine Freude daran, etliche Male mit meinem Fahrrad durch eine kleine Furt zu fahren. Das Fahrrad besticht mit einer atemberaubenden Fahrdynamik im Wasser und könnte mit jedem Fisch mithalten – das nächste Mal suche ich mir einen richtigen Fluss und da es noch keinen Namen hat, nenne ich es nun White Shark! Scherz, das klingt lächerlich.
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