Die Größten ihrer Gattung
13 September 2024, Greece ⋅ ⛅ 25 °C
Die Zeitumstellung in Griechenland lässt uns ohne zu frühes Aufstehen den Sonnenaufgang am See beobachten. Bis auf ein paar Fischer schläft noch alles, und wir versuchen, ein paar Vögel und den Sonnenaufgang zu fotografieren. Tatsächlich legen wir entlang des Sees ebenfalls noch mehrere Fotostopps ein. Es gibt Flamingos und Krauskopfpelikane, die laut Wikipedia mit über drei Meter Flügelspannweite und 10–13 Kilogramm Gewicht die größten ihrer Gattung sind, zu bestaunen. Ein gutes Foto einzufangen ist dabei gar nicht so einfach.
Auf dem Weg nach Serres entgehen wir noch einer kleinen Hundeattacke, als ein Hund (****** Köter) aus einem Café geschossen kommt und mir (Tim) fast von der Seite ins Fahrrad läuft. Glücklicherweise war gerade kein Auto auf der Straße, und mein Rad hinten war so schwer, dass man sich auch bei einer Vollbremsung quasi nicht überschlagen kann. Sobald ich stehe, dreht der Hund ab und verschwindet im Café. Nach dem ersten Schrecken drehen wir noch einmal um, um der Cafébesitzerin klarzumachen, dass so etwas nicht geht. Die redet sich allerdings nur heraus. Es sei nicht ihr Hund. Verantwortungsbewusstsein Fehlanzeige schließlich ist es ja ihr Café. Das Ereigniss ist traurigerweise exemplarisch für viele Länder: Fehlendes Verantwortungsbewusstsein und schlechter Umgang mit Hunden bzw. Tieren allgemein. Hier könnten sich andere Länder tatsächlich mal etwas von Deutschland abschauen.
Auf dem weiteren Weg müssen wir aufgrund des Windes ganz schön strampeln, um die Fahrradläden in Serres noch vor ihrer Siesta zu erreichen und eine Ersatzkette für Anna zu besorgen. Zum Glück sind wir ja mit dem Fahrrad unterwegs, sodass uns eine Sandhaufen-Straßenbarriere auch keine Probleme macht. Auf dem Weg fallen uns übrigens noch Baumwollfelder auf. Dass hier Baumwolle angebaut wird, wussten wir bisher auch nicht. Zugegebenermaßen sehen die Pflänzchen auch ziemlich mickrig aus.
Fahrradladen Nr. 1 verlangte erstaunliche 32 Euro pro Fahrradkette, was uns Sparfüchsen, die wir die handelsüblichen Preise kennen, doch etwas viel erschien. Im zweiten waren wir dann erfolgreicher und zahlten nur 20 Euro für die Kette (Empfehlung ΛΑΖΑΡΙΔΗΣ ΝΙΚΟΛΑΟΣ). Danach folgte der Bäckerei- und Supermarktbesuch (Essen gehen ist hier wieder deutlich teurer als in den anderen Balkanländern) fürs Picknick im Stadtpark. Überraschend dabei waren das erstaunlich gute Brot und ein riesiges Angebot an Keksen, das sich auch in anderen Bäckereien fand. Hier schien immer Weihnachtszeit zu sein.
Nach der Stadt geht es fast nur noxh auf einer großen Straße weitet. Nicht so schön, dafür stelle ich allerdings fest, dass sich mit einem Ingenieur- bzw. Naturwissenschaftlichem Background Griechische Straßenschilder sehr gut übersetzen lassen:
Δράμα = DeltaRhoAlphaMyAlpha = Drama
Im kleinen Dorf Lefkothea füllen wir noch einmal 14 Liter Wasser auf, was ausgiebiges Duschen verspricht, und biegen dann in einen Feldweg Richtung Fluss ab. Hier überfahre ich versehentlich eine Schlange, was dieser allerdings nichts auszumachen scheint. Als Anna dann auch noch eine zweite sieht, beschließen wir, heute Abend besser feste Schuhe und lange Kleidung zu tragen. An unserem anvisierten Zielort findet – mit sehr lauter Musik – eine Kulturveranstaltung statt. Daher fahren wir noch etwas weiter und treffen auf einen Baumhausgarten/-park. Wer so etwas ins Leben ruft, wird bestimmt nichts gegen Zelten haben, und so bleiben wir dort.
Für eine kleine Schauergeschichte zum Einschlafen sorgt die Natur, als wir zwei Gottesanbeterinnen beim Kannibalismus beobachten – das Weibchen frisst das Männchen, von dem am Ende nur noch die Flügel übrig bleiben.Baca lagi














Pengembara
Tolles Foto!
Pengembara
Hauptsache, ich macht (u.a.) ein Drama daraus :-D
Pengembara
Und ich hatte gehofft, die leben nur in Ländern, zu denen wir keine Landverbindung haben und aus denen uns keine Bananenfrachter erreichen. Gruselig!
Pengembara
Klasse!